Rückblick

auf das Jahr 2018 des Lagotto-Romagnolo-Zwingers "Folletti di Tartufo"

25. November 2018

 

Leider eine schlechte Nachricht - Am gestrigen Samstag wollten wir mit unserer Arubi zu Latticello - dem Vater ihres letzten Wurfes - fahren, um diese sehr gelungene Verpaar-ung noch einmal zu wiederholen. Denn der daraus resultierende sieben-fache Nachwuchs ist wirklich überzeugend geraten. Und aus eben die-sem Grund wollten wir aus dem nun ge-planten Wurf eine Hündin behal-ten. Ziemlich sicher wäre das auch Arubis letzter Wurf geworden, denn mit dem Elf-Monats-Rhythmus ihrer Läufigkeit wäre sie für einen erlaub-ten fünften Wurf dann schon zu alt gewesen.

 

Aus unserer „Hochzeitsreise“ und dem geplanten Wurf Arubis ist nun leider nichts geworden. Denn unsere Zuchtbestimmungen besagen unter anderem, dass zur Zucht zugelassene Hunde alle zwei Jahre auf Katarakt (Grauer Star) untersucht werden müssen. Da dieser Termin ohnehin kurz bevor stand, ließen wir Arubi am vergangenen Donnerstag – also vor dem Deckakt – in der Tierklinik in Mühlhau-sen untersuchen. Obwohl für uns rein gar nichts zu erkennen war und wir auch nicht die geringsten Bedenken hatten.

 

Umso größer waren unser Schreck und unsere Enttäuschung über das Ergebnis. Der Tierarzt konnte zunächst nichts feststellen, als er dann aber seine Technik (z.B. die Spaltlampe) zu Hilfe nahm, entdeckte er in Arubis linkem Auge den be-ginnenden Katarakt. Die Untersuchung vor zwei Jahren war dagegen völlig ohne Befund! Nach dem wir den ersten Schock verdaut hatten, stand für uns aber sofort fest: Wir werden Arubi nicht decken lassen!

 

Zur Information einige Erläuterungen: Bekanntermaßen gibt es verschiedene Katarakt-Formen - den erblichen Katarakt, durch Stoff-wechselerkrankungen, Missbildungen, Verletzungen oder den „normalen“ Alterskatarakt. – Stoffwechselerkrankungen, Missbildungen und Verletzungen sind bei Arubi sicher ausgeschlossen. Sie ist nämlich seit eh und je so gesund, dass es schon fast eine Provokation ist und wir Menschen sie glatt beneiden könnten.

 

Bleiben also der erbliche oder der Alterskatarakt – und genau da liegt das Problem! Die beiden kann man bei Hunden, von einem gewis-sen Alter an (ca. 7 Jahre), nämlich nicht mehr, bzw. noch nicht unterscheiden. Bei Arubi spricht nach Meinung des Tierarztes jedoch eini-ges für den „ganz normalen“ Alterskatarakt. Mit fast sieben Jahren (geb. 01.02.2012) gehört sie schon zu den älteren Hunden. Auf  uns Menschen umgerechnet sind das ca. 50 Jahre und da trägt ungefähr jeder zweite eine Brille und so mancher von uns wurde schon am Grauen Star operiert. Was man bei Hunden übrigens auch schon problemlos ambulant machen kann! – Gegen die erbliche Variante des Katarakts spricht die Erfahrung, dass Hunde aus Rassen, die dazu neigen (z.B. Dackel, Cocker, Retriever, Pudel), schon in viel jüngeren Jahren erkranken.

 

Wie auch immer – es ist ja noch gar nicht sicher wie der Katarakt sich bei Arubi entwickelt  - wird sie in Zukunft leider kinderlos bleiben. Wir werden die Entwicklung im Auge behalten, gegebenenfalls entsprechend handeln und sind uns sicher, dass dieser großartige, unkompli-zierte und ansonsten kerngesunde Hund noch mindestens sieben Jahre eines erfüllten Lebens vor sich hat.

 

Etwas Ironie zum Schluss: Wie man sieht, kann man als einigermaßen vernünftiger Mensch und Züchter auch richtige Entscheidungen treffen, ohne einen altersenilen Großkynologen im Nacken zu haben, der Vereinsmitgliedern geradezu manisch hinterher spioniert, um ihnen aus purer Geltungssucht dubioseste  Absichten unterstellen zu können.

09. September 2018

 

Gestern, am Samstag (08.09.) fand in Dettelbach bei Würzburg die erste Zuchtschau des LRWD e.V. statt, seit er als das Zuchtbuch führender Verein in den VDH aufgenommen wurde. 

 

Großes Lob: Wie schon bisher haben sich die Macher des Vereins wirklich große Mühe ge-geben und damit einen Reisenerfolg gehabt. Alles war bestens organisiert - die Wegwei-sung hin zum Veranstaltungsort, dort die Ausschilderung aller Stationen vom Parkplatz über den Tierarzt, die "Gulaschkanone" und die Sanitärräume bis hin zu den beiden Ringen, ein-mal zur Ausstellung und dann zum 'Wesenstest. Wirklich alles bestens!

 

Demzufolge hat sich auch Ilva, unsere Debütantin, hervorragend geschlagen. In der Zwi-schenklasse machte sie unter vierzehn großartigen Junghündinnen den 1. Platz! Lilo konnte es kaum fassen und wollte, anstatt mit der Kleinen auf den ersten Platz zu gehen, schon den Ring verlassen. Wir haben uns über diesen Erfolg wirklich riesig gefreut - obwohl, dem Hundemädchen selbst ist es mit Sicherheit ziemlich schnurz! Und alles andere, wie z.B. Ilvas Wesen, ihre Gesundheit und überhaupt, dass sie einfach ein ganz toller Hund ist, das ist doch alles viel, viel wichtiger! 

 

Auch den, zur Zuchtzulassung notwendigen Verhaltenstest mit all seinen Subtests, hat sie, zwar ein klein wenig aufgeregt - schließlich kennt sie derartigen Trubel überhaupt nicht - mit trotzdem erstaunlicher Ruhe und Bravour bestanden. Zur Belohnung bekam sie von uns ein extra großes Stück Trockenpansen und wird von uns von jetzt an mit "Miss Dettelbach" angeredet. 

 

Man könnte also rundum zufrieden mit dem Geschehen sein, wenn es auch hier nicht wieder und wie offenbar eigentlich inzwischen über-all unvermeidbar, ein oder zwei dieser Zeitgenossen gegeben hätte, die ihren Daseinszweck anscheinend darin sehen, stets so unange-nehm wie nur irgend möglich aufzufallen! - Sich überall vordrängeln, die Ellenbogen ausfahren, rempeln, mit ihren Superkameras im An-schlag die Sicht versperren, ihre Hunde an langen Leinen laufen lassen, egal ob sie so Stolperfallen darstellen, Mitmenschen und andere Hunde bedrängen und belästigen! - Wenn es einen Grund gibt, derartige Ausstellungen möglichst selten zu besuchen, dann sind das ne-ben den Bewertungen der Hunde, die oft genug eher an Lotterien erinnern, eben solche zeitgenossen . . .  

 

 

 

25. Juli 2018

 

Am vergangenen Freitag wurde Elma (Isadora, Wurfschwester unserer Ilva) nach fünf Wochen Aufenthalt bei uns von ihrer Familie abge-holt. Alle - Elma, Frauchen und die beiden Kinder . haben sich riesig gefreut.

Wir haben uns natürlich auch gefreut, nicht unbedingt weil wir den Hund wieder los wurden, sondern weil alles gut gegangen ist, bei uns und auch bei Elmas Familie. Andererseits tut uns ein solcher Abschied auch immer irgendwie leid, denn man hat sich in den Wochen doch an den Hund gewöhnt und er gehört inzwischen zur Familie.

 

Mit Elma war es dieses Mal auch etwas anders als sonst bei unseren gelegentlichen Pensionshunden. Sie hat sich nartürlich innerhalb weniger Tage an die Umstände und den Tagesablauf innerhalb unseres Rudels gewöhnt und ihre gute Erziehung war immer zu spüren. Trotzdem hat es sehr lange gedauert, bis sie zu unseren Hunden und zu uns selbst ein "persönliches Verhältnis", eben ein sicheres Vertrauen aufgebaut hat, dass sie von sich aus den direkten Kontakt suchte. Diese Zurückhaltung ist nach unserer bisherigen Erfahrung für einen Lagotto - vor allem auch für einen, der aus unserer Zucht kommt - eher ungewöhnlich. Wir sprachen deshalb lange mit ihrer Chefin darüber und erfuhren im Detail, woran das liegt. Elma hatte, wie wir bereits zum Teil wussten, eine - letzten Endes völlig grundlose - lange Krankengeschichte, die einen mehrfachen Aufenthalt in einer renommierten Tierklinik zur Folge hatte. Dort wurde an dem Hund restlos alles ausprobiert, was heutzutage in der Veterinärmedizin machbar ist.

 

Nachdem Elma das alles halbwegs verarbeitet hatte, wurde sie bei einem Spaziergang mit den beiden Kindern (an der Leine geführt) von zwei  freilaufenden Bullterriern angefallen und im Gesicht schwer verletzt. Der aufgesuchte Tierarzt hielt aus unerfindlichen Gründen eine Narkose unnötig und klammerte die lange und tiefe Bisswunde unterhalb des rechten Auges bei vollem Bewusstsein!!! Auch das spätere Entfernen der Klammern wurde ohne die geringste Sedierung durchgeführt.

 

Ins Detail zu gehen, würde hier und jetzt zu weit führen, aber wir kommen ganz sicher später an anderer Stelle noch einmal darauf zu-rück. So ist uns natürlich nachvollziehbar, dass Elma in ungewohnten Situationen und fremden Menschen gegenüber eher verhalten rea-giert. Uns beruhigt aber die Versicherung ihrer Besitzerin, dass sie sich in vertrauter Umgebung und gegenüber vertrauten Menschen ganz normal verhält.

 

 

 

03. Juli 2018

 

Ja, es wird wirklich Zeit, über das Treffen der Trüffelkobolde am Wochenende des 21./22. Juni beim Edertaler Hof am Affolderner See zu berichten, aber es gab für uns so viel zu tun, was vorrangig war.

 

Für Ortsunkundige: Der "Edertaler Hof", eine weitläufige Anlage mit Gasthof, Hotel und Campingplatz gehört zu Affol-dern, unterhalb der Sperrmauer der Edertalsperre in Nord-hessen - und der Affolderner See ist so etwas wie ein Stau- oder Überlaufbecken unterhalb der Sperrmauer.

 

Die Idee zu diesem Treffen kam aus der Whats-App-Gruppe unseres J-Wurfes und Andrea König, die aus unserer Zucht die Hündinnen Elli/Elena und Juno besitzt, hat die ganze Sache organisiert. Insgesamt trafen sich 16 Hunde und 24 Menschen, wenn wir richtig gezählt haben, darunter auch viele Kinder und ein paar Menschen und Hunde, die nicht direkt mit dem J-Wurf zu tun haben.

 

Wir selbst reisten bereits am Donnerstag an und erst am folgenden Mittwoch wieder ab, damit sich der Aufwand mit dem Wohnwagen auch lohnte. Wir machten dort die erstaunliche persönliche Erfahrung, dass es Ende Juni in Nordhessen auch regnen und richtig kalt sein kann. In der ersten Nacht haben wir im Wohnwagen sogar gefroren und Lilo vermisste im nassen Gras ihre Gummistiefel. Bei uns in der schönen "Hessischen Schweiz" hat es nämlich seit Wochen nicht mehr richtig geregnet, außer den paar sprichwörtlichen Tropfen auf den wirklich heißen Stein. Unser Grundstück und die nähere Umgebung sieht inzwischen so aus, dass wir die "Hessische Schweiz" getrost in "Hessisch-Kalahari" umbenennen können. Aber im Großen und Ganzen war das Wetter um den Edertaler Hof vor allem für die Hunde doch noch ganz erträglich.

 

Die meisten Lagotto-Freunde reisten bereits am Freitag an, der Rest am Samstagvormittag. Alle brachten sich großzügig ein und es gab jede Menge Kuchen, Salate, Getränke und vor allem für den Samstagabend jede Menge Bratwurst, Steaks und Geflügel. Für das leibliche Wohl war also ausreichend gesorgt, aber auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. Spaziergänge wurden gemacht, auf das Baden allerdings verzichtet, Jede Menge hundliche und andere Gespräche geführt. Lilo "frisierte" einige Hunde und gab ein paar Pflegetipps, speziell für Fell, Ohren und Augen.

 

Der Grillabend war ein voller Erfolg und verlief ganz sicher zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Auch die Hunde kamen, bis auf ein paar kleine  Meinungsverschiedenheiten, gut miteinander zurecht. Wobei besonders der junge, recht freche und offensichtlich unkaputtbare Kamillo mit Unterstützung durch Jupiter viel zur Unterhaltung beitrug. Recht spät und ziemlich müde begab man sich zur Nachtruhe. Leider musste ein Ehepaar, dass auch noch einen recht weiten Weg hatte, wegen Krankheit schon am Samstagmorgen wieder abreisen, was vor allem von uns sehr bedauert wurde. Gerne hätten wir mehr über ihren Hund Filou/Italo erfahren, der sehr intensiv als Katastrophen- und Flächensuchhund trainiert wird und mit Eifer dabei ist.

 

Im Laufe des Sonntags reisten die Meisten wieder ab, für Montag drohte ja wieder die Arbeit und der Alltag. Zwei Trupps blieben noch bis Montag und wir selbst reisten am Mittwoch nach Hause. Die Örtlichkeit rund um den Edertal Hof hat uns sehr gut gefallen und könnte durchaus wieder mal ein Ziel sein. Und richtig gelungen waren die schönen Stunden mit den Menschen, die uns zu Freunden geworden sind und den Hunden aus unserer Zucht, die wir allesamt für recht gelungen halten und die unverkennbar für ihre Familien, besonders für die Kinder, eine Bereicherung sind. Gerne würden wir an einer Wiederholung im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Uns ist es wirklich ein Bedürfnis, dafür unseren Dank auszusprechen - für diese Idee selbst, bei Andrea König für die Organisation, bei allen Beteiligten für ihr Engagement, die mitgebrachten "Naturalien" und die wirklich gute Stimmung. Zuletzt auch herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Edertaler Hofes für ihre Bemühungen und die Freiheiten, die sie uns, die wir nicht immer so ganz leise waren, großzügig gewährt haben.

                                Unsere Drei von vorne nach hinten: Eboli, Arubi, Ilva - rechts im Bild: Elma

 

 

 

Am Samstag, 16. Juni, traten wir auf der "Nationalen Rassehunde-Ausstellung Erfurt 2018" mit Ilva in der Jugendklasse an und kalkulier-ten wegen mangelnden Trainings ein "Sehr gut" ein. Gerade drei Hündinnen wagten sich in den Ring. Die kleine braune Hündin, in Beglei-

 

 

tung ihres stattlichen Herrchens, machte das "V1", Ilva (Einlaufnr.: 1415) erhielt zu unserer Überraschung das "V2", die dritte Hündin ein "SG3". - (Zur Erläuterung: Nur die max. besten vier Hunde werden jeweils platziert - das kann von "Vorzüglich 1 - V1" bis "Vorzüglich 4 - V4" gehen,  aber z.B. auch von "V1" über "V2" zu "Sehr gut 3 - SG3" bis "Sehr gut 4 - SG 4")

 

Hier die schriftliche Begründung: "Guter Kopf, Oberarm etwas kurz, sehr gute Oberlinie, schöne Kruppe, schon gut entwickelte Vorbrust, sehr gut in der Bewegung, besonders schön vorgeführt." 

 

Die letzte Bemerkung "besonders schön vorgeführt" verwunderte uns sehr, da wir fest davon überzeugt sind, auf dem Gebiet gewaltigen Nachholbedarf zu haben. Deshalb sprachen wir die Richterin (aus der Südafrikanischen Union) darauf an und die Antwort verwunderte uns noch mehr. - Ihr hätte das erkennbare Vertrauensverhältnis zwischen Ilva und Lilo sehr gut gefallen - wie gut es dem Frauchen gelungen sei, durch sicheres Führen und dosierte Lenkung der noch unerfahrenen und deshalb anfänglich ein wenig unsicheren jungen Hündin deutlich mehr Selbstvertrauen zu vermitteln - und darauf käme es doch schließlich an.

 

So etwas haben wir bisher noch auf keiner Ausstellung und von keinem Richter gehört!

 

Sonntag, 17. Juni, traten wir dann in Erfurt auf der "Internationalen" mit drei weiteren Hündinnen auch wieder in der Jugendklasse an - und es kam, wie es in Erfurt am zweiten Tag immer kommt. Ilva (Einlaufnr.: 1543) bekam ein "SG4. - Hier die Begründung des deutschen Richters: "An oberer Größengrenze stehend, nicht in bester Haarkondition, sehr schöner Kopf in allen Teilen, Augen braun, Behänge gut angesetzt, im Rücken etwas lang und nicht ganz fest, Brust für Alter gut in Breite und Tiefe, Vorderhand in Bewegung fest und sicher, Hinterhand muss noch fester werden."

 

Diese Unterschiede gibt es gelegentlich natürlich auch bei anderen Ausstellungen, aber in Erfurt ist das zumindest für uns besonders auffällig und wir haben das da schon viel krasser erlebt. Wir wollen diese Bewertung auch nicht kritisieren, kennen schließlich die Schwächen unserer Hunde. Aber die unterschiedlichen "Endnoten" wundern uns trotzdem immer wieder - der Hund ist am zweiten Tag doch immer der gleiche wie am ersten. - Die kleine braune Hündin vom Samstag war übrigens auch die Siegerin am Sonntag und wir haben natürlich herzlich gratuliert.

 

Vielleicht hilft die Erklärung, dass auch Ringrichter immer Individuen sind. Die Richterin vom Samstag war z.B. sofort bereit, sich mit der fast kompletten Lagotto-Truppe fotografieren zu lassen. Wofür ihr Kollege am Sonntag keine Zeit hatte, trotz geringeren Andranges.

 

 

 

 

10. März 2018 - Es ist geschafft ,der K-Wurf ist da

 

Schon am Donnerstag war Eboli unglaublich unruhig, lief ständig hin und her auf der Suche nach irgendwelchen Höhlen, machte auch in der neuen Wurfkiste eine Liegeprobe. Am Freitag wurde es noch schlimmer, nur dass sie jetzt zwischendurch immer wieder für längere Zeit saß und stark hechelte. Den ersten Welpen hat Eboli dann um 18:45  Uhr unter Lilos Schreibtisch auf ein Hundekissen gelegt. Anschließend ließ sie sich aber überreden, das große Werk in der Wurfkiste fortzusetzen. Aber dabei gönnte sie sich zwischendurch immer wieder recht lange Pausen, so dass wir den letzten Welpen um 02:35 Uhr der total erschöpften Mutter an die "Brust" legen konnten. Vielleicht trügt die Erinnerung, aber Ebolis erster, unser I-Wurf, kam uns viel leichter und flotter vor.

 

Sie hatte zuletzt aber auch ein irres Gewicht zu schleppen - 22 Kilo zeigte die Waage gestern morgen, also eine Zunahme von rund 50 % ihres Normalgewichtes! Aus der Erfahrung ist davon auszugehen, dass man vor der Geburt etwa das doppelte Geburtsgewicht eines Welpen hat - gewissermaßen die Ware plus Verpackung, hier also der Welpe plus Fruchtblase, Fruchtwasser und Nachgeburt.

 

Bei unseren Lagotti sind 250 bis 300 gr schon ein sehr gutes Geburtsgewicht, häufig ist es aber bis zu deutlich weniger, eher selten viel mehr. Wir hätten also mit locker zwölf Welpen rechnen können - haben wir natürlich nicht, aber acht oder neun, die hatten wir schon erwartet. Das gab es bei Ebolis Mutter Aletta und Großmutter Dulcinea schließlich regelmäßig - und das stets ohne Hormonbehandlung!

 

Unsere diesmaligen sieben Zwerge waren aber gar nicht so zwergenhaft - die leichtesten drei hatten 310, 330 und 340 gr, die vier "dickeren" 370, 380, 400 und 410 gr, also ein Gesamtgewicht von 2,540 Kilo - plus "Verpackung" also rund 5 kg und damit rund 20 kg Gesamtgewicht Mutter und Nachwuchs. Die gestern morgen zusätzlich gemessenen 2 kg waren dann wohl das Ergebnis zu guten Futters.

 

Ach ja, das Wichtigste hätten wir beinahe vergessen - es sind vier Rüden, drei komplett braun und einer gefleckt, dazu drei Hündinnen, eine komplett braun und zwei gefleckt. Wobei die gefleckten Welpen sich vermutlich zu Braunschimmeln entwickeln werden.

 

 

 

09. Januar 2018

Das neue Jahr hat ganz vielversprechend angefangen - unsere Eboli wurde, wie von uns nicht anders erwartet, fahrplanmäßig läufig. So konnten wir unsere Absicht wahr machen, unseren I-Wurf, der wirklich richtig gut geraten ist zu wiederholen. Am gestrigen Montag luden wir also unsere Hunde ins Auto um Ebolis Bräutigam Cassanova zu besuchen. Als die Dame erkannte, wo sie gelandet war, schien sie zunächst nicht sonderlich begeistert, aber dann ging es doch ganz zügig zur Sache, man war sich ja nicht mehr fremd. So wie es aus-sieht können wir also gegen den 10. März mit Lagotto-Nachwuchs rechnen. - Dass der wieder richtig gut wird, davon sind wir überzeugt. Unklar ist hingegen, wo und wie dieser kommende Wurf offiziell registriert wird, denn derzeit laufen im "organisierten Hundewesen" Aktionen, die man selbst als gutmeinender, positiv eingestellter Mensch nicht unbedingt als lupenrein bezeichnen möchte.

 

 

------

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Lieselotte Bergmann | Kontakt | Impressum