Neues

aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

 

07. Oktober 2019

 

Da es sonst nichts zu berichten gibt, hier nur ein paar aktuelle Fotos vom M-Wurf. Monia bearbeitet unter Aufsicht ihrer Mutter Ilva einen Knochen, was ihr recht schwer fällt, denn sie ist zurzeit im Zahnwechsel - die Alten sind fast alle weg und die Neuen noch nicht richtig da. Deshalb ist Ilvas Aufmerksamkeit wohl keine mütterliche Fürsorge, sondern eher das Warten darauf, dass die Tochter aufgibt.

 

Theo (Marco) scheint hier noch unter Aufsicht der Hauskatze. Er sieht das aber anscheinend ganz entspannt und wie man hört, herrscht im Haus eine durchaus harmonische Koexistenz unter allen Hausbewohnern. Die eben zu Ende gegangene Bischofskonferenz hat ihn auch völlig kalt gelassen. 

 

Lucy (Milva) lebt jetzt glücklich und zufrieden da, wo wir auch gerne wohnen würden - im Fünf-Seen-Land, irgendwo zwischen Ammersee und Starnberger See. Manchmal könnt´man schon neidisch weden! Diese kleine fröhliche Hündin hat nach ihrem, Gott sei Dank gut über-standenen Fehlstart, richtig ins Glück gegriffen. Nicht nur die ihrer "eigenen" Menschen, sondern auch die Herzen aller Nachbarn hat sie im Sturm erobert!

11. September 2019

 

Über das vergangene Wochenende hatten wir Besuch von Kamillo aus München. Der Jungspund, jetzt anderthalb Jahre alt und Sohn unserer Eboli, hatte mit seiner Hauswirtschafterin Barbara Urlaub an der Ostsee gemacht und das Bedürfnis, auf der Rückreise seine nordhessische Verwandtschaft zu besuchen. Dadurch hatten wir ein durchaus unterhaltsames Wochenende, denn Mutter Eboli war der Meinung, gerade jetzt mit ihrer turnusmäßigen Läufigkeit beginnen zu müssen. Wie erklärt man nun so einem jungen Mann, dass da aus vielerlei Gründen überhaupt nichts läuft? Am Ende ging es aber ganz gut - da waren ja auch noch unsere Seniorin Arubi, die ihm klar machte wer hier das Sagen hat, und Ilva mit Tochter Monia. Beide beschäftigten sich ziemlich viel mit dem Burschen, wobei Monia zu-nächst eher auf ausreichenden Abstand achtete. Aber als sie schließlich merkte, dass sich der Stenz für sie nur ganz am Rande interes-sierte, mischte sie immer kräftig mit.

 

 

04. September 2019

 

Seit gestern sind wir wieder zu viert, denn Lucy hat uns verlassen und ist in die Nähe von München gezogen - und hier passt wieder mal das Sprich-wort: "Je sorgfältiger man plant, desto wirkungsvoller trifft einen der Zufall."

 

Vor rund drei Wochen wurde die Kleine, die ursprünglich Milva hieß, uns wieder zurück gegeben, weil wir sie "krank" abgegeben hätten, sie sich über unsere Hunde mit "Giardien" infiziert hätte. Wir wollen hier nicht ins Detail gehen, denn es käme ohnehin nichts dabei heraus.Wir sind jeden-falls am nächsten Tag gleich mit ihr, der Schwester Monia, der Mutter Ilva und den Kotproben von drei Tagen aller unserer Stammhunde in die Tier-klinik nach Mühlhausen gefahren.

 

Das Ergebnis - alles bestens, alles gesund, weder Giardien noch sonstige Auffälligkeiten! Wie auch, unsere Hunde waren allesamt vorher topfit und sind es jetzt noch. Auch Lucy hatte in den vergangenen drei Wochen weder Dünnpfiff noch hat sie öfter in "die Bude" gepieselt, als es zehn, zwölf Wochen alte Welpen machen, wenn man als Mensch nicht genug aufpasst - vor allem auch nach dem ganzen aufregenden Hin und Her!

 

Nun hatten wir noch ein paar Interessenten in der Warteschleife, die wir abtelefonierten. Einige waren inzwischen auf den Hund gekom-men, anderen passte es terminlich oder sonst wie nicht. Zwei waren da, aber der Funke sprang nicht über. Am Samstag besuchte uns eine Familie aus der Nähe Münchens auf der Rückreise vom Urlaub an der Nordseeküste. Wir hatten schon länger Kontakt wegen der Anschaf-fung eines Hundes im kommenden Frühjahr und man wollte sich unsere "Lagotten" nur mal etwas näher anschauen. - Ja, und da sprang dann der berühmte Funke über - aber so was von über!

 

Natürlich konnte Lucy nicht gleich mit, das Auto war ja vollgepackt und außerdem mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Am Montagmittag stand Bayern dann wieder vor der Tür, wir hatten einen sehr unterhaltsamen Tag und einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen, am Dienstag, kam dann der Abschied - für uns Menschen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Für unsere Monia nur schwer zu verdauen, denn jetzt ist der tolle Spielkamerad weg und sie hat wieder nur mit alten Menschen und "alten" Hunden zu tun. Unsere Hundedamen Arubi, Eboli und sogar Mutter Ilva scheinen irgendwie erleichtert - endlich wieder Ruhe im Haus! - Es war aber meistens auch so was von lebhaft!

 

Die rund sechs Stunden Fahrt in Deutschlands Süden - mit zwei Pieselpausen - verlief völlig stressfrei und problemlos. Im neuen Zuhause angekommen holte Lucy die ausgefallenen Mahlzeiten nach, anschließend wurde das neue Revier inspiziert und durch die erste "Wurst" auch eingeweiht. Wie an den letzten vier Bildern zu sehen ist, scheint auch so alles rund zu laufen. Sogar mit der durchaus beeindrucken-den caniden Nachbarschaft hat Lucy bereits lockeren Kontakt aufgenommen.

 

Nachtrag am 06.09.2019 - Per Telefonat haben wir erfahren, dass Lucy die ersten Nächte problemlos in ihrer neuen Box bis 07:00 Uhr durchschläft. Sie sei ein lebhafter, neugieriger, lernfreudiger und sehr selbstsicherer Hund, hat noch nicht in "die Bude" gepieselt. kommt bei den ersten Spaziergängen mit jeder Situation klar und hat in "ihrer" Straße schon jede Menge Fans. - Heute war man zum Antrittsbe-such bei der künftigen Tierärztin des Vertrauens, untersucht, gewogen und für gut befunden, 6,5 Kg bei knapp 3,5 Monaten und absolut tiefenentspannt. Die Veterinärin war begeistert!   - Das ist doch nach dem holperigen ersten Start in ihr neues Leben außerhalb unseres Rudels für uns eine sehr gute Nachricht und auf weitere sind wir natürlich gespannt!

 

 

 

 

18. August 2019

 

Seit dem 11.08.2019 ist unsere Milva, die jetzt Lucy gerufen wird, wieder bei uns. Wir haben die Kleine zurück genommen.

 

Sie ist jetzt ziemlich genau zwölf Wochen alt und wir sind der sicheren Überzeugung, dass es sich bei ihr um ein typisches Lagotto-Mädchen handelt - nicht unbedingt die Größte, aber hübsch und mit Witz und viel Temperament und rundum gesund. Sie beherrscht schon einige der Grundregeln, die man als Hund im Zusammenleben mit Menschen unbedingt braucht, aber natürlich muss an ihr noch gearbeitet werden. Wir denken da an eine eher ruhige Familie, auch mit Kindern, die das Grundschulalter schon hinter sich haben. Und zwecks Zügelung ihres überschäumenden Temperaments, wäre eine gewisse Portion an Hundeerfahrung sicher nicht verkehrt. Aber dann gehört sie bestimmt auch zu den Hunden, von denen - wenn sie in den Hundeschulen auftauchen - immer wieder gesagt wird: "Achtung, jetzt kommen die Streber!"

 

Ihre Schwester Monia ist natürlich schwer begeistert, wieder eine gleichwertige Spielgefährtin zu haben, aber unsere drei mehr oder weniger schon gesetzteren Hundedamen, habe die Hände überm Kopf zusammen geschlagen. Waren sie doch froh, dass der Kindergarten endlich fort war und Monia immerhin begriffen hatte, wie man sich als Jüngste den Erwachsenen gegenüber zu verhalten hat - und nun wieder so ein Wirbelwind! Aber auch wir Menschen denken, dass vier Hunde für uns genug sind und wünschen der Kleinen für ihr weiteres Leben ein passendes Zuhause. - Unten zeigen wir noch ein paar Fotos, damit die eventuellen Interessenten schon mal sehen können, was auf sie zu kommt.

 

 

 

06. August 2019

 

Jetzt ist mit Monia unser Trüffelkobolde-Damen-Quartett wieder vollständig. Na gut, so ein komplettes Viertel ist die Kleine ja noch nicht - eher ein Viertel vom letzten Viertel. Warten wir halt ab, was kommt, wie sich das Frollein eintwickelt - und ob sie am Ende, so in gut fünf-zehn Monaten auch die allerhöchsten Weihen bekommt, vom allerhöchsten elferrat des Zuchtwesens.

 

 

 

 

28. Juli 2019

 

Eine unterhaltsame, ja doch eher sehr unterhaltsame Woche liegt hinter uns. Am letzten Sonntag (21.07.) wurde Marco Aurelio, der jetzt Theo heißt, abgeholt und wohnt nun in Fulda. Der Abschied von diesem lie-ben, so verschmusten kleinen Kerlchen ist uns nicht ganz leicht gefallen. Er hat aber auch ein einfach um-werfendes freundliches Wesen und immer, wenn er uns sah, verstand er es, uns davon zu überzeugen, ihn auf den Arm nehmen zu müssen. Immer suchte er auch sofort den Hautkontakt, schmiegte seinen Kopf an unseren Hals und seufzte zufrieden. Ewig lange konnte er es so aushalten.

 

Vermutlich lag es auch mit daran, dass er ziemlich unter seinen beiden Schwestern gelitten hat, er war ja stets in der Minderheit und die beiden Mädels haben es ihm wahrhaftig nicht leicht gemacht. Jeder Mann, der mit vor allem älteren Schwestern aufgewachsen ist, wird da wohl verständnisvoll mit dem Kopf nicken. Wir sind gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird und nach dem, was uns bisher berichtet wurde, hat er mit seinem freundlichen Wesen bereits alle herzen der gesamten Nachbarschaft im Sturm erobert und sich nahezu problemlos in sein neues Lebensumfeld eingefügt. An den Beziehungen zu den beiden Katzen im Haushalt arbeitet er noch. Das ist ja auch nicht ganz einfach, diese beiden Damen sind schon etwas älter und einem so jungen Springinsfeld gegenüber natürlich etwas skeptisch. Wir sind uns aber sicher, dass er die Beiden noch von sich überzeugen wird.

 

Am Montag war dann richtige Arbeit angesagt. Bei rund 40 Grad und ohne wirkungsvollen Schatten. Der "Jahrhundertsommer" des ver-gangenen Jahres 2018 hatte nicht nur unseren gepflegten englischen Rasen in eine Kalahari-Variante verwandelt, sondern den sechs Fichten in der Südwest-Ecke unseres Grundstückes heftig zugesetzt. Der diesjährige Sommer war gesundheitstechnisch für nordhess-ische Fichten auch nicht besser und weil aller guten Dinge Drei sind, kam natürlich auch noch der Borkenkäfer dazu.

Fast fünfunddreißig Jahre brauchten die Bäume um knapp 10 m groß zu werden und Teilen des Grundstückes Sicht-, Windschutz und Schatten zu bieten. Zwei trockene Jahre und tausende kleiner Käfer reichten aus, um aus dem vertrauten einen traurigen Anblick zu ma-chen. Die vier Bäume links wurden am vergangenen Montag gefällt und in ofengerechte Stücke zerschnitten, den zwei Bäumen links geht es in den kommenden Tagen ebenso. Dann heißt es Holz spalten und das trockene Reisig zu entsorgen. Für Arbeit ist also gesorgt und dafür können wir feststellen, dass unser Blickfeld erweitert wurde. Bei klarer Sicht sehen wir jetzt am Horizont ein paar Windmühlen mehr. Da haben uns die gesunden Fichten doch entschieden besser gefallen! - Und der hässliche, blecherne Geräteschuppen, der bisher so gut versteckt war, ist auch nicht gerade eine Augenweide!

Am vergangenen Mittwoch wurde Marcos recht lebhafte Schwester Milva, die nun Lucy heißt, abgeholt und künftig wohnt sie in der Nähe Bonns, unserer ehemaligen Bundeshauptstadt. Die Fahrt verlief leider nicht völlig problemlos, denn die Kleine hatte sich irgendwie einen "flotten Fritz" eingefangen, was ja grundsätzlich nicht stimmungsaufhellend wirkt. Aber inzwischen ist das wohl überwunden und wir hof-fen, dass dies kein schlechtes Omen war. Gerade Lucy ist nämlich eher von der temperamentvollen Sorte und wir denken schon, dass zu-mindest die ersten Tage im neuen Heim nicht nur reines Vergnügen sein werden - für alle Beteiligten. Aber wir sind sicher, dass am Ende alles gut wird.

 

Nun ist aus diesem Wurf noch Monia, die eher ruhigeren Gemütes ist, bei uns und wird es auch bleiben - und mit sehr, sehr großer Wahr-scheinlichkeit ist das sicher auch der letzte Junghund, den wir behalten. Wir sind schließlich nicht mehr die Jüngsten!

 

Wie auf den Bildern oben zu sehen ist, hatten die beiden Schwestern vor dem Abschied noch ausgiebig Gelegenheit zum Toben, wobei auch unser Pflegekind Coco (Loretta) ein wenig mitmischte. Die steht noch bis zum morgigen Montag unserer Monia als anspruchsvoller Sparringspartner zu Verfügung, dann wird auch sie von ihrer Familie wieder abgeholt, die aus dem Jahresurlaub zurück kehrt. - Mutter Ilva kümmerte sich ebenfalls noch einmal um ihre Töchter, was in den letzten Tagen eher nicht mehr zu beobachten war. Man konnte sogar den Eindruck haben, dass sie ihrer wilden Tochter Milva noch einmal ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg geben wollte.

 

Am Freitag wurde unser Gast Ida (Isabella), die Wurfschwester unserer Ilva, wieder von ihrer, aus dem Urlaub zurück gekehrten Familie abgeholt. Leider haben wir es versäumt, ein paar Fotos zu machen, aber Ida war ein wirklich angenehmer Gast, sie hat sich sofort und ohne jegliche Probleme in unser Rudel integriert, war in der ersten Woche noch etwas zurückhaltend, wie sich das für einen Gast gehört, aber in der zweiten Woche war es dann so, als wäre sie nie weg gewesen - alles bestens, von unseren M-Welpen bis zur Seniorin Arubi!

 

Am Samstag besuchte uns Lino (Largo), der große Bruder der kleinen Coco (Loretta) mit seiner Familie. Largo ist ein großer, hübscher Bursche geworden, deutlich größer als seine Schwester, und stemmt über neun Kilo auf die Wage.  Es waren einmal mehr ein paar unter-haltsame und schöne Stunden. Wir Menschen tauschten uns natürlich über unsere Hunde aus und die - zumindest die Jüngeren - tobten trotz der rund 40 Grad die meiste Zeit auf dem Grundstück herum. Wobei wir unsere Ältesten, Arubi und Eboli, lieber im Hundezimmer lies-sen, denn wie es scheint werden offenbar beide läufig und das ist leider immer mit erhöhter Reizbarkeit verbunden.

Auffällig war einmal mehr die im Verhalten oft große Ähnlichkeit zwischen jungen Hunden und kleinen Kindern: Nicht das Schöne, Harmo-nische ist das was lockt. Nein, je größer das Chaos und die Möglichkeit sich schmutzig zu machen, desto anziehender ist die "Lokation"! Der Nachwuchs hätte auf der sonnigen aber staubigen "Südwiese" herum toben können, oder auch auf der kühlen, weil noch schattigen "Westwiese". Nein, die Südwest-Ecke musste es sein, wo wir die Fichten gefällt hatten und wo das Durcheinander am größten war! Vor allem diese Ecke da, diese eine Stelle zwischen Blechschuppen und den Kartons voller Fichtenzapfen - da musste man doch unbedingt buddeln!

 

Natürlich hatten wir die Dreier-Bande immer im Blick - man weiß ja nie! Und unsere Monia war ja gegenüber den beiden brünetten Ge-schwistern gewichts- und zahlenmäßig durchaus im Nachteil. Aber sie hat sich wahrhaftig nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und wir staunten immer wieder über die Energie, die sie entwickelte. Und wenn es dann doch mal eng wurde schritt Mutter Ilva zügig ein, die zu unserer Verwunderung - die Mutterrolle hatte sie ja bereits komplett aufgegeben - den Nachwuchs während der ganzen Zeit immer im Auge hatte und immer wieder für das Gleichgewicht der Kräfte sorgte. Mehr als ein durchaus beeindruckendes Knurren war dazu nicht nötig. 

 

 

 

20. Juli 2019

 

Wegen des aufziehenden Gewitters kamen die Welpen heute schon am frühen Nachmittag wieder ins Kinderzimmer. Sie waren damit gar nicht einverstanden und randalierten entsprechend lautstark. Wir bekämpften das, indem wir unseren Gast Coco (Loretta) zu Ablenkung dazu steckten. Gut die Schreierei hörte auf, aber jetzt war richtig Leben in der Bude. Wenn wir es nicht schon vorher gewusst hätten, dabei zeigte der hoffnungsvolle Nachwuchs einmal mehr, dass es sich bei unseren Lagotti um richtige Wasserhunde handelt. Hauptsächlich wa-ren sie damit beschäftig, das Trinkwasser aus dem Topf zu schaufeln. Und wenn er dann leerer und leichter war, wurde er zu anderen Stel-len gezerrt, um ja auch flächendeckend für einen nassen Boden zu sorgen. Dabei haben wir nun schon einen schweren alten Kochtopf als Trinknapf eingesetzt, weil sie den wenigstens nicht umkippen können, wie die bisher verwendeten. Lilo war an diesem Nachmittag über-wiegend damit beschäftigt, entweder den Fußboden aufzuwischen oder für frisches Wasser zu sorgen. So kriegt man die Zeit auch rum!

 

So waren unsere zwei M-Mädels und das eine L-Mädel gut beschäftigt und hatten eine Menge Spaß. Einzig Marco, der ab Morgen Theo genannt wird, war davon nur mäßig begeistert. Immer wenn einer von uns in der Nähe war, fing er an zu betteln, wollte raus und auf den Arm genommen werden. Das wird doch wohl nicht ein richtiges Muttersöhnchen . . . ? - Er ist aber auch ein lieber Kerl und so richtig zum Knuddeln! Wir sind gespannt, wie er sich in seinem neuen Zuhause entwickelt.

 

 

 

16. Juli 2019

 

Nach nunmehr zwei Tage ohne Regen, dafür aber mit lebhaftem Wind hatten, der den Rasen trocknete, war es Zeit, den M-Wurf wieder für länger das Gelände erkunden zu lassen. - Und das alles bei Temperaturen zwischen 11,8 und 15,4 Grad! Das ist wohl die negative Klima-Erwärmung! Dabei wurden die Drei tatkräftig von ihrer "Tante" - ja das ist Coco wohl - tatkräftig unterstützt. Zu-nächst war man noch etwas unschlüssig, musste sich beraten, ja auch noch einmal bei Mutter Ilva stärken - wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob Coco sich auch bedient hat. Dann ging es aber überwiegend ziemlich temperamentvoll zur Sache und gelegentlich waren wir fast versucht, beruhigend einzuschreiten, aber das Jungvolk hat alles bestens unter sich geregelt. Mutter Ilva scheint ohnehin zu anti-autoritärer Erziehung zu ten-dieren und zeigt schon länger eher weniger erzieherisches Interesse an ihrem Nachwuchs. Da sieht sich die Oma Eboli schon eher mal zu einem deutlichen Verweis genötigt.

 

So ganz nebenbei bekamen alle Youngster auch einen Stich ab. Vorgestern am späteren Nachmittag kam Coco auf einmal mit heftigem Schmerzgejaule um eine Hausecke geschossen. Was passiert war ließ sich nicht feststellen, jedenfalls fühlten wir eine leichte Schwellung am linken Unterkiefer und auf Berührungen dort reagierte sie stets ziemlich heftig. Immer wieder und bis in den späten Abend gab es laute "Schmerzensschreie". Zwischendurch verhielt sie sich aber völlig normal, abgesehen von einem, wie uns schien, stärkerem Schlafbedürf-nis. Wir planten für den nächsten Morgen schon eine Fahrt in die Tierklinik ein, aber da war alles wieder in Ordnung. Wir vermuten, dass Coco sich mit einer Biene oder Hummel angelegt hatte.

 

Gestern erhielten dann auch unsere drei Musketiere jeweils zwei Stiche. Unser Tierarzt hatte nämlich in der Nähe zu tun und zwecks Ver-ringerung der Umweltbelastung verlegten wir das für Donnerstag geplante Impfen und Chippen auf den gestrigen Dienstag. Unsere glor-reichen Drei nahmen die Aktion ohne Murren hin und haben sie folgenlos verarbeitet. Am Freitag kommt die Zuchtwartin vom VDH und am Sonntag hat Marco, der dann Theo gerufen wird, seine ersten acht Lebenswochen bei uns bereits überstanden und zieht nach Fulda.

 

 

15. Juli 2019

 

Seit einer Woche ist Ida (Isabella), Ilvas Schwester jetzt bei uns, weil ihre Familie Urlaub in der Sonne macht. Coco (Loretta) verstärkt seit Samstag unser Rudel aus dem gleichen Grund für die nächsten zwei Wochen - Ida reist am kommenden Wochenende wieder ab. Gestern hat es zum ersten Mal seit einigen Tagen nicht mehr geregnet und unser "Englischer Rasen" wurde vom recht frischen Wind ein wenig ge-trocknet - also die Gelegenheit für ein ausgiebigeres Ballspiel.

 

Die Hauptakteure waren allerdings - wen wunderts - unsere Arubi und die Ida, die sich gegenseitig nichts schenkten. Wobei man Arubi zu-gestehen muss, dass sie sich dem Gast gegenüber sehr höflich verhielt. Sie nahm Ida immer erst den Ball ab, wenn die ihn wie unabsicht-lich vor sich legte. Eboli und Ilva, so haben wir das Gefühl, fühlen sich für die wirklich direkte Konfrontation wohl doch etwas zu vornehm und laufen eben nur so mit, um nicht ganz und gar als unsportlich zu gelten. Ilva ist dazu ja auch noch im Mutterjahr. Die kleine Coco ist zwar am Anfang gleich richtig mit  eingestiegen, merkte aber bald, dass zwischen der Jüngstenklasse und der Premiere Legue der Unter-schied etwas zu schmerzhaft groß ist und machte bald nur noch auf engagierte Zuschauerin.

14. Juli 2019

 

Die letzten Tagen boten nicht allzu viele Möglichkeiten für unsere drei Musketiere, sich draußen zu bewegen - immer wieder Regen, mal mehr mal weniger, mal hat es nur genieselt, mal wie aus Kübeln geschüttet und hin und wieder gar junge Hunde geregnet, wie eine alte Redewendung behauptet. Wenn mal nix von oben kam und die Kleinen raus konnten, hatten wir ruckzuck nasse Hunde wegen ihrer noch viel zu kurzen Beine. Also wieder rein in die Kinderstube und kräftig trocken rubbeln. 

 

Da passt es doch ganz gut, dass wir seit gestern Loretta, die jetzt Coco heißt, aus unserem L-Wurf für vierzehn Tage in Pension haben. Natürlich nahm man über den "Zaun" hinweg Kontakt miteinander auf und es war nicht zu übersehen, dass beidseitig der Wunsch be-stand, sich näher kennen zu lernen. Zunächst waren wir Menschen ein wenig verblüfft, was die rund acht Wochen Altersunterschied zwi-schen den beiden Würfen doch ausmachen. Man hat da immer irgendwie andere Vorstellungen. Weiter waren wir verblüfft, mit welcher Zielstrebigkeit und Ruhe es an das gegenseitige Kräftemessen ging. Eine Viertelstunde, zwanzig Minuten lang ging die Post ab und man schenkte sich nichts. Aber es blieb immer fair, niemand beschwerte sich über unzulässige Grobheiten, nicht ein einziger Schmerzenslaut war zu hören.

 

Auffällig war, dass die braune Coco sich hauptsächlich mit dem ebenfalls braunen Marco beschäftigte, wobei der natürlich meistens unter ihr lag. Unser Mini-Bernhardiner Monia ließ sich aber überhaupt nicht lumpen und kam ihrem kleineren Bruder immer wieder zu Hilfe. Bei der Gelegenheit konnten wir auch feststellen, dass eine große Klappe und viel Temperament nicht unbedingt auch mit großem Draufgän-gertum korrelieren muss - Lucy hielt sich nämlich auffallend zurück. Der Erfolg der ganzen Aktion war eine tiefgreifende Müdigkeit aller Be-teiligten und es war anschließend sehr lange sehr ruhig im Haus.

 

 

 

12. Juli 2019

 

Irgendwie sind wir schon ein wenig stolz darauf, obwohl wir nun rein gar nichts dafür können. Falena - die etwas kleinere, aber fabelhafte Tochter ihrer ebenso fabelhaften Mutter, unserer liebenswerten Arubi - hat zu Fuß die Alpen überquert. Einfach großartig wie sich dieser kleine Hund gehalten hat - in sieben Tagen über gut hundert Kilometer vom Tegernsee ins schöne südtiroler Sterzing. Gut, ab und zu musste das Personal ein wenig helfen, dafür nimmt man es schließlich mit. Und die Wege waren schließlich nicht überall so bequem wie hier auf dem Foto. Manchmal musste der kleine Hunde schon genau schauen, wohin er tritt, und sich die Pfoten ein wenig wund laufen, wo es die Menschen mit ihren langen Beinen und den festen Wanderschuhen doch viel einfacher hatten. Das gelegentliche Bad zur Abkühlung und die Urkunde hat sich Falena sicher redlich verdient. - Schade, dass wir für so etwas schon zu alt sind! 

 

 

 

07. Juli 2019

 

Nun stehen wir da und wissen, ehrlich gesagt, nichts wesentliches zu berichten. Es war eine ganz normale Woche, viel draußen rumtoben, viel schlafen, kräftig futtern und nur zwei Mal Besuch - einfach nur leben, Kräfte aufbauen, Horizonte erweitern und Selbstsicherheit ent-wickeln. Ohne dubiose Kunststücke, ohne Hektik und ohne Stress - das kommt später sowieso von ganz alleine . . .

 

 

 

03. Juli 2019

 

Am vergangenen Freitag hatten wir Besuch von Sammy und seinem Personal Martina und Jörg. Wir verbrachten einen wirklich unter-haltsamen und sehr gelungenen Nachmittag und Jörg hatte einmal mehr Gelegenheit sein fotografisches Können unter Beweis zu stellen. Alle folgenden Fotos wurden von ihm gemacht und wir finden sie allesamt sehr gelungen.

 

Dabei überraschten uns die sportlichen Fähigkeiten unserer jungen Mutter Ilva. Weil wir das Gatter, in dem sich ihr Nachwuchs aufhielt, nicht schnell genug öffneten, sprang sie einfach darüber - so rund einen Meter hoch, einfach so aus dem Stand heraus! Vier Wochen nach der "Schwangerschaft" - und ohne jeglichen Anlauf! Einfach toll, diese Kraft und Konzentration und Eleganz! - Wir überlegen, ob wir sie nicht im kommenden Jahr für das CHIO-Springturnier in Aachen anmelden. Da müsste sie doch konkurrenzfähig sein!

Alle Fotos wurden so von unserem Freund Jörg Hemme gemacht und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Wer noch mehr sol-cher schönen Aufnahmen sehen, oder auch mehr über den Sammy (Comes cordis Emiliano) den Vater unserer "L- und M-Welpen" erfah-ren möchte, dem sei ein Blick auf die Seite < www.lagotto-kassel.de > empfohlen.

 

 

 

30. Juni2019

 

In den letzten Tagen waren die drei MMMs weniger draußen, als sie es hätten sein können. Viel zu heiß! Egal ob in dem kleinen Auslauf oder auf dem ganzen Grundstück - in der Sonne herumlaufen? Puh, allenfalls ein paar kurze Minuten und dann hurtig einen soliden Schat-ten gesucht, gaaanz flach gemacht und nicht mehr gerührt! Aber auch im Kinderzimmer ist es viel zu warm, so bald man sie sich selbst überlässt, legen sie sich irgendwo hin, meistens bilden sie dabei einen Haufen, und dösen. Wenn ´s Futter gibt, sind sie allerdings ganz schnell wach und ebenso schnell mit dem Futter fertig. Dann drängeln sie natürlich zum Ausgang und wenn man sie dann nicht zügig raus lässt, fangen sie an zu randalieren. Natürlich lassen wir sie dann rauß, sie machen ihre Geschäftchen - und das Spiel beginnt wieder von vorne. Ooch nee, was für ´ne Hitze - puh, wo ist Schatten . . .  - Und wo zum Teufel haben wir vergangenes Jahr dieses kleine, flache Planschbecken nur hingeräumt? Unbedingt müssen wir das jetzt suchen!

25. Juni 2019

 

Vorgestern verließen unser drei Musketiere zum ersten Mal ihre "Wurfhöhle" und hatten bei bestem Wetter erstmalig "Freigang". Das zarte Alter von knapp vier Wochen machte sich durchaus bemerkbar, sie hielten sich immer konsequent in "Rufweite" zu ihrer Mutter auf. Es ist ja alles noch so neu und man selbst noch so klein - und noch gar nicht so sicher auf den Füßen.

 23. Juni 2019 

 

Hier mal nur einige Bilder vom gestrigen Tag, die einmal mehr zum bedauern Anlass geben, dass es uns einfach noch nicht gelingt, Videos hier zu zeigen, deren Betrachtung sicherlich viel unterhaltsamer wäre. 

 

 

 

21. Juni 2019

 

Unsere drei Musketiere sind gerade dreieinhalb Wochen alt, aber schon genau so gut im Futter und genau so agil wie ihre Vorgänger des L-Wurfes. Was eigentlich auch kein Wunder ist, beide Mütter - Ilva wie auch ihre Mutter Eboli - sind vergleichbar kräftig, vital und gut im Futter. Aber bei Ilva haben gerade mal drei Welpen die komplette Milchbar zur freien Verfügung, bei Eboli hingegen gab es unter den acht Welpen den täglichen Kampf um "nur" sieben funktionsfähige Zitzen. Jedoch auch da kam keiner wirklich zu kurz - Leporello und Loretta z.B. wurden zunächst von uns immer wieder an die ergiebigsten Zitzen angelegt und später bekamen sie immer noch eine Extraportion. Gut, trotzdem blieben sie immer die Kleinsten - muss ja schließlich einer/eine sein. Bei unseren drei EMMS hingegen gibt es einen steti-gen, täglich neuen Kampf um die Platzierungen.

 

Was uns auch in diesem Wurf einmal mehr auffällt, die "Mädels" sind wieder einmal lebhafter und auch lauter als die "Buben", was ja bei uns Menschen wohl nicht so sehr viel anders ist. - Oder irren wir uns da - und ist das kynologisch-fachlich überhaupt haltbar? Irgendwie ist das auch in den folgenden Bildern zu erkennen und die sind wirklich weder gestellt noch gezielt ausgesucht - Ehrenwort! Dass Marco Aurelio aber bei den Bildern fotooptisch etwas zu kurz kommt , liegt jedoch ziemlich sicher an unseren fotografisch-beleuchtungstechnisch nicht so besonders gut ausgeprägten Fähigkeiten und keineswegs an dem jungen Burschen, der hier eindeutig Minderheit ist.

17. Juni 2019

 

Heute haben wir Boomer in die Schweiz verabschiedet. - Boomer? Ja, unser Leporello, der Letzte aus dem L-Wurf, der farblich inzwischen von weiß-braun gefleckt zum Braunschimmel geworden ist. Und er hört auch schon auf seinen neuen Namen, denn wir haben ihn in den letzten vierzehn Tagen fleißig geübt! - Die Schweiz? Ja, er wohnt jetzt bei Vreni, Ernst und Snoopy! - Snoopy wer? Der ist aus unserem H-Wurf, wurde seinerzeit auf Horatio "getauft" und wohnt schon seit rund drei Jahren in der Nähe des Zürich Sees! Sein schweizerisches Personal ist immer noch so von ihm begeistert, dass es von nun an endlich die Lagotto-Freude doppelt genießen will. Aus Snoopy ist ein sehr ansehnlicher Lagotto-Rüde geworden, der seiner Mutter Arubi recht ähnlich sieht. Und auch sonst kann man mit dem Burschen sehr zufrieden sein. Na gut, bis auf eine typische schweizerische Eigenart! - Er trägt nämlich sein Rutenende in Form eines merkwürdigen Puschels, der irgendwie an eine Flaschenbürste erinnert oder an das Puschelmikrofon des Kabarettisten Alphonse aus Frankreich. Für un-sere Möhren-ähnlich-geschnittenen-Lagottoruten-gewöhnten Augen eine eher ungewohnter Anblick - aber bitte, wem ´s gefällt!

 

Leporello, also Boomer, hat uns in den letzten Wochen viel Spaß gemacht und wir hätten uns auch vorstellen können, ihn zu behalten. Wie das immer so ist, wenn man einen Welpen länger als üblich behält und er dann ganz klar auch zur "Familie" gehört. Und Boomer, als Kleinster dieses Wurfes, hat, wie fast immer in solchen Fällen, die etwas geringeren Pfunde ganz locker durch mehr Grips ersetzt und ganz schnell erkannt, wo seine Vorteile liegen. Sogar mit der "Tante" Arubi kam er zum Schluss gut zurecht, vor allem draußen, wenn es um die endlos wiederholbare Jagd auf den Ball ging. Mit Mutter Eboli hatte er eh keine größeren Probleme, auch mit der Halbschwester Ilva kam er immer gut zurecht, obwohl die inzwischen selbst Mutter geworden ist. Und uns Menschen hatte er doch sowieso immer voll-ständig im Griff.

 

Wir Menschen verbrachten ein schönes Wochenende und zwei gemütliche Abende miteinander und sprachen hauptsächlich und fast im-mer - natürlich, über unsere Hunde. Zusätzlich gingen die Schweizer einmal nicht am Zürich See spazieren, sondern viel exclusiver am Werratal-See und hatten dabei Gelegenheit, das Bergpanorama der Hessischen Schweiz zu bewundern - und die fast schweizerisch an-mutend ausgebaute hiesige Touristik-Infrastruktur. Es ist immer wieder schade, dass man so weit auseinander wohnt und sich dehalb nicht häufiger sehen kann.

16. Juni 2019

 

Geplant war, die M-Welpen für den wöchentlichen Bericht zu fotografieren, was sich etwas verzögerte. Denn Mutter Ilva war der Meinung, sie müsse ihre Tochter Milva - und nur die - vorab einer gründlichen Körperpflege unterziehen - einer sehr gründlichen Körperpflege! Das zu beobachten war recht interessant, denn es löste beim Nachwuchs sehr unterschiedliche Reaktionen aus.

 

Bei Monia allerdings überhaupt keine - auch nicht andeutungsweise. Die schlief nämlich während der ganzen Zeit völlig ungerührt den Schlaf der Gerechten, rührte sich überhaupt nicht, zuckte mit keiner Wimper! - Aufregung, das ist was für andere! - Es sieht fast so aus, als hätten wir uns richtig entschieden, unsere "Erstgeborene" zu behalten. Denn dann vier Hunde sind Unruhe genug, da schadet es nichts, wenn sie zu den ruhigeren gehört. Auch hat sie sich wohl entschieden, ihre Farbe zu ändern - so wie es aussieht, wird aus der Weißen mit dem kleinen braunen Fleck am Rutenansatz und den braunen "Ohrenschützern" ein Braunschimmel. Damit nimmt sie die Tradition ihrer Urgroßmutter Aletta auf, die das ebenso hielt, und wird am Ende etwa so aussehen wie die Oma Eboli und ihre Mutter Ilva. Das ist uns auch recht!

 

Marco Aurelio hingegen der schob richtig Frust. Er hatte offenbar Kohldampf und wollte bei der Gelegenheit unbedingt an die "Mutter-brust". Absolut hoffnungslos! Mit drei Wochen noch zu wackelig auf den Beinen, um an Mutters Milchbar zu kommen, die im Traum nicht dran dachte, sich hinzulegen und außerdem ständig herum tanzte, um ihre Tochter Milva gründlichst zu reinigen. Am Ende gab er es er-schöpft und resigniert auf.

 

Milva hingegen, so hatte man den unzweifelhaften Eindruck, war von der mütterlichen Fürsorge alles andere, nur nicht begeistert! Fühlte sich wohl eher bedrückt und gelegentlich auch in die Enge getrieben. Ihr Blick schien uns manchmal regelrecht verzweifelt und nicht einen einzigen winzigen Moment fröhlich oder gar dankbar für die ihrer Meinung nach sicher übertriebenen Hygienebemühungen ihrer Mutter.

 

Und am Ende lagen die Drei da rum, wie sie schlafend immer herum liegen, aber bestimmt haben sie etwas ganz unterschiedliches geträumt. 

 

 

 

09. Juni 2019

 

 

Es freut uns ganz besonders, dieses Bild veröffentlichen zu können, zeigt es doch erstmals eine "ganze Hundefamilie" komplett - Vater, Mutter und die Kinder! - Dieses Bild wurde - ja, man muss schon fast sagen komponiert - vom Besitzer Sammys, dem Deckrüden unseres L-Wurfes. Wir waren dabei, als die einzelnen Aufnahmen der Welpen gemacht wurden und haben da schon gestaunt über den notwendi-gen Aufwand und das Können des Fotografen - und dann daraus dieses Bild zu machen - einfach toll!

Gestern war wieder einer dieser entscheidenden Tage. - Luciano wurde abgeholt und wohnt jetzt da, wo Deutschland so flach ist, dass man am Mittwoch beide Sonntage sieht, nämlich im Emsland - und er heißt jetzt "Locke"! Na, irgendwie passt das schon, denn davon wird er wohl noch reichlich bekommen.

 

Und wieder zeigt sich, dass es ist, wie es immer ist. Wenn ein großer Wurf das Haus verlassen hat und wieder so einigermaßen Ruhe ein-kehrt, ist man als Mensch doch irgendwie erleichtert, alles gut überstanden zu haben. Und wenn dann ein Welpe länger bleibt - so eine Woche, vielleicht auch zwei, dann fällt der Abschied doch schon etwas schwerer. So ist es jetzt ein wenig uns Menschen gegangen, und es wird noch spürbarer am Ende der kommenden Woche sein, wenn uns als Allerletzter der "bunte" Leporello verlässt.

 

Aber den erwischt es doch noch schlimmer! Bis gestern war wenigstens noch ein Bruder da und man war irgendwie  doch immer noch ein Trupp für sich, wenn auch am Ende ein recht kleiner. Gut, da waren auch diese Menschen, die einen versorgt und mehr oder weniger be-tuttelt haben, manchmal auch bis zum lästig werden. Und dann die drei älteren Artgenossen - die Mutter Eboli, die sich kaum noch um einen gekümmert, meistens nur angeranzt. hat - Die große Schwester Ilva, die ja wirklich sehr umgänglich ist, aber wegen dem eigenen Nachwuchs nun auch keine Zeit mehr zum rumalbern hat. - Und dann diese Tante Arubi, bei der man nie so richtig weiß, ist sie nun gut drauf und macht mal einen Spaß mit - oder macht sie einen auf Migräne und keift gleich los, wenn man ihr zu nahe rückt - und wenn man nicht schnell genug Leine zieht, kneift sie einen sogar!

 

Ja, der arme Leporello, jetzt ist er voll in "die Familie" integriert - und muss es jedem recht machen, sich nach jedem richten - ist der Klein-ste, der Jüngste - muss sich an Regeln halten und alle anderen immer erst um Erlaubnis fragen. Jetzt beginnt der Ernst des Lebens - mit viel Stress und gelegentlicher Langeweile und immer dem Druck, alles richtig zu machen. Fast leid tun kann einem der Kleine!

Oben als letztes Bild noch einmal der komplette L-Wurf ohne Eltern - das müsste man so bei jedem Wurf machen können. Und hier unten noch zwei aktuelle Fotos des M-Wurfes. Es soll ja nicht heißen, dass man seine Kinder vernachlässigt!

 

 

 

 

 

07. Juni 2019

 

Am gestrigen Donnerstag besuchte uns Arubis Sohn Helios in Begleitung seines Personals. Natürlich war es nicht nur für uns eine Riesen-freude eines "unserer Kinder" einmal wieder zu sehen, sondern natürlich auch die lieben Menschen, die dazu gehören. Sie sind immer wieder schön, die unterhaltsamen Stunden bei Kaffee und (mitgebrachtem) Kuchen und sind immer wieder viel zu schnell vorbei. Fast noch schöner ist es zu sehen, wie sich die "Kinder" im Laufe der Jahre entwickelt haben und wie zufrieden und glücklich die Menschen mit ihnen sind, bei denen sie jetzt leben.

 

Aber auch unsere beiden letzten Mohikaner aus dem L-Wuirf - Leporello und Luciano - waren schwer begeistert - neuer Besuch, neue Menschen und ein neuer Hund, auch noch endlich mal ein handfester Hundemann nach all dem ewigen Weiberkram! Natürlich erst mal vorsichtiges Anschleichen, man weiß ja nie - und anfänglich auch noch die Tanten Arubi und Ilva im Rücken, Mutter Eboli kümmert sich sowieso kaum noch um ihren Nachwuchs! - Stundenlang hätte die Toberei noch weitergehen können und genau so lange hätten wir Men-schen auch noch zugeschaut. Aber schließlich waren die beiden Rabauken klatschnass und nach kräftigem Trockenrubbeln wurden sie in ihr Kinderzimmer verfrachtet.

 

Ein großes Lob dazu an Helios - er hat sich den beiden Halbstarken gegenüber großartig und nachsichtig verhalten, was für einen gestan-denen Rüden ohne eigene Erfahrung mit Nachwuchs schließlich auch nicht selbstverständlich ist. - Und er hat sich sogar seinen Ball weg-nehmen lassen, das sollten die Rabauken mal bei Tante Arubi versuchen!

Hier noch die neuesten Fotos unseres M-Trios (einmal unter dem Rotlicht), dem man beim Zunehmen fast zuschauen kann. Die Drei sind knapp vierzehn Tage alt und haben die 1-Lilo-Marke schon gerissen. Wenn wir uns nicht ganz und gar irren, fangen sie auch schon an zu blinzeln. Mutter Ilva kümmert sich nach wie vor sehr um ihren Nachwuchs, auch wenn sie sich schon mal die eine oder andere Auszeit nimmt.

 

 

 

 

01. Juni 2019

 

In der vergangenen Woche hat es richtig geruckt - nach Leonardo, Largo und Livia zog am Donnerstag unsere Lavinia, die nun Frieda gerufen wird, ganz in die Nähe unserer ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Was beim Ziehvater Peter immer noch Erinnerungen wach ruft an die 60er Jahre, in denen er dort seinen Dienst versehen hat. Am gestrigen Samstagvormittag verabschiedete sich La Serenissima, die jetzt Lotta heißt, nach Schleswig-Holstein, allerdings nich an eine der beiden Küsten, sondern in den Speckgürtel Hamburgs. Am Nach-mittag wurde Loretta, jetzt Coco, nach Baunatal abgeholt, was nun wiederum Erinnerungen bei ihrer Ziehmutter Lilo weckte, die nämlich im dortigen VW-Werk über lange Jahre ihren Lebensunterhalt verdiente. Allerdings ist ihre dort erarbeitete Betriebsrente bei weitem nicht so hoch wie die des Herrn Winterkorn. Nur mal so nebenbei: Was dieser saubere Herr an einem Tag bekommt, dafür braucht sie knapp zehn Monate!

Nun stehen zwei junge Burschen mit einem Mal fast alleine da und schauen ganz schön dumm aus der Wäsche, beziehungsweise schau-en ihren verschwindenden Geschwistern hinterher. Luciano bleibt nämlich noch eine Woche bei uns und Leporello sogar noch fast zwei Wochen. Und zu allem Elend will Mutter Eboli von den Beiden auch so gut wie gar nichts mehr wissen - viel mehr als ein nachdrückliches Anknurren ist von der einstmals so liebevollen Mutter nicht mehr zu erwarten. Ein wenig Trost können wir Menschen aber spenden, und wenn es nur in Form von ein paar kleinen Fleischknochen ist.

 

Und ist da ja noch unser M-Wurf, der jetzt eine Woche alt ist - zahlenmäßig mit drei Welpen zwar eher klein, dafür aber gewichtsmäßig durchaus beeindruckend. Immerhin haben die Drei ihr Gewicht innerhalb der ersten Lebenswoche mehr als verdoppelt. Was aber auch kein Wunder ist bei ihrer Mutter Ilva, die ungefähr 90 % ihrer Zeit bei ihren Welpen verbringt und denen damit genug Gelegenheit bietet, sich an der Milchbar zu bedienen. 

 

 

 

29. Mai 2019

 

So ganz langsam lichten sich die Reihen. Mit Livia - sie heißt jetzt Curly (obwohl die Locken erst noch kommen müssen) - verlässt uns nach Leonardo und Largo heute der dritte Welpe aus unserem Trüffel-Oktett und zieht in Hessens tiefsten Süden. - Und wenn wir genau hinhören, können wir das auch akustisch wahrnehmen - die Durchschnittsphonzahl sinkt allmählich. Obwohl, wenn ´s darauf ankommt, macht auch ein Quntett noch genug Lärm.

 

Selbst Eboli, die in letzter Zeit eher den Eindruck machte, sie habe mit diesen Welpen rein gar nichts mehr zu tun, merkt nun wohl , dass es Ernst wird. Zu unserem Erstaunen beschäftigte sie sich heute noch einmal sehr ausführlich und auch lange mit ihrem Nachwuchs. Wir Menschen würden vielleicht meine, sie hätte noch einmal ausgiebig mit ihren Kindern gespielt, aber vermutlich hat sie ihnen lediglich auf Hundeart noch ein paar Verhaltensregeln für ihre weitere Zukunft mit auf den Weg gegeben.

 

Nur so am Rande: Bei solchen Aktionen ärgert sich der Fottograf regelmäßig darüber, dass er immer zu spät auf den Auslöser drückt und die besten Szenen deshalb fast immer ungeknipst bleiben. Aber wir haben ja noch den einen oder anderen Wurf vor uns, vielleicht gibt ´s da noch Besserung. 

 

 

 

27. Mai 2019

 

Noch als die Familie aus Köln im Haus war, um Leonardo abzuholen, hatten wir das Gefühl: Heute kann es mit Ilva noch los gehen - so ein bisschen Erfahrung hat man ja schon und wenn man von der Urgroßmutter Dulcinea über die Großmutter Aletta und die Mutter Eboli jetzt bei der Tochter Ilva angekommen ist, kann man die entsprechenden Anzeichen schon ziemlich gut deuten.

Etwa ab halb Zehn Uhr abends war deutlich zu erkennen, dass da junges Leben ans Licht wollte. Wir Menschen hatten inzwischen ja reichlich Übung, doch Ilva war deutlich anzumerken, dass ihr recht unhzeimlich war, was da in ihrem Bauch vor sich ging und sie tat sich sehr schwer mit der ganzen Geschichte. Irgendwann tauchte erst einer, dann der zweite Hinterlauf und die Rute auf, schließlich etwa die Hälfte des Körpers, dann war Pause. Wir Menschen mussten kräftig aber vorsichtig nachhelfen und die werdende Mutter jammerte so sehr, dass uns fast auch danach zumute war. Aber um 21:55 Uhr war es geschafft. Ein, mit 370 gr recht kräftiges weißes Mädel mit brau-ner Maske und einem braunen Fleck am Rutenansatz erhielt von uns die Erstversorgung und wurde dann der Mutter hingelegt, die sich gleich liebevoll um ihren Nachwuchs bemühte. Bereits um 22:10 Uhr folgte ein, mit 350 gr ebenfalls recht stämmiger Rüde. Bis auf die, an den vorderen Hälften weißen Vorderpfoten ist er komplett braun. Um 22:35 Uhr kam Nummer 3, eine 320 gr schwere, weiße Hündin mit brauner Maske, zwei braunen Flecken auf dem Rücken und einem am Bauch. Das war ´s dann mit Ilvas erstem Wurf, die beiden letzten brachte sie auch ganz locker zur Welt und bis jetzt sie sich als sehr fürsorgliche und perfekte Mutter.

 

Von Anfragen zu diesen Welpen bitten wir abzusehen - alle drei sind bereits reserviert! 

 

Heute erwischte es den zweiten Rüden aus dem L-Wurf. Nach dem Leonardo - der jetzt Lino gerufen wird - bereits gestern noch Köln verzogen ist, wurde heute unser Largo - der nun ebenfalls Lino genannt wird (Das wird doch wohl nicht zur Gewohnheit werden?) - abgeholt. Er wohnt jetzt allerdings gerade so um die Ecke rum, nämlich in Göttingen. 

 

Da passte es ganz gut, dass er hier schon mal Mimi (Kyra aus unserem K-Wurf) kennen lernen konnte, die ja ebenfalls in Göttingen zuhause und zurzeit für ein paar Tage bei uns zu Besuch ist. Vielleicht ist das ja der Beginn einer lebenslangen Freundschaft - und wir gründen eine Folletti-di-Tartufo-Filiale in Göttingen!

- Nein, nein, keine Bange, das "Mutterhaus" in Neuerode reicht uns voll auf! Aber wir werden uns zukünftig sicher etwas häufiger sehen, als das bei "unseren Verwandten" der Fall ist, die in Schleswig-Holstein oder in Bayern wohnen.

 

Morgen haben wir einen Ruhetag, aber dann geht es an die Substanz und nahezu täglich verschwindet ein Lockenkopf aus dem L-Wurf, nur Leporello, der zukünftige Schweizer, bleibt noch bis fast Mitte Juni.

 

 

 

 

 

26. Mai 2019

 

Aufregende Tage liegen hinter uns - am Donnerstag hatten wir unseren Tierarzt zu Besuch, der unsere L-Welpen geimpft, geschippt und ärztlich untersucht hat. Mit dem Ergebnis können wir durchaus zufrieden sein - die Piekserei ging problemlos, von ein paar leichten, em-pörten Quietschern abgesehen. Auch gesundheitlich gibt es nichts zu meckern - Allgemeinzustand über jeden Zweifel erhaben, die Gebis-se in Ordnung, die Beine und die Rute da wo sie hingehören. Alle vier Jungens sind im Besitz ihres kompletten Familiensilbers, zwei der Mädels haben einen leichten, bzw. sehr leichten Nabelbruch, was sich durchaus noch auswachsen kann und so praktisch bedeutungslos ist.

 

Am Freitag war Ruhetag für Hunde und Menschen, am Samstag kam die Zuchtwartin des VDH, nahm den Wurf gewissermaßen aus VDH-technischer Sicht ab, bestätigte das Gesamturteil des Tierarztes und fand, dass die Hundeeltern und ihr menschliches Personal wirklich gut gearbeitet hätten und es rein gar nichts zu beanstanden gäbe. So gesehen können wir also wirklich zufrieden sein und so, bei immer etwas besseren Ergebnissen, macht uns die "Hundezüchterei" auch immer noch und immer wieder richtig viel Spaß - erst recht, wenn wir mit jedem neuen Wurf immer wieder aufs Neue nette Menschen kennen lernen, bei denen wir jedes Mal ganz sicher sind, dass unsere Trüffelkobolde dort für ihr ganzes Leben richtig gut aufgehoben sein werden!

 

Als erster "Ausreisepflichtiger" wurde heute unser Leonardo abgeholt, der sich angewöhnt hatte, die Wassernäpfe regelmäßig mit Hilfe seiner Vorderpfoten leer zu schaufeln. Irgendwie muss er die Berufsbezeichnung "Wasserhund" verkehrt verstanden haben. Inzwischen haben wir die telefonische Nachricht erhalten, dass Lino - so heißt der Bursche jetzt - die lange Autofahrt friedlich und meist schlafend gut überstanden hat. Zuhause hat sich erst einmal satt gefuttert, seine Geschäfte erledigt und ist jetzt Familienmittelpunkt.

 

Was gibt es sonst noch? Mimi ist wieder für ein paar Tage bei uns in Pension, wird aber auf ihre erprobte Spielgefährtin Ilva verzichten müssen. Denn die scheint jetzt ihren Nachwuchs zur Welt bringen zu wollen und wenn wir ihr Verhalten richtig deuten, müsste das im Laufe der kommenden Nacht passieren. Also, für Abwechslung ist bei den Trüffelkobolden immer gesorgt.

 

 

 

24. Mai2019

 

Heute waren bei uns einmal mehr die Wölfe los - für unsere Nachwuchs-Trüffelkobolde gab es frische Kalbsknochen mit noch ziemlich viel Fleisch daran. - Es fasziniert immer wieder, da sind diese kleinen Hunde, die genau genommen aussehen als kämen sie geradewegs aus den Fabrikationsanlagen der Firma Steiff (die mit dem Knopf im Ohr) und wären nur zum Knuddeln zu gebrauchen. Sie bekommen ganz normales Hundefutter, eben das, was sie in diesem Alter brauchen, auch mal etwas Fleisch, aber es gibt sonst nichts, was auch nur ein wenig  nach Wildniss oder gar nach Wolf, diesem großartigen Stammvater aller Hunde, ausssieht.

 

Und dann wirft man diesen kleinen Wollkäueln frische Knochen mit reichlich Fleisch daran hin - und schon hat man die ursprüngliche Wild-nis und die Wölfe vor Augen! - Alles zivile, alles knuddellige, alles niedliche ist auf einen Schlag verschwunden. Jetzt geht es nur noch um die Beute, um das möglichst größte Stück von der Beute - und das fast völlig lautlos. Gelegentlich mal ein kurzes Knurren oder einen em-pörten Schmerzensschrei, wenn anstatt ins blutige Frischfleisch versehentlich ins Ohr des Nachbarn gebissen wird. 

 

Und am Ende, nach dem großen Kampf, ist man platt, so richtig platt. Irgendwann trennten wir die kleinen Möchtegern-Wölfe von ihrer Beute, brachten sie in die Schlafstube und haben stundenlang nichts mehr von ihnen gehört. Herrlich - diese Ruhe! 

 

 

 

 

19. Mai 2019

 

Wenigstens ist es in den letzten Tagen deutlich wärmer geworden und das Wetter hat sich so weit stabilisiert, dass der Nachwuchs jeden Tag für längere Zeit ins Freie kann. Da kann man sich schon mal im feuchten Gras nasse Bäuche holen, das Abrubbeln hinterher hat ja auch was für sich. Und Sonne gibt ´s jetzt auch schon mal für einen halben Tag und länger, da kann man sich die Umgebung doch auch mal genauer ansehen.

 

Wenn wir Menschen uns auch schon mal fragen, was zum Teufel denn garade an dieser Ecke so interessant duftet, dass sich die jungen Nasen fast gar nicht davon trennen können? Trüffel unter alten Waschbetonplatten werden es doch wohl kaum sein. Und geht es uns Menschen denn nicht genau so - ausgerechnet, dass was abgesperrt ist, weckt doch das Interesse. Es ist schon ein Elend, durch die Maschen kann man nicht mehr schlüpfen, man ist halt zu rund geworden. Den Zaun niedertrampelt oder einreißen geht auch nicht, dazu braucht es wohl noch einige Pfunde.

 

Und dann diese merkwürdige Mütze - lange Jahre hat sie Herrchen als Sonnenschutz gedient, weil die Haare zu dünn geworden sind. Elf Trüffelkobold-Würfe lang war sie brav Dekoration für den Halter der Wäschespinne und nun wird sie in ihre Einzelteile zerlegt. Dabei ist es gar nicht so einfach, das Ding wegzuschleppen, denn dauern tritt man mit den kurzen Vorderbeinen drauf und dann rollt man zum Vergnü-gen der Zuschauer den Hang herunter. Schade, daß das mit dem Einstellen des Videos einfach nicht klappt.

 

Leporello wartet übrigens bis sich seine dickeren Brüder um das Ding müde gerauft haben - und wenn sie dann nicht mehr wissen, worum es überhaupt ging, dann schlägt er zu und trägt stolz die Beute davon. Am Ende ziehen sich dann aber alle gemeinsam zum wohlverdien-ten Schlaf zurück.

 

 

 

14. Mai 2019

 

Inzwischen kann der Trüffelkobold-Nachwuchs auch schon die unbegrenzte Freiheit der Natur genießen. Na gut, unbegrenzt, da ist ja noch der Zaun drumherum, aber immerhin rund 1.600 qm unbebaute Fläche, das ist für die Knirpse ja fast unbegrenzt. Und wir Menschen müssen aufpassen, dass wir den Überblick nicht verlieren und die Bande am Ende wieder kompklett einsammeln können.

 

Leider sind die Temperatur noch nicht unbedingt frühlingshaft und selbst wenn die Sonne scheint, ist da immer noch dieser elend kalte Wind, meistens aus Osten, gelegentlich aber auch von Nordwest. Man könnte fast meinen, dass sich die politische Großwetterlage bis nach Neuerode auswirkt. Schließlich war der "Eiserne Vorhang" ehemals nur anderthalb Kilometer Luftlinie von hier entfernt.

So lange die Kleinen in Bewegung sind geht das auch noch, aber man sieht doch, dass die Kondition erst noch kommen muss. Anfänglich hält man sich immer noch in Mutters Nähe auf, aber dann kommt doch der Entdeckerdrang und die Entfernungen werden immer größer. Dazu zwischendurch kleine Wettrennen oder Raufereien mit den Geschwistern und schnell ist die kleine Erholungspause zwischendurch fällig. Dann stellt man fest, der Boden ist noch kalt, vielleicht auch noch feucht und das Gras ebenso und dann dieser ewige, ungemüt-liche Wind . . . - Da kann man als Junghund schon froh sein, dass man in menschlicher Obhut ist und kein Wurf junger Wölfe, von denen im Schnitt nur einer das erste Jahr überlebt. -  Ach übrigens, die kahlen Stellen im ehemals gepflegten englischen Rasen, die hat nicht der L-Wurf platt getreten, das sind noch die Trockenschäden vom vergangenen Jahr.

 

Das Ende ist immer das gleiche, wenn die Kobolde schließlich mehr liegen als laufen, werden sie eingesammelt und kommen wieder ins Kinderzimmer. Das ist zwar lange nicht so schon wie draußen die weite Prärie, aber wenigstens schön warm. Man rollt sich zusammen oder bildet kleine Haufen und träumt vom nächsten Freigang. Die große Schwester Ilva führt dabei die Aufsicht und zählt nochmal durch ob auch alle da sind.

 

 

 

 

12. Mai 2019

 

Inzwischen haben unsere Trüffelkobolde gelernt, dass ihre spitzen Milchzähne nicht nur dazu zu gebrauchen sind, den Geschwistern die Ohren zu perforieren oder die Mutter ins Gesäuge zu kneifen, wenn sie sich an der Milchbar einklinken.Sondern dass man damit auch leckere Kalbsknochen ausgiebig abnagen kann. Erstaunlich, wie gelassen sie die Arbeitsplätze einteilen und mit was für einer Geduld sie sich diesem neuen Sport hingeben. Außer einem ganz leisen Nagegeräusch, das entfernt an das Knabbern von Mäusen erinnert, ist nichts zu hören - kein empörtes, schmerzhaftes Quietschen, kein Knurren, kein Bellen.

 

 

 

 

05. Mai 2019

 

Schade, dass das Wetter zurzeit so spätherbstlich, fast winterlich ist. Am Freitag waren die Welpen sechs Wochen alt und ihr Tatendrang ist kaum noch zu bremsen. Wenn die jetzt wenigstens den halben Tag draußen verbringen könnten, wären sie in der anderen Tageshälfte so müde, dass sie die weitgehend verschlafen würden - und im Haus ginge es viel ruhiger zu. Aber auch so macht es uns viel Freude, zu beobachten, wie die kleinen Trüffelkobolde von Tag zu agiler werden, ihre persönlichen Eigenheiten entwickeln und keiner dem anderen etws schuldig bleibt.

 

Diesen ehemals kleinen Wollknäueln, die jetzt wirklich schon wie Hunde aussehen und bereits richtig knurren können - mit bellen klappt es noch nicht wirklich - zuzusehen, macht so viel Spaß, dass man sich immer wieder fragt, wo denn die Zeit geblieben ist und immer noch so viel Arbeit herum liegt. - klar, beim zuschauen ist sie geblieben, die Zeit!

Und noch etwas haben wir zu vermelden: Am vergangenen Freitag waren wir mit Ilva in der Tierklinik in Mühlhausen und haben bei dem Mädel einen Ultraschall machen lassen. Wir erinnern uns - am 28. März ließen wir die junge Dame von Sammy (Comes cordis Emiliano) decken - und es ist von, wenn auch einem kleinen Erfolg gekrönt. Zu Beginn der sechsten Trächtigkeitswoche waren drei Welpen sehr genau zu erkennen und ein vierter könnte möglich sein.

 

Gut, dass ist im Vergleich zu fast allen unserer Würfe nicht unbedingt üppig, aber wir haben schließlich alle mal klein angefangen. Und für eine "Erstgebärende" wie unser Sensibelchen Ilva ist das sicher auch gar nicht so schlecht, so bescheiden anzufangen. Diese, Ilvas letzte Läufigkeit war auch tatsächlich nicht so ausgeprägt wie die vorausgegangenen, den tatsächlichen Beginn haben wir vermutlich nicht mit-bekommen und so gerade noch das Ende der entscheidenden Phase erwischt. Sammy zeigte zwei Tage später auch gar nicht mehr das ausreichende Interesse für einen Wiederholungsdeckakt.

 

Den Wurf erwarten wir Ende dieses Monats und hoffen, dass wenigstens eine Hündin dabei ist, denn aus dier Verbindung würden wir wirk-lich gerne eine behalten.

 

Hier unten die zukünftigen Eltern!

Ilva - Folletti di Tartufo Iole

Sammy - Comes Cordis Emiliano

 

 

 

 

29. April 2019

 

Die Welpen futtern seit Tagen schon regelmäßig aus der Gemeinschaftsschüssel und nehmen auch schön regelmäßig zu. Trotzdem ist die Begeisterung immer noch riesengroß, wenn Mutter Eboli sich immer seltener in die Wurfbox zu ihrem Nachwuchs bemüht, um noch einen Nachtrisch zu spendieren. Aber wenn man sich ihr Gesicht dabei anschaut, scheint sich die Begeisterung doch ausschöießlich auf die Welpen zu konzentrieren.

 

Seit heute kann sich unser jüngster Trüffelkobold-Nachwuchs im Innenauslauf austoben. Na gut, für´s austoben ist der zur Verfügung steh-ende Platz auf Dauer sicher nicht groß genug. Aber von hier aus geht es ja auch direkt nach draußen, wenn das Wetter es zulässt und da-für stehen die Chancen ab Übermorgen gar nicht so schlecht - und dann ist die Freiheit ja schon fast grenzenlos. 

 

Ansonsten läuft hier alles so sehr seinen normalen Gang, dass es nichts weiter zu berichten gibt. Halt doch, gestern war Leonardos neue Familie hier, mit einem größeren Umweg bei der Heimfahrt aus dem Urlaub. Also ist auch der Bursche jetzt als Letzter in festen Händen. 

 

 

 

 

22. April 2019 - Ostermontag

 

Das Futtern aus der großen Schüssel ist inzwischen - mit dreieinhalb Wochen ist man ja schon ein richtiger Hund - zur Routine geworden. Nur, um alleine über die Trennwand zu kommen, dazu langt ´s noch nicht, da müssen wohl noch ein paar Schüsseln leer geputzt werden. Aber gut, wofür ist das Personal denn sonst da? Obwohl, wenn diese Menschin das Brett wegmachen würde, käme man ja auch von alleine an den gedeckten Tisch! - Immer dieser Ordnungsfimmel, ist aus unsrer Sicht doch gar nicht nötig!

Mutter Eboli ist diesmal über den Hintereingang in die Familienhöhle eingestiegen, um wenigstens die verkleckerten Reste zu verputzen, Wenn der Nachwuchs die Schüssel wahrhaftig schon ganz leer gemacht hat. - Die futtern auch immer mehr, bis jetzt war für Muttern we-nigstens immer noch ein Rest übrig geblieben. Und dann haben diese halben Portionen immer noch Kohldampf und klinken sich bei der Mama an der Milchbar noch für den Nachtisch ein. Langsam fängt das an zu kneifen! - Man kann noch nicht einmal mehr in Ruhe sauber machen! - Dann aber zurück ins Schlafzimmer mit Euch, einen kleinen Haufen bilden und schlafen, auch futtern macht schließlich müde.

 

Seit Freitag hatten wir jeden Tag lieben Besuch, der sich nun das künftige Familienmitglied endgültig ausgeguckt hat. Jeder war schwer begeistert und der Eine oder Andere hätte am liebste das ganze Paket mitgenommen. Im Ergebnis sind jetzt noch Largo und Leonardo, nein, nicht übrig, sondern nur noch nicht endgültig verteilt. Für einen der Beiden kommt heute noch der entscheidende Moment und am kommenden Samstag findet dann auch der Letzte sein endgültiges Zuhause. Ihre Schwester Loretta wird im laufe dieser Woche ebenfalls ihre zukünftige Familie kennen lernen. - Ja und dann sind es noch einmal vier Wochen und ein paar Tage, bis die ganze Rasselbande uns verlässt . . .

 

 

17. April 2019

 

Heute war ein sehr lernintensiver Tag für unseren Nachwuchs - es gab zum ersten Mal Zusatzkost! Und es erstaunt uns immer wieder, wie schnell diese kleinen Hunde begreifen, um was es da geht. Zwei, Drei fangen an, stecken etwas zögerlich ihre Nasen in die neue Materie - und ruckzuck haben sie begriffen, um was es hier geht - und ebenso schnell ist der Rest der Welpen am Ring, wenn er die ersten Schmat-zer hört. Gut, von Tischmanieren kann man nicht ansatzweise reden - manchmal stecken sie mit allen Vieren im Futter, halten das womög-lich für so eine Art heilende Schlammpackung.

Dieses erste servierte Menü war ein voller Erfolg, am Ende blieben nur kümmerliche Reste übrig. Vor allem Leporello war nicht mehr zu halten, zwischendurch musste er sogar einmal pausieren, weil er vor lauter Eifer einen heftigen Schluckauf bekam. Doch dann warf er sich wieder ins Getümmel und blieb bis zum Ende, gewissermaßen als Tatortreiniger. Zwischendurch leckte man sich auch mal gegenseitig die Schnäuzchen ab und am Ende verzog man sich mit vollen Bäuchen ins Schlafgemach, bildete einen Haufen und ergab sich dem Verdau-ungsschlaf.

 

Ja an den letzten beiden Tagen fiel uns auf, dass die Welpen etwas weniger als üblich zunahmen, und auch die Mutter Eboli sich länger von ihrem Nachwuchs fern hielt. Die Milchproduktion lässt dieses Mal also etwas früher nach, als bisher von ihr gewohnt. Aber das macht nichts, gegen Ende der dritten Woche begannen wir schon immer mit der Zufütterung - und Ziegenmilch plus Spezial-Welpenfutter ist schließlich auch nicht ohne.

 

 

14. April 2019

 

Knapp über zwei Wochen sind die Welpen jetzt alt und haben ihr Geburtsgewicht mehr oder weniger verdreifacht - und alle haben, auch mehr oder weniger, die Augen auf. Sie können zwar noch nicht so richtig sehen, das dauert noch ein paar Tage, aber dadurch wird die ganze Sache schon deutlich lebhafter. Immerhin wissen sie jetzt, dass die Welt nicht nur riechbar, sondern auch sichtbar ist.Sehen schattenhafte Bewegungen, die neugierig machen, denen man hinterher krabbeln muss, können allmählich längst bekannte Gerüche einzelnen "Personen" zuordnen und sich nun auch ein Bild von deren Geruch machen.

 

Das hat natürlich Auswirkungen - auf die Wurfkiste, die nun öfter die ordnende Hand braucht - und auf die Mutter, die ihren Nachwuchs jetzt öfter und länger alleine lässt, bei Frauchen und Herrchen und ihren hundlichen Verwandten etwas Ruhe und Entspannung sucht. Das hat auch zur Folge, dass man die gar nicht mehr so kleinen Würmchen nicht mehr auf der Baby-Waage forografieren kann, sondern jetzt den großen "Oma-Sessel" nehmen muss - und viel Geduld braucht, um halbwegs gescheite Fotos hinzubekommen.

 

Leider ist unser Anbieter (1&1 IONOS) - nach über drei Wochen - immer noch nicht in der Lage, einen technischen Fehler im eigenen Bildbearbeitungsprogramm zu beheben! Was wir jetzt wirklich gut gebrauchen könnten - etwas mehr Schärfe zum Beispiel, oder Kontrast, oder die Namen gleich auf die Bilder setzen, wäre gar nicht so schlecht. Was besonders ärgerlich ist: Offenbar interessieren unsere wiederholten Beschwerden dort niemanden. Wir werden das Gefühl nicht los, dass man uns als Kunde entweder los werden oder zu einem teureren Programm "überreden" will!- Dafür fragen die Herrschaften immer wieder nach, ob man mit dem Service zufrieden ist und man die Firma weiterempfehlen würde? - Ja geht ´s denn noch! Wir werden uns jetzt wohl doch nach einem anderen Anbieter umsehen!

 

 

 

 

06. April 2019

 

Gestern war der L - Wurf eine Woche alt und inzwischen ist bei den Trüffelkobolden wieder Routine eingekehrt. Die Welpen haben gewichtsmäßig zum Teil sehr kräftig zugelegt, wobei Largo (der Breite) seinen Namen zu Recht trägt, weil er sein Geburtsgewicht fast verdoppelt hat und damit an der Spitze liegt. Leporello und Loretta bilden die Schlusslichter, was aber noch nichts bedeuten will, in den nächsten sieben bis acht Wochen "wächst sich das noch ziemlich aus". Alle Acht sind gesund und munter und wie wir finden erstaunlich lebhaft.

Eboli, die in den ersten zwei, drei Tagen die reißende Wölfin gespielt hat, bleibt inzwischen auch ganz gelassen, wenn unsere anderen Hunde durch das Zimmer und an der Wurfkiste vorbei laufen. Aber auch die, sogar unser "Pflegekind" Mimi, haben gemerkt, dass jetzt noch etwas Zurückhaltung von ihnen erwartet wird. Na, wenn der Nachwuchs erst mal einigermaßen flott auf den Beinen ist, wird die dann ziemlich gestresste Mutter froh sein, wenn der Rest des Rudels sich mal als Kindermädchen anbietet.

Nach dem Wiegen kommt der Nachwuchs wegen der besseren Übersicht erst mal in den Korb - für eine Woche geht ´s noch - und die Gelegenheit wird genutzt, die Wurfbox einmal mehr zu reinigen. Mutter Eboli behält den Nachwuchs aber genau im Auge.

 

 

 

31. März 2019

 

Viel ist ja seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag nicht passiert, was groß berichtenswert wäre. Auch bildlich wird wird das erst richtig interessant, wenn die Welpen ihre Augen aufmachen und ihr Gegenüber und die Umgebung richtig sehen können. Per Nase wissen sie ja längst, mit wem sie es tun haben und wohin sie müssen, wenn der Magen knurrt - das mit den Augen dauert noch gut vierzehn Tage.

 

Trotzdem hier ein paar Bilder - deren Bearbeitung technisch leider immer noch nicht funktioniert - aus dem noch sehr geruhsamen  Tages-ablauf des jungen L-Teams. 

Ab kommendem Sonntag werden wir regelmäßig in wöchentlichem Abstand und tabellarisch unter "Zucht - L-Wurf" über die weitere Ent-wicklung des Nachwuchses berichten, natürlich auch immer wieder oder aus aktuellem Anlass unter "Neues". Wir sind gespannt, wie sich die Kleinen entwickeln und hoffen natürlich das Beste.

 

 

 

22. März 2019

 

Langsam wird es ernst und wir treffen die letzten Vorbereitungen für den großen Tag. Vor zwei Tagen musste Eboli noch einmal auf den Frisiertisch und ihr Haarkleid wurde pflegeleicht ganz kurz geschoren, vor allem am Bauch, damit der künftige Nachwuchs leichter an seine Nahrung kommt - und wir sind etwas nachdenklich geworden. Denn jetzt, ohne die viele Wolle, wirkt Eboli gar nicht mehr so dick und es werden vielleicht doch nur sieben Welpen und nicht acht, was wir bisher für möglich hielten. - Wir müssen halt abwarten.

 

Die Wurfkiste haben wir auch bereits startklar gemacht und Eboli hat sie schon mehrfach inspiziert, auch bereits probegelegen und für gut befunden. Vorläufig haben wir den 25.03., also den kommenden Montag als Wurftag angenommen, einfach weil die Tragzeit so über den Daumken zwei Monate dauert, aber es kann durchaus auch noch ein oder zwei Tage länger dauern. Schließlich fehlten dem Februar zwei Tage und wir glauben nicht, dass Eboli das mit eingeplant hat.

Anmerkung: Wegen eines technischen Problems im Bearbeitungsprogramm unserer HP lassen sich die Fotos zurzeit nicht bearbeiten. Die Besucher unserer HP müssen sie deshalb für ein paar Tage unbearbeitet und in all ihrer Stümperhaftigkeit meiner fotografischen Fähigkeiten ertragen.

 

Wie man sieht, hat Eboli ganz schön schwer zu tragen und sie bewegt sich auch entsprechend gemessenen Schrittes, auch die Treppe nach oben in die Wohnung benutzt sie nicht mehr gerne und bleibt tagsüber meistens unten im "Keller".

 

Ilva hat inzwischen gemerkt, dass Mutter nicht mehr so beweglich ist und wenn es rein ums Vergnügen und Toben geht, ist sie jetzt mehr mit der unverwüstlichen "Tante" Arubi zusammen. Aber wenn Eboli es sich bequem gemacht hat, leistet sie ihrer Mutter doch erstaunlich oft Gesellschaft. Man hat das Gefühl, sie möchte ihrer Mutter etwas moralischen Beistand leisten. Warum auch nicht, die Beiden haben ohnehin eine so enge Mutter-Tochter-Beziehung, wie wir sie bisher bei unseren Hunden noch nicht erlebt haben. Eboli sorgt ja bei ihrer Tochter auch immer noch für saubere Ohren.

 

 

 

14. März 2019

 

Nein, das sind nicht unsere Welpen! - Hier ist Momo (Bella Ragazza) zu sehen, eine Hündin aus dem zweiten Folletti di Tartufo - Wurf, die ihrer Mutter Dulcinea so sehr ähnlich ist, mit ihrem dritten, einem gut gelungenen Sechser-Wurf!

 

Wir gratulieren Gudrun Uhl und ihrer großartigen Lagotto-Dame Momo zu dem gestern problemlos zur Welt gekommenen und wirklich gut gelungenen Nachwuchs!

 

Momo ist eine Halbschwester unserer Aletta, also Ebolis Tante, und der Vater dieser fünf braunen und des einen "bunten" Welpen ist Sammy, der auch der Vater der von uns erwarteten Welpen ist. Die Interessenten können sich also schon einmal ein ungefähres Bild davon machen, was in ungefähr anderthalb Wochen auch bei uns zu sehen sein wird.

 

   

11. März 2019

 

Es sind noch rund vierzehn Tage bis zu dem großen Ereignis und bisher ist alles ruhig. Ebolis Bauch rundet sich immer mehr und sie hat schon sichtbar Schwierigkeiten, auf einen Stuhl oder Sessel zu springen. Ihre Tochter Ilva unterstützt sie dabei moralisch. Überhaupt halten die Beiden immer noch sehr eng zusammen. Eboli putzt zum Beispiel ihrer Tochter immer noch regelmäßig die Ohren.

Am Samstag hatten wir Besuch von zweien unserer Jüngsten. Snoopy (Kalimero) aus Paderborn und Kamillo aus München, nebst Personal wollten mal sehen, wie es Mutter Eboli und ihrem Personal geht. Leider war das Wetter derart bescheiden, dass man nur mal kurz in den Garten konnte, um sich die Beine zu vertreten. Anschließend waren die Hosenbeine der Menschen nicht viel sauberer als die Pfoten der Hunde. Aber ansonsten war es ein wirklich sehr gelungener Nachmittag.

 

 

 

 

05. März 2019

Eboli - Schaut sie nicht schon wie eine werdende Mutter?

 

 

Am vergangenen Sonntag hatten wir Besuch von einer Kölner Familie, die den Karneval hat Karneval sein lassen und lieber die werdende Mutter ihres künftigen neuen, lockigen Familienmitgliedes kennen lernen wollte, auf das sie schon ganz ungeduldig wartet. Beim angesag-ten Schmuddelwetter war das ganz sicher die bessere Entscheidung. Und wir ohnehin karnevalsmäßig eher uninteressierten Nordhessen machten einmal mehr diese Erfahrung: Pro Jahr ein, vielleicht auch mal zwei Lagotto-Würfe in die Welt zu setzen, ist die sicherste Metho-de, nette Menschen kennen zu lernen! Wir verbrachten einen sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Sonntagnachmittag und -abend und einen ebensolchen Montagvormittag miteinander und wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell. 

 

Hier sieht man ein paar Bilder, die der Besuch von unseren Hunden gemacht und uns liebenswerterweise zugeschickt hat.

24. Februar 2019

Wir haben auf den Besuch der Tierklinik und den Ultraschall verzichtet, um Eboli nicht unnötig zu beunruhigen. - Nicht, dass sie Angst vor der Örtlichkeit oder den dortigen Mitarbeitern hätte. Aber warum, wenn man auch so sieht, dass der Nachwuchs unter-wegs ist.

 

Außerdem sieht man bei diesen Ultraschall-Aufnahmen eh nicht, wie groß die Truppe ist, die man erwartet, höchstens vielleicht vier der Welpen. Dabei wäre es am Wurftag schon ein wenig beruhigend, genau zu wissen, wieviel Lagotto-Zuwachs zu erwarten ist. 

 

Mit vier Wochen ist jetzt die Hälfte der Tragzeit überstanden und bereits vor gut vierzehn Tagen waren wir uns eigentlich schon ziemlich sicher, dass Eboli "schwanger" ist, denn sie zeigte da schon das typische Verhalten. Aber jetzt kann man es auch leicht sehen, da wo einmal die schlanke Taille war, bildet sich unübersehbar ein Bauch. - Vier Wochen noch, dann wissen wir es ganz genau!

Ein Hinweis:  Wir rechnen mit sieben, vielleicht acht Welpen und die Zahl der festen Interessenten ist schon höher. Auch wenn es da vermutlich noch die eine oder andere Änderung geben wird, sind so gut wie sicher alle künftigen Welpen schon in festen Hän-den. Wir bitten daher alle Interessenten, von weiteren Anfragen abzusehen, da wir nicht unnötig Hoffnung machen wollen!   

26. Januar 2019

 

Es ist vollbracht! Gestern besuchte uns Sammy (Comes cordis Emiliano) mit seinem Personal und bemühte sich - wie wir hoffen - erfolgreich um die Erzeugung des dritten Wurfes unserer Eboli. Dieser, unser L - Wurf, wird dann etwa um den 25. März herum das Licht der Welt erblicken. Wir sind jedenfalls sehr gespannt.

Weil es ein wenig schneite und draußen bei leichten Minusgraden nasskalt und ungemütlich war, verlegten wir diese wichtige Zeremonie in unser Hundezimmer und die ganze Angelegenheit verlief recht unaufgeregt und temperaturmäßig für Hund und Mensch erträglich.

 

Sammy ist der geborene Kavalier, bat höflich um Einlass und die Dame Eboli war offensichtlich von dem flotten Burschen recht beein-druckt. Denn sie verhielt sich viel weniger zickig, als wir es sonst bei solchen Gelegenheiten von ihr gewöhnt sind. Am Anfang zierte sie sich etwas - man weiß ja, was man seinem Ruf schuldig ist - aber Sammy zog alle Register und flirtete auf Teufel komm raus - und sehr erfolgreich. Am Ende ging alles recht flott und die Sache als solche war noch gut zwanzig Minuten erledigt. Da haben wir schon viel, viel länger und viel ungemütlicher dabei gestanden oder gehockt!

 

Na. es hat alles bestens geklappt und wir sind gewissermaßen guter Hoffnung. Anschließend haben wir Menschen noch die notwendigen Formalitäten erledigt, eine Tasse Kaffee getrunken und die Hunde mit großen Stücken Trockenpansen für ihre Bemühungen belohnt - natürlich auch unsere Arubi und Ilva, obwohl die noch nicht einmal zuschauen durften.

 

 

 

 

17. Januar 2019

 

Es lässt sich nicht länger übersehen, seit Anfang der Woche ist Eboli nun läufig und hat sich damit auch wieder so einig-ermaßen an ihren Halbjahres-Rhythmus gehalten. Dass es etwas später wurde, als wir annahmen, liegt sicher daran, dass sie trotz all unserer Mühe bis heute noch nicht den Kalender lesen kann.

 

Ürigens, keine Bange - so streng schaut Eboli nur auf ihren offiziellen Fotos oder wenn sie sich gestört fühlt, so wie hier bei der mittäglichen Siesta. Im normalen Familienleben ist sie natürlich sehr umgänglich und unglaublich schmusebe-dürftig. Fremden gegenüber ist sie aber zunächst etwas zu-rückhaltend, aber man muss ja nicht jedem gleich um den Hals fallen . . . 

 

Nächste Woche Freitag werden wir sie von Sammy (Comes cordis Emiliano) decken lassen. Wir denken, das wird eine gute Verpaarung, denn der "Verlobte" ist ein bildhübscher, brauner Rüde mit ausgeglichenem, freundlichen Wesen.

 

Wenn alles wie geplant klappt, wird um den 25. März herum ein gutes halbes Dutzend Trüffelkobolde das Licht der Welt erblicken.

 

 

 

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