Was uns wichtig ist!

 

Aus gegebenem Anlass stellen wir fest: Es gibt nicht den absolut perfekten, zu hundert Prozent fehlerfreien Hund - ebenso wenig wie es perfekte und fehlerfreie Menschen gibt. (Vermutlich wäre dieses Ziel bei Hunden auch eher zu erreichen.) Hunde wie Menschen sind Lebewesen, die genetisch geprägt, bzw. vorbelastet und ständig Einflüssen aus ihrer Umwelt ausgesetzt sind, auf die wir kaum oder keinen Einfluss haben. Wir können deshalb niemals eine Garantie dafür übernehmen, dass Welpen aus unserer Zuchtstätte ein ganzes Hundeleben lang und in jeder Hinsicht zu hundert Prozent fehlerfreie Hunde sind!

Aber wir erklären, dass uns die folgenden vier Punkte äußerst wichtig sind und wir von deren Einhaltung in keinem Falle abweichen werden:

  • Das Wohlergehen unserer eigenen Hunde und deren Nachkommen geht uns über alles. Sie sind unser beider, mit Leidenschaft betriebenes Hobby. Der psychische und physische Zustand dieser liebenswerten Geschöpfe hat bei uns mindestens den gleichen Stellenwert wie unser eigener. Sie werden regelmäßig geimpft und tierärztlich untersucht. Im Falle eines Falles scheu- en wir weder vor weiten Wegen noch vor anfallenden Kosten zurück. Unsere Hunde leben mit uns im Haus - sie leben mit uns zusammen! Sie werden artgerecht gehalten und mit bestem Futter ernährt. Sie haben über die meiste Zeit des Tages direkten Kontakt mit uns, werden liebevoll behandelt und beschäftigt. Sie haben über die Spaziergänge und auch längere Wan- derungen hinaus, auf unserem recht großen Grundstück Auslauf und Beschäftigungsmöglich- keiten. (Auch wenn es den einen oder anderen Tag einmal nicht so klappt mit dem täglichen Spaziergang oder das Ergebnis aufgebuddelte Maulwurfsgänge sind.)

 

  • Wir halten uns genau an die die Regeln und Zuchtbestimmungen des VDH/FCI. Nicht zuletzt müssen über die bundesdeutsche Tierschutz-Gesetzgebung weder wir noch unsere Hunde nachdenken - diese Minimalbedingungen liegen ohnehin weit unter unserem Niveau.

 

  • Bei der Auswahl der Deckrüden für unsere Hündinnen planen wir langfristig und gehen mit größter Sorgfalt vor. Sie müssen in jedem Falle dem Rassestandard entsprechen und nach Möglichkeit die eine oder andere, nicht so stark entwickelte Eigenschaft der Mutterhündin verstärken. Wir wollen doch, dass sich die charakterlichen und körperlichen Eigenschaften dieser liebenswerten Rasse festigen und möglichst noch verbessern. So hatten unsere Hündinnen Anima, Dulcinea und Aletta schon Deckrüden aus Dänemark, der Schweiz und Italien.

 

  • Natürlich ist uns sehr wichtig, wo unsere Welpen ihr weiteres Leben verbringen werden. Des- halb legen wir großen Wert darauf, dass Welpen-interessenten/-erwerber uns vor der Abholung des kleinen Hundes wenigstens einmal besuchen. Nicht nur, um das zukünftige Familienmitglied schon früh auszusuchen, sondern auch, damit wir uns vorher ein wenig kennen lernen. Auch müssen die Welpen persönlich (und zu zweit) bei uns abgeholt werden. Was nicht ausschließt, dass wir gegebenenfalls den kleinen Hund auch selbst zu seiner neuen Familie bringen, wenn es einmal nicht anders machbar ist. Die Kleinen werden nicht vor Ende der achten Lebens- woche abgegeben, dann aber so schnell wie möglich. Denn wir wissen aus Erfahrung - und die Wissenschaft bestätigt das zur Genüge - dass das erste Lebensvierteljahr für die Prägung der Hunde auf ihre Umwelt - und das neue "Rudel" - das Entscheidende ist. Wir werden aber auch einen Welpen ca. zwei bis vier Wochen länger behalten, wenn es im konkreten Fall nicht anders geht.


Nun noch einige Anmerkungen zu Entwicklungen, die wir in letzter Zeit beobachten mussten, bzw. von denen wir erfahren haben - und die uns zu den vorstehenden Zeilen veranlasst haben.

Der Lagotto Romagnolo entwickelt sich - wegen seiner durchweg positiven Eigenschaften - zu so etwas wie einem Modehund. Das haben - wie bei jeder anderen gerade "modischen" Hunderasse auch einige so genannte Züchter erkannt, die auf diesen Zug aufspringen und so "eine schnelle Mark" machen wollen. So mussten wir hören, dass es den einen oder anderen Züchter gibt, der äußerst knapp an den Bestimmungen des VDH vorbei züchtet. Es soll deshalb bereits "fehlerhaften" Nachwuchs gegeben haben. Auch von überzogenen Preisen für "bestenfalls durchschnittliche Ware" war schon die Rede.

Auch gibt es sogenannte Züchter, deren Hunde wegen gravierender, zuchtausschließender Fehler nicht vom zuständigen Verein, bzw. VDH zur Zucht zugelassen werden, die aber trotzdem völlig unbe- schwert mit diesen Tieren züchten und deshalb aus dem Club ausgetreten sind, ausgeschlossen wur- den oder sowieso nie Mitglied im zuständigen Verein waren. Zu solchen Fehlern gehören z.B. extreme Zahnmängel, Skeletterkrankungen/-mängel oder (wie z.B. beim Lagotto) Kurzfelligkeit, die vererbbar sind, sowie Inzucht-Verpaarungen. Andere Zucht-/Aufzuchtmängel (in aller Regel, um die Kosten nied- rig zu halten) sind z.B. Deckrüden zu nehmen, die "genetisch nicht passen" - das Nichteinhalten der einjährigen Pause zwischen Wurftag und Deckakt - oder die gleichzeitige Haltung zweier säugender Hündinnen mit ihren Würfen in einem viel zu kleinen Raum. (Gelegentlich werden solcherart "erzeugte" Welpen auch noch zu stark überhöhten Preisen angeboten.)

Da hilft es auch nichts, dass von anderen sogenannten Züchtern derart aufgezogene Welpen deutlich "billiger" oder gar für den "halben Preis" angeboten werden. Das, was da beim "Einkauf" gespart wird, lässt der gutmeinende Besitzer später allzu oft beim Tierarzt. Wo am Ende viele dieser, durchaus bedauernswerten Hunde - ja, es betrifft gelegentlich auch schon die Lagotti - oft genug landen, kann man bei einem Besuch in einem beliebigen Tierheim jederzeit feststellen.

Wir distanzieren uns mit Nachdruck von dieser Art der "Hundevermehrung"  -  die der Hundelieb- haberei im Allgemeinen und unseren Lagotti im Besonderen schadet  -  und verurteilen sie auf das Schärfste! Für uns ist und bleibt die Hundezucht erfüllendes Hobby und Liebhaberei  -  nicht mehr und nicht weniger! 

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