Neues

aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

Aus gegebenem Anlass bitten wir darum, von Anfragen nach Welpen aus unserer Zucht 

bis auf Weiteres abzusehen!

Entsprechende Anfragen können wir leider nicht mehr beantworten!

 

im Januar 2021

25. Januar 2021

 

Der Sonnenschein täuscht einmal mehr, es weht ein kräftiger, ziemlich kalter Wind, und wenn man als immer noch ziemlich kleiner Hund vom Pflaster runter geht, ist man praktisch gleich patschnass. Im Gebüsch tropft´s von oben und auf dem gar nicht mehr so englisch gepflegtem Rasen hat man fast sofort einen nassen Bauch - blöd eingerichtet von Mutter Natur, die Beine sind noch ziemlich kurz und die Bäuche noch ziemlich dünn behaart. Ist schon irgendwie blöd, fast kahle Bäuche, das nasse Gras und dazu dieser kalte Wind. - Nee, schön ist anders! Dann lieber wieder zurück ins warme Kinderzimmer!

 

Da ist schon was dran, so ein Winterwurf macht durchaus ein paar Probleme, oder kommt uns das nur in diesem Jahr so vor - das ist doch nicht unser erster Wurf in der kalten Jahrezeit?  Aber die Welpen scheinen das ähnlich zu sehen, ihr Drang nach draußen hält sich wirklich in Grenzen. Es dauert meist nicht lange und sie hocken sich hin und fangen schnell an zu zittern, und immer wieder gehts mal kurz zurück ins Kinderzimmer. Es ist wirklich auffällig, immer dieser kräftige - Wind und immer ist alles nass, da ist uns das Risiko wirklich zu groß! 

17. Januar 2021

 

Genau genommen ist eigentlich nichts Neues zu berichten. Der O-Wirf wächst und gedeit und müsste mehr Bewegungsfreiheit haben - aber bei dem Wetter! Ständig Regen oder Schnee, Temperaturen um die Null Grad und nach maximal fünf Minuten im Freien sind Kobolde patschnass, vor allem an ihren nackten Bäuchen, und frieren so stark, dass sie mit dem Zähneklappern kaum hinterher kommen. 

Uns ist schon klar, dass der Innenauslauf mit den Zeitungen als Bodenbelag ziemlich verboten aussieht, aber uns ist nichts Besseres eingefallen. Die Erfahrung zeigt uns nämlich, dass das die effektivste Möglichkeit ist, für bestmögliche Sauberkeit zu sorgen. Schnell sind die verschmutzten Zeitungsblätter  mehrfach am Tag heraus genommen, im Restmüll entsorgt und durch einen sauberen Untergrund ersetzt. Nebenbei bemerkt kommt dadurch jede Menge bedrucktes Paper zusammen und falls wider Erwarten einer der Welpen doch lesen kann, wir nehmen dazu nicht die Bild-Zeitung. Obwohl, irgend wie passend wäre das schon . . .

10. Januar 2021

Der Schnee auf dem obigen Foto ist zwar schon größtenteils wieder verschwunden und heute gab es sogar für zwei bis drei Stunden richtigen Sonnenschein. Aber es ist trotzdem zu nass und zu kalt, um unsere kleinen Kobolde ins Freie zu lassen, um auch die Außenwelt kennen zu lernen. Deshalb bauten wir wir schon am vergangenen Montag den Innenauslauf auf, um das Bewegungsangebot für die Welpen wenigstens etwas zu verbessern. Damit wird der Nachwuchs sich wohl hauptsächlich auch zukünftig begnügen müssen, denn die wirklich großen Ausflüge wird es immer nur für ein paar Minuten geben können. 

31. Dezember 2020

 

In den letzten Tagen war zu merken, dass die Welpen nur alleine mit Mutters Milch nicht mehr so ganz zufrieden waren, deshalb fütterten wir vorgestern das erste Mal zu. Also den Ringnapf hergeholt und das Welpenfutter in warmen Wasser etwas aufgeweicht und in die Vorstube des Kinderzimmers gestellt. Es überrascht uns immer wieder, wie schnell die Welpen begreifen, um was es da geht und wie begeistert sie sich auf das neue Futter stürzen. Vielleicht täuscht uns die Erinnerung, aber früher war das zum Teil regelrcht schwierig, zumindest einzelne Welpen erstmalig für das völlig andere Futter zu begeistern. Aber vielleicht ist das bei Hunden ja nicht anders als bei uns Menschen, unsere Kinder können ja auch schon mit dem Smartphone umgehen, bevor sie richtig sprechen können. - Und klar, natürlich wird das Futter nicht komplett weggeputzt, den Rest verwertet Mutter Eboli, was wiederum die Milchproduktion anregt.

27. Dezember 2020

 

Morgen sind die Welpen drei Wochen alt und Eboli hat ihre Mutterpflichten sichtbar zurück gefahren. Sie verbringt jetzt viel Zeit auf dem klenen Sofa neben der Wurfkiste - da hat sie ihren Nachwuchs noch gut im Blick, ist seinen "Angriffen" aber nicht mehr so ausgeliefert. Zugegeben eine solch lebhafte Bande möchte man nicht wirklich ständig am Hals haben - ach, und wenn´s ja nur der Hals wäre . . . - Ständig dieses Rumhängen an der Milchbar und wenn das vorbei ist, hinterher immer dieses lästige Saubermachen, gewissermaßen feucht durchwischen, wie die Menschen sagen. Dabei ist Mutter Eboli auch nicht ohne, auch sie hat ständig "Schmacht" wenigstens auf ein Leckerchen in Form eines Stücks trockenen Rinderpansen. Man sieht dieses Stück Rinderpansen regelrecht in ihren Augen, wenn sie einen anschaut!

Diese Zeiten der fast völligen Ruhe werden immer seltener, meist so für eine halbe oder dreiviertel Stunde nach dem man sich an der Milchbar so richtig einen genehmigt hat. Manch einer schäft sogar noch während des Nuckelns ein und bleibt einfach am Mutters Brust gewissermaßen hängen. Wenn die dann die Faxen dicke hat und aufsteht, fällt der Schläfer runter, wird kurz wach, krabbelt zu den Geschwistern und beteiligt sich an der Haufenbildung, weil es so wärmer ist. Irgendwann wird es dort aber auch mal zu warm und dann schleicht man sich, noch im Halbschlaf, etwas ins Abseits, um weiter zu schlafen. Und man wird als Betrachter den Eindruck nicht los, dass sie dann auch schon träumen - wovon eigentlich in dem Alter? - Am Ende bekommt Eboli dann wieder ein Stück Trockenpansen, nach dem sie lange und deutlich genug in Richtung des Trockenpanseneimers geschaut hat.

 

Ebolis Tochter Ilva und die Enkeltochter Monia gibt es natürlich auch noch, aber der O-Nachwuchs geht in der Berichterstattung natürlich vor. Langeweile haben die Beiden trotzdem nicht und weil sie im Kinderzimmer zwar widerwillig geduldet aber nicht wirklich gerne gesehen werden, toben sie jetzt viel draußen rum. Ilva, die sonst eher zu Starallüren neigt, liefert sich mit ihrer Tochter ausgiebige Wettrennen, die meistens unentschieden enden. Man könnte wirklich meinen, sie üben das Beute jagen und festhalten und es geht gelegentlich wirklich ruppig aber doch friedlich zu. Das hätte heute sicher ein paar gute Fotos gegeben, aber dem Schreiber dieser Zeilen war es draußen einfach zu ungemütlich und durch die Fensterscheibe zu fotografieren bringt nun wirklich nichts. -  Den Beiden hat´s aber was gebracht - und was wohl? - Natürlich, jeder ein Stück Trockenpansen, man konnte es schon vorab ganz deutlich in ihren Augen sehen!

20. Dezember 2020

Übermorgen, am kommenden Dienstag, sind die "O-Welpen" vierzehn Tage alt und haben ihr Gewicht mehr als verdoppelt, zum Teil sogar recht deutlich. Pro Tag nehmen sie zwischen dreißig und siebzig Gramm zu und vor allem bei den beiden gefleckten Mädchen könnte man fast glauben, dass sie mal Bernhardiner werden wollen. Die Mutter Eboli hat deshalb auch ständig Hunger wie ein Wolf und schaut uns immer an, als wäre sie kurz vorm Verhungern, obwohl sie nun wirklich mehrfach am Tag gut gefüttert wird. Vermutlich auch deshalb hat sie die vierundzwanzigstündige pausenlose Rundumbetreuung ihres Nachwuchses aufgegeben und sitzt nun immer sofort neben dem Küchentisch, wenn wir Menschen uns einen Happen gönnen. Es könnte ja etwas herunter fallen. Gelegentlich gönnt sie sich auch einfach eine kleine Auszeit und legt sich auf das Sofa neben der Wurfkiste, und dann sieht sie auch mal richtig müde aus.

Futtern, schlafen, verdauen - das ist bis jetzt der Tagsablauf der Welpen und eigentlich auch des Vernünftigste, was man (vor allem zu Coronazeiten) machen kann. Die ersten probieren aber schon die ersten Blinzel-Versuche und am Ende ihrer dritten Lebenswoche werden alle schon sehen können, was sie bisher nur riechen und (noch eingeschränkt) hören. Dann kommt richtig Leben in die Bude und wir werden stundenlang im "Kinderzimmer" hocken und brauchen keinen Fernseher mehr.

11. Dezember 2020

Aus technischen Gründen hat es dieses Mal etwas gedauert, die lang erwarteten Neuigkeiten zu veröffentlichen. Aber nun ist es so weit und die "amtlichen" Erstfotos der Trüffelkobolde aus dem O-Wurf - mit dem Geburtsdatum 08.12.2020 - sind nun zu sehen. Zuerst die Rüden in alphabetischer Reihenfolge und dannebenso die Hündinnen. So schreibt es der VDH vor und so fangen wir auch gleich an. Ein paar Erläuterungen dazu gibt es im Anschluss.

Es ist ein bisschen schade, dass es nicht acht Welpen sind. Dann hätten wir nämlich einen der Buben mit dem urdeutschen Vornamen "Otto" beglückt, was auf italienisch schlicht und einfach "Acht" heißt.

 

Es begann mit Orfeo um 14:45 Uhr, er stemmte 330 gr auf die Waage. Um 15:00 Uhr folgte ihm Orlando mit 320 gr und als Abwechslung kam um 15:30 Uhr mit 310 gr die bunt gefleckte Olympia. Um 15:40 Uhr schloss sich mit 370 gr Oliva an, die vermutlich ein Braunschimmel wird. Der Fünfte um 16:15 Uhr mit 320 gr war der braune Oratio, dem um 17:15 Uhr mit 320 gr die ebenfalls braune Ornella als Sechste folgte. Um 18:00 Uhr vervollständigte Osvaldo mit 350 gr unser aktuelles Septett.

 

Der komplette Wurf verlief völlig reibungslos und unproblematisch und die Welpen standen mit ihren Geburtsgewichten zwischen 310 und 370 gr auch alle gut im Futter und machen bis jetzt alle einen gesunden, teils schon recht lebhaften Eindruck.

Zum Abschluss noch ein paar Schnappschüsse - die teils rote Tönung hat keinerlei politische Bedeutung, sondern kommt daher, dass wir zwecks gleichmäßiger Wärme eine Rotlichtlampe über der Wurfkiste angebracht haben. Auch Ilva und Monia trieb die Neugierde immer wieder in die Nähe des Geschehens. Aus Respekt vor der schwer beschäftigten Mutter, bzw. Großmutter hielten sie aber immer ausreichend Abstand und wurden so von ihr geduldet.

29. November 2020

Man sieht schon, dass Eboli ziemlich schwer zu tragen hat, und wenn sie auf dem Sofa auf ihren Lieblingsplatz will, fällt es ihr schon ganz schön schwer. Lieber hält sie sich jetzt in der Küche auf, denn sie hat ständig Hunger und setzt dabei ihren wirkungsvollsten "Bettelblick" ein - manchmal hilft´s auch.

 

Der große Tag rückt immer näher, aber bis Nikolaus wird sie es wohl nicht schaffen, das ist etwas zu knapp. So zwei, drei Tage länge wird es wohl dauern, bis wir den Trüffelkobolde-Nachwuchs begrüßen können.

13. November 202

Nun ist es fast fünf Wochen her, dass Eboli von Sammy besucht wurde und die Folgen sind nicht mehr zu übersehen. Ihr Bauch gewinnt deutlich an Umfang und auch ihr Appetit wird immer größer - allerdings, Saure Gurken, Matjes oder ähnliches hat sie noch nicht verlangt, obwohl sie sonst alles futtert, was sich kauen und schlucken lässt. Und wenn Eboli ganz ruhig und entspannt da liegt und man vorsichtig ihren Bauch berührt, meint man, da drinnen gelegentlich schon ganz leichte, kleine Bewegungen zu verspüren. Aber da ist vielleicht der Wunsch der Vater des Gedanken. Und wie jedes Mal, wenn eine unserer Damen in anderen Umständen ist, sind wir auch dieses Mal unglaublich gespannt, was sich da entwickelt.

 

Da es sonst weiter nichts weltbewegendes zu berichten gibt, hier noch ein paar Bilder. Neulich besuchte uns wieder einmal Helios und wie jedes Mal denken wir, dass er seinen Namen zu Recht trägt - er leuchtet wie der griechische Sonnengott. Sein "Personal" berichtet    allerdings, dass dazu tägliche Körperpflege, zum Teil mehrfach, erforderlich ist, weil der Herr grundsätzlich weder Pfützen noch Matsch aus dem Wege geht. Eboli, die von Männerbesuchen erst mal genug hat, hielt sich dieses Mal vornehm zurück - Ilva und ihre Tochter Monia aber waren durchaus erfreut und beschäftigten sich gerne mit dem ansehnlichen jungen Mann. (Dazu die ersten drei Fotos, die anderen zeigen unseren Pausenclown Monia.)

08. Oktober 2020

 

Es ist also geschehen - gestern machte uns Sammy, der gute alte Bekannte unserer Damen Eboli und Ilva, in Begleitung seines Chefs Jörg einen Besuch. Ebolis sechster Geburtstag spielte dabei überhaupt keine Rolle, es ging eher darum, neue Geburtstage zu produzieren. Die Beiden kennen sich ja gut, und so wurde gar nicht lange herumgezickt. Knappe fünf Minuten fürs Beschnuppern, die Form sollte wenigsten gewahrt werden, und schon ging es zur Sache. Nach fünfzehn Minuten war zu unserer Überraschung alles Wesentliche erledigt. Eboli moserte zwar ein wenig herum, vielleicht ging es ihr zu schnell, aber nach unserem Eindruck sollte es geklappt haben. Vielleicht sollten wir zum Nikolaus-Tag extra große Stiefel herausstellen.

 

Wir Menschen haben uns natürlich im Anschluss deutlich mehr Zeit gelassen - schön Kaffee getrunken, lecker Kuchen gegessen und uns über vergangene und kommende Zeiten gut unterhalten. Auch das gehört zu den schönen Seiten unsers Hobbys, dass man immer wieder gute alte Freunde trifft.

Folletti di Tartufo Eboli

Comes cordis Emiliano, gen. Sammy

 

 

06. Oktober 2020

 

Als Vorgriff auf Ebolis morgigen Geburtstag haben wir unseren drei Damen schon mal drei Lammknochen spendiert, die einträchtig und gemeinsam verspeist wurden, so wie es sich für gut erzogene Hundedamen gehört. Allerdings lassen sie es sich am Ende nie nehmen, die jeweils andern Futteerplätze gründlich auf eventuell verbliebene Krümel zu inspizieren - immer völlig erfolglos!

 

Ach übrigens, morgen haben wir wieder einmal Besuch von Sammy. - Nein, nicht weil Eboli Geburtstag hat, er hat viel bedeutendere Sachen im Kopf - Eboli ist nämlich läufig . . . - mal sehen was passiert. Wir drücken jedenfalls die Daumen - und ein Leckerchen bekommt er hinterher sowieso!

08. September 2020

 

Am vorletzten Sonntag besuchte uns Lino II aus Göttingen. – Lino wer? – Gut, sein „Taufname“ ist Largo (aus unserem L-Wurf von Eboli und Sammy), die meisten Welpen werden von ihren Besitzern ja umbenannt. - Lino II, weil Leonardo aus Köln etwas schneller ebenfalls in Lino verwandelt wurde.

 

Natürlich kam Lino nicht alleine, ließ sich von Dirk chauffieren und von seiner Köchin und Haushälterin Claudia begleiten. So konnten wir vier Menschen mindestens eine halbe Stunde lang beobachten, wie der junge Bursche und unsere zwei Monate jüngere Monia über das Grundstück tobten. Unsere beiden etwas älteren Damen Eboli und Ilva hielten sich nach einer durchaus freundlichen Begrüßung aber vornehm zurück.

 

Als die beiden Teenies schließlich erste Anzeichen von Müdigkeit erkennen ließen, verlegten wir den Handlungsort ins Haus, um uns bei Kaffee und mitgebrachtem Kuchen zu unterhalten. Nach kurzer Verschnaufpause beschäftigten sich Lino und Monia wieder miteinander und wir Menschen schauten erneut fasziniert zu.

 

Jetzt wurde nämlich nicht mehr getobt um des Tobens willen – nein, jetzt ging es wesentlich ruhiger, ja zärtlicher zu. Wir Mensch fühlten uns an die ersten Flirts unserer Jugend erinnert, das erste Knüpfen zarter Bande zwischen Männlein und Weiblein, eine erste Teenager-Liebelei. Gut, Lino machte gelegentlich schon den Eindruck, als würde er etwas weiter denken. Aber Monia entzog sich diesen Versuchen immer ganz dezent und wenig später begann das Spiel aufs Neue.

 

Wir haben über Lino gestaunt – nicht nur bildhübsch, auch noch so was von einem wirklich gut erzogenen jungen Mann! Bei aller Leidenschaft Monia gegenüber hat er doch immer gemerkt und akzeptiert, wo die Grenzen sind. Und dass Mutter Eboli und „Tante“ Ilva sowieso Anspruch auf eine gehörige Portion Respekt haben, war ihm selbstverständlich klar. Obwohl beide sonst ganz schnell dabei sind, so jungen Stenzen ihre Grenzen und damit die Zähne zu zeigen, sahen sie diesmal nicht den geringsten Anlass dazu.

 

Claudia und Dirk erzählten uns, dass Lino auch sonst ein sehr aufmerksamer und freundlicher Bursche ist und – egal ob Mensch oder Hund – sein jeweiliges Gegenüber stets so akzeptiert wie es gewünscht wird. – Na bitte, das ist doch was!

 

Und noch etwas fiel uns an Lino auf: Der ehemals dunkelbraune Welpe – so dunkelbraun wie original Schweizer Vollmilchschokolade – war total ausgebleicht, beige bis hellbeige, je nach Lichteinfall mit leicht orangefarbenem Schimmer. Es gibt wohl doch keine wirklich farbechten braunen Lagotti. Unser Vorschlag, die offizielle Farbe „braun“ in „seniorenbeige“ abzuändern, stieß allerdings nicht auf Gegenliebe.

Unsere Monia ist übrigens ein gutes Beispiel, wie dicht Hoffnungen und Enttäuschungen beieinander liegen können, wie schnell aus der Sicht eines Züchters sich Erwartungen und Ergebnisse entgegenstehen.

 

Wir wollten unsere Jüngste natürlich zur Zucht zulassen und haben das ganze umfangreiche Vorprogramm abgespult. Blutabnahme für die erforderlichen Gentests, Patella- und Augenuntersuchung, HD- Und ED-Röntgen und so weiter.

 

Gut, im Gebiss fehlt ihr links unten der erste Molar, obwohl das Milchgebiss vollständig war und kein Vorfahr je einen derartigen Fehler hatte. Wir haben das röntgen lassen – nix, fehlt einfach, ist gar nicht angelegt. Einen fehlenden Zahn hätten wir und auch die Zuchtordnung noch akzeptiert, unsere Hunde müssen ja nicht mehr so fest zubeißen wie ihre wölfischen Vorfahren!

 

Doch vorgestern bekamen wir die Nachricht, dass die fachärztliche Auswertung der HD-Röntgenaufnahme HDC - also leichte HD (Hüftgelenksdysplasie) – ergeben hat. Damit war nun gar nicht zu rechnen, denn in unserer Zucht und den bekannten Vorfahren ist HD nie ein Thema gewesen. Man kann wohl auch mit leichter HD und einem freien Partner züchten, aber wir haben bisher nichts damit zu tun gehabt und werden das auch zukünftig nicht anfangen.

 

Schade – optisch ist Monia sowas von rassetypisch und auch darüber hinaus ansonsten fehlerfrei und ein wirklich ganz toller Hund – absolut unbefangen, immer fröhlich, ja richtig lustig, lebenslustig – dabei ganz selbstsicher und lässig cool, durch und durch die hundliche Verkörperung von Optimismus!

 

Na gut, es ist wie es ist – dann bleibt sie eben nur Hund bei uns, ganz ohne züchterischen Stress – liebenswertes Familienmitglied und lebenslustiger Kumpel unserer anderen Hunde – eben die Gute-Laune-Monia, wie sie leibt und lebt und wie sie uns ans Herz gewachsen ist!

08. August 2020

 

Am vergangenen Freitag besuchte uns Lucy, Ilvas Tochter und Monias Schwester, mit ihrer Familie. Man war auf dem Weg zu einem vierzehntägigen Urlaub an der Nordsee und nutzte, sehr zu unserer Freude, die Gelegenheit, uns zu besuchen. Wenn man aus dem Fünf-Seen-Land südlich von München kommt und ins Wangerland nördlich von Wilhelmshaven will, kann man durchaus auch die Reise für einen halben Tag und eine Übernachtung in der Hessischen Schweiz unterbrechen.

 

Wir haben uns jedenfalls riesig gefreut, Lucy mit fast ihrer ganzen Familie nach mehr als einem Jahr wiederzusehen. Natürlich gab es, erst bei Kaffee und Kuchen und später beim Abendessen, viel zu erzählen und man ist immer wieder überrascht, wie schnell dabei die Zeit vergeht und man auf einmal müde genug ist, um ins Bett zu gehen.

 

Für uns als Züchter ist es immer wieder eine große Freude zu sehen, wie unser einmal kleiner Welpe mit seiner Familie zu einem richtigen Rudel zusammengewachsen ist. Zu sehen, dass die Menschen immer noch begeistert sind und der festen Überzeugung, das Richtige getan zu haben. Zu sehen, dass ein ehemals kleiner, hilfloser Welpe zu einem gesunden, fröhlichen, ganz und gar unbefangenen Hund geworden ist, dem es einfach richtig gut geht.

 

Gerade Lucy, die kleiner, zierlicher als ihre Schwester Monia ist, lag uns doch sehr am Herzen, musste sie doch zwei Mal in ihr neues Leben nach dem Trüffelkobold-Mutterhaus starten. In der ersten Familie passte es einfach nicht, dafür wurde der zweite Versuch vom ersten Moment an zu einem dauerhaften Erfolgserlebnis für alle Beteiligten.

 

Unsere Monia war ebenfalls total begeistert von ihrer Schwester, endlich jemand, mit dem man bis zur Erschöpfung herumtoben konnte. Am Samstagmorgen schaute sie dann etwas enttäuscht den Abreisenden hinterher. Mutter Ilva war ja nur mäßig an ihrer zweiten Tochter interessiert und Oma Eboli hielt sich völlig fern. Das junge Gemüse ist ja doch irgendwie nur lästig!   

Die beiden Schwestern sind sich irgendwie sehr ähnlich - gut, Lucy ist deutlich kleiner, zierlicher als Monia und hat ein ordentliches, weiß-braun geflecktes Fellkleid, wie sich das für ein Lagotto-Mädchen gehört. Monia bevorzugt dagegen Camouflage, ähnlich den italienischen Alpini in ihren Kampfanzügen. Oder in zivil eben Patchwork und wenn sie vor uns herläuft, hat man gelegentlich den Eindruck, ein weißes Spitzenunterhöschen würde unter ihrem Rocksaum hervorschauen.

 

Aber sonst - die gleichen vor Lebenslust leuchtenden großen braunen Augen, die interessiert jede Bewegung verfolgen, um ja nichts zu verpassen. Die gleichen freundlich-fröhlichen hübschen Gesichter, immer mit diesem leicht angedeuteten Lächeln um die Mundwinkel und dem schon fast sichtbaren Schalk, der ihnen immer im Nacken sitzt. Man muss gar nicht lange in diese ausdrucksvollen Gesichter schauen, um diese liebenswerten Hunde nicht gleich richtig knuddeln zu wollen. 

 

Wobei Monia dann doch einen etwas gesetzteren Eindruck macht, aber das liegt sicher daran, dass sie mit Mutter Ilva und Oma Eboli zusammenleben muss. Und unter Hunden wird nun doch etwas mehr auf Etikette geachtet und Fehlverhalten auch sanktioniert. Ganz anders als bei uns Menschen, denen die Konsequenz dahin schmilzt wie Butter in der Sonne, wenn wir in diese bildhübschen Gesichter schauen. Lucy hat es da bestimmt ein bisschen leichter, hat sie doch ständig nur ihre Menschen um sich, die man ja so leicht überzeugen kann!

10. Juli 2020

 

Vor vierzehn Tagen ließ sich Nuccio von seiner Haushälterin Evi zu uns fahren. Er war der Meinung, dass es jetzt, im Rahmen von Lockerungen der Corona-Beschränkungen, möglich und auch dringend notwendig sei, einen Friseurbe-such durchzuführen.

 

Der Meinung waren wir, obwohl vorgewarnt, auch, als die Beiden vor unserer Haustür standen. Wobei wir zunächst den Eindruck hatten, einen jungen Nach-kommen jenes Yeti vor uns zu sehen, den einst Reinhold Messner im Himalaya gesehen haben wollte.

 

Aber als er dann auf dem Frisiertisch stand und Lilo ihn auf Lagotto Romagnolo zurück frisierte, war dann doch bald zu erkennen, dass Nuccio ein Sohn unserer Ilva und von Sammy ist. Was uns einmal mehr beeindruckte war, mit welcher Selbstsicherheit und Gelassenheit auch dieser kleine Bursche mit seinen vier Monaten diese für ihn völlig neue Prozedur über sich ergehen ließ. Nur als Lilo mit ihrer Haarschneidemaschine auf der Innenseite seiner Ohren begann, die Haare zu kürzen, braucht er etwas beruhigenden Zuspruch. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob ich mich beim ersten Friseurbesuch so gelassen verhalten habe.

 

Auch mit dem übrigen Drum und Dran, zum Beispiel mit unseren Hunden, kam er gut zurecht. Oma Eboli und Mutter Ilva machten ihm natürlich kurz und unmissverständlich klar, dass Kleinkinder-Gedöns nicht mehr ihre Sache ist. Dafür sprang unser Knallfrosch Monia als große Schwester mit Begeisterung in diese Bresche und tobte nach dem ohnehin schon anstrengenden Frisierstress mit dem kleinen Bruder so ausgiebig herum, dass er die anderthalbstündige Heimfahrt nahezu komplett verschlief. 

08. Juni 2020

 

Inzwischen sind gut vier Wochen vergangen seit Arubi bei uns ausgezogen ist und wir haben uns noch immer nicht wirklich daran gewöhnt und auch ein klein wenig immer noch ein schlechtes Gewissen.

 

Und sie fehlt uns ein wenig - ihre burschikose, offene, unbekümmerte Art. Und irgendwie bekommt unser Menschenverstand es nicht auf die Reihe, dass sie mit unseren anderen - oder doch besser vielleicht, unsere anderen Hunde nicht mehr mit ihr zurecht gekommen sind. Wobei wir, wenn wir ganz nüchtern nachdenken, natürlich wissen, woran das liegt. - Hunde sind eben doch keine Menschen und schon gar nicht, wenn sie ein, wenn auch kleines Rudel bilden - und bei Menschen klappt ´s ja doch auch nicht immer auf Dauer mit dem Zusammenleben..

 

Aber zugegeben, einen kleinen Vorteil hat es schon, dass Arubi jetzt nicht mehr bei uns ist: Wir können jetzt ungestört im Garten arbeiten - denn der Ball-Junkie ist nicht mehr da, der uns ständig einen Ball vor die Füße gelegt hat, damit wir ihn werfen. Selbst wenn wir alle versteckten, fand sie immer etwas, was als Ballersatz herhalten musste, und wenn es ein alter, vergammelter Apfel, ein beliebiges bereits zerstörtes Hundespielzeug oder ein kurzer, dicker Ast war.

 

Wir sind aber überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die regelmäßigen Rückmeldungen ihres neuen "Personals" bestätigen uns, dass in der neuen Heimat alles zum besten steht. Arubi hat sich dort richtig gut eingelebt, die Menschen sind mit ihr und der getroffenen Entscheidung hoch zufrieden. Man kommt sehr gut miteinander zurecht und hat sogar schon gemeinsam einen kleinen Urlaub gemacht.  - Bei uns war Arubi eben einer von mehreren Hunden - dort ist sie der Familienhund!

 

Im Anschluss noch ein paar Fotos.

21. Mai 2020

 

Während ungefähr der letzten April- und der ersten Maiwoche war bei den Trüfelkobolden reichlich Unterhaltung angesagt - naja, wohl eher Spannung,  Aufregung und etwas Ratlosigkeit.

 

Die Spannung begann eigentlich schon vor einem knappen Jahr und steigerte sich allmählich. Bis dahin war im Trüffelkobold-Haus die Regel: Wir Menschen sind die oberste Instanz, unsere Hunde machen ihre Rangfolge unter sich aus! Aber unter den Vierbeinern, begann es zu brodeln. Arubi war die Chefin, es hatte sich ergeben, einfach weil sie die Älteste war. Danach, fast gleichauf, kam Eboli und zwischen den Beiden gab es nie Probleme.

 

Unser Küken Ilva war die Jüngste mit angemessenem Respekt vor Mutter Eboli und "Tante" Arubi. Aber das änderte sich erheblich, als sie "volljährig", das heißt zur Zucht zugelassen, später von Sammy gedeckt und am 26.05,2019 Mutter wurde.

 

Zwar "nur" drei Welpen, aber sie bildete sich einiges darauf ein und muckte immer häufiger auf. Nicht gegen Mutter Eboli, vor der hat sie immer noch Respekt. Aber gegen die eigentlich immer "gute Tante" Arubi, mit der sie bis dahin bestens zurecht gekommen war, und die sich immer sofort zurückzog, wenn Ilva aufmüpfig wurde, obwohl sie der Jüngeren körperlich deutlich überlegen war. Auch wenn Arubi mit Ilvas Tochter Monia, die bei uns bleib, völlig unbefangen herumalberte, ging Ilva dazwischen, wenn sie das mitbekam. Und zunehmend war offenbar auch Eboli der Meinung, sie müsse ihre Tochter dabei unterstützen. - Wir waren ratlos - unsere sanfte, verschmuste Ilva, mit diesem immer etwas verträumten Kulleraugen-Blick, sprühte dann förmlich Gift und Galle.

 

Am 12. Februar dieses Jahres, wurde Ilva Mutter eines Siebener-Wurfes, unseres N-Wurfes, und nun verschärften sich die Spannungen erheblich. Sobald Arubi selbst völlig uninteressiert an der Wurfkiste vorbei wollte oder die junge Mutter nur einen Moment zu lange ansah, stürzte die sich sofort auf die Ältere, die zunehmend ratloser und eingeschüchterter wirkte. Auch Ilvas Mutter Eboli und Tochter Monia wurden immer mehr in diese Spannungen hineingezogen und zuletzt knurrte nahezu ständig eine der Damen, die Stimmung wurde immer explosiver.

 

Man kann es wohl nur so bezeichnen: Zwischen dem Dreier-Team Ilva, Eboli, Monia einerseits und der ganz und gar schuldlosen Arubi andererseits entwickelte sich eine abgrundtiefe Feindschaft. Wir waren schließlich mit unserem Latein am Ende und sahen nur noch die, von uns immer wieder verworfene Möglichkeit, Arubi wegzugeben. Von unseren persönlichen Gefühlen ganz abgesehen, tat uns diese völlig unkomplizierte, einfach liebenswerte Hündin leid. Mit ihren acht Jahren sollte sie doch einen angenehmen, stressfreien Lebensabend vor sich haben. Dieses ständige Mobbing hatte sie einfach nicht verdient!

 

Manchmal bringt der Zufall die Lösung. Einem uns seit vielen Jahren gut bekannten älteren Ehepaar war vor einiger Zeit der Hund gestorben. Einen Welpen wollten sie wegen ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr zu sich nehmen, aber ganz ohne Hund ging einfach nicht. Auch die bei ihnen lebende Tochter vermisste einen Hund als regelmäßigen Jogging-Partner. Man rief uns also an, ob wir denn von einem älteren Hund wüssten . . .

 

Das war wie ein Sechser im Lotto! – Arubi wird jetzt nicht mehr ganztägig von drei anderen Hunden gemobbt, sondern von den älteren Menschen nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, die sich riesig darüber freuen, wieder einen Hund um sich zu haben. Nach Feierabend entspannt sich die Tochter in Arubis Gesellschaft vom beruflichen Stress, joggt mit ihr oder macht lange Spaziergänge. Arubi, die ja noch richtig fit ist, hat jetzt drei Menschen für sich alleine, wird umsorgt, lernt neue Menschen, Hunde, eine neue Umgebung kennen, hat eine neue Aufgabe und auch wieder ausreichend Bewegung. Seit gut zwei Wochen lebt sie jetzt in ihrer neuen Familie, den regelmäßigen Berichten zufolge hat sie sich schnell und gut eingelebt und alle sind zufrieden. – Nur wir sind nicht wirklich so richtig glücklich, wenn wir an unsere Arubi denken . . . obwohl wieder Ruhe eingekehrt ist . . . und kein Hund knurrt mehr . . .

 

 

Drei Tage nach Arubis Auszug zog Nocciola wieder bei uns ein, Ilvas Tochter aus dem N-Wurf. Sie war in eine wirklich nette Familie, zu großartigen Menschen gekommen, die es nur gut mit ihr meinten, sie verwöhnten und ihr auch schon Sitz und Platz beibringen konnten. Nur mit der viel gerühmten Konsequenz klappte es nicht gegenüber diesem kleinen, niedlichen Hund – und nach gut drei Wochen dachte dieser kleine, niedliche Hund, er sei der Chef und seine neuen Menschen verzweifelten daran! Es tut uns wirklich leid, dass es dort nicht geklappt hat.

 

Inzwischen ist Nocciola bei einem hundeerfahrenen Ehepaar, nicht gar so weit von uns entfernt, das schon auf unserer Interessentenliste stand. Dort hat man dem kleinen, niedlichen Hund liebevoll aber konsequent beigebracht, welchen Platz er in der Familie hat – und alle Beteiligten sind nach den letzten Meldungen glücklich und zufrieden.

Einen Tag nach Nocciolas Einzug nahmen wir, ebenfalls nach vorheriger telefonischer Ankündigung, auch ihre Schwester Neva wieder bei uns in Empfang. Auch hier war eigentlich alles bestens, tolle Menschen und tolle äußere Umstände, gegenseitige Sympathie, kein Grund für irgendwelche Bedenken, von keiner Seite. Und dann ganz persönliche Probleme bei den Menschen, eine ärztliche Untersuchung mit der Feststellung einer schweren Erkrankung und ungewissem Ausgang – so haben wir es wenigstens verstanden.

 

Man hielt das nicht für die beste Voraussetzung, einen jungen Hund großzuziehen. Wir haben Neva natürlich zurückgenommen und auch hier tat es uns unglaublich leid. Nach einer guten Woche wurde Neva von ihrer neuen Familie, die ebenfalls schon auf unserer Liste stand, abgeholt und lebt jetzt in Bonn. Dort ist man nach den neuesten Nachrichten allseits zufrieden und glücklich!    

11. Mai 2020

 

Die folgenden Bilder wurden uns in dern letzten Tagen zugeschickt. Sie zeigen Coco (Niceta) während ihrer ersten "Trüffel-such-Ausbildung" - und damit, dass man auch junge Hunde schon sinnvoll beschäftigen und so für ein paar Stunden auspowern kann. Wichtig ist, dass man nicht länger als fünfzehn Minuten suchen lässt, um den kleinen Hund nicht kräftemäßig zu überfordern! - Nasenarbeit ist schließlich auch Kopfarbeit, und das strengt bekanntlich an!

 

Wie vermutlich alle Lagotti hat Coco sehr schnell begriffen, um was es geht, kein Wunder auch bei der Vorbereitung. Zuerst heißt es natürlich, einen Trüffel zu besorgen, kleine Holzstücke entsprechend vorzubereiten und mit wenig Material zu präparieren. Zur Vorsicht übt man natürlich erstmal in übersichtlichem Gelände und an der Leine. Aber erstaunlich schnell kann man den Schwierigkeitsgrad erhöhen und das Suchgebiet an einer Schleppleine in den Wald verlegen.

 

Es ist immer wieder verblüffend, wie schnell diese, ja noch sehr jungen und unerfahrenen Hunde begreifen, was von ihnen erwartet wird - und mit wie viel Eifer sie dann dabei sind. Ganz wichtig für sie ist natürlich die Erfahrung, dass es am Ende eine Belohnung gibt - und da darf man ruhig einmal etwas Leckeres anbieten - Leberwurst- oder Lachspaste zum Beispiel - einfach himmlisch!

 

Natürlich ist bekannt, dass Trüffel in Deutschland unter Naturschutz stehen und ihre Suche verboten ist. Aber es gibt ja noch Dutzende andere Pilzarten - Steinpilze oder Pfifferlinge wären mir eh lieber. Auch gibt es sicher noch andere Möglichkeiten, sich in der Natur zu bewegen und dabei den Hund suchen zu lassen - Man-Trailing zum Beispiel. 

25. April 2020

 

Es hat lange gedauert, bis wir uns nach dem teilweisen Zusammenbruch unseres Computers mit dem neuen Bildbearbeitungsprogramm einig geworden sind. Aber dank der professionellen Hilfe mittels telefonischem Ferncoaching von Nina, Niccolos - der jetzt Pepe heißt - neuem Frauchen, haben wir es endlich geschafft und können jetzt wieder problemlos Bilder bearbeiten. Bei dieser Gelegenheit noch einmal herzlichen Dank für die wirkungsvolle Hilfe - dafür kommt Pepe jetzt zuerst dran. - Wie man sieht hat er sich schon gut eingelebt und liegt völlig entspannt neben den ganz Großen. - Bilder bitte anklicken!

Als Nächste ist die kesse Neva dran, von der wir schon ein paar Bilder mehr haben, die jetzt gewissermaßen unter Wölfen lebt und sich offenbar auf eine Karriere in der Forstwirtschaft vorbereitet.

Auch von Nuccio, der sich schon mit einem "richtigen" Hund angefreundet hat und das Ganze offenbar recht gelassen sieht, haben wir ein paar Fotos bekommen.

Auch von Nuvola, die jetzt Elly gerufen wird, haben wir einige Fotos bekommen. Wie zu sehen ist, gibt es schon Kontakt zu zwei weiteren Vierbeiner, die zur Familie gehört. Noch sind die größer, weil sie älter sind, aber wir sind ganz sicher, dass Elly ihnen schnell über den Kopf wachsen wird. Bei den anderen Vierbeinern, die sie noch respektvoll aus der Ferne beobachtet, und den beiden Jungens wird ihr das wohl nicht gelingen.

Hier fehlen jetzt noch Fotos von Nettuno und seinen beiden Schwestern Niceta und Nocciola. Wir hatten schon welche, aber die sind uns bei unserem Computer-Durcheinander wohl verschütt gegangen. Wir suchen noch danach in den unendlichen Weiten des Internets, aber vielleicht schicken uns die Drei auch ein paar neue.

17. April 2020

 

Manchmal kann man sich nur wundern! Vor einigen Tagen stellte unser Computer seine Tätigkeit ohne Vorwarnung weitgehend ein, nach einem heftigen Gewitter weißer Blitze auf dem Bildschirm, war er nur noch bereit, die Bearbeitung von Mails und auch sonstige Schreiberei eingeschränkt zu ermöglichen. Als ich ihn vorgestern abstellen wollte, teilte er mir kühl mit, dass gerade wichtige Updates aufgespielt würden und ich ihn gefälligst nicht ausschalten sollte. Natürlich hört man als Mensch auf seinen Computer und als ich ihn am anderen Morgen wieder weckte, lud er immer noch wichtige Updates hoch. Als er endlich fertig war, war wieder alles genau so wie vorher - ja wirklich, alles bestens! - Na gut, an so zwei, drei unwesentlichen Stellen zwickt es noch ein bisschen, so ein Computer ist eben auch nur ein Mensch!

 

So gibt es also jetzt die letzten Welpenfotos zu sehen, die eigentlich am letzten Wochenende gezeigt werden sollten - schließlich waren die mühsam erkämpft, acht Wochen alte Welpen sind nämlich zum Zwecke des Fotografierens so gut wie gar nicht zum Stillsitzen zu bewegen - meistens ausgerechnet dann nicht mehr, wenn gerade der Kameraverschluss "klickt"! 

Natürlich haben wir zur Erinnerung auch Abschiedsfotos gemacht, von denen pro Welpe hier eines zu sehen ist. Gerne hätten wir an dieser Stelle auch schon Fotos aus dem neuen Leben unseres Nachwuchses gemacht. Leider gibt es da noch nicht viel, was sich sicher bessern wird. Fotos von Neva sind bei uns sehr winzig angekommen und lassen sich leider nicht vergrößern, Ein wirklich nettes Video von Nuvola können wir aus technischen Gründen leider nicht auf unserer HP zeigen. - Aber aus den bisherigen Mails und Telefonaten können wir ganz beruhigt schließen, dass die erste Woche des neuen Zusammenlebens durchaus als gelungen bezeichnet werden kann.

12. April 2020

 

Leider können wir unsere Mitteilungen bis auf absehbare Zeit nicht mehr mit halbwegs angemessenem Aufwand bebildern und auch sonst läuft unser PC irgendwie auf einem Notprogramm. Vermutlich war es nicht Corona, aber irgendein Virus hat sich da offenbar eingeschlichen. Nun dürfen wir gespannt sein, wann und ob überhaupt es uns gelingen wird, im Zeichen der Corona-Hysterie wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Hier nun die Meldungen zum aktuellen Stand:

Am vergangenen Samstag hat uns mit Niccolo unser letzter Welpe aus dem N-Wurf verlassen, er lebt jetzt mitten in der Lüneburger Heide. - Als Erste verließ am vergangenen Mittwoch die kesse Neva das "Mutterhaus" und wohnt jetzt in der Nähe Bonns. - Ihren Bruder Nuccio zog es am gleichen Tag in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt. - Seit Donnerstag wohnt Nuvola gar nicht so weit weg von uns im Werra-Meißner-Kreis und die Schwester Niceta im Bergischen Land, nicht weit von Wuppertal. - Am Freitag verließ uns der "dicke" Nettuno, um etwas weiter südlich ebenfalls ins Bergische Land zu ziehen. Das war Schwester Nocciola wohl zu provinzionell, denn sie zog nämlich am gleichen Tag nach Düsseldorf, die NRW-Landeshauptstadt.

 

Den Rückmeldungen nach verliefen die ersten Tage der Eingewöhnung manchmal nicht so ganz stressfrei (auf beiden Seiten), aber wie es aussieht doch zur künftigen Zufriedenheit aller Beteiligten.  

06. April 2020

 

Eine schlechte und eine gute Nachricht - die schlechte zuerst: Es gibt keine neuen Bilder mehr! Bis eben haben ich versucht das Problem zu beheben - der zweite Bildschirm, über den ich die Fotos immer bearbeite, ist ausgefallen! Der PC nimmt die Fotos  der Welpen, die ich für heute versprochen und auch gemacht habe, auch gar nicht erst an. Selbst das Schreibprogramm läuft anscheinend nur in einem Hilfsmodus! Wir selbst sind bisher vom grassierenden Virus verschont geblieben, offenbar hat sich aber unser Computer einen eingefangen - und das in diesen Zeiten! - Alle infrage kommenden Fachgeschäfte sind geschlossen! Unser ganz spezieller Computer-Fuzzy war heute nicht zu erreichen, aber seine Frau machte mir für morgen Hoffnung! - Entwickeln wir uns durch Corona jetzt wieder zurück in die Steinzeit?

 

Jetzt die gute Nachricht: Tierarzt und Zuchtwart haben uns heute be- und die Welpen gründlich untersucht, vorschriftsmäßig gechippt und geimpft. Die Kleinen und wir haben das gut überstanden - wir sind noch munter, aber die sind platt! Dieses kleine Chip-Implantat ist ja harmlos, aber die Impfungen hauen immer ganz schön rein und die sieben Zwerge sind wie von uns erwartet schon den ganzen Abend ausgesprochen ruhig und liegen einfach nur so herum. Auch morgen werden sie noch etwas kürzer treten, aber versprochen, bis zur Abreise sind sie wieder voll da!

 

Das mit den Fotos tut uns wirklich leid, es sind wieder richtig gute dabei. Vielleicht haben wir ja Glück und die fachliche Hilfe kommt schon morgen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

05. April 2020

 

Nachdem es am Freitag wieder mal ziemlich kalt und windig war und die meiste Zeit geregnet hatte, konnten unser sieben Zwerge am Samstag und vor allem am heutigen Sonntag wieder mal ausgiebig an die frische Luft. Heute so ausgiebig, dass sie zwar nach der Einquartierung in ihr Kinderzimmer zunächst empört und lautstark protestierten, aber praktisch bon jetzt auf gleich stehend einschliefen und dann umfielen, ohne groß wieder wach zu werden. Welch himmlische Ruhe!

Abgesehen davon, dass wir als oberste Instanz das Geschehen immer im Blick hatten (diverse sonntäglich angepasste Gartenarbeit) wurden die Welpen heute von Mutter Ilva und der großen Schwester Monia betreut. Ilva kam immer nur sporadisch, weil sie den Nachwuchs nur noch sehr ungerne und leise knurrend ans Gesäuge lässt. Was man durchaus verstehen kann, wenn man sich die spitzen Zähne der lieben Kleinen einmal anschaut. Dafür tut sie aber etwas für deren Gesundheit, man hat schon den Eindruck, sie scheucht ihre Kinder bewusst immer wieder mal von oben nach unten über das Grundstück.

 

Monia hingegen beschäftigt sich fast ununterbrochen und mit erstaunlich viel Geduld mit ihren jüngeren Geschwistern. Gut, ihr gehen die ja auch nicht ans Gesäuge, haben längst kapiert dass da nichts zu holen ist. Dafür benutzen sie die große Schwester aber auch schon mal als Trampolin, als Sparringspartner und für die Körperpflege. Bis die Große dann irgendwie doch die Faxen dicke hat und abhaut - wenn auch nur für meist recht kurze Zeit.  

02. April 2020

 

Heute war auch wieder mal ein Tag, an dem die Welpen bei halbwegs freundlichen Temperaturen etwas länger draußen bleiben konnten. Da der Fotoapparat aber nicht griffbereit war, hier noch ein paar Fotos von ihrem letzten Aufenthalt hinter Gittern.

01. April 2020

 

Heute sind unsere sieben Zwerge genau sieben Wochen alt und ob man will oder nicht, irgendwie zählt man unterbewusst schon mal die Tage, die noch bleiben. Am Ostersonntag, in anderthalb Wochen, sind sie alle weg, wenn nicht noch coronamäßig irgendwas verrücktes dazwischen kommt.

 

Hier nun ein paar Bilder vom letzten Samstag, als wir endlich einmal den ganzen Tag richtig schönes Wetter hatten und die Welpen von mittags bis abends  draußen sein konnten. Zwischendurch wurden sie auch mal "hinter Gittern" festgesetzt, weil wir nicht ständig bei ihnen sein konnten, aber auch da haben sie sich prächtig unterhalten. Na gut, manchmal wurde die Unterhaltung arg laut und es hörte sich nicht wirklich immer nach praktizierter Geschwisterliebe an.

Junge Hunde unterscheiden sich da nicht sehr von Kindergartenkindern - mal friedliches Spielen, mal knallharte Rauferein. Wenn eine Leckerei - in diesem Fall ein blutiger Knochen - kommt, will jeder fast alles für sich alleine haben und die Ellenbogen werden ganz rabiat benutzt. Nach kurzer Zeit ist das Interesse der meisten erloschen und ein "Kind" zieht sich ganz unauffällig mit der Beute zurück und geniest ganz für sich alleine.

 

Die meiste Zeit liegt auch fast alles Spielzeug unbeachtet herum. Aber eines der "Kinder" findet so eine eigentlich nutzlose Plastikflasche auf einmal ganz interessant und kaut mit wahrer Begeisterung darauf herum. Sie macht dann ja auch Krach, was nicht unwichtig ist, knackt mal leiser, mal lauter, flutscht auch mal weg. Und es dauert nicht lange, bis alle Geschwister davon überzeugt sind, dass gerade diese öde Plastikflasche das angesagteste Spielzeug überhaupt ist. Seinem Entdecker ist das zu stressig, er zieht sich genervt zurück und schnappt sich halt so einen komischen Stoffvogel. Mal sehen, wie lange das jetzt gut geht . . .

30. März 2020

 

Wir gratulieren der stolzen Mutter Juno und dem "Königsrudel" ganz herzlich zu diesem großartigen Ereignis!

 

Juno, die am 09.09.2017 im letzten Wurf unserer guten alten Arubi geboren wurde und sich zu einer bildschönen liebens-werten Lagöttin entwickelt hat, brachte am 25. dieses Monats ihren ersten Wurf zur Welt - zwei Rüden und fünf Hündinnen, alle gesund und farblich sehr gemischt.

 

Wie ihr Frauchen Andrea berichtet, war sie selbst deutlich aufgeregter als die zum ersten Mal werdende Mutter, die fast alles alleine und vollkommen problemlos erledigt hat. Da ist Juno offenbar ganz nach ihrer Mutter Arubi geraten - robust, unkaputtbar, unbekümmert! - Obwohl, unserer Arubi merkt man das etwas fortgeschrittene Alter nun doch schon ein wenig an, aber hauptsächlich daran, dass sie ruhiger geworden ist. - Wir drücken dem ganzen "Königsrudel" jedenfalls die Daumen, dass sich in den kommenden acht Wochen alles bestens entwickelt und man trotz mehr Arbeit, mehr Aufregung und mehr Stress auch richtig viel Freude daran hat, die Entwicklung der kleinen Hunde zu beobachten - und dass sich für den Nachwuchs am Ende auch die passenden Familien finden. - Wir sind jedenfalls gespannt!

 

Bei der Gelegenheit möchten wir darauf hinweisen, dass wir unsere Wurfplanung geändert haben! Wir wollten unsere Eboli eigentlich am vergangenen Wochenende von Sammy, dem Vater unseres L-Wurfes, noch einmal belegen lassen. Die alles dominierende Corona-Krise macht das Herumreisen und persönliche engere Kontakte jedoch ziemlich schwierig bis unmöglich. Da auch ihr Ende noch nicht abzusehen ist, haben eventuelle Interessenten womöglich auch in mehr als acht Wochen noch gar keine Möglichkeit sich die Welpen anzusehen.

 

Wir verschieben daher unseren geplanten, den O-Wurf auf Ebolis nächste Läufigkeit, die etwa Ende August/Anfang September stattfinden müsste. Wobei wir zunächst einmal davon ausgehen, dass sich die Lage bis dahin beruhigt hat. - Aber wer weiß das schon . . .

Nur so am Rande - unsere Eboli sollte an einer Verbesserung ihres Images arbeiten. Sie bemüht sich ständig, so griesgrämig wie möglich auszusehen - keine Ahnung warum! Dabei ist sie so ein liebenswertes, ruhiges, eher zurückhaltendes Familienmitglied!

29. März 2020

 

Ganz allmählich deutet sich der Abschied an, ab heute sind es noch gerade mal zwei Wochen und spätestens am Ostersonntag ist der letzte Welpe aus diesem Wurf dann ausgeflogen und wird sich in seinem neuen Heim in einem vermutlich sehr bequemen Osternest von den Reisestrapatzen erholen können.

 

Am gestrigen Samstag und auch am Freitag hatten wir wettermäßig mal richtig Glück, fühlingshafte Temperaturen, die sogar die 20-Grad-Marke knackten und so gut wie überhaupt kein Wind. So dass der Nachwuchs spätestens ab Mittag fast den ganzen Rest des Tages im Freien verbringen konnte - mit dem schönen Nebeneffekt, dass die folgenden Nächte ausgesprochen ruhig waren. Und heute - schon wieder Wintereinbruch . . .

27. März 2020

 

Heute nur ein paar Fotos von der nächsten Fleischration - und sie lernen schnell, die kleinen Wölfe. Einer ist der erste. der die Mahlzeit bemerkt und er glaubt, die Beute für sich alleine in den "Hundekorb" retten zu können. Denkste - kaum, dass er Zeit hat, sich über seine Beute zu freuen und schon wird sie ihm streitig gemacht. Unglaublich, mit welcher Energie diese kleinen Hunde das Problem angehen - spürbare geballte Konzentration und nur auf das Ergebnis konzentriert. Da verschwendet man keine Energie mehr zum Beispiel umd drohend zu knurren - nein nur fest zugebissen und so viel wie möglich runter von dem Brocken, ist ja schließlich auch nicht so einfach, mit den kleinen spitzen Zähnchen.

25. März 2020

 

Hier gibt es die versprochenen Fotos vom gestrigen Ausflug unserer Welpen ins Grüne - als Ersatz für die leider nicht mehr möglichen Besuche, was wir wirklich sehr bedauern und allzu gerne ändern würden.

 

Wie bisher war anfänglich auch die ältere Schwester Monia mit dabei, doch das mussten wir ziemlich schnell unterbinden. Denn sie hatte offenbar auf einmal die Vorstellung, ihre kleinen Geschwister wären schon genau so widerstandsfähig wie sie selbst und machte auf Raufbold. Das hatte immer wieder empörte Quietscher und den einen oder anderen ungewollten Purzelbaum zur Folge. Dabei sollen die Kleinen doch bis zur Abgabe unbeschädigt bleiben - versprochen!

 

Das Wetter war einmal mehr extrem trügerisch - strahlender Sonnenschein, aber a. . . kalt und ein heftiger Wind. Am besten sieht man das an Lilos Haaren und auch sonst ist zu erkennen, dass ihre Begeisterung nicht besonders groß war.

 

Ilva stellte sich ihrem Nachwuchs großzügig als Milch-Tankstelle zur Verfügung und dann hatte sie wohl auch das Gefühl, dass ihren Kindern unbedingt Bewegung nottut, um Unterkühlung zu vermeiden, und animierte sie immer wieder zu Wettrennen. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen, ganz einfach wohl, weil die Nachwuchs-Beine noch viel zu kurz sind, um hinter Muttern im gleichen Tempo herzulaufen - und bei Wettrennen immer verlieren . . . - Na ja, und auch weil der Nachwuchs an sich doch immer andere Vorstellungen hat als die Erziehungsberechtigten. Also wieder rein ins Warme!   

24. März 2020

 

In Coronazeiten ist es für die neuen Familien leider nicht angebracht, ihre Welpen und zukünftigen Familienmitglieder bis zur Abholung noch ein- oder zweimal zu besuchen. Wir finden das sehr schade, denn das war bisher bei uns immer völlig normal und hat uns auch jedes Mal immer viel Freude gemacht. - Wirklich sehr schade, es macht so viel Freude die Kleinen zu beobachten, wie sie sich immer weiter entwickeln, wie aus ihnen langsam aber sicher richtige Hunde werden. Es ist so ein großartiges Gefühl, diese kleinen, noch so tapsigen und völlig unbedarften Wollknäuel in den Händen zu halten, sie zu streicheln, mit ihnen zu spielen, ihre Reaktionen zu beobachten. Und es begeistert uns auch immer wieder, wie sie den Kontakt zu uns Menschen suchen - anscheinend sind wir für sie schon fast genau so wichtig wie die Mutter mit ihrer Milchbar. Wenn wir mit ihnen draußen sind, was wegen des kalten Windes leider immer nur recht kurz möglich ist, laufen sie uns schon genau so hinterher, versuchen, uns in die Schuhe, Socken oder Hosenbeine zu beißen. (Mal sehen, vielleicht gibt es morgen ein paar Bilder dazu.)

Ilva, die stolze, immer noch sehr gewissenhafte Mutter, die sich aber auch immer mehr Auszeiten nimmt.

 

Am Sonntag gab es für die Welpen erstmals einen frischen fleischigen Kalbsknochen. (Ja, selbst solche passenden Knochen zu besorgen wird in Coronazeiten schwieriger.) Es macht uns immer unglaublich viel Spaß, dabei zuzusehen, wie sich diese kleinen, harmlosen, wuscheligen Fellknäuel bei erstem Geruch und Anblick von blutigem Fleisch in ein Rudel wilder Wölfe verwandelt - reißende Bestien im Blutrausch, nur noch wilde Gier - da wird geknurrt, geschubst, geboxt, weggedrängelt - unglaublich! - Und doch gibt es Unterschiede: am wolfsähnlichsten (na gut, das ist jetzt etwas übertrieben) zeigte sich unser Braunschimmel Nettuno und die beiden weiß-braun gefleckten Mädchen Neva und Novula. Der kleine Niccolo zeigte sich wie immer, nur sehr mäßig blutdurstig, eher verträumt und immer mit der unausgesprochenen Frage in den schönen Augen: "Nimmst Du mich auf den Arm?" - Ein richtiger "Schlepphund", ein ganz Lieber! Und der Rest der Welpen? - Ja, das muss jetzt sein, eben eher unauffällig! Es geht uns Züchtern wie ganz normalen Eltern: Man hat natürlich alle Welpen gleich lieb, aber doch sind immer ein oder zwei dabei, die man eben etwas . . . - Bei der Gelegenheit übrigens ein Tipp an Eltern von mehreren Kindern: Man soll durchaus sagen, dass man ein Lieblingskind hat, aber bitte nicht verraten welches das ist! Das soll ganz allgemein den Ehrgeiz aller Kinder anstacheln. 

Am Ende, als der Knochen doch schon sehr abgenagt aussah, gab es noch einen Nachschlag, allerdings den üblichen täglichen "Eintopf", der allerdings nicht das gewohnte Interesse fand. Aber das Problem löste Mutter Ilva, die schon einige Zeit in das Kinderzimmer schaute und auch den Knochen am liebsten beschlagnahmt hätte. - So weit geht Mutterliebe nun wirklich nicht!

 

Während des Fotografierens fiel mir etwas auf, was mich verblüffte und auch amüsierte. Ich kann mich irren, aber irgendwann fiel der schon länger auffällig munteren Neva der Fotoapparat auf, den ich ja teilweise bis fast auf den Boden herunter in den Auslauf hielt. Den muss sie wohl als Gefahr oder Futterkonkurrenten angesehen haben: Sie wurde aufmerksam, kam vorsichtig aber zielstrebig näher, fing an zu knurren und täuschte mehrfach einen warnenden Angriff vor. - Ich kann mich wirklich irren, aber ich fand das einfach toll! - So ein kleines bisschen Hund, gerade mal fünfeinhalb Wochen alt, zwei gute Hände voll - und so viel Mut, so viel Herz! - Alle Achtung! - Ich habe versucht, das fotografisch einzufangen, leider ist es mir nicht besonders gut gelungen.

21. März 2020

Es ist ein elend mit dem Wetter - typisch April, obwohl doch immer noch März ist! So gerne möchten die sieben Zwerge raus und die Welt erkunden. - Aber bei dem Wetter - trübe, nieselig und kalter Wind bei gerade mal 7 bis 10 Grad - da jagd man ja keinen Hund raus - und so niedliche Kleine schon gar nicht! - Also schon wieder nur in der Bude hocken! 

 

Na ja, gut drei Wochen seid ihr noch hier und der Frühling ist ja im Anmarsch. Bestimmt bekommt ihr noch genug Gelegenheit, draußen herum zu tollen - und später doch sowieso, da seid ihr doch die Prinzen und Prinzesschen und jeder Einzelne von Euch hat mehr Freizeit- und Fitnesstrainer zur Verfügung, als ihr euch heute noch erträumen könnt!

Na kommt, Kinder - schaut nicht so traurig - vielleicht wird ´s ja heute Nachmittag ein bisschen besser und dann geht ´s wenigstens für ein paar Minuten mal raus für eine kleine Geländeerkundeung. - Schaut mal, es wird ja schon etwas heller!

17. März 2020

Gestern hat es dann endlich geklappt - unsere sieben Zwerge konnten erstmalig die große weite Welt beäugen und beschnuppern, wenn auch noch ein wenig hinter Gittern. Das Wetter war passend, schön warm und fast kein Wind, allerdings war der Boden recht feucht, weil es in der Nacht etwas geregnet hatte. Wir suchten eine einigermaßen trockene Stelle und bauten das Gatter auf, um unkontrollierte Ausflüge zu verhindern. Die Kleinen nahmen das erstaunlich gelassen, überprüften den neuen "Bodenbelag" in aller Ruhe und erkannten schnell, dass man da sehr gut Geschäfte aller Art verrichten kann. Aber als Mutter und die große Schwester Monia außen am Zaun auftauchten, wurde ziemlich heftig protestiert. Also herein mit den Beiden, Mutter öffnete die Milchbar und die große Schwester kümmerte sich ein wenig um die Hygiene der Kleinen. Die sammelten wir wieder ein und brachten sie ins Haus, als zunehmende Müdigkeit zu erkennen war und sie sich die Ersten zum Schlafen zusammen rollten.

 

 

 

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