Neues

aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

20. Januar 2022

Monia schaut hier leicht nachdenklich, was sicher daran liegt, dass sie darauf hofft, vom Tisch könnte Essbares herunterfallen. Denn sie hat wohl noch nicht verinnerlicht, dass die täglichen Futterrationen deutlich kleiner werden mussten, seit der Nachwuchs aus dem Haus ist. Gut, sie arbeitet ja noch intensiv an der Erziehung ihrer Tochter Quarta, aber das ist doch kein Vergleich mit dem, was sie vorher am Hals hatte.

 

Gut, wenn man da zuschaut, und das kann dauern, immer auch mehrmals am Tag, das zehrt schon an den Kräften. Aber gerade als junge Mutter sollte man es schon begrüßen, weil durch den so gegebenen Kalorienabbau die Figur nur gewinnen kann. Und immerhin nimmt ihr Oma Ilva gelegentlich auch einen Teil der Arbeit ab. Es deutet sich sogar ganz zart an, dass die Uroma ("Glockgrandmother", wie ein Klassenkamerad vor Jahrzehnten mal ins Englische übersetzte.) Eboli Interesse für die Urenkelin entwickelt. Gestern ließ man sich erstmalig ausgiebig vom Nachwuchs beschnuppern und schnupperte auch ausgiebig zurück - ohne zu knurren. Na, wer sagt ´s denn . . .

Hier noch ein paar Bilder von einigen Geschwistern Quartas, die uns zugeschickt wurden. Zu unserer Freude hat sich eine Dreiergruppe gefunden, die schon regelmäßig auf den Hundeplatz geht. Es ist gar nicht so schlecht, wenn mal etwas von dem Nachwuchs in der Nähe bleibt. Unser kleiner Carlo, der gar nicht mehr so klein ist, lebt jetzt mit zwei ganz Großen zusammen, und hier war es ungefähr so ähnlich wie bei uns. Einer der beiden älteren Herren stellte sich gleich als duldsamer Spielkamerad zur Verfügung, wogegen der noch ältere Wert auf größere Distanz legte, inzwischen aber auch etwas freundlicher wird.

 

 

 

11. Januar 2022

Hier noch ein paar letzte Bilder aus dem Kobolde-Mutterhaus, vom Abschiednehmen und von den neuen Familien. Wie wir den Rück-meldungen entnehmen können hakt es zwar gelegentlich ein klein wenig, aber im Großen und Ganzen haben die Starts in das jeweils neue Leben ganz gut geklappt.

 

Vorige Woche Dienstag wurde Quirina abgeholt, heißt jetzt Ima und kann künftig im Bergparkt Wilhelmshöhe die Wasserspiele bestaunen. Keine Bange, sie muss nicht alleine mit dem etwas älteren Herren leben, Frauchen war nur gerade kurzfristig verhindert. Seit dem Heiligen-Drei-Königs-Tag wohnt Quadriga in einer Familie mit zwei taffen Jungs im nördlichen Harzvorland (Leider haben wir ihren neuen Namen vergessen und bitten um einen entsprechenden Tipp.) Unser unübersehbarer Quantum, der jetzt Freddy heißt, wohnt seit ver-gangenem Freitag in einem Nachbarort Kassels und wird wohl bald Mitglied bei der dortigen Feuerwehr. Gegen Samstagmittag verab-schiedete sich Quinta in die Nähe von Stuttgart. Sie wird jetzt Tosca genannt und wird sich wohl öfter eine Predigt anhören müssen. Am Nachmittag verließ uns die kleine Quota, die nun Lotti gerufen wird. Sie lebt jetzt zusammen mit vier "Geschwistern" im Saarland, unmittelbar vor der französich-deutschen Grenzen. Wir sind gespannt, wann wir zweisprachig mit ihr parlieren können.

 

Bleibt noch Quarta übrig - und bei uns! Ungefähr zwei Tage hat sie etwas ratlos aus der Wäsche geschaut, weil nach und nach sämtliche Geschwister verschwanden. Aber Mutter Monia hat sie recht liebevoll getröstet und in die neuen Verhältnisse eingeführt. Gewisse Start-probleme gab es und gibt es immer noch gelegentlich, weil Urgroßmutter Eboli, ganz gegen ihre gewohnte ruhige Art, von dem jungen Gemüse überhaupt nicht begeistert ist. Wogegen Großmutter Ilva, ansonsten ziemlich zickig, das kleine Mädchen problemlos akzeptiert hat, sie kümmert sich aber auch nicht wirklich bemerkenswert um die Enkelin. Quarta selbst hat erstaunlich ungerührt die Umstellung von der "Massentierhaltung" mit den Geschwistern zum Kleinkind in einem Vier-Generationen-Haushalt bewältigt und ist erstaunlicherweise - hoffentlich irren wir uns nicht - schon fast stubenrein.

 

 

 

03. Januar 2022

 

Aus der Kegelmannschaft "alle Neune" ist inzwischen ein halbes Dutzend geworden und es werden täglich weniger. Am vergangenen Samstag zog es unseren kleinen Quo Vadis in den Kreis Herford, den er jetzt als Carlo unsicher macht. Am Sonntag verabschiedete sich Querida in den Habichtswald und heißt nun Mafalda. Heute mussten wir uns von der knuffigen Quilla verabschieden, die nun Billie heißt und in der Nähe von Hildesheim wohnt. Morgen zum Bespiel, wird Quirina abgeholt und in Zukunft in Kassel leben. Am Mittwoch sind wir anderweitig gebunden, aber ab Donnerstag wird jeden Tag ein "Quobold" abgeholt, bis am Ende nur noch Quarta bei uns bleibt.

 

In den letzten Tagen konnten wir dem Nachwuchs immerhin etwas mehr Auslauf bieten - zwar nicht in die große weite Prärie unseres wild wuchernden Rasens, zu hoch und zu nass. Das macht bei den doch noch recht kurzen Beinen zu schnell nasse Bäuche und am Ende vielleicht eine Blasenentzündung. Allzu schnell fangen die lieben Kleinen an zu zittern, was für uns das Zeichen ist, sie wieder einzu-sammeln und unter Rotlich aufzuwärmen.

 

Bei Ende-Dezember-Temperaturen von 12 bis erstaunlichen 16 Grad konnten wir den Nachwuchs immer wieder für etwas längere Zeit im alten Husky-Zwinger sich austoben lassen, der ist zu zwei Dritteln überdacht und zu drei Vierteln gepflastert und wird auch als Abstell-fläche genutzt. Nicht unbedingt Hollywood-Kulisse, erfüllt in harten Zeiten aber durchaus seinen Zweck. Der hoffnungsvolle Nachwuchs kann sich einigermaßen austoben, ist abends müder und schläft morgens etwas länger. 

27. Dezember 2021

Wir haben einen Verdacht - immer wieder hören wir von Erziehungsberechtigten unserer jungen Trüffelkobolde, die in Hundeschulen gehen, dass, wenn sie zum Unterricht kommen, gesagt wird: "Ach, jetzt kommen die Streber!" - Ganz sicher gehört unsere Rasse zu den Klügeren in der gesamten Hundewelt, wenn nicht gar zu den Klügsten, davon sind wir ja alle überzeugt. Manchmal kommt mir aber der Gedanke, dass vor allem die Winterwürfe noch klüger sind. Denn die lieben Kleinen kommen dann ja nicht so viel und vor allem nicht so lange Zeit ins Freie, wie z.B. die Sommerwürfe. Und dann haben sie eben, wie man oben und bei den nächsten Bildern sehen kann, mehr Zeit, Zeitung zu lesen. Nun legen wir unsere Kinderstube aber grundsätzlich nicht mit z.B. der Bild-Zeitung aus, sondern mit höherwerti-gem Bildungsmaterial wie z.B. der "Zeit" und anderen überregionalen Zeitungen (Dank der Mithilfe etlicher Lagotto-Fans.), und nur wenn es gar nicht anders geht, auch mit unserer schlichten regionalen Tageszeitung.

 

Eine Woche noch können sich alle Welpen zusammen hier weiterbilden, am 01. Januar zieht als Erster Quo Vadis, der kleinere unserer beiden Jungs, in seine neue Heimat, und dann fast jeden Tag ein weiterer unserer "Quobolde". Vorher kommt aber noch am 29.12. der Tierarzt um die Gesundheit zu überprüfen und zum chippen und impfen, am 30.12. die VDH-Zuchtwartin und kontrolliert, ob alles vor-schriftsmäßig ist. Gestern haben wir mit der letzten Wurmkur begonnen, heute bereits noch einmal nachgelegt und morgen kommt die letzte Portion. Man darf also davon ausgehen, dass unser Q-Wurf im bestmöglichen Zustand das Geburtshaus verlässt.

21. Dezember 2021

 

So sieht es bei Tagesbeginn aus, wenn die Welpen ihre Morgentoilette beendet haben und auf die erste Futterschüssel warten. Also erst einmal feucht durchwischen und mit Zeitungen wieder neu auslegen, dann füttern und dann die kleinen Ferkel rauslassen und gleich wieder feucht durchwischen und . . . 

Gestern war es endlich so weit - vom frühen Morgen an strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit und schon gar kein Regen - allerdings fünf Grad unter Null und das Gras noch ziemlich feucht. Also warten, dass es etwas wärmer wird und unser gepflegter Golf-rasen vielleicht noch ein wenig abtrocknet. Gegen halb Zwei herrschte dann im strahlenden Sonnenschein eine gewisse minimale Wohl-fühltemperatur und die Welpen durften hinaus ins wilde, freie Leben. 

Es war nicht zu übersehen, welchen Spaß unsere kleinen Kobolde hatten, aber es waren immer noch vier, fünf Grad unter Null und das Gras nass. Deshalb war auch nach gut zwanzig Minuten nicht mehr zu übersehen, dass der eine oder andere anfing zu zittern. Da war es mit dem Spaß schon wieder vorbei, die Kleinen mit den feuchten Beinen und Bäuchen wurden wieder eingesammelt und gleich unter der Rotlichtlampe deponiert. Zur inneren Aufwärmung wurde ihnen eine kräftige Portion Futter mit angewärmter Ziegenmilch angeboten und dankbar bis zur völligen Vernichtung angenommen.

 

Leider richtete sich das heutige Wetter nicht nach der Vorhersage. Die Sonne konnte sich erst gegen 14:00 Uhr durch den dicken Nebel kämpfen, und der für heute versprochene Freigang wurde ersatzlos gestrichen. Denn bei bis zur Abenddämmerung anhaltenden minus fünf Grad verschwand noch nicht einmal der Raureif auf der Wiese. Auch die Aussichten für Morgen sehen wohl kaum besser aus.

Dienstagvormittag - 11:15 Uhr - minus 6 Grad - überall dicker Raureif - Sicht maximal 30 m - keine guten Aussichten

 

 

06. Dezember 2021

Am vergangenen Freitag erweiterten wir die Bewegungsmöglichkeiten unserer Welpen. Leider nicht nach draußen, bei Temperaturen um Null Grad und immer wieder etwas Regen oder Schnee ist uns das Risiko einfach zu hoch. Die Wettervorhersage am Sonntagabend für einigermaßen sonniges Wetter am Montag war zumindest bei uns leider auch nicht zutrefffend, über Nacht hatte es offenbar immer wieder geregnet und den ganzen Montag über war es sehr diesig und nieselte gelegentlich.

 

So sehr wir es dem braunweißen Nachwuchs gegönnt hätten (und auch uns), sich an der frischen Luft müde zu laufen, das Risiko ist uns einfach zu hoch. Von Geburt an im geheizten Kinderzimmer, auch mit einer Rotlichtlampe für die besonders "Frösteligen" - und dann raus, bei knapp über Null Grad, einer nassen Wiese und leichtem aber stetigem Wind - wie schnell haben sich die Kleinen da eine Erkältung oder Schlimmeres eingefangen!

 

Da muss halt der notgedrungen kleine Innenauslauf reichen - was aber immerhin zur Folge hat, dass die alten Zeitungen (Nichts ist so alt wie eine Zeitung von Gestern!) nachhaltiger genutzt werden. Damt legen wir nämlich den Auslauf aus - auch mit der Unterstützung von Freunden, die für uns sammeln - und können die erstaunlich schnell verschmutzten Blätter immer bedarfsgerecht austauschen. Natürlich sieht das nie wirklich gut aus, aber wir sind ganz sicher: Die Zeitung mit den VIER GROßEN BUCHSTABEN bekommen unsere Welpen nie zu sehen - stets nur eine seriöse Wochenzeitung und die eine oder andere, nicht immer besonders inhaltsschwere, Lokalzeitung.

 

Vielleicht hilft ´s ja doch irgendwie bei der intellektuellen Entwicklung, wenn unsere Q-Kobolde jetzt noch für ungefähr vier Wochen auf seriöser Druckerschwärze herumlaufen - und natürlich geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sie zwischendurch doch noch gelegentlich für ein paar Minuten in die Natur können - bis sie dann doch anfangen zu zittern.

 

 

25. November 2021

 

Nun sind die Q-Welpen drei Wochen alt und entwickeln sich nach wie vor gut. Wobei sich hier offensichtlich ein Drei-Klassen-System entwickelt - vier Welpen in einer höheren Gewichtsklasse, drei deutlich darunter und zwei dazwischen. In einem so großen Wurf ist das nicht ungewöhnlich, wird sich bis zur Abgabe aber noch einigermaßen angleichen.

Die Welpen wirken hier etwas angefeuchtet, was daran liegt, dass sie von Muttern sorgfältig abgeleckt wurden. Weil sie vorher gefüttert wurden und an ihren Tischmanieren noch gearbeitet werden muss. Sie sind nämlich immer noch der Meinung, man müsse beim Fressen durch selbiges laufen, um wirklich satt zu werden. Wir arbeiten daran!

Und am Ende gibt es dann immer die bereits bekannte Haufenbildung, um sich beim Verdauungsschlaf ausreichend zu wärmen.

 

 

19. November 2021

 

Natürlich haben wir die täglichen Futtermengen für Monia successiv gesteigert, weil der Appatit der Welpen von Tag zu Tag größer wird und die Milchproduktion gesteigert werden sollte. Monias Auffassung weicht aber von unserer ab und hat den Nachschub dazu genutzt, ihren Speckgürtel zu verstärken, aber nicht die Milchproduktion. Also füttern wir seit gestern zu und sind einmal mehr darüber erstaunt, wie schnell der Nachwuchs begreift, worum es geht.- jetzt gerade mal zwei Wochen alt! Gut, nicht alle gleich wirklich professionell, manche sehen hinterher aus, als wären sie durchs Moor gewandert oder hätten eine Fangopackung genommen. Aber es wird von Mal zu Mal besser und Mutter verputzt am Ende die Reste und leckt die Kleinen sauber - so haben alle was davon. 

Während Monia noch aufräumt, versuchen die Kleinen an der Milchbar noch einen Nachtisch abzuholen, was nur sehr bedingt klappt, denn die hält einfach nicht still. Am Ende passiert dann das, was immer passiert, wenn kräftig gefuttert wurde, man bildet einen Haufen und schläft den wohlverdienten Verdauungsschlaf.

 

 

17. November 2021

Mutter Monias wichtigster Job - für Nachschub sorgen. Der zweitwichtigste ist, den Nachwuchs und die Säuglingsstation sauber zu halten, und das macht sie mit großer Hingabe. Deshalb sehen wir es ihr gerne nach, dass sie die lieben Kleinen tagsüber auch mal für längere Zeit alleine lässt und den Kontakt mit uns Erwachsenen sucht. Gestern hat Lilo den Welpen die Nägel geschnitten, weil zuletzt deutliche Kratzspuren an der Milbar nicht mehr zu übersehensehen waren.  

Wenn die Welpen (täglich) gewogen werden, kommen sie der Reihe nach in einen Extrakorb, damit wir nicht durcheinander kommen. Sie scheinen das zu mögen, denn sie kuscheln sich aneinander und übereinander und bleiben ganz ruhig, bis sie wieder in die Wurfkiste kommen. Monia schaut der ganzen Aktion aufmerksam zu, aber irgendwann schaut sie ganz interessiert nach rechts oben auf den Schrank. Klar, denn dort steht ein kleiner Eimer mit getrockneten Pansenstücken, und sie ist wohl der Meinung, so ein, zwei oder vielleicht auch drei Stückchen würden ihr als Gage für ihre Mitwirkung durchaus zustehen. Und wenn wir Menschen das nicht schnell genug begreifen, wird eben auch zwei-, dreimal kurz aber nachdrücklich gebellt - das wirkt immer.

 

 

 

13. November 2021

Hier sind die Welpen eine Woche alt und man sieht jetzt noch deutlicher, was sie einmal werden wollen. Richtig interessant wird es noch eine Woche weiter, denn dann fangen sie an, die Augen zu öffnen, es kommt deutlich mehr Leben in die Bude und der Fernseher wird fast verzichtbar.

 

Unter "Zucht: Q-Wurf" sind die Namen und die aktuellen Gewichte dieses Wurfes zu sehen.

 

 

07. November 2021

 

Auf den folgenden Fotos sind die Welpen drei Tage alt und alles sieht doch schon deutlich besser als am Tag der Geburt - das Fell trocken und sauber, eben von Mutter Monia sorgfältig gepflegt. Gut, auf den ersten Blick ist man noch nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht doch Meerschweinchen sind.- Aber auf den zweiten Blick kann man, wenn man denn will, schon erkennen, dass es Hunde werden sollen nicht unbedingt unsere wunderbaren Lagotti - vielleicht auch Bassets oder Beagle. Aber wir sind ganz sicher, spätestens zum Jahreswechsel sind sie zweifelsfrei als die liebenswürdigste Hunderasse der Welt zu erkennen - zumindest für ihre Fans und ihr zukünftiges Personal! - Ganz wichtig ist für uns aber jetzt, dass sie an "Mutters Brust" regelmäßig zunehmen, und außer Wiegen ist das sicherste Zeichen dafür, dass man von den Welpen praktisch nichts hört, auch wenn die Mutter nicht da ist. - Fester Verdauungsschlaf und offenbar gelegentlich schon lebhafte Träume, aber kein Jammern oder empörtes Gequietsche, weil der Hunger quält!

Bei Monia konnten wir einmal mehr beobachten, dass auch Hundemütter dazu lernen, bisher hatte sie nicht wirklich die richtige Liege-position, damit alle Welpen gut an ihr Gesäuge kommen, aber seit heute morgen liegt sie ganz flach und lang ausgegestreckt auf der Seite - na, klappt doch!

 

Auch sonst händelt sie ihren Nachwuchs etwas anders, als es Mutter Ilva und Großmutter Eboli getan haben, die ja während der ersten Woche mit Welpen immer nur mit größter Mühe aus der Wurfkiste zu bekommen waren, und sofort wieder darin verschwanden, wenn sie ihr Geschäft erledigt oder gefressen hatten. Monia hatte schon am ersten Tag das Bedürfnis, mal wenigstens in der Küche zu schauen, ob es da nichts zu holen gibt. Das macht sie nun mehrfach am Tag und wir können wohl davon ausgehen, dass sie keine dieser modernen Hubschrauber-Mütter wird.

 

 

05. November 2021

 

Mitternacht war schon lange vorbei, genau genommen schon seit fast vier Stunden, und wir waren schon entschlossen ins Bett zu gehen, als Monia sich doch entschied, mit ihrem Nachwuchs endlich ernst zu machen. Um 03:55 Uhr war der erste Welpe da, eine Hündin - braun mit weißer Blesse, an den Vorderläufen schulterhohe weiße Stiefel, an den Hinterläufen kniehoch, weißer Bauch und weiße Schwanz-spitze und 280 gr schwer. Fünfzig Minuten später folgte ihr ein Bruder mit 330 gr und weißem Kragen, ansonsten nicht nur seiner Schwester, sondern auch dem Vater sehr ähnlich. Nach weiteren zwanzig Minuten, um 05:05 Uhr eine weitere Hündin, weiß mit braunem Kopf und weißer Blesse, braune Flecken an der rechten Schulter und am Rutenansatz, hier hatte sich wohl die Mutter durchgesetzt, mit 230 gr eher leicht. Dann verging bis 6:10 Uhr eine gute Stunde, ehe mit 260 gr ein weiteres Mädchen ankam, wieder dem Vater sehr ähnlich, mit breitem weißen Kragen, weißen Vorderläufen, weißen Pfoten hinten, einem weißen Bauch und weißer Schwanzspitze. Nach fünfzehn Minuten wieder ein Mädchen, diesmal mit 300 gr und farblich dem Vater noch ähnlicher.

 

Und dann wurde anscheinend die braune Farbe knapp, denn um 07:05 Uhr kam wieder ein Mädchen, weiß mit braunem Kopf mit weißer Blesse und einem braunen Fleck oberhalb des rechten Hinterlaufes und 260 gr Gewicht. Eine gute Stunde später wieder eine weiße Hündin, 280 gr, ganz raffiniert mit braunem Kopf in dessen weißer Blesse noch ein brauner Fleck ist, auf dem Rücken in fast gerader Linie drei braune Flecken, der letzte am Rutenansatz. Dreißig Minuten später folgte ihr ein kleiner weißer Rüde mit gerade mal 190 gr, auch er wieder mit einem braunen Kopf mit weißer Blesse und vier braunen Flecken auf dem Rücken und der rechten Seite. Der hätte fast bei starkem Regen das Licht der Welt erblickt, denn wir waren mit Monia draußen und sie schaffte es gerade noch in die warme Stube. Wir waren überzeugt, das Soll sei nun erreicht, stellten Monia unter die Dusche, sie hatte es wirklich nötig, räumten ein wenig auf und gönnten uns ein paar Mützen voll Schlaf. Als wir ungefähr drei Stunden später wieder nach der Kinderstube schauten, mussten wir zweimal zählen, da waren es nämlich neun Welpen. Wieder eine Hündin und wieder mit der gewohnten Farbausstattung - weiß mit braunem Kopf mit weißer Blesse und drei braunen Flecken, links am Hals, auf dem Rücken und am Rutenansatz. 

So einen wirklich tollen Eindruck machen die Welpen jetzt noch nicht, etwas verknautscht und noch feucht, nicht nur hinter den Ohren. Das sieht in ein paar Tagen schon ganz anders aus, und richtig interessant wird es, wenn sie mit rund vierzehn Tagen anfangen, die Augen zu öffnen, dann braucht man keinen Fernseher mehr.

 

Hier müssen wir noch einmal die junge Mutter Monia loben, sie hat das in ihrer ruhigen, fast besonnenen Art einfach großartig gemacht, zeigt auch jetzt, bei der Betreuung ihrer Welpen, keinerlei Hektik, erfüllt ihre Mutterpflichten völlig stressfrei. Schaut allerdings auch gerne mal, was das übrige Rudel so macht, was wir am ersten Tag nach dem Wurf noch von keiner unserer Hündinnen gesehen haben. Wie die jungen modernen Mütter eben so sind, ganz souverän . . .  

 

 

 

04. November 2021

 

 

Eilmeldung!

 

Es ist geschafft - Monia hat ihren ersten Wurf zur Welt gebracht und uns wirklich sehr damit überrascht! Den ganzen Mittwoch über war sie schon sehr unruhig, bis in den späten Abend hinein und wir gingen vorsichtshalber gar nicht erst ins Bett. Aber erst kurz vor vier Uhr nachts war es so weit und wir durften den ersten Welpen, eine Hündin, trocken rubbeln - viel braun und etwas weniger weiß. Wir konnten genau sehen, wer der Vater ist - nämlich der schöne Tom-Mino, der inzwischen wieder in den USA ist.

 

Da konnten wir noch nicht ahnen, was auf uns zu kommt! Als schließlich um 9:30 Uhr heute morgen der letzte Welpe da war, mussten wir bis Nummer 9 zählen und hatten zwei Rüden und sieben Hündinnen in der Wurfkiste liegen! Danach musste noch aufgeräumt, sauber gemacht und Monia geduscht werden. Entsprechend geschafft waren wir alle und Monia verdient wirklich großes Lob. Sie hat ihren ersten und dann auch noch so großen Wurf in der ihr eigenen Ruhe prima geschafft, wenn wir sie auch manchmal ein wenig unterstützen mussten.

 

Die wenigen Stunden nachgeholten Schlafes haben uns allerdings nicht wirklich gereicht, deshalb werden wir erst morgen im Laufe des Nachmittages einen ausführlichen Bericht mit diversen Bildern nachreichen.

Monia und ihr erster Welpe

 

 

31. Oktober 2021

 

Rein rechnerisch müsste es am kommenden Freitag, dem 05. November, mit Monias Nachwuchs so weit sein, und wenn man sich ihren Bauch anschaut, wird es auch höchste Zeit. Aber natürlich könnte der Nachwuchs auch ein oder zwei Tage früher oder später kommen. Mannomann, was sind wir gespannt! - So wie es aussieht, ist die werdende Mutter viel gelassener als wir, trägt ihren dicken Bauch mit Gleichmut, wenn auch etwas schwerfällig, kommt nur sehr mühsam auf ihre Lieblingscouch, liegt jetzt lieber auf den kühlen Fliesen - und man sieht ihr genau an, was sie möchte: "Komm her, kraule mich ein bisschen!"

 

 

 

25. Oktober 2021

Spätsommer, Altweibersommer, Indian Summer, sonniger Herbsttag - egal wie das heißt, sieht jedenfalls ganz gut aus, ist uns aber noch zu frisch und die Wiesen sind sowieso klatschnass - da pooven wir lieber noch ´ne Runde, rollen uns gemütlich zusammen und warten bis der Nebel weg ist. Etwas mehr Wärme ist unserem Chef doch auch lieber.

Zusammenrollen - das ist für Ilva (oben) und Eboli (unten) leicht gesagt und noch leichter getan. Und was macht Monia mit ihrem wirklich dicken Bauch? Sie klettert auf ´s Sofa, springen geht schon gar nicht mehr, sie legt sich halt gerade hin und seufzt einmal richtig tief durch.

Das Mädel hat wirklich schon recht schwer zu tragen, und auf Herrchens Schoß, wenn der im Sessel sitzt, kommt sie auch nur noch mit seiner Hilfe. Dabei müssen wir noch ungefähr anderthalb Wochen warten bis zu dem großen Tag. Drei Welpen waren auf dem Ultraschall vor gut drei Wochen zu sehen - wenn das nicht mindestens doppelt so viele sind. Wir sind jedenfalls wahnsinnig gespannt!

Von oben betrachtet ein Kreuz wie das Deck eines Flugzeugträgers - unsere Monia jedenfalls trägt ´s mit Fassung. Manchmal scheint sie sich zu fragen, was da in ihr vorgeht. Woher soll sie das auch wissen, es ist ja ihr erstes Mal. Dann scheint sie etwas ratlos in sich hinen zu horchen, aber sie bleibt die Ruhe selber, völlig gelassen, wie es eben ihrem freundlichen, ausgeglichenem Wesen entspricht, Vermutlich sind wir Menschen viel unruhiger und können es kaum noch abwarten , , , 

 

 

08. Oktober 2021

 

Nun steht es fest, die "Vermählung" Monias mit dem schönen Tom-Mino, dem George Clooney unter den Lagotto-Rüden, am 05.09. ist von Erfolg gekrönt. Am vergangenen Mittwoch ließen wir nämlich einen Ultraschall von unserem Mädel machen und drei Welpen waren ganz eindeutig zu erkennen. Die Tierärztin war sich ziemlich sicher, dass dahinter noch wenigstens zwei weitere versteckt sind. Wir wundern uns schon, was man mit einem geübten Auge alles erkennen kann - wir lassen uns jedenfalls überraschen.

 

15. September 2021

 

Am 05.ds.Ms. haben wir unsere Monia von dem bildschönen Internationalen Champion Tom-Mino decken lassen und sind damit geradezu international geworden. Denn dieser attraktive Bursche - gewissermaßen der George Clooney unter den Lagotti - ist italienischer Abstammung und im US-Bundesstaat Missouri zuhause. Nein, wir sind nicht in die USA geflogen und Tom-Mino auch nicht extra zu uns, er ist gewissermaßen auf einer Europa-Tournee und macht in Hessen eine längere Pause. Er ist nicht nur bildhübsch, sondern vollkommen fehlerfrei und hat ein ausgeglichenes freundliches Wesen, passt also bestens zu unserer Monia.

 

Der Bursche ist inzwischen fünf Jahre alt, hat schon einige Erfahrung mit der Lagotto-Damenwelt und sich sehr gelassen an unsere Monia heran gemacht. Ehe die deshalb wirklich richtig erkannte, worum es überhaupt ging, war es auch schon geschehen und lief sehr friedlich und gesittet ab. Als erfahrener Kavalier leckte Tom-Mino ihr als kleines Dankeschön hingebungsvoll die Ohren. 

 

Wir sind natürlich nicht sicher, aber so, wie es gelaufen ist, denken wir schon, dass es geklappt hat - und wenn, dann wären die Welpen aus diesem Wurf etwa Anfang nächsten Jahres abzugeben.

Das ist nun das glückliche Paar und wir müssen schon etwas schmunzeln, wenn wir die beiden miteinander vergleichen - Tom-Mino wirkt fast so vornehm, als hätte er einen Smoking an und unsere Monia wie das einfache Mädchen vom Lande, aber dafür hat sie ein wirklich umwerfendes, liebenswürdiges, total unkompliziertes Wesen und wird bestimmt eine gute Mutter. 

Links ist unsere Monia und rechts Tom-Mino zu sehen. Wir sind wirklich unglaublich gespannt, was dabei heraus kommt - etwa um den 05. November dürfte es so weit sein. - Und schon hier müssen wir darauf hinweisen, dass Nachfragen nach den erwarteten Welpen erfolglos sein werden, denn selbst wenn es mehr werden als bis jetzt vermutet, sind die eigentlich schon alle vergeben.

18. September 2021

 

Heute haben uns die beiden letzten P-Kobolde verlassen. Gleich am Morgen, eigentlich für uns Rentner zu einer absolut unchristlichen Zeit, wurde unser Punto abgeholt, der des Chefs Favorit gewesen wäre, hätte er einen Rüden für sich aussuchen sollen. Punto behält seinen Namen und bleibt im Werra-Meißner-Kreis, so dass wir ihn vermutlich hin und wieder sehen werden - was für uns als Züchter ja ganz interessant ist.

Praktisch im fliegenden Wechsel kam die Familie aus Südhessen, die unseren Paco abholte, der nun Enzo heißt und jetzt zwei Mädchen als Fan-Club und als Spielkameraden hat. Wie wir schon wissen, wird er wohl bald Kontakt mit Luca aufnehmen, der seit einer Woche mit seinem Personal gar nicht so weit weg wohnt.

Damit ist unser P-Wurf nun komplett ausgezogen und wir sind uns sicher, dass unsere Kobolde die richtigen Familien gefunden haben - und diese Familien mit ihren jüngsten Mitgliedern auch glücklich und zufrieden sein werden. Bei uns ist jetzt Ruhe eingekehrt und der ganz normale Alltag hat wieder begonnen. Wir sind nicht nur sicher, sondern können es geradezu sehen, dass auch unsere "alten" Hunde richtig aufatmen und die wieder gewonnene Ruhe genießen - sogar Mutter Eboli, die von ihrem leiblichen Nachwuchs zuletzt ganz und gar nichts mehr wissen wollte.   

 

 

 

12. September 2021

 

Die letzten drei Tage waren vor allem für die Welpen recht anstrengend und aufregend, denn fünf von ihnen mussten Abschied nehmen aus dem "Mutterhaus" und in die jeweils neue Heimat ziehen. Aber auch für uns zwei Menschen war es in mehrerer Hinsicht nicht ganz ohne - und für das "neue Personal" fangen die Aufregungen ja jetzt erst an!

Unseren "blonden" Wasserfloh (Pulce D´ Aqua), der jetzt Pepe genannt wird, zog es bereits am Freitag in die Umgebung von Siegburg, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde. Zu dieser Grenzregion zwischen fröhlichem Rheinland und windigem Westerwald hat sein bisheriger Chef Peter noch immer eine gewisse Beziehung aus - lang, lang ist ´s her - Bundeswehrzeiten. Gut, dass es so lange her ist, denn heute müsste er zu diesem Zweck in Berlin leben.

Am Samstagvormittag wurde unser "Dicker", nämlich Pavarotti und jetzt Pavo genannt, abgeholt. Nein, alles üble Nachrede, Pavo ist nicht dick, hat nur schwere Knochen! Er wird nun in Friedberg als Mittelpunkt einer vierköpfigen, fröhlichen Familie leben und vor allem von zwei Mädchen wohl ziemlich verwöhnt werden.

Am Nachmittag war unser "kleiner" bildhübscher Peppone an der Reihe und begab sich auf die lange Reise nach Hamburg, behält seinen Namen, lebt jetzt in einer gar nicht so "steifen" Hamburger Familie und bringt etwas südliches Flair in den kühlen Norden. Vielleicht trifft er dort mal auf einen der anderen Lockenköpfe, die ebenfalls aus seiner Hessischen Schweiz stammen.

Am Sonntagmorgen stieg unser einziges Mädel Pamina, jetzt Pepsi genannt, in einen Pkw mit Starnberger Kennzeichen (was wir uns selbst auch ganz gut vorstellen könnten). Was uns da aber besonders freut ist, dass sie damit zu Lucy, der Wurfschwester unserer Monia zieht. Wir erinnern uns, dass dieses Lagotto-Mädel uns vor etwas über zwei Jahren nach drei stressreichen Wochen zurück gebracht wurde, weil sie immer krank war (ständig Durchfall, Blasenentzündung), wir vorsätzlich einen kranken Hund verkauft hätten. Nun, ohne ins Detail zu gehen, sie konnte immerhin schon perfekt "Sitz, Platz" und "bei Fuß" und kannte das Fahren in einem Wohnmobil! Sie freute sich riesig, uns wiederzusehen und war ab sofort bei uns wieder genau so gesund und fröhlich wie vorher auch - und gleichfalls ab dem ersten Tag auch in ihrer neuen Familie im Fünf-Seen-Land. - Und das so überzeugend, dass man dort schon nach kurzer Zeit den Wunsch hatte, sich einen zweiten, ebenso großartigen, liebenswerten, in jeder Hinsicht gesunden Hund zuzulegen. Was nun endlich und aus voller Überzeugung aller Beteiligten geschehen ist!

Am Sonntagnachmittag wurde als Fünfter unser Primero, das nur unwesentlich kleinere Double unseres Pavarotti, abgeholt. Er heißt jetzt Luca und darf ab sofort regelmäßig den Kurpark von Bad Homburg unsicher machen. Uns wurde glaubhaft versichert, dass er dort zwar alle erlaubten Freiheiten genießen darf, aber nicht verpflichtet ist, dieses ebenso schmackhafte wie heilende Brunnenwasser zu trinken.

 

Inzwischen haben wir die Nachrichten, dass alle fünf Kobolde trotz heftiger Staus in nördlicher und südlicher Richtung gut und ohne Zwischenfälle und überwiegend schlafend in ihrer neuen Heimat angekommen sind - nicht ein "Würfelhusten" während der Fahrt und noch nicht einmal eine Pinkelpause!

Hier oben sind die vorerst letzten Vier am Sonntagvormittag zu sehen - unser blonder Wasserfloh, der "dicke" Pavarotti und der kleine Peppone sind schon abgereist. Wie zu sehen, war die grüne Freiheit ziemlich nass und den Kobolden mussten anschließend kräftig Bauch, Beine, Po trocken gerubbelt werden. Aber schön war ´s doch!

Am Abend sah es dann schon wieder ganz anders aus, so richtig leer - Pamina war nun  auch fort und Primero ebenso. Paco und Punto halten jetzt noch die Stellung bis zum kommenden Samstag. Dann zieht Paco wie sein Bruder Primero ebenfalls in den Taunus, aber Punto bleibt uns im Werra-Meißner-Kreis erhalten und wir werden uns vermutlich hin und wieder begegnen.

 

 

07. September 2021

 

An jedem Tag, an dem man die Welpen draußen beobachtet, möchte man am liebsten einen Film drehen, mindestens ein kurzes Video machen, und am Ende ist es immer schwierig, dass auszu-suchen, was wirklich gelungen und am sehenswertesten ist. Mit einem richtigen Film wären wir aber ebenso überfordert, wie mit dem Versuch, ein kurzes Video auf diese Website zu bringen - deshalb hier ein paar Fotos aus einer vielfach größeren Anzahl von sehenswerten Bildern. Später sicher noch mehr.

 

Zu sehen ist hier jedenfalls, dass vor allem Monia, aber auch unser Youngster Oliva, bestens geeignet ist als Kindermädchen oder Gruppentherapeut(in). Aber wie auf dem letzten Bild zu sehen, ist der Forschungsdrang des hoffnungsvollen Nachwuchses kaum zu bremsen, selbst "Absperrgitter" bilden kein Hindernis und als Mensch ist man deshalb immer auf dem Sprung, "Unglücke" zu verhindern.

 

Abschließend noch die Sonderserie "Raufbolde": Die beiden "Braunen" - Pavarotti und Primero - hatten es richtig drauf. Es schien uns fast so, als sollte tatsächlich die Rangfolge ausgekämpft werden - ein regelrechtes Duell, das recht lange dauerte und am Ende wohl doch unentschieden ausging. Die anderen Geschwister ließen es deutlich gelassener angehen - unser blonder Wasserfloh kämpfte mit einem kleinen Ast, der wenigstens nicht zurück biss. Und die Geschwister mit dem Straciatella-Outfit widmeten sich bevorzugt dem Nahrungsnachschub. Was nun die Frage eröffnet, welcher der P-Kobolde die bessere "Anschaffung" fürs Leben ist. Wir sind jedenfalls auf die späteren Rückmeldungen gespannt.

 

 

 

28. August 2021

 

So richtig toll war das Wetter für unsere P-Kobolde bisher nicht. In ihren ersten vier Lebenswochen, die sie altersentsprechend als Miniaturwölfe in ihrer "Höhle" verbrachten, hatten wir meistens richtig schönes Wetter. Kaum, dass sie am Ende der vierten Woche raus konnten, war das Wetter immer meistens wechselhaft bis eher durchgehend schlecht. Also, wenn überhaupt raus, dann meistens nur für mehr oder weniger kurze Zeit, auch mal durchs meist ziemlich feuchte Gras mit anschließendem Trockenrubbeln. Das hat ihnen allerdings immer gut gefallen.

 

Am vergangenen Wochenende war das Wetter dann tatsächlich mal durchgehend für zwei Tage richtig so als hätten wir tatsächlich Sommer, also raus mit dem Jungvolk für jeweils fast den ganzen Tag. Die Kleinen hat es richtig gefreut - uns, die Mutter Eboli und den Rest unserer Vierbeiner auch, denn dann war für den Rest des Tages nämlich ziemlich Ruhe. Aus dieser Teit die unten stehenden Fotos, mit der Erfahrung, dass ab Montag die gesamte vergangene Woche fast vollständig verregnet war - und in der Hoffnung, dass unsere "Glorreichen Sieben" wenigstens in den letzten vierzehn Tagen bei uns  noch etwas mehr Sonnenschein erleben dürfen.

 

 

 

23. August 2021

Am Wochenende hatten wir Besuch​ von künftigen Besitzern unserer jüngsten Trüffelkobolde, die Gelegenheit nutzten Ilva (links) und ihre Tochter Monia ausgiebig, um sich einmal gründlich durch-kraulen zu lassen - wie man oben sieht und was sie bei uns anscheinend vieeel zu wenig geboten bekommen.

 

Wir nutzten die Gelegenheit zu allseitigen Belustigung, nämlich für einen Freigang der Welpen, die hinterher immer so schön müde sind - als Erlebnis für den Besuch, der dann ganz begeistert ist - und für uns, weil es ein paar Augenpaare mehr gibt, die Bande im Auge zu behalten, denn das Gelände hat doch teilweise sehr unübersichtliche und für junge Hunde nicht ganz ungefährliche Ecken.

Anfänglich hält sich der Nachwuchs noch in Mutters Schlagschatten auf, es ist halt doch immer noch ein bisschen unheimlich. Aber das vergeht stets ganz schnell, Neugier und Forscherdrang gewinnen die Überhand - und von Tag zu Tag werden sie selbstsicherer und vergrößern ihren Aktionsradius.

 

 

17. August 2021

 

Es hat richtig gut gepasst, dass Anfang vergangener Woche das Wetter besser wurde. Unsere P-Kobolde waren am Sonntag zuvor vier Wochen alt geworden und sollten nun nach gutem, alten Wolfsbrauch ihre Geburtshöhle verlassen, um die große, weite Welt kennen zu lernen. Die Wolken wurden weniger, die Sonne kräftiger, die Temperaturen stiegen und schließlich war auch der längst fällige Rasenschnitt erledigt. Also endlich raus mit den jungen Trüffelwölfen.

 

Zunächst, um die Tatendurstigen in gewissen Grenzen und für uns den Überblick zu behalten, in unserem transportablen "Wolfsgatter", erprobt bei vielen Camping-Touren. Als psychologische Unterstützung begleitete auch Mutter Eboli ihren Nachwuchs bei den ersten Schritten in die, wenn auch begrenzte, Freiheit. 

Außerhalb des Gitters versammelten sich bald die Neugierigen, zuerst natürlich unsere sozial talentierte und engagierte Monia, dicht auf gefolgt von ihrem Schatten Oliva - beide hatten ja schon in den Tagen zuvor immer wieder im Innenauslauf ihr Interesse gezeigt. Sogar unsere Ilva, die fremder Leute Kinder eher als verzichtbare Belästigung empfindet, zeigte sich erstaunlich interessiert. Wir verzichten vorerst allerdings darauf, zu testen, wie weit ihr positives Interesse geht.

 

Weil kaum noch zu bremsen, ließen wir zuerst Monia in den Kindergarten und wenig später auch Oliva - und das Glück war vollkommen. Die Welpen waren ebenso begeistert wie die beiden Hobby-Kindergärtnerinnen. Auch Eboli war offensichtlich sehr zufrieden, sie zog sich sehr schnell zurück und beobachtete erstaunlich unbesorgt die Geschehnisse aus sicherer Entfernung. Als wir nach Stunden für Monia und Oliva den Dienst beendeten, um die Kids zu füttern, waren diese nicht wirklich von der Trennung begeistert. Das "Fresschen" beruhigte sie aber schnell.

 

So ging es ein paar Tage zu aller Zufriedenheit und für Gestern hatten wir geplant, unseren Nachwuchs-Kobolden den ersten Freigang auf dem ganzen Grundstück zu ermöglichen. - Und was war? - Jede Menge Wind, noch mehr Regen und knappe 17 Grad! - Also nüscht!

 

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Wir wollen über Ebolis Welpen aber nicht unsere anderen Rudelmitglieder vergessen. So drängt sich bei uns immer wieder der Vergleich zwischen Ilva (rechts, jetzt viereinhalb Jahre alt) und ihrer Tochter Monia (links, jetzt gut zwei Jahre alt) auf. Ilva ist, durch die gegebene Rassestandard-Brille betrachtet, ein absolut fehlerfreier Hund  - das Äußere stimmt hundertprozentig, ist geradezu rassetypisch, sie hat keinerlei genetische oder sonstige zuchtausschließende Fehler, auch ihr Wesen ist (fast) hundertprozentig so, wie es sein soll. Nach kurzer Gesichtskontrolle schleimt sie sich beimenschlichen Besuchern geradezu ein (wenn sie Lust dazu hat), bei Artgenossen entscheidet sie von Fall zu Fall. Im Rudel kann sie gelegentlich sehr zickig sein, hält sich offensichtlich für etwas Besonderes, wahrt gegenüber den anderen Vierbeinern meist eine gewisse Distanz, liebt es aber, mit ihnen wilde Jagden zu veranstalten und hat es unglaublich drauf, uns Menschen bei Bedarf so was von anzuschmachten! - Kurz gesagt, sie ist etwas kapriziös!

 

Ihre Tochter Monia wirkt äußerlich etwas rustikaler, entsspricht aber laut Zuchtzulassung ebenfalls dem "gehobeneren" Rassestandard, allerdings mit zwei Makeln: Sie hat linksseitig leichte HD (in unserer Zucht einmalig) und im Unterkiefer fehlt ihr links ein Molar (bei uns auch einmalig). Dafür ist ihr Wesen ebenfalls einmalig - einfach umwerfend! So einen unkomplizierten, stets freundlichen, ausgeglichenen, immer gut gelaunten und allen Fremden gegenüber - egal ob Mensch oder Hund - stets aufgeschlossenen Hund haben wir noch nie gehabt. Sie ist einfach ein geradezu großartiges und liebenswertes Hundemädchen!

 

Sie ähnelt in allem sehr ihrer Großmutter Eboli und nur recht wenig ihrer Mutter Ilva.Immer wieder wundern wir uns über die Kapriolen, die die Vererbung schlägt. - Welche der Beiden uns jetzt lieber ist? Was für eine Frage? Keine Ahnung!

Nein, wir haben unsere Jüngste, Ebolis Tochter Oliva (jetzt ein knappes Dreiviertel-Jahr alt) nicht vergessen - hier geht ´s nach dem Alter! Über diesen Irrwisch kann man noch kein endgültiges Urteil fällen, körperlich ist sie zwar fertig und sie sieht auch so aus, wie ein Lagotto aussehen soll. Aber eine solche wilde Hummel! Hier haben wir ähnliche Zweifel wie bei Ilva und Monia, nur andersrum: Wie kommt die ruhige, doch so ausgeglichene Eboli zu einer derart lebhaften Tochter? Das kann doch nur am Vater Sammy liegen, obwohl wir den doch auch als recht ruhig in Erinnerung haben. - Halt, Moment mal! Sammy ist ja auch Monias Vater, und die ist doch so ganz anders . . . - Na, das kann ja noch (was) werden, ist ja bekannt, dass unsere "Lagotten" in Jugendzeiten ziemlich lebhaft sind und so manchem "Anfänger" viel Schweiß und Tränen kosten. Immerhin haben wir unsere Monia als Psychotherapeutin für diesen Knallfrosch und hoffen auf einen langfristigen Erfolg - und sehen durchaus schon erste Anzeichen . . .

 

 

 

 

11. August 2021

 

Seit gut einer Woche wird zugefüttert, Eboli stellt ihre Milchbar zwar immer noch regelmäßig zur Verfügung, aber die Mengen werden doch allmählich weniger. Es erstaunt uns seit den letzten Würfen immer wieder, wie schnell die Welpen heraus haben, worauf es bei dieser Schüssel ankommt - sofort, beim ersten Mal, wissen sie Bescheid. Vor Jahren noch dauerte es immer zwei, vielleicht drei Tage, bis sie ganz sicher waren, so mancher hielt das braune Zeug offenbar auch für eine Fango-Packung. Na gut, die Menschenkinder kommen mit der ganzen Computerei auch viel schneller zurecht als wir Alten.

Die Welpen können noch so toben, aber wenn das Futter kommt, wird ganz schnell alles stehen und liegen gelassen und das "Fresschen" ist der Lebensmittelpunkt. Wobei sich auch hier Unterschiede zeigen, vor allem die Kräftigeren - wen wunderts - bleiben dran, bis sie nicht mehr Papp sagen können und schlafen gelegentlich sogar am Fressnapf ein. Andere wieder verlieren recht schnell das Interesse, suchen einen Kumpel zum Raufen, versuchen herunter hängende bunte Tücher in die Box zu zerren oder turnen einfach nur herum. Aber irgend-wann ist wirklich Ruhe, es gibt die bekannte Haufenbildung und dann wird richtig "gepooft". Wenn Muttern allerdings zur Nachlese kommt, ist man schnell wieder wach - es könnte ja noch einen Nachtisch geben.

 

Monia ist am Jungvolk wahnsinnig interessiert, am liebste würde sie dort mitmischen, aber Mutter Eboli ist da noch etwas skeptisch. Also oft einen Blick von oben auf das Geschehen und wenn die Menschen mitspielen auch mal durch den Türschlitz. Lange wird es nicht mehr dauern und sie kann im Freien die jüngere Verwandtschaft bemuttern - es muss nur noch ein wenig wärmer und trockener werden.

 

 

 

 

 

Kürzlich bekamen wir diese Foto zugeschickt:

 

Wir wussten ja schon immer, dass unsere Lagotti vielseitig begabt sind und sich immer wieder Neues einfallen lassen, um sich selbst und auch ihr Personal zu bespassen.

 

Dennoch hat uns dieses Foto überrascht - Bruno (der Wurfbruder unserer Oliva) nutzt doch tatsächlich den Urlaub seines Personals und dessen Kinder, sich zu einem Stand-Up-Paddling-Kurs anzumelden!

 

Wir sind überzeugt, und man sieht es ja auch schon, dass das mit dem "Stand-up" schon klappt und sicher auch noch deutlich besser wird. Aber ob das mit dem "Paddling" je funktionieren wird, daran haben wir doch erhebliche Zweifel.

 

Es fehlen ihm schlicht und einfach die dazu benötigten Daumen. So manchmal haben wir Menschen eben doch noch gewisse Vorteile!

 

 

 

09. August 2021

 

Vier Wochen sind jetzt vergangen seit jenem vor allem für Eboli sehr anstrengenden und für uns wie immer recht aufregendem Tag und die Kobolde unseres P-Wurfes das Licht der Welt erblickten. Jetzt ist bereits zweifelsfrei zu erkennen, dass aus diesen sieben ehemals kleinen, vollständig hilflosen Würmchen richtige Hunde, sogar bildhübsche "Lagotten" werden - von Tag zu Tag lebhafter und ansehnlicher! Und immer schwieriger zu fotografieren, wenn man die wöchentlichen "Steckbrief"-Fotos machen will. Inzwischen hatten fünf von ihnen auch schon Besuch von ihrem zukünftigen Personal und dort große Begeisterung ausgelöst.

 

 

31. Juli 2021

 

Ende der dritten Woche konnte man die Welpen aller unserer Würfe immer noch auf der Waage fotografieren, aber bei den Brummern dieses P-Wurfes ist das nicht mehr gescheit machbar - also der große, alte Sessel her, mit einer blauen Decke drapiert und so geht ´s auch. Nächste Woche wird es schon wieder etwas problematischer, weil die kleinen Kobolde dann wieder um sieben Tage lebhafter sind. Auch in den Weidenkorb werden wir sie dann nicht mehr setzen können, um uns das Sortieren zu erleichtern. Denn sie passen da jetzt schon nicht mehr richtig hinein und immer wieder muss man "nachstopfen", um zu vermeiden, dass sie heraus klettern. - Aber schlafen können sie immer noch als gäbe es kein Morgen!

 

 

 

29. Juli 2021

 

Man neigt ja ständig dazu, etwas in unsere Hunde hinein zu vermenschlichen und hier könnte man sich fragen, wie die gestresste Mutter denn jetzt guckt? Schaut sie nun nachdenklich oder erschöpft oder denkt sie einfach: Wieso fotografiert ´n der mich, der soll mir lieber ein Stück von dem Trockenpansen geben - er weiß doch, dass ich ständig Hunger habe.  

Seit Montag sind die Welpen damit beschäftigt, die Welt mit eigenen Augen zu sehen. Es klappt noch nicht so richtig, sie blinzeln noch immer wieder, kriegen die Guckerchen noch nicht so wirklich weit auf und werden auch noch etliche Tage brauchen, um wirklich richtig sehen zu können. Aber der Eindruck auf uns Menschen ist doch gleich ein ganz anderer - sie schauen uns an! Sie schauen in unsere Richtung, wenn wir uns bemerkbar machen - wir können Blickkontakt aufnehmen. - Wir wissen es natürlich und der noch nicht wirklich klare Blick dieser blauen Welpenaugen zeigt uns, dass sie uns bestenfalls verschwommen wahrnehmen und sich noch nicht wirklich ein Bild von uns Menschen machen können. Aber wer und wie auch immer, ein Lebewesen, das uns anschaut, wirkt doch gleich viel lebendiger viel ansprechender . . . 

Und warum schaut Eboli jetzt so nachdenklich in die Ferne - weil sie weiß, dass der Trubel mit der Rasselbande jetzt erst richtig los geht, dass es immer schwieriger werden wird, mal für eine Weile Ruhe zu haben? - Na gut, dann bleibt der Nachwuchs eben mal im Kinder-zimmer und ich gehe zu meinen Menschen. Für irgendwas müssen die am Ende ja auch nützlich sein.

 

 

25. Juli 2021

 

Vor zwei Tagen nutzten wir einmal mehr einen "Hofgang" der älteren Generation, an dem sich auch Eboli beteiligte, um den Nachwuchs genauer unter die Lupe zu nehmen. Nein, die Kleinen haben die Augen noch nicht auf, blinzeln noch nicht einmal, aber lange kann es nicht mehr dauern und immer-hin sind sie schon deutlich lebhafter unterwegs alsbisher. Eboli machte sich dann auch recht schnell wieder auf den Weg, um bei ihnen nach dem Rechten zu schauen.

 

 

22.Juli 2021

 

Zur Abwechslung gibt es heute mal nichts über die Welpen, sondern etwas gaaanz anderes, nämlich über Hunde! Gestern besuchten uns Freunde, die uns ihr neues Familienmitglied, einen zwölf Wochen alten Magyar Viszla, vorstellen wollten. Der Bursche zwar noch im Kindergartenalter, aber trotzdem fast schon so groß wie unsere Lockenköpfe, am Anfang wegen der geballten weiblichen Übermacht doch eher etwas irritiert und schüchtern, aber es dauert gar nicht lange und das ungarische Temperament und die jugendliche Neugier siegten. Am Ende mussten wir aus Rücksicht auf die Kondition des Jungspundes die Beteiligten trennen, denn trotz zwischendurch eingelegter kurzer Pausen war ein Ende des munteren Treibens nicht in Sicht. Logischerweise sind unsere Damen schon aufgrund ihres Alters diesem "Kleinkind" überlegen. Oliva ist mit sieben Monaten die Jüngste, aber damit ist man in Hundekreisen schon ein sich bereits erwachsen fühlender Teenager.

 

Interessant für uns war das Verhalten unserer Damen diesem Neuling gegenüber. Eboli, mit ihren sieben Jahren und als aktuell sehr engagierte Mutter, machte dem Fremden gegenüber unerbittlich klar, dass er in ihrem Revier rein gar nichts zu suchen hatte. Natürlich vermieden wir jedes Risiko und sie blieb im Welpenzimmer, aber sobald der Jungspund vor der Terrassentür auftauchte, brach hinter der Glasscheibe die Hölle los.

 

Ilva, inzwischen viereinhalb Jahre alt, blieb sich selber treu - als gut erzogene Dame im besten Alter zeigt man für eine begrenzte Zeit ein freundlich vorgetragenes Desinteresse - man will ja schließlich wissen, was das für Einer ist, der da so eine Schau abzieht. Aber schon beim ersten geringstmöglichen Unterschreiten des gebotenen "Anstandsabstandes" wurden warnend die Augenbrauen hochgezogen. Aber für ihre Verhältnisse dauerte es trotzdem recht lange. bis sie dem Jungspund durch scharfes Knurren und die gezeigten Zähne klar machte, dass jetzt Schluss sei. Basta! Lennox verinnerlichte das auch umgehend und ging ihr von da an betont deutlich aus dem Weg.

 

Monia, jetzt gut zwei Jahre alt, hat uns wieder einmal begeistert, sie ist einfach unglaublich in ihrem unkomplizierten, offenen, freundlichen - ja, mir fällt einfach nichts besseres ein - großherzigen Wesen! Sie nahm den anfänglich etwas verunsicherten Burschen unter ihre Fittiche, erklärte ihm freundlich die bei uns geltenden Regeln, korrigierte mit Nachsicht ein paar kleine Fehltritte, übernahm ohne zu zögern die Rolle der persönlichen Betreuerin und erlaubte ihm, bei dieser Gelegenheit einmal so richtig die Wutz rauszulassen. Und das die ganze Zeit mit gleichbleibender Begeisterung. - Immer wieder fragen wir uns bei solchen Gelegenheiten, wie es wohl gekommen sein mag, dass sie Ilvas Tochter ist und nicht zum Beispiel die ihrer Großmutter Eboli?

 

Über die sonst so kesse und vorlaute Oliva haben wir uns wirklich gewundert - möglicherweise war ihr der kurzhaarig aalglatte junge Viszla irgendwie zu nackt, nicht korrekt genug angezogen. So als Lagotto trägt man doch einen anständigen, gepflegten Pelz! Jedenfalls war ihr der Bursche zumindest anfänglich überhaupt nicht geheuer. Seinen Annäherungsversuchen entzog sie sich längere Zeit immer wieder so rasant, dass es schon - man muss es leider so sagen - irgendwie nach Flucht aussah. Nach dem sie aber lange genug beobachten konnte, dass Monia durch den intensiven Kontakt mit Lennox ganz offensichtlich keinen Schaden davon trug, beteiigte sie sich schließlich auch und machte aus dem bisherigen Duett einen flotten Dreier.

Hier noch drei aktuelle Fotos von Olivas Schwester Olympia, die nach den Berichten ihres Frauchens sich bestens entwickelt und mit Nachbars Hunden schon längst Freundschaften geschlossen hat. Sie ist schon optisch unserer Oliva zum Verwechseln ähnlich und auch sonst durchaus mit ihr vergleichbar. Die Familie ist von ihr immer noch schwer begeistert, was wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Denn sie hört dem Sohn sogar bei dessen Geigen-Exerzitien zu, nur wenn es ihr zu lange dauert, das Niveau Paganinis zu erreichen, zieht sie sich diskret in den Flur zurück. Anschließend werden dann gemeinsam Entspannungsübungen gemacht - was wir vielleicht auch mal mit unserer Oliva versuchen sollten. 

 

 

 

16. Juli 2021

Eboli sieht hier zwar immer noch etwas erschöpft aus, was auch durchaus glaubhaft ist, aber ihr Blick soll hier eher sagen: "Komm, rück´ mal ein paar Leckerchen raus, die hab´ ich mir redlich verdient!" Die hat sie auch gerne bekommen.

 

Heute ist es uns mal gelungen, als Eboli draußen unbedingt notwendige Geschäfte erledigen musste, einen etwas längeren Blick in die Kinderstrube zu werfen. Und prompt erwischten wir die Welpen bei ihrer zweitliebsten Beschäftigung - schlafen! Als Mutter aber zurück kam, wurden sofort alle wach und hofften auf ihre liebste Beschäftigung - fressen, bzw. trinken. Alle? Nein, einer ist immer dabei, der so fest pennt, dass er die Aufregung erst mal nicht mitkriegt, aber lange dauert das nie. Der Nachwuchs war zunächst etwas enttäuscht, denn Mutter war der Meinung, sie müsste die Kleinen vor Tisch erst noch einmal feucht durchwischen - was auch bei Hundekindern kaum auf Gegenliebe stößt.

 

Doch als Eboli Anstalten machte, sich hinzulegen, zog der Nachwuchs wie die Lemminge sofort dorthin, wo er der Futterquelle am nächsten zu sein glaubte. Und dann kommt es immer zu der berühmt-berüchtigten Haufenbildung, so dass der unbefangene Betrachter  froh ist, dass diese Raubtiere noch keine Zähne haben und es auch mit der Motorik noch nicht so arg weit her ist. Sonst würde sicher gar zu schnell das Blut fließen.

 

 

 

14. Juli 2021

Heute gibt es noch ein paar Fotos und Anmerkung zu unserem P-Wurf, die wir gestern Abend einfach nicht mehr geschafft haben. Eboli sieht nun nach ein wenig Körperpflege und nach einigen kräftigen Mahlzeiten deutlich gepflegter aus und hat sich sichtbar von den vorangegangenen Anstrengungen erholt. Auch die Welpen sehen nicht mehr so verschrumpelt und zerknautscht aus und machen einen wirklich gesunden Eindruck. Bis auf einen, der wohl meinte 340 gr sind genug, haben alle zwischen 10 und 20 gr von einem auf den anderenTag zugenommen. Sie schlafen und trinken in regelmäßigem Wechsel, und dass es ihnen gut geht merkt man hauptsächlich daran, dass man rein gar nichts von ihnen hört.

 

Im Laufe der nächsten Tage werden wir uns die passenden Namen einfallen lassen. Ab dann werden sie streng nach Vorschrift gelistet, nämlich die Rüden zuerst und am Schluss die diesmal einzige Hündin und auch in alphabetischere Reihenfolge - und nicht mehr wie jetzt noch nach der Uhrzeit, zu der sie diese schöne Welt erstmals erblickten. Doch halt, das kann ja nicht stimmen, denn sehen können sie ja erst ab etwa 14 Tagen!

 

 

 

13. Juli 2021

 

Der gestrige Tag war recht unterhaltsam und entbehrte gegen Abend auch nicht einer gewissen Spannung. Nach dem Mittagessen konnten wir den angekündigten Besuch empfang, über den wir uns immer wieder wirklich freuen - Helios besuchte uns wieder einmal, natürlich in Begleitung seines Chauffeurs Georg und seiner Haushälterin Elfriede. Wir Menschen freuten uns natürlich sehr über das Wiedersehen, waren es doch zwei, drei Stunden angenehmer und immer wieder interessanter Unterhaltung bei Kaffee und einigen konditorischen Köstlichkeiten, die uns dankenswerterweise mitgebracht wurden.

 

Unter den Hunden ließ sich das etwas langsamer an - Ilva ist eh immer etwas zickig und lässt sich viel Zeit damit, hundliche Annäherungsversuche huldvoll zu erwidern. Die Mädels Monia und Oliva wussten, was sich gehört, nämlich reiferen älteren Herren zunächst erst mal die kalte Schulter zu zeigen, aber am Ende siegte doch der Charme des Prinzen von Hildesheim, wie wir Helios gerne nennen. Er muss den jungen Hundedamen wie der berühmte weiße Ritter vorgekommen sein, denn am Ende liefen sie ihm ständig hinterher, wohl mit dem dringenden Wunsch, von ihm gerettet zu werden. 

 

Ilva fand das offensichtlich ziemlich albern, denn sie hielt sich ausschließlich an den menschlichen, hauptsächlich männlichen Besuch und tat dort völlig schamlos das, was sie bei solchen Gelegenheiten immer macht, nämlich so, als würde sie von uns nie auch nur eine Spur von Streicheleinheiten oder sonstigen gut gemeinten Zuwendungen bekommen. Dem müssen wir natürlich energisch widersprechen! 

Der geneigte Leser wird sich nun fragen, wo denn eigentlich die werdende Mutter, unsere gute Eboli bleibt, mit deren "Niederkunft" wir für den kommenden Mittwoch oder Donnerstag rechneten. Sie hat sich natürlich den Besucherstress gerne erspart und ist mit ihrem unglaublich dicken Bauch lieber im Hundezimmer geblieben. Natürlich schauten wir trotz Besuch und als pflichtbewusstes Personal regelmäßig nach ihr!

 

Gegen 15:00 Uhr war noch alles ganz normal und als wir eine gute halbe Stunde später noch einmal nach ihr schauten, hatte sie einen braunen und einen weiß-braun gefleckten Rüden-Welpen neben sich auf ihrem Schlafplatz liegen - bestens abgenabelt und sorgfältigst gesäubert und getrocknet und eifrig an Mutters Brust nuckelnd. Womit dieses so liebenswerte "alte" Mädchen einmal mehr bewies, was für eine großartige Mutter sie ist.

Auf den nächsten Welpen mussten wir bis 16:40 Uhr warten und konnten sehen und mit Eboli mitfühlen, wie schwer ihr das fiel - und hatten am Ende auch die Erklärung für diesen sichtbar und mitfühlbar Kräfte zehrenden Kampf. Das weiß-braun gefleckte Mädel stemmte 460 gr auf die Waage - das reicht normalerweise durchaus für zwei recht proppere "Lagotten" - Welpen!

 

Danach ging es deutlich leichter, um 17:15 Uhr kam als vierter ein Rüde, der auch stolze 370 gr auf die Waage stemmte, aber sich eine vorerst undefinierbare Farbe zugelegt hatte - Orange, Caramel, Beige oder am Ende einfach "schmutzig-weiß"? - Die Nummer Fünf kam um 17:35 Uhr und war mit immerhin 350 gr ein ebenfalls weiß-braun gefleckter Rüde. -  Als Nummer Sechs kam um 18:00 Uhr natürlich auch wieder ein weiß-braun, aber diesmal deutlich kräftiger gefleckter Rüde, der ebenfalls 350 gr wog.

 

Eboli war inzwischen sichtbar geschafft, aber obwohl nicht mit letzter Sicherheit feststellbar, waren wir der festen Überzeugung, dass noch ein siebter Welpe zu erwarten war. Um 18:45 Uhr bestätigte sich das gewissermaßen mit der letzten Luft, der letzten schwachen Wehe und ein wenig menschlicher Nachhilfe kam noch ein komplett brauner Rüde mit wieder unglaublichen 450 gr! 

 

Nun war es wirklich geschafft - vor allem unsere gute Eboli - sie war einfach nur richtig platt! - Nach dem wir sicher waren, dass alle Welpen fit und in jeder Hinsicht komplett und gesund sind, wurde die "Bettwäsche" gewechselt und Eboli kam unter die Dusche. Wir hatten durchaus den Eindruck, dass ihr das gut tat und sie es auch genoss. Nach einer kräftigen Mahlzeit war sie auch in der Hinsicht zufrieden, legte sich ganz selbstverständlich zu ihrem Nachwuchs und "wischte alle Sieben noch einmal gründlich feucht durch".

 

Das machten wir nun nicht mehr, räumten aber auch noch ein wenig auf und, wie wir fanden aus gegebenem Anlass, gönnten wir uns einen Schluck Hochprozentiges und begaben uns auch die Nachtruhe.

 

Ein unbedingt wichtiger Hinweis: Wir bitten von jeglichen Anfragen abzusehen - alle Welpen sind längst fest vergeben! 

 

04. Juli 2021

Monia mit ihrem ständigen Schatten Oliva dahinter - die Eine oder die Andere alleine ist kaum vorstellbar

 

Heute vor einer Woche waren wir mit Monia zur Zuchtzulassungsveranstaltung des LRWD e.V. in Alsfeld und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Durch Corona war ja alles recht umständlich wenn nicht gar schwierig - die diversen Untersuchungen und Tests, terminlich  immer irgendwie provisorisch und kurzfristig. Aber nun haben wir es geschafft, uns fehlte noch eine Formwertbeurteilung und damit die eigentliche Gesamtzulassung - und unser Lagotto-Mädchen hat uns mit ihrem ausgeglichenen freundlichen Wesen einmal mehr begeistert. Obwohl sie, auch durch Corona bedingt, solche "Massenveranstaltungen" überhaupt nicht gewohnt war, hat sie all diese fremden Menschen, fremden Hunde und das widerholte "Begrapsche" durch die diversen Sachverständigen und das ganze Drumherum gelassen gemeistert - wenn sie auch manchmal etwas fragend und ein wenig ratlos geschaut hat. - Wir dürfen mit diesem tollen Mädel also jetzt ganz offiziell züchten und wenn wir die Daten schwarz auf weiß haben, werden wir die unter "Unsere Hunde" bekannt geben,

Durch den Blickwinkel sieht man es hier nicht, aber Ebolis Bauch ist schon sehr, sehr rund geworden und mit dem Nachwuchs rechnen wir ziemlich sicher zur Mitte dieses Monats. Es ist Ebolis letzter Wurf, von denen einer immer genau so gut war wie die anderen. Sie trägt es mit ihrer typischen Gelassenheit und wird auch dieses Mal die gleiche vorbildliche Mutter sein wie in den Würfen zuvor. Danach kann diese so freundliche, unkomplizierte, liebenswerte Hundedame ohne jeden weiteren Erziehungsstress die zweite Hälfte ihres Lebens bei uns genießen.

Das sind doch wirklich rosige Aussichten!

 

19. Juni 2021

 

Außer dass es derzeit derart heiß ist und nahezu jede Bewegung zu Schweißausbrüchen führt, und dass unsere Eboli jetzt deutlich sichtbar trächtig ist, gibt es von hier nichts weltbewegendes zu berichten, deshalb im Anschluss ein paar Fotos von Olympia, der Wurfschwester unserer Oliva - beide haben sich richtig gut gemacht,

 

07. Mai 2021

Milva (jetzt Lucy) wurde zu Anfang ihrer neunten Lebenswoche von hundeerfahrenen Menschen mit einem großen Wohnmobil abgeholt. Jetzt müsste man ins Detail gehen, was hier aber zu weit führen würde – nur so viel: Wir hätten einen chronisch kranken Hund verkauft! – Gerne hätten wir die Kleine sofort zurückgenommen, konnten das aber erst nach längerem Hin und Her vierzehn Tage später. Auffällig war, dass dieser angeblich ständig kranke, zu der Zeit rund elf Wochen alte Hund zwar perfekt „Sitz, Platz“ und „bei Fuß“ auf Zuruf beherrschte, aber keinerlei emotionale Beziehung zu „seinen Menschen“ zeigte.

 

Bei uns war Lucy von jetzt auf gleich derselbe normale, gesunde, lebhafte Hund wie ihre Schwester Monia. Eine gute Woche später kam ein Ehepaar, das dem vorherigen irgendwie ziemlich ähnelte. Der zehnjährige Sohn tobte sofort mit unseren anderen Hunden über das Grundstück. Lucy saß während der ganzen Zeit mit Sicherheitsabstand vor den fremden Menschen, ließ sie nicht aus den Augen und war nicht dazu zu bewegen, auch nur einen Schritt auf das Ehepaar zuzumachen.

 

Eine weitere Woche später besuchte uns auf dem Rückweg aus dem Urlaub eine vierköpfige Familie ohne jegliche Hundeerfahrung, um sich nur mal einen Lagotto „live“ anzuschauen, weil man mit dem Gedanken spielte . . . – Es war beidseitig Liebe auf den ersten Blick und Lucy wohnt jetzt seit bald zwei Jahren südlich von München. Sie und ihre Familie sind rundum glücklich, im Viertel hat sie einen regelrechten Fan-Club aus Menschen und Hunden und den Tierarzt kennt sie nur von den notwendigen Impfungen. 

 

Völlig anders ist die Geschichte Oratios aus unserem letzten Wurf. Sein neues Zuhause wurde eine kleine Familie – Eltern, ein elfjähriger Sohn – richtig tolle, netten Menschen, es war einfach alles bestens. Nach vierzehn Tagen wurde uns der Bursche von wirklich traurigen Menschen zurückgebracht. Es wäre doch wirklich alles bestens gewesen, aber zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Frauchen hatte sich eine unerklärbare, unüberwindbare Dissonanz aufgebaut – es tat uns allen unglaublich leid. Aber da gab es noch eine junge Familie mit zwei Mädchen so um die zehn Jahre alt und nun lebt Oratio, der jetzt Bruno heißt, in Niedersachsen als kleiner Prinz zusammen mit zwei kleinen Prinzessinnen.

 

Zwischen Lucy und Bruno gibt es noch unseren N-Wurf und da hatten wir gleich zwei „Retouren“: Nocciola hatte es wirklich gut getroffen, sie kam in eine große, lebhafte Familie mit viel Platz drumherum und da wäre sie sicher auch gerne geblieben. Denn sie hatte alles im Übermaß was man so als Hund braucht und wurde so sehr verwöhnt, dass sie im zarten Alter von zwölf Wochen der Überzeugung war, sie sei die Chefin – was in der Praxis ja nicht wirklich ideal ist. Nun lebt sie schon seit rund einem Jahr glücklich und zufrieden bei einem pensionierten Berufssoldaten und seiner Frau, hat es gelernt, Autoritäten und Regeln zu akzeptieren und die bewährte gesellschaftliche Ordnung wird nicht mehr infrage gestellt.

 

Wirklich schwer getroffen hat uns der Fall ihrer Schwester Niceta, die von einem nicht mehr so ganz jungen Ehepaar adoptiert wurde. Unglaublich naturverbundene, engagierte Menschen, die dem kleinen Hund alles boten, was man vernünftigerweise einem Hund bieten soll und kann. Innerhalb kürzester Zeit waren die Drei ein eingespieltes Team und Niceta unter anderem eine richtig gute Trüffelsucherin. Nur mit Frauchens Gesundheit ging es stetig und immer schneller bergab. Erst als es schon fast zu spät war, wurde eine Eiweißallergie erkannt. Im Rahmen der Körperpflege lecken Hunde nun mal auch ihr Fell und dadurch kommt das Eiweiß aus ihrem Speichel auch an Frauchens Hände – gerade ein junges Lagotto-Mädchen lässt sich doch zu gerne beknuddeln. Zur großen Erleichterung für dieses Paar fand sich gar nicht so weit weg ein neues Heim für Niceta (die jetzt Coco heißt), mit sehr viel Platz und einigen anderen Vierbeinern.

 

Warum das jetzt hier steht? – Nun, Monia und ihre Schwester Lucy (Milva – die großartige Namenspatin ist leider vor einigen Tagen verstorben) werden am 26. zwei Jahre alt, und bei Geburtstagen geht einem schon mal durch den Kopf, was so aus dem „eigenen Nachwuchs“ geworden ist, und Bruno ist durch die zugeschickten Fotos ja noch ganz aktuell – auch, dass das Leben offenbar doch immer komplizierter wird – oder, dass es eigentlich nie am Hund liegt, wenn in einer Hund-Mensch-Beziehung etwas nicht klappt  – oder vielleicht auch, dass man sich selbst nicht immer so absolut sicher sein sollte!                                                                    

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