Neues

aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

18. September 2021

 

Heute haben uns die beiden letzten P-Kobolde verlassen. Gleich am Morgen, eigentlich für uns Rentner zu einer absolut unchristlichen Zeit, wurde unser Punto abgeholt, der des Chefs Favorit gewesen wäre, hätte er einen Rüden für sich aussuchen sollen. Punto behält seinen Namen und bleibt im Werra-Meißner-Kreis, so dass wir ihn vermutlich hin und wieder sehen werden - was für uns als Züchter ja ganz interessant ist.

Praktisch im fliegenden Wechsel kam die Familie aus Südhessen, die unseren Paco abholte, der nun Enzo heißt und jetzt zwei Mädchen als Fan-Club und als Spielkameraden hat. Wie wir schon wissen, wird er wohl bald Kontakt mit Luca aufnehmen, der seit einer Woche mit seinem Personal gar nicht so weit weg wohnt.

Damit ist unser P-Wurf nun komplett ausgezogen und wir sind uns sicher, dass unsere Kobolde die richtigen Familien gefunden haben - und diese Familien mit ihren jüngsten Mitgliedern auch glücklich und zufrieden sein werden. Bei uns ist jetzt Ruhe eingekehrt und der ganz normale Alltag hat wieder begonnen. Wir sind nicht nur sicher, sondern können es geradezu sehen, dass auch unsere "alten" Hunde richtig aufatmen und die wieder gewonnene Ruhe genießen - sogar Mutter Eboli, die von ihrem leiblichen Nachwuchs zuletzt ganz und gar nichts mehr wissen wollte.   

 

 

 

12. September 2021

 

Die letzten drei Tage waren vor allem für die Welpen recht anstrengend und aufregend, denn fünf von ihnen mussten Abschied nehmen aus dem "Mutterhaus" und in die jeweils neue Heimat ziehen. Aber auch für uns zwei Menschen war es in mehrerer Hinsicht nicht ganz ohne - und für das "neue Personal" fangen die Aufregungen ja jetzt erst an!

Unseren "blonden" Wasserfloh (Pulce D´ Aqua), der jetzt Pepe genannt wird, zog es bereits am Freitag in die Umgebung von Siegburg, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde. Zu dieser Grenzregion zwischen fröhlichem Rheinland und windigem Westerwald hat sein bisheriger Chef Peter noch immer eine gewisse Beziehung aus - lang, lang ist ´s her - Bundeswehrzeiten. Gut, dass es so lange her ist, denn heute müsste er zu diesem Zweck in Berlin leben.

Am Samstagvormittag wurde unser "Dicker", nämlich Pavarotti und jetzt Pavo genannt, abgeholt. Nein, alles üble Nachrede, Pavo ist nicht dick, hat nur schwere Knochen! Er wird nun in Friedberg als Mittelpunkt einer vierköpfigen, fröhlichen Familie leben und vor allem von zwei Mädchen wohl ziemlich verwöhnt werden.

Am Nachmittag war unser "kleiner" bildhübscher Peppone an der Reihe und begab sich auf die lange Reise nach Hamburg, behält seinen Namen, lebt jetzt in einer gar nicht so "steifen" Hamburger Familie und bringt etwas südliches Flair in den kühlen Norden. Vielleicht trifft er dort mal auf einen der anderen Lockenköpfe, die ebenfalls aus seiner Hessischen Schweiz stammen.

Am Sonntagmorgen stieg unser einziges Mädel Pamina, jetzt Pepsi genannt, in einen Pkw mit Starnberger Kennzeichen (was wir uns selbst auch ganz gut vorstellen könnten). Was uns da aber besonders freut ist, dass sie damit zu Lucy, der Wurfschwester unserer Monia zieht. Wir erinnern uns, dass dieses Lagotto-Mädel uns vor etwas über zwei Jahren nach drei stressreichen Wochen zurück gebracht wurde, weil sie immer krank war (ständig Durchfall, Blasenentzündung), wir vorsätzlich einen kranken Hund verkauft hätten. Nun, ohne ins Detail zu gehen, sie konnte immerhin schon perfekt "Sitz, Platz" und "bei Fuß" und kannte das Fahren in einem Wohnmobil! Sie freute sich riesig, uns wiederzusehen und war ab sofort bei uns wieder genau so gesund und fröhlich wie vorher auch - und gleichfalls ab dem ersten Tag auch in ihrer neuen Familie im Fünf-Seen-Land. - Und das so überzeugend, dass man dort schon nach kurzer Zeit den Wunsch hatte, sich einen zweiten, ebenso großartigen, liebenswerten, in jeder Hinsicht gesunden Hund zuzulegen. Was nun endlich und aus voller Überzeugung aller Beteiligten geschehen ist!

Am Sonntagnachmittag wurde als Fünfter unser Primero, das nur unwesentlich kleinere Double unseres Pavarotti, abgeholt. Er heißt jetzt Luca und darf ab sofort regelmäßig den Kurpark von Bad Homburg unsicher machen. Uns wurde glaubhaft versichert, dass er dort zwar alle erlaubten Freiheiten genießen darf, aber nicht verpflichtet ist, dieses ebenso schmackhafte wie heilende Brunnenwasser zu trinken.

 

Inzwischen haben wir die Nachrichten, dass alle fünf Kobolde trotz heftiger Staus in nördlicher und südlicher Richtung gut und ohne Zwischenfälle und überwiegend schlafend in ihrer neuen Heimat angekommen sind - nicht ein "Würfelhusten" während der Fahrt und noch nicht einmal eine Pinkelpause!

Hier oben sind die vorerst letzten Vier am Sonntagvormittag zu sehen - unser blonder Wasserfloh, der "dicke" Pavarotti und der kleine Peppone sind schon abgereist. Wie zu sehen, war die grüne Freiheit ziemlich nass und den Kobolden mussten anschließend kräftig Bauch, Beine, Po trocken gerubbelt werden. Aber schön war ´s doch!

Am Abend sah es dann schon wieder ganz anders aus, so richtig leer - Pamina war nun  auch fort und Primero ebenso. Paco und Punto halten jetzt noch die Stellung bis zum kommenden Samstag. Dann zieht Paco wie sein Bruder Primero ebenfalls in den Taunus, aber Punto bleibt uns im Werra-Meißner-Kreis erhalten und wir werden uns vermutlich hin und wieder begegnen.

 

 

07. September 2021

 

An jedem Tag, an dem man die Welpen draußen beobachtet, möchte man am liebsten einen Film drehen, mindestens ein kurzes Video machen, und am Ende ist es immer schwierig, dass auszu-suchen, was wirklich gelungen und am sehenswertesten ist. Mit einem richtigen Film wären wir aber ebenso überfordert, wie mit dem Versuch, ein kurzes Video auf diese Website zu bringen - deshalb hier ein paar Fotos aus einer vielfach größeren Anzahl von sehenswerten Bildern. Später sicher noch mehr.

 

Zu sehen ist hier jedenfalls, dass vor allem Monia, aber auch unser Youngster Oliva, bestens geeignet ist als Kindermädchen oder Gruppentherapeut(in). Aber wie auf dem letzten Bild zu sehen, ist der Forschungsdrang des hoffnungsvollen Nachwuchses kaum zu bremsen, selbst "Absperrgitter" bilden kein Hindernis und als Mensch ist man deshalb immer auf dem Sprung, "Unglücke" zu verhindern.

 

Abschließend noch die Sonderserie "Raufbolde": Die beiden "Braunen" - Pavarotti und Primero - hatten es richtig drauf. Es schien uns fast so, als sollte tatsächlich die Rangfolge ausgekämpft werden - ein regelrechtes Duell, das recht lange dauerte und am Ende wohl doch unentschieden ausging. Die anderen Geschwister ließen es deutlich gelassener angehen - unser blonder Wasserfloh kämpfte mit einem kleinen Ast, der wenigstens nicht zurück biss. Und die Geschwister mit dem Straciatella-Outfit widmeten sich bevorzugt dem Nahrungsnachschub. Was nun die Frage eröffnet, welcher der P-Kobolde die bessere "Anschaffung" fürs Leben ist. Wir sind jedenfalls auf die späteren Rückmeldungen gespannt.

 

 

 

28. August 2021

 

So richtig toll war das Wetter für unsere P-Kobolde bisher nicht. In ihren ersten vier Lebenswochen, die sie altersentsprechend als Miniaturwölfe in ihrer "Höhle" verbrachten, hatten wir meistens richtig schönes Wetter. Kaum, dass sie am Ende der vierten Woche raus konnten, war das Wetter immer meistens wechselhaft bis eher durchgehend schlecht. Also, wenn überhaupt raus, dann meistens nur für mehr oder weniger kurze Zeit, auch mal durchs meist ziemlich feuchte Gras mit anschließendem Trockenrubbeln. Das hat ihnen allerdings immer gut gefallen.

 

Am vergangenen Wochenende war das Wetter dann tatsächlich mal durchgehend für zwei Tage richtig so als hätten wir tatsächlich Sommer, also raus mit dem Jungvolk für jeweils fast den ganzen Tag. Die Kleinen hat es richtig gefreut - uns, die Mutter Eboli und den Rest unserer Vierbeiner auch, denn dann war für den Rest des Tages nämlich ziemlich Ruhe. Aus dieser Teit die unten stehenden Fotos, mit der Erfahrung, dass ab Montag die gesamte vergangene Woche fast vollständig verregnet war - und in der Hoffnung, dass unsere "Glorreichen Sieben" wenigstens in den letzten vierzehn Tagen bei uns  noch etwas mehr Sonnenschein erleben dürfen.

 

 

 

23. August 2021

Am Wochenende hatten wir Besuch​ von künftigen Besitzern unserer jüngsten Trüffelkobolde, die Gelegenheit nutzten Ilva (links) und ihre Tochter Monia ausgiebig, um sich einmal gründlich durch-kraulen zu lassen - wie man oben sieht und was sie bei uns anscheinend vieeel zu wenig geboten bekommen.

 

Wir nutzten die Gelegenheit zu allseitigen Belustigung, nämlich für einen Freigang der Welpen, die hinterher immer so schön müde sind - als Erlebnis für den Besuch, der dann ganz begeistert ist - und für uns, weil es ein paar Augenpaare mehr gibt, die Bande im Auge zu behalten, denn das Gelände hat doch teilweise sehr unübersichtliche und für junge Hunde nicht ganz ungefährliche Ecken.

Anfänglich hält sich der Nachwuchs noch in Mutters Schlagschatten auf, es ist halt doch immer noch ein bisschen unheimlich. Aber das vergeht stets ganz schnell, Neugier und Forscherdrang gewinnen die Überhand - und von Tag zu Tag werden sie selbstsicherer und vergrößern ihren Aktionsradius.

 

 

17. August 2021

 

Es hat richtig gut gepasst, dass Anfang vergangener Woche das Wetter besser wurde. Unsere P-Kobolde waren am Sonntag zuvor vier Wochen alt geworden und sollten nun nach gutem, alten Wolfsbrauch ihre Geburtshöhle verlassen, um die große, weite Welt kennen zu lernen. Die Wolken wurden weniger, die Sonne kräftiger, die Temperaturen stiegen und schließlich war auch der längst fällige Rasenschnitt erledigt. Also endlich raus mit den jungen Trüffelwölfen.

 

Zunächst, um die Tatendurstigen in gewissen Grenzen und für uns den Überblick zu behalten, in unserem transportablen "Wolfsgatter", erprobt bei vielen Camping-Touren. Als psychologische Unterstützung begleitete auch Mutter Eboli ihren Nachwuchs bei den ersten Schritten in die, wenn auch begrenzte, Freiheit. 

Außerhalb des Gitters versammelten sich bald die Neugierigen, zuerst natürlich unsere sozial talentierte und engagierte Monia, dicht auf gefolgt von ihrem Schatten Oliva - beide hatten ja schon in den Tagen zuvor immer wieder im Innenauslauf ihr Interesse gezeigt. Sogar unsere Ilva, die fremder Leute Kinder eher als verzichtbare Belästigung empfindet, zeigte sich erstaunlich interessiert. Wir verzichten vorerst allerdings darauf, zu testen, wie weit ihr positives Interesse geht.

 

Weil kaum noch zu bremsen, ließen wir zuerst Monia in den Kindergarten und wenig später auch Oliva - und das Glück war vollkommen. Die Welpen waren ebenso begeistert wie die beiden Hobby-Kindergärtnerinnen. Auch Eboli war offensichtlich sehr zufrieden, sie zog sich sehr schnell zurück und beobachtete erstaunlich unbesorgt die Geschehnisse aus sicherer Entfernung. Als wir nach Stunden für Monia und Oliva den Dienst beendeten, um die Kids zu füttern, waren diese nicht wirklich von der Trennung begeistert. Das "Fresschen" beruhigte sie aber schnell.

 

So ging es ein paar Tage zu aller Zufriedenheit und für Gestern hatten wir geplant, unseren Nachwuchs-Kobolden den ersten Freigang auf dem ganzen Grundstück zu ermöglichen. - Und was war? - Jede Menge Wind, noch mehr Regen und knappe 17 Grad! - Also nüscht!

 

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Wir wollen über Ebolis Welpen aber nicht unsere anderen Rudelmitglieder vergessen. So drängt sich bei uns immer wieder der Vergleich zwischen Ilva (rechts, jetzt viereinhalb Jahre alt) und ihrer Tochter Monia (links, jetzt gut zwei Jahre alt) auf. Ilva ist, durch die gegebene Rassestandard-Brille betrachtet, ein absolut fehlerfreier Hund  - das Äußere stimmt hundertprozentig, ist geradezu rassetypisch, sie hat keinerlei genetische oder sonstige zuchtausschließende Fehler, auch ihr Wesen ist (fast) hundertprozentig so, wie es sein soll. Nach kurzer Gesichtskontrolle schleimt sie sich beimenschlichen Besuchern geradezu ein (wenn sie Lust dazu hat), bei Artgenossen entscheidet sie von Fall zu Fall. Im Rudel kann sie gelegentlich sehr zickig sein, hält sich offensichtlich für etwas Besonderes, wahrt gegenüber den anderen Vierbeinern meist eine gewisse Distanz, liebt es aber, mit ihnen wilde Jagden zu veranstalten und hat es unglaublich drauf, uns Menschen bei Bedarf so was von anzuschmachten! - Kurz gesagt, sie ist etwas kapriziös!

 

Ihre Tochter Monia wirkt äußerlich etwas rustikaler, entsspricht aber laut Zuchtzulassung ebenfalls dem "gehobeneren" Rassestandard, allerdings mit zwei Makeln: Sie hat linksseitig leichte HD (in unserer Zucht einmalig) und im Unterkiefer fehlt ihr links ein Molar (bei uns auch einmalig). Dafür ist ihr Wesen ebenfalls einmalig - einfach umwerfend! So einen unkomplizierten, stets freundlichen, ausgeglichenen, immer gut gelaunten und allen Fremden gegenüber - egal ob Mensch oder Hund - stets aufgeschlossenen Hund haben wir noch nie gehabt. Sie ist einfach ein geradezu großartiges und liebenswertes Hundemädchen!

 

Sie ähnelt in allem sehr ihrer Großmutter Eboli und nur recht wenig ihrer Mutter Ilva.Immer wieder wundern wir uns über die Kapriolen, die die Vererbung schlägt. - Welche der Beiden uns jetzt lieber ist? Was für eine Frage? Keine Ahnung!

Nein, wir haben unsere Jüngste, Ebolis Tochter Oliva (jetzt ein knappes Dreiviertel-Jahr alt) nicht vergessen - hier geht ´s nach dem Alter! Über diesen Irrwisch kann man noch kein endgültiges Urteil fällen, körperlich ist sie zwar fertig und sie sieht auch so aus, wie ein Lagotto aussehen soll. Aber eine solche wilde Hummel! Hier haben wir ähnliche Zweifel wie bei Ilva und Monia, nur andersrum: Wie kommt die ruhige, doch so ausgeglichene Eboli zu einer derart lebhaften Tochter? Das kann doch nur am Vater Sammy liegen, obwohl wir den doch auch als recht ruhig in Erinnerung haben. - Halt, Moment mal! Sammy ist ja auch Monias Vater, und die ist doch so ganz anders . . . - Na, das kann ja noch (was) werden, ist ja bekannt, dass unsere "Lagotten" in Jugendzeiten ziemlich lebhaft sind und so manchem "Anfänger" viel Schweiß und Tränen kosten. Immerhin haben wir unsere Monia als Psychotherapeutin für diesen Knallfrosch und hoffen auf einen langfristigen Erfolg - und sehen durchaus schon erste Anzeichen . . .

 

 

 

 

11. August 2021

 

Seit gut einer Woche wird zugefüttert, Eboli stellt ihre Milchbar zwar immer noch regelmäßig zur Verfügung, aber die Mengen werden doch allmählich weniger. Es erstaunt uns seit den letzten Würfen immer wieder, wie schnell die Welpen heraus haben, worauf es bei dieser Schüssel ankommt - sofort, beim ersten Mal, wissen sie Bescheid. Vor Jahren noch dauerte es immer zwei, vielleicht drei Tage, bis sie ganz sicher waren, so mancher hielt das braune Zeug offenbar auch für eine Fango-Packung. Na gut, die Menschenkinder kommen mit der ganzen Computerei auch viel schneller zurecht als wir Alten.

Die Welpen können noch so toben, aber wenn das Futter kommt, wird ganz schnell alles stehen und liegen gelassen und das "Fresschen" ist der Lebensmittelpunkt. Wobei sich auch hier Unterschiede zeigen, vor allem die Kräftigeren - wen wunderts - bleiben dran, bis sie nicht mehr Papp sagen können und schlafen gelegentlich sogar am Fressnapf ein. Andere wieder verlieren recht schnell das Interesse, suchen einen Kumpel zum Raufen, versuchen herunter hängende bunte Tücher in die Box zu zerren oder turnen einfach nur herum. Aber irgend-wann ist wirklich Ruhe, es gibt die bekannte Haufenbildung und dann wird richtig "gepooft". Wenn Muttern allerdings zur Nachlese kommt, ist man schnell wieder wach - es könnte ja noch einen Nachtisch geben.

 

Monia ist am Jungvolk wahnsinnig interessiert, am liebste würde sie dort mitmischen, aber Mutter Eboli ist da noch etwas skeptisch. Also oft einen Blick von oben auf das Geschehen und wenn die Menschen mitspielen auch mal durch den Türschlitz. Lange wird es nicht mehr dauern und sie kann im Freien die jüngere Verwandtschaft bemuttern - es muss nur noch ein wenig wärmer und trockener werden.

 

 

 

 

 

Kürzlich bekamen wir diese Foto zugeschickt:

 

Wir wussten ja schon immer, dass unsere Lagotti vielseitig begabt sind und sich immer wieder Neues einfallen lassen, um sich selbst und auch ihr Personal zu bespassen.

 

Dennoch hat uns dieses Foto überrascht - Bruno (der Wurfbruder unserer Oliva) nutzt doch tatsächlich den Urlaub seines Personals und dessen Kinder, sich zu einem Stand-Up-Paddling-Kurs anzumelden!

 

Wir sind überzeugt, und man sieht es ja auch schon, dass das mit dem "Stand-up" schon klappt und sicher auch noch deutlich besser wird. Aber ob das mit dem "Paddling" je funktionieren wird, daran haben wir doch erhebliche Zweifel.

 

Es fehlen ihm schlicht und einfach die dazu benötigten Daumen. So manchmal haben wir Menschen eben doch noch gewisse Vorteile!

 

 

 

09. August 2021

 

Vier Wochen sind jetzt vergangen seit jenem vor allem für Eboli sehr anstrengenden und für uns wie immer recht aufregendem Tag und die Kobolde unseres P-Wurfes das Licht der Welt erblickten. Jetzt ist bereits zweifelsfrei zu erkennen, dass aus diesen sieben ehemals kleinen, vollständig hilflosen Würmchen richtige Hunde, sogar bildhübsche "Lagotten" werden - von Tag zu Tag lebhafter und ansehnlicher! Und immer schwieriger zu fotografieren, wenn man die wöchentlichen "Steckbrief"-Fotos machen will. Inzwischen hatten fünf von ihnen auch schon Besuch von ihrem zukünftigen Personal und dort große Begeisterung ausgelöst.

 

 

31. Juli 2021

 

Ende der dritten Woche konnte man die Welpen aller unserer Würfe immer noch auf der Waage fotografieren, aber bei den Brummern dieses P-Wurfes ist das nicht mehr gescheit machbar - also der große, alte Sessel her, mit einer blauen Decke drapiert und so geht ´s auch. Nächste Woche wird es schon wieder etwas problematischer, weil die kleinen Kobolde dann wieder um sieben Tage lebhafter sind. Auch in den Weidenkorb werden wir sie dann nicht mehr setzen können, um uns das Sortieren zu erleichtern. Denn sie passen da jetzt schon nicht mehr richtig hinein und immer wieder muss man "nachstopfen", um zu vermeiden, dass sie heraus klettern. - Aber schlafen können sie immer noch als gäbe es kein Morgen!

 

 

 

29. Juli 2021

 

Man neigt ja ständig dazu, etwas in unsere Hunde hinein zu vermenschlichen und hier könnte man sich fragen, wie die gestresste Mutter denn jetzt guckt? Schaut sie nun nachdenklich oder erschöpft oder denkt sie einfach: Wieso fotografiert ´n der mich, der soll mir lieber ein Stück von dem Trockenpansen geben - er weiß doch, dass ich ständig Hunger habe.  

Seit Montag sind die Welpen damit beschäftigt, die Welt mit eigenen Augen zu sehen. Es klappt noch nicht so richtig, sie blinzeln noch immer wieder, kriegen die Guckerchen noch nicht so wirklich weit auf und werden auch noch etliche Tage brauchen, um wirklich richtig sehen zu können. Aber der Eindruck auf uns Menschen ist doch gleich ein ganz anderer - sie schauen uns an! Sie schauen in unsere Richtung, wenn wir uns bemerkbar machen - wir können Blickkontakt aufnehmen. - Wir wissen es natürlich und der noch nicht wirklich klare Blick dieser blauen Welpenaugen zeigt uns, dass sie uns bestenfalls verschwommen wahrnehmen und sich noch nicht wirklich ein Bild von uns Menschen machen können. Aber wer und wie auch immer, ein Lebewesen, das uns anschaut, wirkt doch gleich viel lebendiger viel ansprechender . . . 

Und warum schaut Eboli jetzt so nachdenklich in die Ferne - weil sie weiß, dass der Trubel mit der Rasselbande jetzt erst richtig los geht, dass es immer schwieriger werden wird, mal für eine Weile Ruhe zu haben? - Na gut, dann bleibt der Nachwuchs eben mal im Kinder-zimmer und ich gehe zu meinen Menschen. Für irgendwas müssen die am Ende ja auch nützlich sein.

 

 

25. Juli 2021

 

Vor zwei Tagen nutzten wir einmal mehr einen "Hofgang" der älteren Generation, an dem sich auch Eboli beteiligte, um den Nachwuchs genauer unter die Lupe zu nehmen. Nein, die Kleinen haben die Augen noch nicht auf, blinzeln noch nicht einmal, aber lange kann es nicht mehr dauern und immer-hin sind sie schon deutlich lebhafter unterwegs alsbisher. Eboli machte sich dann auch recht schnell wieder auf den Weg, um bei ihnen nach dem Rechten zu schauen.

 

 

22.Juli 2021

 

Zur Abwechslung gibt es heute mal nichts über die Welpen, sondern etwas gaaanz anderes, nämlich über Hunde! Gestern besuchten uns Freunde, die uns ihr neues Familienmitglied, einen zwölf Wochen alten Magyar Viszla, vorstellen wollten. Der Bursche zwar noch im Kindergartenalter, aber trotzdem fast schon so groß wie unsere Lockenköpfe, am Anfang wegen der geballten weiblichen Übermacht doch eher etwas irritiert und schüchtern, aber es dauert gar nicht lange und das ungarische Temperament und die jugendliche Neugier siegten. Am Ende mussten wir aus Rücksicht auf die Kondition des Jungspundes die Beteiligten trennen, denn trotz zwischendurch eingelegter kurzer Pausen war ein Ende des munteren Treibens nicht in Sicht. Logischerweise sind unsere Damen schon aufgrund ihres Alters diesem "Kleinkind" überlegen. Oliva ist mit sieben Monaten die Jüngste, aber damit ist man in Hundekreisen schon ein sich bereits erwachsen fühlender Teenager.

 

Interessant für uns war das Verhalten unserer Damen diesem Neuling gegenüber. Eboli, mit ihren sieben Jahren und als aktuell sehr engagierte Mutter, machte dem Fremden gegenüber unerbittlich klar, dass er in ihrem Revier rein gar nichts zu suchen hatte. Natürlich vermieden wir jedes Risiko und sie blieb im Welpenzimmer, aber sobald der Jungspund vor der Terrassentür auftauchte, brach hinter der Glasscheibe die Hölle los.

 

Ilva, inzwischen viereinhalb Jahre alt, blieb sich selber treu - als gut erzogene Dame im besten Alter zeigt man für eine begrenzte Zeit ein freundlich vorgetragenes Desinteresse - man will ja schließlich wissen, was das für Einer ist, der da so eine Schau abzieht. Aber schon beim ersten geringstmöglichen Unterschreiten des gebotenen "Anstandsabstandes" wurden warnend die Augenbrauen hochgezogen. Aber für ihre Verhältnisse dauerte es trotzdem recht lange. bis sie dem Jungspund durch scharfes Knurren und die gezeigten Zähne klar machte, dass jetzt Schluss sei. Basta! Lennox verinnerlichte das auch umgehend und ging ihr von da an betont deutlich aus dem Weg.

 

Monia, jetzt gut zwei Jahre alt, hat uns wieder einmal begeistert, sie ist einfach unglaublich in ihrem unkomplizierten, offenen, freundlichen - ja, mir fällt einfach nichts besseres ein - großherzigen Wesen! Sie nahm den anfänglich etwas verunsicherten Burschen unter ihre Fittiche, erklärte ihm freundlich die bei uns geltenden Regeln, korrigierte mit Nachsicht ein paar kleine Fehltritte, übernahm ohne zu zögern die Rolle der persönlichen Betreuerin und erlaubte ihm, bei dieser Gelegenheit einmal so richtig die Wutz rauszulassen. Und das die ganze Zeit mit gleichbleibender Begeisterung. - Immer wieder fragen wir uns bei solchen Gelegenheiten, wie es wohl gekommen sein mag, dass sie Ilvas Tochter ist und nicht zum Beispiel die ihrer Großmutter Eboli?

 

Über die sonst so kesse und vorlaute Oliva haben wir uns wirklich gewundert - möglicherweise war ihr der kurzhaarig aalglatte junge Viszla irgendwie zu nackt, nicht korrekt genug angezogen. So als Lagotto trägt man doch einen anständigen, gepflegten Pelz! Jedenfalls war ihr der Bursche zumindest anfänglich überhaupt nicht geheuer. Seinen Annäherungsversuchen entzog sie sich längere Zeit immer wieder so rasant, dass es schon - man muss es leider so sagen - irgendwie nach Flucht aussah. Nach dem sie aber lange genug beobachten konnte, dass Monia durch den intensiven Kontakt mit Lennox ganz offensichtlich keinen Schaden davon trug, beteiigte sie sich schließlich auch und machte aus dem bisherigen Duett einen flotten Dreier.

Hier noch drei aktuelle Fotos von Olivas Schwester Olympia, die nach den Berichten ihres Frauchens sich bestens entwickelt und mit Nachbars Hunden schon längst Freundschaften geschlossen hat. Sie ist schon optisch unserer Oliva zum Verwechseln ähnlich und auch sonst durchaus mit ihr vergleichbar. Die Familie ist von ihr immer noch schwer begeistert, was wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Denn sie hört dem Sohn sogar bei dessen Geigen-Exerzitien zu, nur wenn es ihr zu lange dauert, das Niveau Paganinis zu erreichen, zieht sie sich diskret in den Flur zurück. Anschließend werden dann gemeinsam Entspannungsübungen gemacht - was wir vielleicht auch mal mit unserer Oliva versuchen sollten. 

 

 

 

16. Juli 2021

Eboli sieht hier zwar immer noch etwas erschöpft aus, was auch durchaus glaubhaft ist, aber ihr Blick soll hier eher sagen: "Komm, rück´ mal ein paar Leckerchen raus, die hab´ ich mir redlich verdient!" Die hat sie auch gerne bekommen.

 

Heute ist es uns mal gelungen, als Eboli draußen unbedingt notwendige Geschäfte erledigen musste, einen etwas längeren Blick in die Kinderstrube zu werfen. Und prompt erwischten wir die Welpen bei ihrer zweitliebsten Beschäftigung - schlafen! Als Mutter aber zurück kam, wurden sofort alle wach und hofften auf ihre liebste Beschäftigung - fressen, bzw. trinken. Alle? Nein, einer ist immer dabei, der so fest pennt, dass er die Aufregung erst mal nicht mitkriegt, aber lange dauert das nie. Der Nachwuchs war zunächst etwas enttäuscht, denn Mutter war der Meinung, sie müsste die Kleinen vor Tisch erst noch einmal feucht durchwischen - was auch bei Hundekindern kaum auf Gegenliebe stößt.

 

Doch als Eboli Anstalten machte, sich hinzulegen, zog der Nachwuchs wie die Lemminge sofort dorthin, wo er der Futterquelle am nächsten zu sein glaubte. Und dann kommt es immer zu der berühmt-berüchtigten Haufenbildung, so dass der unbefangene Betrachter  froh ist, dass diese Raubtiere noch keine Zähne haben und es auch mit der Motorik noch nicht so arg weit her ist. Sonst würde sicher gar zu schnell das Blut fließen.

 

 

 

14. Juli 2021

Heute gibt es noch ein paar Fotos und Anmerkung zu unserem P-Wurf, die wir gestern Abend einfach nicht mehr geschafft haben. Eboli sieht nun nach ein wenig Körperpflege und nach einigen kräftigen Mahlzeiten deutlich gepflegter aus und hat sich sichtbar von den vorangegangenen Anstrengungen erholt. Auch die Welpen sehen nicht mehr so verschrumpelt und zerknautscht aus und machen einen wirklich gesunden Eindruck. Bis auf einen, der wohl meinte 340 gr sind genug, haben alle zwischen 10 und 20 gr von einem auf den anderenTag zugenommen. Sie schlafen und trinken in regelmäßigem Wechsel, und dass es ihnen gut geht merkt man hauptsächlich daran, dass man rein gar nichts von ihnen hört.

 

Im Laufe der nächsten Tage werden wir uns die passenden Namen einfallen lassen. Ab dann werden sie streng nach Vorschrift gelistet, nämlich die Rüden zuerst und am Schluss die diesmal einzige Hündin und auch in alphabetischere Reihenfolge - und nicht mehr wie jetzt noch nach der Uhrzeit, zu der sie diese schöne Welt erstmals erblickten. Doch halt, das kann ja nicht stimmen, denn sehen können sie ja erst ab etwa 14 Tagen!

 

 

 

13. Juli 2021

 

Der gestrige Tag war recht unterhaltsam und entbehrte gegen Abend auch nicht einer gewissen Spannung. Nach dem Mittagessen konnten wir den angekündigten Besuch empfang, über den wir uns immer wieder wirklich freuen - Helios besuchte uns wieder einmal, natürlich in Begleitung seines Chauffeurs Georg und seiner Haushälterin Elfriede. Wir Menschen freuten uns natürlich sehr über das Wiedersehen, waren es doch zwei, drei Stunden angenehmer und immer wieder interessanter Unterhaltung bei Kaffee und einigen konditorischen Köstlichkeiten, die uns dankenswerterweise mitgebracht wurden.

 

Unter den Hunden ließ sich das etwas langsamer an - Ilva ist eh immer etwas zickig und lässt sich viel Zeit damit, hundliche Annäherungsversuche huldvoll zu erwidern. Die Mädels Monia und Oliva wussten, was sich gehört, nämlich reiferen älteren Herren zunächst erst mal die kalte Schulter zu zeigen, aber am Ende siegte doch der Charme des Prinzen von Hildesheim, wie wir Helios gerne nennen. Er muss den jungen Hundedamen wie der berühmte weiße Ritter vorgekommen sein, denn am Ende liefen sie ihm ständig hinterher, wohl mit dem dringenden Wunsch, von ihm gerettet zu werden. 

 

Ilva fand das offensichtlich ziemlich albern, denn sie hielt sich ausschließlich an den menschlichen, hauptsächlich männlichen Besuch und tat dort völlig schamlos das, was sie bei solchen Gelegenheiten immer macht, nämlich so, als würde sie von uns nie auch nur eine Spur von Streicheleinheiten oder sonstigen gut gemeinten Zuwendungen bekommen. Dem müssen wir natürlich energisch widersprechen! 

Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wo denn eigentlich die werdende Mutter, unsere gute Eboli bleibt, mit deren "Niederkunft" wir für den kommenden Mittwoch oder Donnerstag rechneten. Sie hat sich natürlich den Besucherstress gerne erspart und ist mit ihrem unglaublich dicken Bauch lieber im Hundezimmer geblieben. Natürlich schauten wir trotz Besuch und als pflichtbewusstes Personal regelmäßig nach ihr!

 

Gegen 15:00 Uhr war noch alles ganz normal und als wir eine gute halbe Stunde später noch einmal nach ihr schauten, hatte sie einen braunen und einen weiß-braun gefleckten Rüden-Welpen neben sich auf ihrem Schlafplatz liegen - bestens abgenabelt und sorgfältigst gesäubert und getrocknet und eifrig an Mutters Brust nuckelnd. Womit dieses so liebenswerte "alte" Mädchen einmal mehr bewies, was für eine großartige Mutter sie ist.

Auf den nächsten Welpen mussten wir bis 16:40 Uhr warten und konnten sehen und mit Eboli mitfühlen, wie schwer ihr das fiel - und hatten am Ende auch die Erklärung für diesen sichtbar und mitfühlbar Kräfte zehrenden Kampf. Das weiß-braun gefleckte Mädel stemmte 460 gr auf die Waage - das reicht normalerweise durchaus für zwei recht proppere "Lagotten" - Welpen!

 

Danach ging es deutlich leichter, um 17:15 Uhr kam als vierter ein Rüde, der auch stolze 370 gr auf die Waage stemmte, aber sich eine vorerst undefinierbare Farbe zugelegt hatte - Orange, Caramel, Beige oder am Ende einfach "schmutzig-weiß"? - Die Nummer Fünf kam um 17:35 Uhr und war mit immerhin 350 gr ein ebenfalls weiß-braun gefleckter Rüde. -  Als Nummer Sechs kam um 18:00 Uhr natürlich auch wieder ein weiß-braun, aber diesmal deutlich kräftiger gefleckter Rüde, der ebenfalls 350 gr wog.

 

Eboli war inzwischen sichtbar geschafft, aber obwohl nicht mit letzter Sicherheit feststellbar, waren wir der festen Überzeugung, dass noch ein siebter Welpe zu erwarten war. Um 18:45 Uhr bestätigte sich das gewissermaßen mit der letzten Luft, der letzten schwachen Wehe und ein wenig menschlicher Nachhilfe kam noch ein komplett brauner Rüde mit wieder unglaublichen 450 gr! 

 

Nun war es wirklich geschafft - vor allem unsere gute Eboli - sie war einfach nur richtig platt! - Nach dem wir sicher waren, dass alle Welpen fit und in jeder Hinsicht komplett und gesund sind, wurde die "Bettwäsche" gewechselt und Eboli kam unter die Dusche. Wir hatten durchaus den Eindruck, dass ihr das gut tat und sie es auch genoss. Nach einer kräftigen Mahlzeit war sie auch in der Hinsicht zufrieden, legte sich ganz selbstverständlich zu ihrem Nachwuchs und "wischte alle Sieben noch einmal gründlich feucht durch".

 

Das machten wir nun nicht mehr, räumten aber auch noch ein wenig auf und, wie wir fanden aus gegebenem Anlass, gönnten wir uns einen Schluck Hochprozentiges und begaben uns auch die Nachtruhe.

 

Ein unbedingt wichtiger Hinweis: Wir bitten von jeglichen Anfragen abzusehen - alle Welpen sind längst fest vergeben! 

 

04. Juli 2021

Monia mit ihrem ständigen Schatten Oliva dahinter - die Eine oder die Andere alleine ist kaum vorstellbar

 

Heute vor einer Woche waren wir mit Monia zur Zuchtzulassungsveranstaltung des LRWD e.V. in Alsfeld und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Durch Corona war ja alles recht umständlich wenn nicht gar schwierig - die diversen Untersuchungen und Tests, terminlich  immer irgendwie provisorisch und kurzfristig. Aber nun haben wir es geschafft, uns fehlte noch eine Formwertbeurteilung und damit die eigentliche Gesamtzulassung - und unser Lagotto-Mädchen hat uns mit ihrem ausgeglichenen freundlichen Wesen einmal mehr begeistert. Obwohl sie, auch durch Corona bedingt, solche "Massenveranstaltungen" überhaupt nicht gewohnt war, hat sie all diese fremden Menschen, fremden Hunde und das widerholte "Begrapsche" durch die diversen Sachverständigen und das ganze Drumherum gelassen gemeistert - wenn sie auch manchmal etwas fragend und ein wenig ratlos geschaut hat. - Wir dürfen mit diesem tollen Mädel also jetzt ganz offiziell züchten und wenn wir die Daten schwarz auf weiß haben, werden wir die unter "Unsere Hunde" bekannt geben,

Durch den Blickwinkel sieht man es hier nicht, aber Ebolis Bauch ist schon sehr, sehr rund geworden und mit dem Nachwuchs rechnen wir ziemlich sicher zur Mitte dieses Monats. Es ist Ebolis letzter Wurf, von denen einer immer genau so gut war wie die anderen. Sie trägt es mit ihrer typischen Gelassenheit und wird auch dieses Mal die gleiche vorbildliche Mutter sein wie in den Würfen zuvor. Danach kann diese so freundliche, unkomplizierte, liebenswerte Hundedame ohne jeden weiteren Erziehungsstress die zweite Hälfte ihres Lebens bei uns genießen.

Das sind doch wirklich rosige Aussichten!

 

19. Juni 2021

 

Außer dass es derzeit derart heiß ist und nahezu jede Bewegung zu Schweißausbrüchen führt, und dass unsere Eboli jetzt deutlich sichtbar trächtig ist, gibt es von hier nichts weltbewegendes zu berichten, deshalb im Anschluss ein paar Fotos von Olympia, der Wurfschwester unserer Oliva - beide haben sich richtig gut gemacht,

 

07. Mai 2021

„Retouren“

 

Gibt man einen Welpen in neue Hände, hat man die dazu gehörenden Menschen mindestens zweimal, eher schon dreimal oder noch öfter  gesehen, kann sich also ziemlich sicher sein, dass am Ende alles passt, dass man das perfekte, lebenslange „Personal“ für den kleinen Vierbeiner gefunden hat – vor allem, wenn man selbst schon auf etliche Jahrzehnte Lebenserfahrung zurückgreifen kann und einige Würfe gezüchtet hat.

 

Sehr oft findet die erste „Gesichtskontrolle“ statt, ehe überhaupt feststeht, ob das mit dem Wurf, also dem erwarteten Hundenachwuchs, überhaupt klappt, ob es aufgrund der immer mehr oder weniger langen Warteliste überhaupt eine Chance auf Erfolg gibt. Aber selbst das trägt schon zur Entscheidungsfindung für den Züchter bei, vor allem je länger der Anreiseweg ist. Klar ist das überzeugender, wenn die Menschen im Extremfall dazu aus der Schweiz oder den Niederlanden anreisen und eine Übernachtung einplanen, als wenn man dem Züchter sagt, man komme nur deshalb zu ihm, weil er am nächsten dran ist – also schon ein Hinweis auf das jeweilige Engagement.

 

Am Ende ist dann natürlich „die Chemie“ ausschlaggebend! Wenn man drei, vier oder gar mehr Stunden zusammengesessen, über Gott und die Welt und natürlich auch über Hunde geredet hat, dann braucht es zur finalen Entscheidung tatsächlich keine mehrstufigen Bewerbungsrunden, keine präzise ausgefüllten mehrseitigen Fragebögen, keine polizeilichen Führungszeugnisse, keine sorgfältig dokumentierten Fotoserien über die Wohnverhältnisse, keine kostenpflichtigen Informationsspaziergänge und auch keine Gehalts-abrechnungen – hier gibt es offenbar eine Entwicklung . . .

 

Bis heute verlassen wir uns hauptsächlich auf unser „Bauchgefühl“ und sind überzeugt, damit richtig zu liegen, die richtigen Familien für unsere Welpen zu finden. Zumindest gab es bis zu unserem L-Wurf nie eine wie auch immer geartete negative Rückmeldung, geschweige denn, dass wir eine „Retoure“ hatten, also einen Welpen zurücknehmen mussten.

 

Beim M-Wurf griffen wir dann allerdings doch einmal richtig daneben: Ein kleiner aber guter Wurf, ein Rüde, zwei Hündinnen, Geburtsgewicht jeweils knapp unter 400 gr., wegen des fast durchgehend schönen Wetters die meiste Zeit ungehindert auf dem Grundstück unterwegs. Bis zur Abgabe (Monia haben wir behalten) durchgehend strunzgesund, fröhlich und lebenslustig, absolut unkompliziert – wobei Marco gelegentlich ein wenig unter seinen Schwestern leiden musste. 

Milva (jetzt Lucy) wurde zu Anfang ihrer neunten Lebenswoche von hundeerfahrenen Menschen mit einem großen Wohnmobil abgeholt. Jetzt müsste man ins Detail gehen, was hier aber zu weit führen würde – nur so viel: Wir hätten einen chronisch kranken Hund verkauft! – Gerne hätten wir die Kleine sofort zurückgenommen, konnten das aber erst nach längerem Hin und Her vierzehn Tage später. Auffällig war, dass dieser angeblich ständig kranke, zu der Zeit rund elf Wochen alte Hund zwar perfekt „Sitz, Platz“ und „bei Fuß“ auf Zuruf beherrschte, aber keinerlei emotionale Beziehung zu „seinen Menschen“ zeigte.

 

Bei uns war Lucy von jetzt auf gleich derselbe normale, gesunde, lebhafte Hund wie ihre Schwester Monia. Eine gute Woche später kam ein Ehepaar, das dem vorherigen irgendwie ziemlich ähnelte. Der zehnjährige Sohn tobte sofort mit unseren anderen Hunden über das Grundstück. Lucy saß während der ganzen Zeit mit Sicherheitsabstand vor den fremden Menschen, ließ sie nicht aus den Augen und war nicht dazu zu bewegen, auch nur einen Schritt auf das Ehepaar zuzumachen.

 

Eine weitere Woche später besuchte uns auf dem Rückweg aus dem Urlaub eine vierköpfige Familie ohne jegliche Hundeerfahrung, um sich nur mal einen Lagotto „live“ anzuschauen, weil man mit dem Gedanken spielte . . . – Es war beidseitig Liebe auf den ersten Blick und Lucy wohnt jetzt seit bald zwei Jahren südlich von München. Sie und ihre Familie sind rundum glücklich, im Viertel hat sie einen regelrechten Fan-Club aus Menschen und Hunden und den Tierarzt kennt sie nur von den notwendigen Impfungen. 

 

Völlig anders ist die Geschichte Oratios aus unserem letzten Wurf. Sein neues Zuhause wurde eine kleine Familie – Eltern, ein elfjähriger Sohn – richtig tolle, netten Menschen, es war einfach alles bestens. Nach vierzehn Tagen wurde uns der Bursche von wirklich traurigen Menschen zurückgebracht. Es wäre doch wirklich alles bestens gewesen, aber zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Frauchen hatte sich eine unerklärbare, unüberwindbare Dissonanz aufgebaut – es tat uns allen unglaublich leid. Aber da gab es noch eine junge Familie mit zwei Mädchen so um die zehn Jahre alt und nun lebt Oratio, der jetzt Bruno heißt, in Niedersachsen als kleiner Prinz zusammen mit zwei kleinen Prinzessinnen.

 

Zwischen Lucy und Bruno gibt es noch unseren N-Wurf und da hatten wir gleich zwei „Retouren“: Nocciola hatte es wirklich gut getroffen, sie kam in eine große, lebhafte Familie mit viel Platz drumherum und da wäre sie sicher auch gerne geblieben. Denn sie hatte alles im Übermaß was man so als Hund braucht und wurde so sehr verwöhnt, dass sie im zarten Alter von zwölf Wochen der Überzeugung war, sie sei die Chefin – was in der Praxis ja nicht wirklich ideal ist. Nun lebt sie schon seit rund einem Jahr glücklich und zufrieden bei einem pensionierten Berufssoldaten und seiner Frau, hat es gelernt, Autoritäten und Regeln zu akzeptieren und die bewährte gesellschaftliche Ordnung wird nicht mehr infrage gestellt.

 

Wirklich schwer getroffen hat uns der Fall ihrer Schwester Niceta, die von einem nicht mehr so ganz jungen Ehepaar adoptiert wurde. Unglaublich naturverbundene, engagierte Menschen, die dem kleinen Hund alles boten, was man vernünftigerweise einem Hund bieten soll und kann. Innerhalb kürzester Zeit waren die Drei ein eingespieltes Team und Niceta unter anderem eine richtig gute Trüffelsucherin. Nur mit Frauchens Gesundheit ging es stetig und immer schneller bergab. Erst als es schon fast zu spät war, wurde eine Eiweißallergie erkannt. Im Rahmen der Körperpflege lecken Hunde nun mal auch ihr Fell und dadurch kommt das Eiweiß aus ihrem Speichel auch an Frauchens Hände – gerade ein junges Lagotto-Mädchen lässt sich doch zu gerne beknuddeln. Zur großen Erleichterung für dieses Paar fand sich gar nicht so weit weg ein neues Heim für Niceta (die jetzt Coco heißt), mit sehr viel Platz und einigen anderen Vierbeinern.

 

Warum das jetzt hier steht? – Nun, Monia und ihre Schwester Lucy (Milva – die großartige Namenspatin ist leider vor einigen Tagen verstorben) werden am 26. zwei Jahre alt, und bei Geburtstagen geht einem schon mal durch den Kopf, was so aus dem „eigenen Nachwuchs“ geworden ist, und Bruno ist durch die zugeschickten Fotos ja noch ganz aktuell – auch, dass das Leben offenbar doch immer komplizierter wird – oder, dass es eigentlich nie am Hund liegt, wenn in einer Hund-Mensch-Beziehung etwas nicht klappt  – oder vielleicht auch, dass man sich selbst nicht immer so absolut sicher sein sollte!                                                                    

 

12. April 2021

 

Jetzt ist es fast schon Mitte April und so ein Schietwetter, da fällt es einem ja direkt schwer, immer positiv drauf zu sein und z.B. an die Erderwärmung zu glauben. Vielleicht hat unsere Ilva, die ohnehin ein ziemliches Sensibelchen ist, schon alleine deshalb keine Lust auf Nachwuchs gehabt. Obwohl es erst ganz gut aussah - sie zeigte ihr typisches "Schwangerschafts"-Verhalten, ihre Zitzen, ja das ganze Gesäuge wurden praller, auch verlor sie ganz allmählich ihre schlanke Taille - und mit einem Mal war Schluss! - Wir wollten unseren Verdacht bestätigt haben und ließen einen Ultraschall machen - wahrrhaftig nichts! - Und am kommenden Wochenende hätte es so weit sein sollen!

Natürlich hat das vorläufige Ausbleiben unseres P-Wurfes nicht nur bei uns für Enttäuschung gesorgt, sondern auch bei etlichen netten Menschen, die schon Pläne machten und nun noch eine ziemlich unbestimmte Zeit warten müssen. Wir sind momentan nämlich auch noch unschlüssig, ob wir mit dem "P" bis zu Ilvas nächster Läufigkeit warten oder ob wir dafür unsere Eboli noch einmal in die Pflicht nehmen, die doch deutlich eher so weit wäre. Ihr bisheriger Nachwuchs ist nämlich durchweg gut geraten, sie kommt inzwischen ihrer Altersgrenze näher und mit ihrem letzten Wurf wollen wir nicht bis zum allerletzten Zeitpunkt warten. Aber egal welche der beiden Damen, dann ist jedenfalls ein Blumenstrauß fällig!

Zum Ende gibt es noch einige ziemlich aktuelle Bilder unserer Damenmannschaft, die auch in passender Größenordnung zeigen, was ihnen wirklich wichtig ist - fressen und schlafen - Hund müsste man sein!

 

Die kleinste und dunkelste der Damen ist Oliva, jetzt vier Monate alt. Bei der Geburt und in den ersten Lebenswochen war sie weiß mit überwiegend braunem Kopf und einem braunen Fleck auf dem Rücken. - Die hellste ist Monia, sie wird im Mai zwei Jahre alt. Als Welpe war sie wie Oliva ebenfalls weiß mit braunem Kopf und braunen Flecken. Zwischendurch war sie genau so dunkel wie Oliva jetzt und wurde nach dem letzten Haarschnitt wieder so hell. Ilva, die dritte im Bunde, jetzt eher tarnfarben oder seniorenbeige, war mal richtig dunkelbraun - schokoladenbraun - genau wie ihre Mutter Eboli, die jetzt zusammengeollt im Hundesessel liegt! - So viel zur Farbechtheit unserer "Lagotten" - aber ansonsten halten sie schon, was sie versprechen!   

13. März 2021

 

Die unten gezeigten Bilde sind schon etwa vierzehn Tage alt, was man an Olivas "Haarschnitt" sehen kann. Da hat sie nämlich noch ihr Original-Welpenfell, und das wurde ihr vor ein paar Tagen kräftig gekürzt. Wodurch sie erst einmal wesentlich dunkler wirkt, aber das legt sich wieder mit dem nomalen Haarwuchs, da wird es nämlich mit der Zeit immer heller.

Diese Bilder zeigen die derzeitige Lieblingsbeschäftigung von Monia und Oliva. Diese eher verhaltenen Raufereien finden mehrfach am Tag statt und dauern jeweils rund eine halbe Stunde. Fast immer fängt die Jüngere an und am Ende ist meistens nicht klar, wer oder ob überhaupt eine von Beiden gewonnen hat. Ebenso wenig ist festzustellen, wer von Beiden am Ende "kaputter" ist. Nach dem, was zwischendurch immer mal zu hören ist, scheint es Monia zu sein. Die muss nämlich öfter Grobheiten Olivas aushalten, die die Schmerzgrenze der Älteren deutlich hörbar überschreiten. Manchmal tut uns dieses immer freundlich duldsame Hunde-Kindermädchen richtig leid, wenn wir zum Beispiel beobachten und überdeutlich hören können, dass es offenbar immer wieder Olivas Absicht ist, die Länge von Monias Ohren mindestens zu verdoppeln. Noch schmerzhafter sind offenbar nur noch Olivas Versuche, Monias Lefzen ringsum zu perforieren.

 

Überhaupt finden wir das sehr erstaunlich, welche Langmut die zwar immer noch verpielte, aber körperlich weit überlegene Monia der deutlich jüngeren und kleineren Oliva entgegen bringt, wenn die wieder einmal mehr den Tasmanischen Teufel spielt. Derartigen Großmut kann Oliva noch nicht einmal von ihrer Mutter Eboli erwarten, die ansonsten ein Gemüt wie ein Gummiband hat und auch gern mal mit ihrer Tochter herum albert. Und von der partiell eher zickigen "Tante" Ilva, ist so etwas schon gar nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil hat Oliva längst begriffen, dass man dieser Verwandtschaft am besten in möglichst demütiger Haltung möglichst weiträumig aus dem Weg geht. Immerhin hat sie dadurch längst verinnerlicht, wie die "Sprache" anderer Hunde zu verstehen ist.       

09. März 2021

Seit rund gerechnet Mitte Februar lebt Oliva jetzt als eigene, wenn auch noch nicht wirklich selbständige Persönlichkeit in unserem Rudel. Ihre sechs Geschwister verließen sie im Laufe der voraus gegangenen Tage, um sich anderen Familien anzuschließen, was nach den diversen Rückmeldungen wohl auch ganz gut klappt.

 

Durch Oliva ist unser Damenquartett nun wieder komplett, wenn es sicher auch noch eine ganze Weile dauern wird, bis aus dieser Krawalltüte wirklich eine Dame wird. Die Chancen stehen aber ganz gut, denn sie hat ja nicht nur uns Menschen als Trainer, sondern auch noch ihre Mutter Eboli, die "Tante" Ilva und die "Cousine" Monia. Die verwandtschaftliche Einordnung sollte man jetzt einfach mal so stehen lassen, denn wenn wir ins Detail gehen, wird es kompliziert. So ist zum Beispiel die Tante Ilva nicht ihre Tante, sondern viel eher eine Halbschwester, denn beide sind Töchter von unserer Eboli, haben aber verschiedene Väter. - Und ihre vorläufig beste Freundin Monia ist ja auch nur irgendwie um ein paar Ecken herum eine Cousine. - Oder vielleicht doch eine Tante? - Nee, eigentlich ist sie auch Olivas Halbschwester, denn beide haben den großartigen Sammy als Vater. - Oder wie ist das jetzt? - Oder, ach nee, lassen wir das doch jetzt lieber . . .

 

Wir haben Oliva jedenfalls aus gutem Grund behalten, denn dieser O-Wurf ist eine Wiederauflage unseres L-Wurfes mit Eboli als Mutter und Sammy als Vater. Da sind offenbar sämtliche guten Eigenschaften beider Elternteile aufeinander getroffen und haben sich zu allerbesten Ergebnissen multipliziert. Das hören und lesen wir immer wieder von den jetzigen Familien unserer L-Trüffelkobolde! Ziemlich ähnliches hören wir auch hin und wieder vom Personal unserer M- und N-Kobolde, denn die Eltern sind hier wieder Sammy und diese beiden Male Ebolis Tochter Ilva. - Ja, und da haben wir halt gedacht, dass wir unbedingt aus dieser O-Wurf-Verbindung eine Hündin behalten sollten. - So wie wir es mit Ilvas Tochter Monia gemacht haben - und dieser immer fröhliche, liebenswerte Hund gibt ja nun wirklich keinen Grund zur Klage!

Ganz im Gegenteil, durch intensives Bemühen schafft Monia es mehrmals am Tag, dass der Knallfrosch Oliva so richtig kaputt ist und für eine halbe Stunde oder so völlig platt auf ihrem Lieblingsplatz an der Balkontür in Tiefschlaf fällt - aber Monia ist dann auch ziemlich genau so geschafft. Kein Wunder, wenn man sieht, wie sie von der Kleineren als Sandsack, Trampolin oder Expander malträtiert wird. Überhaupt erstaunlich, was sie sich alles von Oliva gefallen lässt. Oft genug probiert die, wie lang sich Monias Ohren denn nun wirklich ziehen lassen oder ob das auch mit deren Lefzen geht. Hin und wieder sehen wir uns sogar genötigt einzugreifen, wenn die Schmerzensschreie zu schrill werden, ohne dass das diese Verkörperung eines Tasmanischen Teufels nur andeutungsweise beeindruckt. Im Traum ist da nicht daran zu denken, dass Mutter Eboli sich das gefallen lässt, geschweige denn die sowieso gelegentlich zickige Ilva. Da würde einzig Oliva in Schmerzensschreie ausbrechen, aber sie macht das auch gar nicht mehr, nach ersten vorsichtigen Versuchen - in den letzten Tagen hat ihr aber auch Monia gezeigt, wo ungefähr die Grenzen sind. - Und das hat sich vielleicht so was von gefährlich angehört . . . 

 

Es läuft hier halt alles seinen ganz normalen Gang und wir freuen uns jeden Tag über unsere Hunde im Allgemeinen und Oliva im Besonderen, wie die Jüngste immer wieder versucht, ihre Grenzen zu erweitern und wie die Älteren ihr immer wieder klar machen wo diese gezogen sind. Wir freuen uns immer wieder über die Blicke aus den dunklen Augen in den freundlichen Gesichtern über die leicht wedelnden Ruten - über Gesten des Vertrauens, wenn man vorsichtig mit der Nase angestubst wird - wenn sich eine Pfote leicht auf den Arm oder das Bein legt - wenn sie sich auf den Rücken legen und alle Viere von sich strecken - Komm, kraul mir mal den Bauch! - Und wir freuen uns darüber, dass Oliva voller Neugier steckt, voller Selbstvertrauen ihren Wirkungsbereich vergrößert, sich mehr und mehr in unser aller Lebensrhythmus einfügt, ihre Möglichkeiten nutzt und auch Grenzen akzeptiert. - Gut, viel zu oft ist das Leben draußen so interessant, dass man das dringend nötige Geschäft erst erledigt wenn man wieder im Haus ist. Aber das liegt dann an uns, wir haben eben nicht genug aufgepasst - aber auch das wird noch!

Kinder und Hunde - Rudeltiere - soziale Lebewesen - eben noch ganz fremd und doch - gegenseitiges Vertrauen - gegenseitiges Akzeptieren - voneinander Lernen - Zuneigung aufbauen - Verantwortung lernen und übernehmen - Lebensfreude - Leben gerade in diesem einen Moment - gegenseitig sich geborgen und anerkannt fühlen - Was kann es Schöneres geben! 

27. Februar 2021

 

Endlich wieder Mal ein richtiger Winter, den letzten dieser Art hatten wir hier von 2010 auf 2011 und der Schnee blieb auch lange liegen. In den folgenden Wintern lohnte sich kaum, die Schneeschaufel aus dem Keller zu holen. Einfach nur zwei Tage abwarten und das bisschen weiße Zeug verschwand von ganz alleine.

 

Da war doch in diesem Winter wesentlich mehr los - erst das übliche Schmuddelwetter mit sehr viel Regen und dann wahrhaftig wieder mal richtig viel Schnee, der ungefähr vierzehn Tage liegen blieb. Also Regen, das geht unseren Hunden wirklich auf den bekannten Keks -unter Medizinern wohl als Morbus Bahlsen bekannt. Nur in allerhöchster Not gingen sie auf den Rasen, um ihre Geschäfte zu erledigen. Unser Küken Oliva fand das was da von oben kam und von unten einen nassen Bauch machte, derart befremdlich, dass sie nach zwei, drei Versuchen konsquent auf der gepflasterten und überdachten Terasse blieb. Und das will mal ein richtiger Wasserhund werden?

Gut, an den Schnee gewöhnten sich unsere drei "alten" Hunde ganz flott, wenn sie auch meistens nur die festgetretenen Pfade benutzten und ziemlich schnell wieder vor der Tür standen. Oliva hingegen verweigerte nach wie vor mit ausdauernder Beharrlichkeit, sich für den Wintersport zu interressieren. Doch bald hatten die Fernseh-Wetterfrösche ein Einsehen und versprachen ein kräftiges Hoch aus dem Süden. Das hielt sich auch daran und wir hatten wahrhaftig für eine gute Woche schönstes Frühlingswetter. Sogar ein Schwarm Kraniche fand das gut und machte sich auf den Weg in Richtung Nordosten. Was wir von unserem Grundstück aus zunächst nur hören und später auch Zeit sehen konnten. Vermutlich suchten sie einen Schlafplatz für die heranziehende Nacht, denn die Sonne war schon eine Weile verschwunden.

 

Für unsere Hunde war das wohl ein Zeichen, die übrig gebliebenen Schneereste zu ignorieren  und mit dem Training für für die nahende Sommersaison zu beginnen und die noch unerfahrene Oliva mit dem Grundstück vertraut zu machen. An den frisch ausgebuddelden Löchern im ohnehin sehr verschlissen aussehenden Rasen ist das auch nicht zu übersehen.

Oliva hat jetzt gewissermaßen drei Fremdenführer und so gut wie nie läuft sie alleine auf dem Grundstück herum. Wobei "Tante" Ilva den geringsten Anteil hat. Und man könnte meinen, dass sie nur versucht, Oliva zu zeigen wo sie nichts verloren hat. Bei Eboli sind kaum noch mütterliche Gefühle zu entdecken. Daher bleibt bei Monia der Hauptanteil an der Erziehung Olivas hängen und sie gibt sich dabei wirklich 

viel Mühe. Wobei nicht zu übersehen ist, dass sie manchmal die Nase voll hat, dann gibt es einen durchaus wirkungsvollen Anranzer und 

sie hat für längere Zeit  Ruhe vor Krawalltüte.

 

Einen Vorteil hat dieses Training auch für uns, denn wenn es wieder rein geht, nimmt Oliva einen kleinen Bissen für zwischendurch und nimmt anschließend eine längere Auszeit, um wieder Kräfte für die nächste Runde zu sammeln.

13. Februar 2021

Ein guter Freund hat sich zu unserer Freude einmal viel Zeit genommen, um mit noch mehr Geduld und Können die Trüffelkobolde unseres O-Wurfes zu fotografieren. Dabei sind so viele wunderschöne Bilder entstanden, dass es unmöglich ist, alle hier zu zeigen. Deshalb haben wir pro Welpe jeweils drei Bilder ausgesucht, die wir für besonders gelungen halten, auch wenn uns die Auswahl wirklich sehr schwer geefallen ist. - Zum Zeitpunkt der Aufnahmen waren die Welpen sieben Wochen alt. - Was uns wirklich staunen lässt ist, wie er das Gruppenbild mit allen sieben Kobolden geschafft hat!

 

Beim Betrachten dieses Bildes und der folgenden Fotos wird uns einmal mehr bewusst, wie sehr uns diese Rasse - und nicht nur die Welpen - in ihren Bann zieht - wie viel Charme und Liebenswürdigkeit in diesen großartigen Hunde ist - wie viel Zuneigung sie uns schon als Welpen vom ersten Augenblick an für immer entgegenbringen, umso mehr, je älter wir gemeinsam werden. - Wir sehen ihnen in die Augen und sehen, dass sie alles über uns wissen, allzu oft viel eher als wir selbst. - Manchmal fragen wir uns, ob wir da auch immer wirklich mithalten können . . .

12. Februar 2021

 

Als letzter Welpe aus dem O-Wurf verließ uns heute der kleine braune Rüde Orfeo, um nach Rheinland-Pfalz zu ziehen. Und wie wir inzwischen erfahren haben, hat er die gut dreistündige Fahrt auch sehr gut, sehr gelassen und mit viel Schlaf überstanden. Auch sein neues Heim hat er innen wie außen schon erschnüffelt, beim Futter kräftig zugelangt und muss sich nun an seinen neuen Namen Camillo gewöhnen.

 

Orfeos Auszug führte auch dazu, dass wir seine Schwester Oliva nun komplett ins alltägliche Familienleben integierten, was sie mit einem ausgedehnten "Stubendurchgang", zunächst in Begleitung von Mutter Eboli und - ja was eigentlich, Tante, Großtante, Cousine - Monia und später alleine auch ausgiebig machte. Mit der Zweitältesten unseres Damenquartetts, mit unserer fast immer leicht zickigen Ilva, muss sie sich aber noch arrangieren, was nicht so ganz einfach ist - kein Wunder auch, bei den verwandtschaftlichen Verhältnissen.

 

Ilva ist ja als eine Tochter unserer Eboli auch eine Halbschwester Olivas, was man noch aufgedröselt kriegt. Aber was ist dann Ilvas Tochter Monia, die sich mit Oliva schon sehr angefreundet hat und die beide mit Sammy (Comes cordis Emiliano) den gleichen Vater haben! Sammy ist nun "Gatte" von Mutter Eboli und von Tochter Ilva. - also Monias Vater und gleichzeitig Onkel - und gleichzeitig Ebolis Schwiegersohn - oder wie? - Du liebe Güte! - Wer löst nun diesen wahrhaft Gordischen Knoten? - Schauen wir uns halt ein paar Bilder an.

25. Januar 2021

 

Der Sonnenschein täuscht einmal mehr, es weht ein kräftiger, ziemlich kalter Wind, und wenn man als immer noch ziemlich kleiner Hund vom Pflaster runter geht, ist man praktisch gleich patschnass. Im Gebüsch tropft´s von oben und auf dem gar nicht mehr so englisch gepflegtem Rasen hat man fast sofort einen nassen Bauch - blöd eingerichtet von Mutter Natur, die Beine sind noch ziemlich kurz und die Bäuche noch ziemlich dünn behaart. Ist schon irgendwie blöd, fast kahle Bäuche, das nasse Gras und dazu dieser kalte Wind. - Nee, schön ist anders! Dann lieber wieder zurück ins warme Kinderzimmer!

 

Da ist schon was dran, so ein Winterwurf macht durchaus ein paar Probleme, oder kommt uns das nur in diesem Jahr so vor - das ist doch nicht unser erster Wurf in der kalten Jahrezeit?  Aber die Welpen scheinen das ähnlich zu sehen, ihr Drang nach draußen hält sich wirklich in Grenzen. Es dauert meist nicht lange und sie hocken sich hin und fangen schnell an zu zittern, und immer wieder gehts mal kurz zurück ins Kinderzimmer. Es ist wirklich auffällig, immer dieser kräftige - Wind und immer ist alles nass, da ist uns das Risiko wirklich zu groß! 

17. Januar 2021

 

Genau genommen ist eigentlich nichts Neues zu berichten. Der O-Wirf wächst und gedeit und müsste mehr Bewegungsfreiheit haben - aber bei dem Wetter! Ständig Regen oder Schnee, Temperaturen um die Null Grad und nach maximal fünf Minuten im Freien sind Kobolde patschnass, vor allem an ihren nackten Bäuchen, und frieren so stark, dass sie mit dem Zähneklappern kaum hinterher kommen. 

Uns ist schon klar, dass der Innenauslauf mit den Zeitungen als Bodenbelag ziemlich verboten aussieht, aber uns ist nichts Besseres eingefallen. Die Erfahrung zeigt uns nämlich, dass das die effektivste Möglichkeit ist, für bestmögliche Sauberkeit zu sorgen. Schnell sind die verschmutzten Zeitungsblätter  mehrfach am Tag heraus genommen, im Restmüll entsorgt und durch einen sauberen Untergrund ersetzt. Nebenbei bemerkt kommt dadurch jede Menge bedrucktes Paper zusammen und falls wider Erwarten einer der Welpen doch lesen kann, wir nehmen dazu nicht die Bild-Zeitung. Obwohl, irgend wie passend wäre das schon . . .

10. Januar 2021

 

 

 

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