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aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

10. Mai 2022 - Der R-Wurf ist unterwegs!

 

Gestern, am bewussten 30. Tag, haben wir mit Ilva unsere Tierärztin besucht, um mittels eines Ultraschalls ganz sicher zu gehen, dass sie trächtig ist. Wir waren zwar sowieso davon überzeugt, weil sie sonst normalerweise eher ein bisschen zickig ist, aber unter diesen bestimmten Umständen sich immer in ein überwältigendes Schmusekätzchen verwandelt.

 

Und nun ist es amtlich: Ilva ist wirklich "schwanger"! Es ist uns immer noch unklar, wie die Tierärzte das so gut erkennen, aber unsere Tierärztin ist sicher, dass mindestens sieben Welpen unterwegs sind, es könnten aber auch acht oder gar neun sein, so genau wäre das nicht zu sehen. Wie viele es am Ende wirklich sind, ist uns ziemlich egal, Hauptsache sie entwickeln sich gut und kommen problemlos und gesund zur Welt, und auch Mutter Ilva übersteht den Stress und die Belastung gesund und kann sich die folgenden Wochen bis zur Abgabe gut um den Nachwuchs kömmern.

Hier noch einige Fotos - mit Ausnahme des weißen Helios von Welpen aus den letzten beiden Würfen - die uns in letzter Zeit zugeschickt worde.

13. April 2022

Die beiden folgenden Bilder zeigen unser komplettes Damenquartett - Zur Orientierung:Linkes Bild - links vorne unsere Jüngste, Quarta, jetzt fünf Monate alt. Die nächste dahinter, Quartas Mutter Monia, jetzt knapp drei Jahre alt. - Dahinter Monias Mutter Ilva, jetzt gut fünf Jahre alt. - Rechts auf diesem Bild ist Eboli zu sehen, Ilvas Mutter und die In diesem Jahr acht Jahre alt wird, schon immer daran zu erkennen, dass ihre Rutenspitze leicht nach rechts gebogen ist.

Wir sind ein wenig stolz darauf, dass es uns im Laufe der Jahre gelungen ist, innerhalb von inzwischen sechs Generationen - zuerst mit Comes cordis Dulcinea (t) und ihrer Tochter Folletti di Tartufo Aletta (t) nun vier aufeinander folgende Generationen "Trüffelkobolde" im Haus zu haben. Die allesamt in Form und Wesen typische, liebenswerte Lagotti sind - wenn auch mal eine einen kleinen Fehler hat, wie einen fehlenden Zahn oder wahrhaftig mal eine C-Hüfte. - Auch ohne, dass wir ständig das Bestreben betont haben, einfach die Besten zu sein!

 

Unser gute Eboli hat mit ihren inzwischen stets gelungenen fünf Würfen ihr Soll reichlich erfüllt und wird nun bei uns ihren Ruhestand genießen. Ilva haben wir am vergangenen Wochenende decken lassen und wenn alles richtig läuft wird sie in zwei Monaten ihren dritten Wurf haben. Unsere "examinierte Kindergärtnerin" Monia hatte als ersten einen großartigen Neuner-Wurf, durchgehend gut geraten, und muss sich nun in der Konsequenz mit ihrer Tochter Quarta herumschlagen. im nächsten Frühjahr wird sie sicher ihren zweiten Wurf haben. Ihre Tochter Monia ist bis jetzt ganz offensichtlich vielversprechend unser "bestes Pferd im Stall", aber ob wir mit ihr jemals einen Wurf machen werden, bezweifeln wir stark - schließlich gehen wir ganz stramm auf die Achtzig zu!

Zum Schluss können wir noch vermelden, dass unser Paco aus Ebolis letztem Wurf, der jetzt Enzo gerufen wird, am 03.April in Alsfeld auf der Spezial Rassehunde-Ausstellung in seiner Jünsten-Klasse den 1. Platz gemacht hat. Er ist jezt zehn Monate alt und damit natürlich kein Champion, aber es ist doch ein richtig guter Anfang. Wir gratulieren ihm und seinen Menschen ganz herzlich zu diesem Erfolg und drücken die Daumen für eine großartige Ausstellungskarriere!

24. Februar 2022

 

Der Sonnenuntergang am Dienstagabend (Foto unten) kündigte uns an, dass der Mittwoch endlich wieder einmal ein richtiger Sonnentag wird, also stand unser Entschluss fest.

Am späten Vormittag machten wr uns auf den Weg, um eine größere Runde zu drehen, mit einiger Sicherheit die größte, die unser Mädchen Quarta bisher zu bestehen hat. Wir waren sicher, dass sie gutmithalten würde, denn sie ist top in Form. 

Gut anderthalb Stunden waren wir unterwegs, genossen das herrliche Wetter und sahen gelegentlich schon, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Uns Menschen hat es richtig gut getan und mit einger Sicherheit waren wir beiden etwas Älteren diejenigen, die am meisten geschafft waren. Die Hunde jedenfalls waren ausgesprochen unternehmungslustig unterwegs und mussten gelegentlich energisch zurück gepfiffen werden, ehe sie aus unserem Gesichtsfeld entschwanden - und Klein-Quarta war immer mittendrin dabei, ohne auch nur ein einziges Mal Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Erst zu Hause, nach einer kleinen Stärkung, zog sie sich zu einem etwas längeren Schläfchen unter die Eckbank zurück.

20. Februar 2022

Vor einigen Tagen besuchte uns eine Freundin mit ihrem Hund Lennox – einem erst sieben Monate alten, aber schon sehr stattlichen Magyar Viszla-Rüden, gut erzogen, sehr freundlich, aber auch ausgesprochen lebhaft und natürlich deutlich größer als unsere Lagotto-Damen. Ziemlich lange her hatten wir ihn hier schon einmal zu Besuch, aber da war er nicht viel größer als unsere Quarta jetzt und die war damals noch gar nicht da.

 

Entsprechend war natürlich die Reaktion unserer Damen. Eboli als Stubenälteste erklärte ihm gefährlich knurrend, dass so ein Halbstarker hier nicht unbedingt gerne gesehen sei und machte sich für die Dauer seines Besuches unsichtbar. Ilva inspizierte ihn auf bekannte Art be-tont desinteressiert und hielt ihn mit ihrer, für solche Fälle eingeübten, schon fast beleidigenden Arroganz auf deutlichen Abstand.  Unsere immer freundlich-fröhliche Monia war zunächst etwas überrascht von Größe und Temperament dieses windschnittigen Artgenossen, aber mit einer stets spürbaren leichten Vorsicht kam sie gut mit Lennox zurecht. Ihre Tochter Quarta, in unserem Rudel sonst immer die mit der größten Klappe, hielt sich die meiste Zeit ganz betont im Windschatten ihrer Mutter auf und fiel sofort immer in die niedrigste Gangart, wenn der Große ihr zu nahe kam.

 

Im Großen und Ganzen verlief dieses Treffen für Monia vielleicht etwas erschöpfend und für ihre Tochter Quarta ganz bestimmt, aber immer regelkonform, völlig ohne Aggressivität und so auch ohne den geringsten Schaden für die Beteiligten. Und einmal mehr war zu beobachten, wie ein Rudel – in diesem Falle Großmutter Ilva, Tochter Monia und Enkelin Quarta – normal und sehr natürlich interagiert.

 

Lennox überdrehte nämlich nach einiger Zeit etwas im jugendlichen Überschwang, ausgerechnet unserer Kleinsten, unserer Quarta gegenüber, so dass Mutter Monia sich gezwungen sah, beruhigend einzugreifen. Was Lenny allerdings irrtümlich als Aufforderung ver-stand, noch mehr aufzudrehen, so dass auch Monia recht schnell an ihre Grenzen kam. Als ich überlegte, dort vielleicht einzugreifen, kam mir unsere Ilva tatsächlich zuvor, um Tochter und Enkelin zu unterstützen.  Auf einmal stand sie zwischen ihren Nachkommen und dem aufgedrehten Halbstarken – selbstbewusst, steifbeinig, angespannt, mit waagerecht gehaltener Rute, man drehte sich auch zwei-, dreimal umeinander, kein Ton war zu hören, aber dann war wahrhaftig auch Ruhe.

 

Sie wird ihm schon ins Ohr geflüstert haben, welche Regeln ab sofort zu befolgen sind, und da auch wir Menschen der Meinung waren, es sei genug getobt worden, beendeten wir die Sportstunde und begaben uns in die Küche. – Wir Menschen für Kaffee und Kuchen und die Vierbeiner für je ein Stück Trockenpansen – und alles blieb friedlich.

 

 

 

03. Februar 2022

Am vergangenen Sonntag besuchte uns Pepe (Folletti di Tartufo Pulce D` Aqua), unser blonder Wasserfloh. mit seinem Personal - und wir haben wirklich gestaunt. Wie nicht anders zu erwarten, ist er inzwischen eher weiß als blond - bis auf die Ohren - aber er ist wahrhaftig lange nicht mehr so spargelig wie bei seinem letzten Besuch - schon ein richtig großer Junge mit breiten Schultern und mit seinen sieben Monaten fast genau so groß wie seine auch nicht gerade kleine Mutter Eboli. Aber ganz wichtig, er hat sein ausgesprochen freundliches Gemüt behalten und ist ein kontaktfreudiger, umgänglicher Familienhund - wenn auch sich die nahende Pubertät gelegentlich bemerkbar machte. Jedenfalls fand unsere Quarta in ihm einen endlos duldsamen Spielpartner und Beschäftigungstherapeuten - und wir wunderten uns einmal mehr, wie unkaputtbar, unverwüstlich und ausdauernd unsere Jüngste ist.

 

Wir Menschen waren also von Hundebetreuung jeglicher Art befreit, konnten uns aufs reine Beobachten beschränken und etliche schöne Stunden genießen. Mit gleitendem Übergang vom sonntäglichen Nachmittagskaffee zum Abendessen, unterstützt von einer Vielzahl "Schmeckewöhlerchen" und der einen oder anderen oder auch mehreren Flaschen Wein. So war es denn kein Wunder, dass der Abend recht lang wurde und das gemeinsame Frühstück am Montagmorgen endsprechend später stattfand. Danach verabschiedeten sich Pepe und sein Personal, um mit dem Wohnmobil nach einem Schlenker über den Großen Inselsberg in Thüringen wieder in den heimaltlichen Westerwald zu reisen. Fast noch schöner und unterhaltsamer als unsere Hundeleidenschaft ist doch der Umstand, dass man dadurch fast ausschließlich nur nette Menschen kennen lernt und sich bei deren Abschied schon wieder auf ihren nächsten Besuch freut!

 

Bei der Gelegenheit: Heute haben wir die Ahnentafeln für unseren letzten Wurf erhalten. Über das Wochenende werden wir sie vervollständigen, versandfertig machen und am Montag per Einwurfeinschreiben verschicken.

20. Januar 2022

Monia schaut hier leicht nachdenklich, was sicher daran liegt, dass sie darauf hofft, vom Tisch könnte Essbares herunterfallen. Denn sie hat wohl noch nicht verinnerlicht, dass die täglichen Futterrationen deutlich kleiner werden mussten, seit der Nachwuchs aus dem Haus ist. Gut, sie arbeitet ja noch intensiv an der Erziehung ihrer Tochter Quarta, aber das ist doch kein Vergleich mit dem, was sie vorher am Hals hatte.

 

Gut, wenn man da zuschaut, und das kann dauern, immer auch mehrmals am Tag, das zehrt schon an den Kräften. Aber gerade als junge Mutter sollte man es schon begrüßen, weil durch den so gegebenen Kalorienabbau die Figur nur gewinnen kann. Und immerhin nimmt ihr Oma Ilva gelegentlich auch einen Teil der Arbeit ab. Es deutet sich sogar ganz zart an, dass die Uroma ("Glockgrandmother", wie ein Klassenkamerad vor Jahrzehnten mal ins Englische übersetzte.) Eboli Interesse für die Urenkelin entwickelt. Gestern ließ man sich erstmalig ausgiebig vom Nachwuchs beschnuppern und schnupperte auch ausgiebig zurück - ohne zu knurren. Na, wer sagt ´s denn . . .

Hier noch ein paar Bilder von einigen Geschwistern Quartas, die uns zugeschickt wurden. Zu unserer Freude hat sich eine Dreiergruppe gefunden, die schon regelmäßig auf den Hundeplatz geht. Es ist gar nicht so schlecht, wenn mal etwas von dem Nachwuchs in der Nähe bleibt. Unser kleiner Carlo, der gar nicht mehr so klein ist, lebt jetzt mit zwei ganz Großen zusammen, und hier war es ungefähr so ähnlich wie bei uns. Einer der beiden älteren Herren stellte sich gleich als duldsamer Spielkamerad zur Verfügung, wogegen der noch ältere Wert auf größere Distanz legte, inzwischen aber auch etwas freundlicher wird.

 

 

 

11. Januar 2022

Hier noch ein paar letzte Bilder aus dem Kobolde-Mutterhaus, vom Abschiednehmen und von den neuen Familien. Wie wir den Rück-meldungen entnehmen können hakt es zwar gelegentlich ein klein wenig, aber im Großen und Ganzen haben die Starts in das jeweils neue Leben ganz gut geklappt.

 

Vorige Woche Dienstag wurde Quirina abgeholt, heißt jetzt Ima und kann künftig im Bergparkt Wilhelmshöhe die Wasserspiele bestaunen. Keine Bange, sie muss nicht alleine mit dem etwas älteren Herren leben, Frauchen war nur gerade kurzfristig verhindert. Seit dem Heiligen-Drei-Königs-Tag wohnt Quadriga in einer Familie mit zwei taffen Jungs im nördlichen Harzvorland (Leider haben wir ihren neuen Namen vergessen und bitten um einen entsprechenden Tipp.) Unser unübersehbarer Quantum, der jetzt Freddy heißt, wohnt seit ver-gangenem Freitag in einem Nachbarort Kassels und wird wohl bald Mitglied bei der dortigen Feuerwehr. Gegen Samstagmittag verab-schiedete sich Quinta in die Nähe von Stuttgart. Sie wird jetzt Tosca genannt und wird sich wohl öfter eine Predigt anhören müssen. Am Nachmittag verließ uns die kleine Quota, die nun Lotti gerufen wird. Sie lebt jetzt zusammen mit vier "Geschwistern" im Saarland, unmittelbar vor der französich-deutschen Grenzen. Wir sind gespannt, wann wir zweisprachig mit ihr parlieren können.

 

Bleibt noch Quarta übrig - und bei uns! Ungefähr zwei Tage hat sie etwas ratlos aus der Wäsche geschaut, weil nach und nach sämtliche Geschwister verschwanden. Aber Mutter Monia hat sie recht liebevoll getröstet und in die neuen Verhältnisse eingeführt. Gewisse Start-probleme gab es und gibt es immer noch gelegentlich, weil Urgroßmutter Eboli, ganz gegen ihre gewohnte ruhige Art, von dem jungen Gemüse überhaupt nicht begeistert ist. Wogegen Großmutter Ilva, ansonsten ziemlich zickig, das kleine Mädchen problemlos akzeptiert hat, sie kümmert sich aber auch nicht wirklich bemerkenswert um die Enkelin. Quarta selbst hat erstaunlich ungerührt die Umstellung von der "Massentierhaltung" mit den Geschwistern zum Kleinkind in einem Vier-Generationen-Haushalt bewältigt und ist erstaunlicherweise - hoffentlich irren wir uns nicht - schon fast stubenrein.

 

 

 

03. Januar 2022

 

Aus der Kegelmannschaft "alle Neune" ist inzwischen ein halbes Dutzend geworden und es werden täglich weniger. Am vergangenen Samstag zog es unseren kleinen Quo Vadis in den Kreis Herford, den er jetzt als Carlo unsicher macht. Am Sonntag verabschiedete sich Querida in den Habichtswald und heißt nun Mafalda. Heute mussten wir uns von der knuffigen Quilla verabschieden, die nun Billie heißt und in der Nähe von Hildesheim wohnt. Morgen zum Bespiel, wird Quirina abgeholt und in Zukunft in Kassel leben. Am Mittwoch sind wir anderweitig gebunden, aber ab Donnerstag wird jeden Tag ein "Quobold" abgeholt, bis am Ende nur noch Quarta bei uns bleibt.

 

In den letzten Tagen konnten wir dem Nachwuchs immerhin etwas mehr Auslauf bieten - zwar nicht in die große weite Prärie unseres wild wuchernden Rasens, zu hoch und zu nass. Das macht bei den doch noch recht kurzen Beinen zu schnell nasse Bäuche und am Ende vielleicht eine Blasenentzündung. Allzu schnell fangen die lieben Kleinen an zu zittern, was für uns das Zeichen ist, sie wieder einzu-sammeln und unter Rotlich aufzuwärmen.

 

Bei Ende-Dezember-Temperaturen von 12 bis erstaunlichen 16 Grad konnten wir den Nachwuchs immer wieder für etwas längere Zeit im alten Husky-Zwinger sich austoben lassen, der ist zu zwei Dritteln überdacht und zu drei Vierteln gepflastert und wird auch als Abstell-fläche genutzt. Nicht unbedingt Hollywood-Kulisse, erfüllt in harten Zeiten aber durchaus seinen Zweck. Der hoffnungsvolle Nachwuchs kann sich einigermaßen austoben, ist abends müder und schläft morgens etwas länger. 

27. Dezember 2021

Wir haben einen Verdacht - immer wieder hören wir von Erziehungsberechtigten unserer jungen Trüffelkobolde, die in Hundeschulen gehen, dass, wenn sie zum Unterricht kommen, gesagt wird: "Ach, jetzt kommen die Streber!" - Ganz sicher gehört unsere Rasse zu den Klügeren in der gesamten Hundewelt, wenn nicht gar zu den Klügsten, davon sind wir ja alle überzeugt. Manchmal kommt mir aber der Gedanke, dass vor allem die Winterwürfe noch klüger sind. Denn die lieben Kleinen kommen dann ja nicht so viel und vor allem nicht so lange Zeit ins Freie, wie z.B. die Sommerwürfe. Und dann haben sie eben, wie man oben und bei den nächsten Bildern sehen kann, mehr Zeit, Zeitung zu lesen. Nun legen wir unsere Kinderstube aber grundsätzlich nicht mit z.B. der Bild-Zeitung aus, sondern mit höherwerti-gem Bildungsmaterial wie z.B. der "Zeit" und anderen überregionalen Zeitungen (Dank der Mithilfe etlicher Lagotto-Fans.), und nur wenn es gar nicht anders geht, auch mit unserer schlichten regionalen Tageszeitung.

 

Eine Woche noch können sich alle Welpen zusammen hier weiterbilden, am 01. Januar zieht als Erster Quo Vadis, der kleinere unserer beiden Jungs, in seine neue Heimat, und dann fast jeden Tag ein weiterer unserer "Quobolde". Vorher kommt aber noch am 29.12. der Tierarzt um die Gesundheit zu überprüfen und zum chippen und impfen, am 30.12. die VDH-Zuchtwartin und kontrolliert, ob alles vor-schriftsmäßig ist. Gestern haben wir mit der letzten Wurmkur begonnen, heute bereits noch einmal nachgelegt und morgen kommt die letzte Portion. Man darf also davon ausgehen, dass unser Q-Wurf im bestmöglichen Zustand das Geburtshaus verlässt.

21. Dezember 2021

 

So sieht es bei Tagesbeginn aus, wenn die Welpen ihre Morgentoilette beendet haben und auf die erste Futterschüssel warten. Also erst einmal feucht durchwischen und mit Zeitungen wieder neu auslegen, dann füttern und dann die kleinen Ferkel rauslassen und gleich wieder feucht durchwischen und . . . 

Gestern war es endlich so weit - vom frühen Morgen an strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit und schon gar kein Regen - allerdings fünf Grad unter Null und das Gras noch ziemlich feucht. Also warten, dass es etwas wärmer wird und unser gepflegter Golf-rasen vielleicht noch ein wenig abtrocknet. Gegen halb Zwei herrschte dann im strahlenden Sonnenschein eine gewisse minimale Wohl-fühltemperatur und die Welpen durften hinaus ins wilde, freie Leben. 

Es war nicht zu übersehen, welchen Spaß unsere kleinen Kobolde hatten, aber es waren immer noch vier, fünf Grad unter Null und das Gras nass. Deshalb war auch nach gut zwanzig Minuten nicht mehr zu übersehen, dass der eine oder andere anfing zu zittern. Da war es mit dem Spaß schon wieder vorbei, die Kleinen mit den feuchten Beinen und Bäuchen wurden wieder eingesammelt und gleich unter der Rotlichtlampe deponiert. Zur inneren Aufwärmung wurde ihnen eine kräftige Portion Futter mit angewärmter Ziegenmilch angeboten und dankbar bis zur völligen Vernichtung angenommen.

 

Leider richtete sich das heutige Wetter nicht nach der Vorhersage. Die Sonne konnte sich erst gegen 14:00 Uhr durch den dicken Nebel kämpfen, und der für heute versprochene Freigang wurde ersatzlos gestrichen. Denn bei bis zur Abenddämmerung anhaltenden minus fünf Grad verschwand noch nicht einmal der Raureif auf der Wiese. Auch die Aussichten für Morgen sehen wohl kaum besser aus.

Dienstagvormittag - 11:15 Uhr - minus 6 Grad - überall dicker Raureif - Sicht maximal 30 m - keine guten Aussichten

 

 

06. Dezember 2021

Am vergangenen Freitag erweiterten wir die Bewegungsmöglichkeiten unserer Welpen. Leider nicht nach draußen, bei Temperaturen um Null Grad und immer wieder etwas Regen oder Schnee ist uns das Risiko einfach zu hoch. Die Wettervorhersage am Sonntagabend für einigermaßen sonniges Wetter am Montag war zumindest bei uns leider auch nicht zutrefffend, über Nacht hatte es offenbar immer wieder geregnet und den ganzen Montag über war es sehr diesig und nieselte gelegentlich.

 

So sehr wir es dem braunweißen Nachwuchs gegönnt hätten (und auch uns), sich an der frischen Luft müde zu laufen, das Risiko ist uns einfach zu hoch. Von Geburt an im geheizten Kinderzimmer, auch mit einer Rotlichtlampe für die besonders "Frösteligen" - und dann raus, bei knapp über Null Grad, einer nassen Wiese und leichtem aber stetigem Wind - wie schnell haben sich die Kleinen da eine Erkältung oder Schlimmeres eingefangen!

 

Da muss halt der notgedrungen kleine Innenauslauf reichen - was aber immerhin zur Folge hat, dass die alten Zeitungen (Nichts ist so alt wie eine Zeitung von Gestern!) nachhaltiger genutzt werden. Damt legen wir nämlich den Auslauf aus - auch mit der Unterstützung von Freunden, die für uns sammeln - und können die erstaunlich schnell verschmutzten Blätter immer bedarfsgerecht austauschen. Natürlich sieht das nie wirklich gut aus, aber wir sind ganz sicher: Die Zeitung mit den VIER GROßEN BUCHSTABEN bekommen unsere Welpen nie zu sehen - stets nur eine seriöse Wochenzeitung und die eine oder andere, nicht immer besonders inhaltsschwere, Lokalzeitung.

 

Vielleicht hilft ´s ja doch irgendwie bei der intellektuellen Entwicklung, wenn unsere Q-Kobolde jetzt noch für ungefähr vier Wochen auf seriöser Druckerschwärze herumlaufen - und natürlich geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sie zwischendurch doch noch gelegentlich für ein paar Minuten in die Natur können - bis sie dann doch anfangen zu zittern.

 

 

25. November 2021

 

Nun sind die Q-Welpen drei Wochen alt und entwickeln sich nach wie vor gut. Wobei sich hier offensichtlich ein Drei-Klassen-System entwickelt - vier Welpen in einer höheren Gewichtsklasse, drei deutlich darunter und zwei dazwischen. In einem so großen Wurf ist das nicht ungewöhnlich, wird sich bis zur Abgabe aber noch einigermaßen angleichen.

Die Welpen wirken hier etwas angefeuchtet, was daran liegt, dass sie von Muttern sorgfältig abgeleckt wurden. Weil sie vorher gefüttert wurden und an ihren Tischmanieren noch gearbeitet werden muss. Sie sind nämlich immer noch der Meinung, man müsse beim Fressen durch selbiges laufen, um wirklich satt zu werden. Wir arbeiten daran!

Und am Ende gibt es dann immer die bereits bekannte Haufenbildung, um sich beim Verdauungsschlaf ausreichend zu wärmen.

 

 

19. November 2021

 

Natürlich haben wir die täglichen Futtermengen für Monia successiv gesteigert, weil der Appatit der Welpen von Tag zu Tag größer wird und die Milchproduktion gesteigert werden sollte. Monias Auffassung weicht aber von unserer ab und hat den Nachschub dazu genutzt, ihren Speckgürtel zu verstärken, aber nicht die Milchproduktion. Also füttern wir seit gestern zu und sind einmal mehr darüber erstaunt, wie schnell der Nachwuchs begreift, worum es geht.- jetzt gerade mal zwei Wochen alt! Gut, nicht alle gleich wirklich professionell, manche sehen hinterher aus, als wären sie durchs Moor gewandert oder hätten eine Fangopackung genommen. Aber es wird von Mal zu Mal besser und Mutter verputzt am Ende die Reste und leckt die Kleinen sauber - so haben alle was davon. 

Während Monia noch aufräumt, versuchen die Kleinen an der Milchbar noch einen Nachtisch abzuholen, was nur sehr bedingt klappt, denn die hält einfach nicht still. Am Ende passiert dann das, was immer passiert, wenn kräftig gefuttert wurde, man bildet einen Haufen und schläft den wohlverdienten Verdauungsschlaf.

 

 

17. November 2021

Mutter Monias wichtigster Job - für Nachschub sorgen. Der zweitwichtigste ist, den Nachwuchs und die Säuglingsstation sauber zu halten, und das macht sie mit großer Hingabe. Deshalb sehen wir es ihr gerne nach, dass sie die lieben Kleinen tagsüber auch mal für längere Zeit alleine lässt und den Kontakt mit uns Erwachsenen sucht. Gestern hat Lilo den Welpen die Nägel geschnitten, weil zuletzt deutliche Kratzspuren an der Milbar nicht mehr zu übersehensehen waren.  

Wenn die Welpen (täglich) gewogen werden, kommen sie der Reihe nach in einen Extrakorb, damit wir nicht durcheinander kommen. Sie scheinen das zu mögen, denn sie kuscheln sich aneinander und übereinander und bleiben ganz ruhig, bis sie wieder in die Wurfkiste kommen. Monia schaut der ganzen Aktion aufmerksam zu, aber irgendwann schaut sie ganz interessiert nach rechts oben auf den Schrank. Klar, denn dort steht ein kleiner Eimer mit getrockneten Pansenstücken, und sie ist wohl der Meinung, so ein, zwei oder vielleicht auch drei Stückchen würden ihr als Gage für ihre Mitwirkung durchaus zustehen. Und wenn wir Menschen das nicht schnell genug begreifen, wird eben auch zwei-, dreimal kurz aber nachdrücklich gebellt - das wirkt immer.

 

 

 

13. November 2021

Hier sind die Welpen eine Woche alt und man sieht jetzt noch deutlicher, was sie einmal werden wollen. Richtig interessant wird es noch eine Woche weiter, denn dann fangen sie an, die Augen zu öffnen, es kommt deutlich mehr Leben in die Bude und der Fernseher wird fast verzichtbar.

 

Unter "Zucht: Q-Wurf" sind die Namen und die aktuellen Gewichte dieses Wurfes zu sehen.

 

 

07. November 2021

 

Auf den folgenden Fotos sind die Welpen drei Tage alt und alles sieht doch schon deutlich besser als am Tag der Geburt - das Fell trocken und sauber, eben von Mutter Monia sorgfältig gepflegt. Gut, auf den ersten Blick ist man noch nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht doch Meerschweinchen sind.- Aber auf den zweiten Blick kann man, wenn man denn will, schon erkennen, dass es Hunde werden sollen nicht unbedingt unsere wunderbaren Lagotti - vielleicht auch Bassets oder Beagle. Aber wir sind ganz sicher, spätestens zum Jahreswechsel sind sie zweifelsfrei als die liebenswürdigste Hunderasse der Welt zu erkennen - zumindest für ihre Fans und ihr zukünftiges Personal! - Ganz wichtig ist für uns aber jetzt, dass sie an "Mutters Brust" regelmäßig zunehmen, und außer Wiegen ist das sicherste Zeichen dafür, dass man von den Welpen praktisch nichts hört, auch wenn die Mutter nicht da ist. - Fester Verdauungsschlaf und offenbar gelegentlich schon lebhafte Träume, aber kein Jammern oder empörtes Gequietsche, weil der Hunger quält!

Bei Monia konnten wir einmal mehr beobachten, dass auch Hundemütter dazu lernen, bisher hatte sie nicht wirklich die richtige Liege-position, damit alle Welpen gut an ihr Gesäuge kommen, aber seit heute morgen liegt sie ganz flach und lang ausgegestreckt auf der Seite - na, klappt doch!

 

Auch sonst händelt sie ihren Nachwuchs etwas anders, als es Mutter Ilva und Großmutter Eboli getan haben, die ja während der ersten Woche mit Welpen immer nur mit größter Mühe aus der Wurfkiste zu bekommen waren, und sofort wieder darin verschwanden, wenn sie ihr Geschäft erledigt oder gefressen hatten. Monia hatte schon am ersten Tag das Bedürfnis, mal wenigstens in der Küche zu schauen, ob es da nichts zu holen gibt. Das macht sie nun mehrfach am Tag und wir können wohl davon ausgehen, dass sie keine dieser modernen Hubschrauber-Mütter wird.

 

 

05. November 2021

 

Mitternacht war schon lange vorbei, genau genommen schon seit fast vier Stunden, und wir waren schon entschlossen ins Bett zu gehen, als Monia sich doch entschied, mit ihrem Nachwuchs endlich ernst zu machen. Um 03:55 Uhr war der erste Welpe da, eine Hündin - braun mit weißer Blesse, an den Vorderläufen schulterhohe weiße Stiefel, an den Hinterläufen kniehoch, weißer Bauch und weiße Schwanz-spitze und 280 gr schwer. Fünfzig Minuten später folgte ihr ein Bruder mit 330 gr und weißem Kragen, ansonsten nicht nur seiner Schwester, sondern auch dem Vater sehr ähnlich. Nach weiteren zwanzig Minuten, um 05:05 Uhr eine weitere Hündin, weiß mit braunem Kopf und weißer Blesse, braune Flecken an der rechten Schulter und am Rutenansatz, hier hatte sich wohl die Mutter durchgesetzt, mit 230 gr eher leicht. Dann verging bis 6:10 Uhr eine gute Stunde, ehe mit 260 gr ein weiteres Mädchen ankam, wieder dem Vater sehr ähnlich, mit breitem weißen Kragen, weißen Vorderläufen, weißen Pfoten hinten, einem weißen Bauch und weißer Schwanzspitze. Nach fünfzehn Minuten wieder ein Mädchen, diesmal mit 300 gr und farblich dem Vater noch ähnlicher.

 

Und dann wurde anscheinend die braune Farbe knapp, denn um 07:05 Uhr kam wieder ein Mädchen, weiß mit braunem Kopf mit weißer Blesse und einem braunen Fleck oberhalb des rechten Hinterlaufes und 260 gr Gewicht. Eine gute Stunde später wieder eine weiße Hündin, 280 gr, ganz raffiniert mit braunem Kopf in dessen weißer Blesse noch ein brauner Fleck ist, auf dem Rücken in fast gerader Linie drei braune Flecken, der letzte am Rutenansatz. Dreißig Minuten später folgte ihr ein kleiner weißer Rüde mit gerade mal 190 gr, auch er wieder mit einem braunen Kopf mit weißer Blesse und vier braunen Flecken auf dem Rücken und der rechten Seite. Der hätte fast bei starkem Regen das Licht der Welt erblickt, denn wir waren mit Monia draußen und sie schaffte es gerade noch in die warme Stube. Wir waren überzeugt, das Soll sei nun erreicht, stellten Monia unter die Dusche, sie hatte es wirklich nötig, räumten ein wenig auf und gönnten uns ein paar Mützen voll Schlaf. Als wir ungefähr drei Stunden später wieder nach der Kinderstube schauten, mussten wir zweimal zählen, da waren es nämlich neun Welpen. Wieder eine Hündin und wieder mit der gewohnten Farbausstattung - weiß mit braunem Kopf mit weißer Blesse und drei braunen Flecken, links am Hals, auf dem Rücken und am Rutenansatz. 

So einen wirklich tollen Eindruck machen die Welpen jetzt noch nicht, etwas verknautscht und noch feucht, nicht nur hinter den Ohren. Das sieht in ein paar Tagen schon ganz anders aus, und richtig interessant wird es, wenn sie mit rund vierzehn Tagen anfangen, die Augen zu öffnen, dann braucht man keinen Fernseher mehr.

 

Hier müssen wir noch einmal die junge Mutter Monia loben, sie hat das in ihrer ruhigen, fast besonnenen Art einfach großartig gemacht, zeigt auch jetzt, bei der Betreuung ihrer Welpen, keinerlei Hektik, erfüllt ihre Mutterpflichten völlig stressfrei. Schaut allerdings auch gerne mal, was das übrige Rudel so macht, was wir am ersten Tag nach dem Wurf noch von keiner unserer Hündinnen gesehen haben. Wie die jungen modernen Mütter eben so sind, ganz souverän . . .  

 

 

 

04. November 2021

 

 

Eilmeldung!

 

Es ist geschafft - Monia hat ihren ersten Wurf zur Welt gebracht und uns wirklich sehr damit überrascht! Den ganzen Mittwoch über war sie schon sehr unruhig, bis in den späten Abend hinein und wir gingen vorsichtshalber gar nicht erst ins Bett. Aber erst kurz vor vier Uhr nachts war es so weit und wir durften den ersten Welpen, eine Hündin, trocken rubbeln - viel braun und etwas weniger weiß. Wir konnten genau sehen, wer der Vater ist - nämlich der schöne Tom-Mino, der inzwischen wieder in den USA ist.

 

Da konnten wir noch nicht ahnen, was auf uns zu kommt! Als schließlich um 9:30 Uhr heute morgen der letzte Welpe da war, mussten wir bis Nummer 9 zählen und hatten zwei Rüden und sieben Hündinnen in der Wurfkiste liegen! Danach musste noch aufgeräumt, sauber gemacht und Monia geduscht werden. Entsprechend geschafft waren wir alle und Monia verdient wirklich großes Lob. Sie hat ihren ersten und dann auch noch so großen Wurf in der ihr eigenen Ruhe prima geschafft, wenn wir sie auch manchmal ein wenig unterstützen mussten.

 

Die wenigen Stunden nachgeholten Schlafes haben uns allerdings nicht wirklich gereicht, deshalb werden wir erst morgen im Laufe des Nachmittages einen ausführlichen Bericht mit diversen Bildern nachreichen.

Monia und ihr erster Welpe

 

 

31. Oktober 2021

 

Rein rechnerisch müsste es am kommenden Freitag, dem 05. November, mit Monias Nachwuchs so weit sein, und wenn man sich ihren Bauch anschaut, wird es auch höchste Zeit. Aber natürlich könnte der Nachwuchs auch ein oder zwei Tage früher oder später kommen. Mannomann, was sind wir gespannt! - So wie es aussieht, ist die werdende Mutter viel gelassener als wir, trägt ihren dicken Bauch mit Gleichmut, wenn auch etwas schwerfällig, kommt nur sehr mühsam auf ihre Lieblingscouch, liegt jetzt lieber auf den kühlen Fliesen - und man sieht ihr genau an, was sie möchte: "Komm her, kraule mich ein bisschen!"

 

 

 

25. Oktober 2021

Spätsommer, Altweibersommer, Indian Summer, sonniger Herbsttag - egal wie das heißt, sieht jedenfalls ganz gut aus, ist uns aber noch zu frisch und die Wiesen sind sowieso klatschnass - da pooven wir lieber noch ´ne Runde, rollen uns gemütlich zusammen und warten bis der Nebel weg ist. Etwas mehr Wärme ist unserem Chef doch auch lieber.

Zusammenrollen - das ist für Ilva (oben) und Eboli (unten) leicht gesagt und noch leichter getan. Und was macht Monia mit ihrem wirklich dicken Bauch? Sie klettert auf ´s Sofa, springen geht schon gar nicht mehr, sie legt sich halt gerade hin und seufzt einmal richtig tief durch.

Das Mädel hat wirklich schon recht schwer zu tragen, und auf Herrchens Schoß, wenn der im Sessel sitzt, kommt sie auch nur noch mit seiner Hilfe. Dabei müssen wir noch ungefähr anderthalb Wochen warten bis zu dem großen Tag. Drei Welpen waren auf dem Ultraschall vor gut drei Wochen zu sehen - wenn das nicht mindestens doppelt so viele sind. Wir sind jedenfalls wahnsinnig gespannt!

Von oben betrachtet ein Kreuz wie das Deck eines Flugzeugträgers - unsere Monia jedenfalls trägt ´s mit Fassung. Manchmal scheint sie sich zu fragen, was da in ihr vorgeht. Woher soll sie das auch wissen, es ist ja ihr erstes Mal. Dann scheint sie etwas ratlos in sich hinen zu horchen, aber sie bleibt die Ruhe selber, völlig gelassen, wie es eben ihrem freundlichen, ausgeglichenem Wesen entspricht, Vermutlich sind wir Menschen viel unruhiger und können es kaum noch abwarten , , , 

 

 

08. Oktober 2021

 

Nun steht es fest, die "Vermählung" Monias mit dem schönen Tom-Mino, dem George Clooney unter den Lagotto-Rüden, am 05.09. ist von Erfolg gekrönt. Am vergangenen Mittwoch ließen wir nämlich einen Ultraschall von unserem Mädel machen und drei Welpen waren ganz eindeutig zu erkennen. Die Tierärztin war sich ziemlich sicher, dass dahinter noch wenigstens zwei weitere versteckt sind. Wir wundern uns schon, was man mit einem geübten Auge alles erkennen kann - wir lassen uns jedenfalls überraschen.

 

15. September 2021

 

Am 05.ds.Ms. haben wir unsere Monia von dem bildschönen Internationalen Champion Tom-Mino decken lassen und sind damit geradezu international geworden. Denn dieser attraktive Bursche - gewissermaßen der George Clooney unter den Lagotti - ist italienischer Abstammung und im US-Bundesstaat Missouri zuhause. Nein, wir sind nicht in die USA geflogen und Tom-Mino auch nicht extra zu uns, er ist gewissermaßen auf einer Europa-Tournee und macht in Hessen eine längere Pause. Er ist nicht nur bildhübsch, sondern vollkommen fehlerfrei und hat ein ausgeglichenes freundliches Wesen, passt also bestens zu unserer Monia.

 

Der Bursche ist inzwischen fünf Jahre alt, hat schon einige Erfahrung mit der Lagotto-Damenwelt und sich sehr gelassen an unsere Monia heran gemacht. Ehe die deshalb wirklich richtig erkannte, worum es überhaupt ging, war es auch schon geschehen und lief sehr friedlich und gesittet ab. Als erfahrener Kavalier leckte Tom-Mino ihr als kleines Dankeschön hingebungsvoll die Ohren. 

 

Wir sind natürlich nicht sicher, aber so, wie es gelaufen ist, denken wir schon, dass es geklappt hat - und wenn, dann wären die Welpen aus diesem Wurf etwa Anfang nächsten Jahres abzugeben.

Das ist nun das glückliche Paar und wir müssen schon etwas schmunzeln, wenn wir die beiden miteinander vergleichen - Tom-Mino wirkt fast so vornehm, als hätte er einen Smoking an und unsere Monia wie das einfache Mädchen vom Lande, aber dafür hat sie ein wirklich umwerfendes, liebenswürdiges, total unkompliziertes Wesen und wird bestimmt eine gute Mutter. 

Links ist unsere Monia und rechts Tom-Mino zu sehen. Wir sind wirklich unglaublich gespannt, was dabei heraus kommt - etwa um den 05. November dürfte es so weit sein. - Und schon hier müssen wir darauf hinweisen, dass Nachfragen nach den erwarteten Welpen erfolglos sein werden, denn selbst wenn es mehr werden als bis jetzt vermutet, sind die eigentlich schon alle vergeben.

18. September 2021

 

Heute haben uns die beiden letzten P-Kobolde verlassen. Gleich am Morgen, eigentlich für uns Rentner zu einer absolut unchristlichen Zeit, wurde unser Punto abgeholt, der des Chefs Favorit gewesen wäre, hätte er einen Rüden für sich aussuchen sollen. Punto behält seinen Namen und bleibt im Werra-Meißner-Kreis, so dass wir ihn vermutlich hin und wieder sehen werden - was für uns als Züchter ja ganz interessant ist.

Praktisch im fliegenden Wechsel kam die Familie aus Südhessen, die unseren Paco abholte, der nun Enzo heißt und jetzt zwei Mädchen als Fan-Club und als Spielkameraden hat. Wie wir schon wissen, wird er wohl bald Kontakt mit Luca aufnehmen, der seit einer Woche mit seinem Personal gar nicht so weit weg wohnt.

Damit ist unser P-Wurf nun komplett ausgezogen und wir sind uns sicher, dass unsere Kobolde die richtigen Familien gefunden haben - und diese Familien mit ihren jüngsten Mitgliedern auch glücklich und zufrieden sein werden. Bei uns ist jetzt Ruhe eingekehrt und der ganz normale Alltag hat wieder begonnen. Wir sind nicht nur sicher, sondern können es geradezu sehen, dass auch unsere "alten" Hunde richtig aufatmen und die wieder gewonnene Ruhe genießen - sogar Mutter Eboli, die von ihrem leiblichen Nachwuchs zuletzt ganz und gar nichts mehr wissen wollte.   

 

 

 

12. September 2021

 

Die letzten drei Tage waren vor allem für die Welpen recht anstrengend und aufregend, denn fünf von ihnen mussten Abschied nehmen aus dem "Mutterhaus" und in die jeweils neue Heimat ziehen. Aber auch für uns zwei Menschen war es in mehrerer Hinsicht nicht ganz ohne - und für das "neue Personal" fangen die Aufregungen ja jetzt erst an!

Unseren "blonden" Wasserfloh (Pulce D´ Aqua), der jetzt Pepe genannt wird, zog es bereits am Freitag in die Umgebung von Siegburg, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde. Zu dieser Grenzregion zwischen fröhlichem Rheinland und windigem Westerwald hat sein bisheriger Chef Peter noch immer eine gewisse Beziehung aus - lang, lang ist ´s her - Bundeswehrzeiten. Gut, dass es so lange her ist, denn heute müsste er zu diesem Zweck in Berlin leben.

Am Samstagvormittag wurde unser "Dicker", nämlich Pavarotti und jetzt Pavo genannt, abgeholt. Nein, alles üble Nachrede, Pavo ist nicht dick, hat nur schwere Knochen! Er wird nun in Friedberg als Mittelpunkt einer vierköpfigen, fröhlichen Familie leben und vor allem von zwei Mädchen wohl ziemlich verwöhnt werden.

Am Nachmittag war unser "kleiner" bildhübscher Peppone an der Reihe und begab sich auf die lange Reise nach Hamburg, behält seinen Namen, lebt jetzt in einer gar nicht so "steifen" Hamburger Familie und bringt etwas südliches Flair in den kühlen Norden. Vielleicht trifft er dort mal auf einen der anderen Lockenköpfe, die ebenfalls aus seiner Hessischen Schweiz stammen.

Am Sonntagmorgen stieg unser einziges Mädel Pamina, jetzt Pepsi genannt, in einen Pkw mit Starnberger Kennzeichen (was wir uns selbst auch ganz gut vorstellen könnten). Was uns da aber besonders freut ist, dass sie damit zu Lucy, der Wurfschwester unserer Monia zieht. Wir erinnern uns, dass dieses Lagotto-Mädel uns vor etwas über zwei Jahren nach drei stressreichen Wochen zurück gebracht wurde, weil sie immer krank war (ständig Durchfall, Blasenentzündung), wir vorsätzlich einen kranken Hund verkauft hätten. Nun, ohne ins Detail zu gehen, sie konnte immerhin schon perfekt "Sitz, Platz" und "bei Fuß" und kannte das Fahren in einem Wohnmobil! Sie freute sich riesig, uns wiederzusehen und war ab sofort bei uns wieder genau so gesund und fröhlich wie vorher auch - und gleichfalls ab dem ersten Tag auch in ihrer neuen Familie im Fünf-Seen-Land. - Und das so überzeugend, dass man dort schon nach kurzer Zeit den Wunsch hatte, sich einen zweiten, ebenso großartigen, liebenswerten, in jeder Hinsicht gesunden Hund zuzulegen. Was nun endlich und aus voller Überzeugung aller Beteiligten geschehen ist!

Am Sonntagnachmittag wurde als Fünfter unser Primero, das nur unwesentlich kleinere Double unseres Pavarotti, abgeholt. Er heißt jetzt Luca und darf ab sofort regelmäßig den Kurpark von Bad Homburg unsicher machen. Uns wurde glaubhaft versichert, dass er dort zwar alle erlaubten Freiheiten genießen darf, aber nicht verpflichtet ist, dieses ebenso schmackhafte wie heilende Brunnenwasser zu trinken.

 

Inzwischen haben wir die Nachrichten, dass alle fünf Kobolde trotz heftiger Staus in nördlicher und südlicher Richtung gut und ohne Zwischenfälle und überwiegend schlafend in ihrer neuen Heimat angekommen sind - nicht ein "Würfelhusten" während der Fahrt und noch nicht einmal eine Pinkelpause!

Hier oben sind die vorerst letzten Vier am Sonntagvormittag zu sehen - unser blonder Wasserfloh, der "dicke" Pavarotti und der kleine Peppone sind schon abgereist. Wie zu sehen, war die grüne Freiheit ziemlich nass und den Kobolden mussten anschließend kräftig Bauch, Beine, Po trocken gerubbelt werden. Aber schön war ´s doch!

Am Abend sah es dann schon wieder ganz anders aus, so richtig leer - Pamina war nun  auch fort und Primero ebenso. Paco und Punto halten jetzt noch die Stellung bis zum kommenden Samstag. Dann zieht Paco wie sein Bruder Primero ebenfalls in den Taunus, aber Punto bleibt uns im Werra-Meißner-Kreis erhalten und wir werden uns vermutlich hin und wieder begegnen.

 

 

07. September 2021

 

An jedem Tag, an dem man die Welpen draußen beobachtet, möchte man am liebsten einen Film drehen, mindestens ein kurzes Video machen, und am Ende ist es immer schwierig, dass auszu-suchen, was wirklich gelungen und am sehenswertesten ist. Mit einem richtigen Film wären wir aber ebenso überfordert, wie mit dem Versuch, ein kurzes Video auf diese Website zu bringen - deshalb hier ein paar Fotos aus einer vielfach größeren Anzahl von sehenswerten Bildern. Später sicher noch mehr.

 

Zu sehen ist hier jedenfalls, dass vor allem Monia, aber auch unser Youngster Oliva, bestens geeignet ist als Kindermädchen oder Gruppentherapeut(in). Aber wie auf dem letzten Bild zu sehen, ist der Forschungsdrang des hoffnungsvollen Nachwuchses kaum zu bremsen, selbst "Absperrgitter" bilden kein Hindernis und als Mensch ist man deshalb immer auf dem Sprung, "Unglücke" zu verhindern.

 

Abschließend noch die Sonderserie "Raufbolde": Die beiden "Braunen" - Pavarotti und Primero - hatten es richtig drauf. Es schien uns fast so, als sollte tatsächlich die Rangfolge ausgekämpft werden - ein regelrechtes Duell, das recht lange dauerte und am Ende wohl doch unentschieden ausging. Die anderen Geschwister ließen es deutlich gelassener angehen - unser blonder Wasserfloh kämpfte mit einem kleinen Ast, der wenigstens nicht zurück biss. Und die Geschwister mit dem Straciatella-Outfit widmeten sich bevorzugt dem Nahrungsnachschub. Was nun die Frage eröffnet, welcher der P-Kobolde die bessere "Anschaffung" fürs Leben ist. Wir sind jedenfalls auf die späteren Rückmeldungen gespannt.

 

 

 

28. August 2021

 

So richtig toll war das Wetter für unsere P-Kobolde bisher nicht. In ihren ersten vier Lebenswochen, die sie altersentsprechend als Miniaturwölfe in ihrer "Höhle" verbrachten, hatten wir meistens richtig schönes Wetter. Kaum, dass sie am Ende der vierten Woche raus konnten, war das Wetter immer meistens wechselhaft bis eher durchgehend schlecht. Also, wenn überhaupt raus, dann meistens nur für mehr oder weniger kurze Zeit, auch mal durchs meist ziemlich feuchte Gras mit anschließendem Trockenrubbeln. Das hat ihnen allerdings immer gut gefallen.

 

Am vergangenen Wochenende war das Wetter dann tatsächlich mal durchgehend für zwei Tage richtig so als hätten wir tatsächlich Sommer, also raus mit dem Jungvolk für jeweils fast den ganzen Tag. Die Kleinen hat es richtig gefreut - uns, die Mutter Eboli und den Rest unserer Vierbeiner auch, denn dann war für den Rest des Tages nämlich ziemlich Ruhe. Aus dieser Teit die unten stehenden Fotos, mit der Erfahrung, dass ab Montag die gesamte vergangene Woche fast vollständig verregnet war - und in der Hoffnung, dass unsere "Glorreichen Sieben" wenigstens in den letzten vierzehn Tagen bei uns  noch etwas mehr Sonnenschein erleben dürfen.

 

 

 

23. August 2021

Am Wochenende hatten wir Besuch​ von künftigen Besitzern unserer jüngsten Trüffelkobolde, die Gelegenheit nutzten Ilva (links) und ihre Tochter Monia ausgiebig, um sich einmal gründlich durch-kraulen zu lassen - wie man oben sieht und was sie bei uns anscheinend vieeel zu wenig geboten bekommen.

 

Wir nutzten die Gelegenheit zu allseitigen Belustigung, nämlich für einen Freigang der Welpen, die hinterher immer so schön müde sind - als Erlebnis für den Besuch, der dann ganz begeistert ist - und für uns, weil es ein paar Augenpaare mehr gibt, die Bande im Auge zu behalten, denn das Gelände hat doch teilweise sehr unübersichtliche und für junge Hunde nicht ganz ungefährliche Ecken.

Anfänglich hält sich der Nachwuchs noch in Mutters Schlagschatten auf, es ist halt doch immer noch ein bisschen unheimlich. Aber das vergeht stets ganz schnell, Neugier und Forscherdrang gewinnen die Überhand - und von Tag zu Tag werden sie selbstsicherer und vergrößern ihren Aktionsradius.

 

 

17. August 2021

 

Es hat richtig gut gepasst, dass Anfang vergangener Woche das Wetter besser wurde. Unsere P-Kobolde waren am Sonntag zuvor vier Wochen alt geworden und sollten nun nach gutem, alten Wolfsbrauch ihre Geburtshöhle verlassen, um die große, weite Welt kennen zu lernen. Die Wolken wurden weniger, die Sonne kräftiger, die Temperaturen stiegen und schließlich war auch der längst fällige Rasenschnitt erledigt. Also endlich raus mit den jungen Trüffelwölfen.

 

Zunächst, um die Tatendurstigen in gewissen Grenzen und für uns den Überblick zu behalten, in unserem transportablen "Wolfsgatter", erprobt bei vielen Camping-Touren. Als psychologische Unterstützung begleitete auch Mutter Eboli ihren Nachwuchs bei den ersten Schritten in die, wenn auch begrenzte, Freiheit. 

Außerhalb des Gitters versammelten sich bald die Neugierigen, zuerst natürlich unsere sozial talentierte und engagierte Monia, dicht auf gefolgt von ihrem Schatten Oliva - beide hatten ja schon in den Tagen zuvor immer wieder im Innenauslauf ihr Interesse gezeigt. Sogar unsere Ilva, die fremder Leute Kinder eher als verzichtbare Belästigung empfindet, zeigte sich erstaunlich interessiert. Wir verzichten vorerst allerdings darauf, zu testen, wie weit ihr positives Interesse geht.

 

Weil kaum noch zu bremsen, ließen wir zuerst Monia in den Kindergarten und wenig später auch Oliva - und das Glück war vollkommen. Die Welpen waren ebenso begeistert wie die beiden Hobby-Kindergärtnerinnen. Auch Eboli war offensichtlich sehr zufrieden, sie zog sich sehr schnell zurück und beobachtete erstaunlich unbesorgt die Geschehnisse aus sicherer Entfernung. Als wir nach Stunden für Monia und Oliva den Dienst beendeten, um die Kids zu füttern, waren diese nicht wirklich von der Trennung begeistert. Das "Fresschen" beruhigte sie aber schnell.

 

So ging es ein paar Tage zu aller Zufriedenheit und für Gestern hatten wir geplant, unseren Nachwuchs-Kobolden den ersten Freigang auf dem ganzen Grundstück zu ermöglichen. - Und was war? - Jede Menge Wind, noch mehr Regen und knappe 17 Grad! - Also nüscht!

 

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Wir wollen über Ebolis Welpen aber nicht unsere anderen Rudelmitglieder vergessen. So drängt sich bei uns immer wieder der Vergleich zwischen Ilva (rechts, jetzt viereinhalb Jahre alt) und ihrer Tochter Monia (links, jetzt gut zwei Jahre alt) auf. Ilva ist, durch die gegebene Rassestandard-Brille betrachtet, ein absolut fehlerfreier Hund  - das Äußere stimmt hundertprozentig, ist geradezu rassetypisch, sie hat keinerlei genetische oder sonstige zuchtausschließende Fehler, auch ihr Wesen ist (fast) hundertprozentig so, wie es sein soll. Nach kurzer Gesichtskontrolle schleimt sie sich beimenschlichen Besuchern geradezu ein (wenn sie Lust dazu hat), bei Artgenossen entscheidet sie von Fall zu Fall. Im Rudel kann sie gelegentlich sehr zickig sein, hält sich offensichtlich für etwas Besonderes, wahrt gegenüber den anderen Vierbeinern meist eine gewisse Distanz, liebt es aber, mit ihnen wilde Jagden zu veranstalten und hat es unglaublich drauf, uns Menschen bei Bedarf so was von anzuschmachten! - Kurz gesagt, sie ist etwas kapriziös!

 

Ihre Tochter Monia wirkt äußerlich etwas rustikaler, entsspricht aber laut Zuchtzulassung ebenfalls dem "gehobeneren" Rassestandard, allerdings mit zwei Makeln: Sie hat linksseitig leichte HD (in unserer Zucht einmalig) und im Unterkiefer fehlt ihr links ein Molar (bei uns auch einmalig). Dafür ist ihr Wesen ebenfalls einmalig - einfach umwerfend! So einen unkomplizierten, stets freundlichen, ausgeglichenen, immer gut gelaunten und allen Fremden gegenüber - egal ob Mensch oder Hund - stets aufgeschlossenen Hund haben wir noch nie gehabt. Sie ist einfach ein geradezu großartiges und liebenswertes Hundemädchen!

 

Sie ähnelt in allem sehr ihrer Großmutter Eboli und nur recht wenig ihrer Mutter Ilva.Immer wieder wundern wir uns über die Kapriolen, die die Vererbung schlägt. - Welche der Beiden uns jetzt lieber ist? Was für eine Frage? Keine Ahnung!

Nein, wir haben unsere Jüngste, Ebolis Tochter Oliva (jetzt ein knappes Dreiviertel-Jahr alt) nicht vergessen - hier geht ´s nach dem Alter! Über diesen Irrwisch kann man noch kein endgültiges Urteil fällen, körperlich ist sie zwar fertig und sie sieht auch so aus, wie ein Lagotto aussehen soll. Aber eine solche wilde Hummel! Hier haben wir ähnliche Zweifel wie bei Ilva und Monia, nur andersrum: Wie kommt die ruhige, doch so ausgeglichene Eboli zu einer derart lebhaften Tochter? Das kann doch nur am Vater Sammy liegen, obwohl wir den doch auch als recht ruhig in Erinnerung haben. - Halt, Moment mal! Sammy ist ja auch Monias Vater, und die ist doch so ganz anders . . . - Na, das kann ja noch (was) werden, ist ja bekannt, dass unsere "Lagotten" in Jugendzeiten ziemlich lebhaft sind und so manchem "Anfänger" viel Schweiß und Tränen kosten. Immerhin haben wir unsere Monia als Psychotherapeutin für diesen Knallfrosch und hoffen auf einen langfristigen Erfolg - und sehen durchaus schon erste Anzeichen . . .

 

 

 

 

11. August 2021

 

Seit gut einer Woche wird zugefüttert, Eboli stellt ihre Milchbar zwar immer noch regelmäßig zur Verfügung, aber die Mengen werden doch allmählich weniger. Es erstaunt uns seit den letzten Würfen immer wieder, wie schnell die Welpen heraus haben, worauf es bei dieser Schüssel ankommt - sofort, beim ersten Mal, wissen sie Bescheid. Vor Jahren noch dauerte es immer zwei, vielleicht drei Tage, bis sie ganz sicher waren, so mancher hielt das braune Zeug offenbar auch für eine Fango-Packung. Na gut, die Menschenkinder kommen mit der ganzen Computerei auch viel schneller zurecht als wir Alten.

Die Welpen können noch so toben, aber wenn das Futter kommt, wird ganz schnell alles stehen und liegen gelassen und das "Fresschen" ist der Lebensmittelpunkt. Wobei sich auch hier Unterschiede zeigen, vor allem die Kräftigeren - wen wunderts - bleiben dran, bis sie nicht mehr Papp sagen können und schlafen gelegentlich sogar am Fressnapf ein. Andere wieder verlieren recht schnell das Interesse, suchen einen Kumpel zum Raufen, versuchen herunter hängende bunte Tücher in die Box zu zerren oder turnen einfach nur herum. Aber irgend-wann ist wirklich Ruhe, es gibt die bekannte Haufenbildung und dann wird richtig "gepooft". Wenn Muttern allerdings zur Nachlese kommt, ist man schnell wieder wach - es könnte ja noch einen Nachtisch geben.

 

Monia ist am Jungvolk wahnsinnig interessiert, am liebste würde sie dort mitmischen, aber Mutter Eboli ist da noch etwas skeptisch. Also oft einen Blick von oben auf das Geschehen und wenn die Menschen mitspielen auch mal durch den Türschlitz. Lange wird es nicht mehr dauern und sie kann im Freien die jüngere Verwandtschaft bemuttern - es muss nur noch ein wenig wärmer und trockener werden.

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