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aus dem Zwinger "Folletti di tartufo" - Züchter im 1. LRCD - VDH - FCI

Achtung! Trüffelkurs am 13. und 14. Oktober 2017 im Kur-Landhaus-Hotel Hitzelrode!

Näheres weiter unten unter 14. Mai 2017 - Ein paar Plätze sind noch frei !

 

13. August 2017

 

Außer, dass es dauernd regnet, gibt es von uns kaum etwas zu berichten.  - Bis auf den Umstand, dass Arubi offensichtlich in anderen Umständen ist. Latticellos Bemühungen tragen nun sichtbar Früchte und ihr Bauch ist bereits deutlich sichtbar gerundet, obwohl es erst gut vier Wochen her ist. Ein weiteres Indiz, Arubi ist sehr schmusiger und auch ruhiger geworden, es sei denn es wird ein Ball geworfen. Auch hält sie sich in letzter Zeit viel lieber bei uns als bei Eboli und Ilva auf. Also über den Daumen noch vier Wochen und wir werden frischen Lagotto-Nachwuchs erfreut begutachten können.

 

Bei der Gelegenheit noch einige Fotos von Ilvas (Ioles) Geschwistern, die uns in letzter Zeit zugeschickt wurden. Wir möchten uns hier auch einmal dafür und die oft sehr anschaulichen Berichte bedanken, denn es interessiert uns natürlich sehr, wie sich "unser" Nach-wuchs entwickelt. Das gilt nach wie vor auch für den schon älteren Nachwuchs.

 

 

 

 

 

04. August 2017

 

Am vergangenen Sonntag wurde Ilvas Schwester Ida abgeholt - und was sollen wir sagen, wie wir das gesehen haben? - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge! Unser Knallfrosch Ilva alleine hat doch bisher unseren Haushalt genug aufgemischt, und jetzt hatten wir das für vierzehn Tage im Doppelpack! - Puh! - Nein, wir wollen wirklich nicht klagen! Es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht, diese beiden jungen, lebenslustigen und so selbstsicheren Hunde zu beobachten. - Diese kaum zu erschöpfende Energie, der Einfallsreichtum, uns Menschen und die älteren Hunde auszutricksen, diese so herrlich sorglose Fröhlichkeit!

 

Aber man musste auch ständig hinterher sein, denn Beide zusammen kamen durchaus auch auf Ideen, auf die unsere Ilva alleine nicht gekommen wäre, nicht immer unbedingt zum Wohle von z.B. Decken oder Stuhlbeinen. Offensichtlich hatten die Beiden auch gleich zu Anfang einen Dauerwettstreit vereinbart, nämlich wer in dieser Zeit die meisten, rundesten und tiefsten Löcher buddelt. Wir sind nicht dahinter gekommen, wer gewonnen hat, aber jetzt immer noch mal damit beschäftigt, das eine oder andere Loch zu stopfen. Halb so schlimm, die Kreisstraße, die zu unserem Dorf führt, sieht viel schlimmer aus - und damit hat unser temporäres "Duo infernale" nun wirklich nichts zu tun.

 

Das Schönste ist ohnehin immer bei solchen Gelegenheit, dass man liebe Bekannte wiedersieht und zufrieden feststellen kann, wie sich der Hundenachwuchs entwickelt hat.Die einzig Leidtragende ist ohnehin unsere Ilva, ihr ist der hundertprozentig passende Sparrings-partner abhanden gekommen. Schon gleich nach dem Abschied lief sie ratlos durch Haus und Garten und noch während des ganzen nächsten Tages war sie ziemlich von der Rolle. Ida hat ja wenigstens noch ihre drei jungen und dynamischen "Schwestern", unser Knallfrosch hingegen nur noch zwei alte Menschen, eine strenge Mutter und eine noch viel strengere Tante.

 

Apropos Tante: Arubis wirklich abweisendes Verhalten Ilva gegenüber, hat vermutlich einen ernsthaften Grund. Wir sind natürlich nicht ganz sicher, aber jetzt nach vier Wochen, sieht es so aus, dass der Besuch bei Latticello Früchte trägt. Der Bauchumfang hat an der richtigen Stelle etwas zugelegt, uns gegenüber ist sie wieder deutlich schmusiger und Eboli und Ilva gegenüber abweisender geworden.

 

Es hat einen Moment gedauert, erst musste die Überraschung überwunden werden, aber dann war die Wiedersehensfreude groß und die wurde gleich in üppige Toberei umgesetzt. Am Ende musste, Ida noch mal auf diesen blöden Tisch, um einige Handgriffe zu veran-schaulichen und ein paar Pflegetipps weiter zu geben. Weil sie vorbildlich mitgemacht hat, gab es dann auch ein paar Leckerli. - Und bei uns zum Abschied einiges Bedauern, aber auch eine gewisse, ganz kleine Erleichterung.

 

 

 

 

22. Juli 2017

 

Am vergangenen Mittwoch wurde zu unserem großen Bedauern - seine Familie wollte ihn tatsächlich wiederhaben - Aniello nach sieben Wochen Aufenthalt bei uns wieder abgeholt, dabei hätten wir ihn so gerne behalten.

 

Kein Wunder, sahen wir doch seine Mutter Dulcinea und ein wenig auch seine Wurf-schwester Aletta, wenn wir ihm ins Gesicht schauten. Die Ähnlichkeit, auch im Wesen, war einfach nicht zu übersehen: diese ausdrucksvollen Augen, der offene Blick, dieses einfach nur freundliche Gesicht und dazu das ausgeglichene, ruhige Wesen!

 

Eine gute Woche hat es gedauert, bis er sich an die veränderten Umstände gewöhnt hat und in den letzten gut zwei Wochen hat er sich dann bei uns wirklich "zuhause" gefühlt. Aber auch in den Wochen dazwischen machte er überhaupt keine Probleme - ganz im Gegenteil, er hatte selbst immer wieder welche. Schließlich musste er sich fast von Anfang an mit zwei läufigen Hundedamen herumplagen. Was auch für einen kastrierten Rüden nicht ganz einfach, ja sogar anstrengend und oft genug ziemlich lästig ist. Wie oft hat er uns doch, regelrecht mit Blicken um Hilfe bittend, angefleht: "Befreit mich doch endlich von diesen aufdringlichen Weibern!" - Gut, manchmal hat er aber auch dagestanden und mit gerunzelter Stirn überlegt: "Da war doch mal was?" Ansatzweise hat er auch mal entsprechende Versuche gestartet, aber im Großen und Ganzen war ihm das alles zu viel Gedöns und ein wenig unheimlich.

 

Zusätzlich musste Aniello sich ja auch noch mit unserem Knallfrosch Ilva herumschlagen, die trotz der recht strengen Erziehung durch ihre Mutter keinerlei Respekt vor diesem netten, älteren Herren hatte, und auch seine gelegentlichen empörten Abwehrversuche total cool ignorierte. Für Aniellos letzte Woche bei uns bekam Ilva dann auch noch Verstärkung durch ihre Schwester Ida (Isabella), die Ende nächster Woche wieder abgeholt wird. Der arme Kerl sah das bestimmt als Strafverschärfung. In der Praxis war es doch so, dass die beiden Gören immer wieder mal von uns energisch zurechtgewiesen wurden. Was Aniello dann meistens auch auf sich bezog und mit Blicken wie "Ich hab´ doch gar nichts gemacht!" oder "Ich war das doch nicht!" recht ratlos darauf reagierte. Natürlich haben wir ihn dann tröstend in die Arme genommen und ihm erklärt, dass er nicht gemeint war.

 

Doch, dieser stattliche, gestandene Rüde hat uns in seiner gelegentlichen Hilflosigkeit manchmal richtig leid getan und so manches Mal hat er sich ganz bestimmt gewünscht: "Ach, wäre ich doch jetzt nur zu Hause!" Und wie oft hat er, wenn die Terassentür geöffnet wurde, blitzschnell das Weite gesucht, ist die Treppe hoch ins Wohnzimmer gerannt und hat sich auf der Couch verschanzt. Aniello wird im November schließlich sieben Jahre alt und ist durch die bisherigen Lebensumstände mit festen Regeln und Ritualen als Einzelhund in einer ganz normalen Familie geprägt. Per Saldo waren diese sieben Wochen für ihn sicher viel anstrengender als für uns.

 

Wir finden, er hat einen wirklich großartigen Charakter - bewiesen durch seine Langmut und Nachsicht unseren verrückten Hunde-weibern gegenüber und seine stetig wachsende Anhänglichkeit gegenüber uns Menschen. Der Schreiber dieser Zeilen vermisst ihn tatsächlich, die Spaziergänge mit ihm - so ganz in aller Ruhe - zwei ältere Männer unter sich - in einem weiblich dominierten Haushalt. - Es war einfach schön und der Abschied fiel nicht wirklich leicht. - Ja, Aniello, lass´ Dich mal wieder sehen, Du bist uns jederzeit willkommen!  

 

 

 

 

14. Juli 2017

 

        Je sorgfältiger man plant, desto wirkungsvoller trifft einen der Zufall !

 

Arubi wurde seit ihrer ersten Läufigkeit regelmäßig im Elf-Monats-Rhythmus läufig. Wir rechneten also mit der nächsten, an der wie sie decken lassen wollten, für Ende Okt-ober / Anfang November dieses Jahres. - Das war wohl nichts!

 

Die jüngere Eboli wird nämlich - wie es sich gehört - regelmäßig jedes halbe Jahr läufig - man kann fast die Uhr danach stellen - und hat Mitte Juni wieder damit ange- fangen. Und nun hat Arubi wohl gedacht, sie als die Ältere müsse da zumindest mit- halten. Uns fiel das zunächst nicht auf, wer rechnet denn schon mit so was! Aber gut, dann eben jetzt und nicht erst im Herbst. So sind wir noch einmal die Liste der mög- lichen Kandidaten durchgegangen und bei einem ganz in der Nähe hängen geblieben - Comes Cordis Latticello.

 

Latticello ist ein sehr typvoller Rüde, der schon ein paar Mal erfolgreich gedeckt hat und trotz seines weißen Felles auch viel Farbe mitbringt. Wichtiger für uns war aber, dass er nicht nur ein sehr schöner und "völlig fehlerfreier" Hund ist, sondern vor allem ein sehr ruhiges, ausgeglichenes, ja freundliches Wesen hat. Wir hoffen, dass er davon sehr viel an den geplanten Nachwuchs vererbt. Denn Arubi ist - wie wir längst wissen - zwar ein toller Kumpel mit einem ausgesprochen sozialen Wesen, aber sie hat ein geradezu vesuvisches Temperament und den Bewegungs- drang eines Siberian Husky. Wir hoffen, dass aus dieser Beziehung muntere, rassetypische und fröhliche Lagotto-Welpen entstehen, am besten ohne die Schlittenhunde-Leidenschaft ihrer Mutter.

 

Am vergangenen Montag (10.7.2017) haben wir die Beiden miteinander bekannt gemacht. Da haben sie zwar ausgiebig miteinander geflirtet, aber Arubi hat sich, wenn der Bräutigam  ernst machen wollte, doch noch ein wenig geziert. Am Dienstag konnte sie Latticellos Charme dann nicht mehr widerstehen und mit halbstündiger Dauer haben beide dann ganz entspannt und ruhig und ohne menschliches Zutun dafür gesorgt, dass wir etwa um den 15. September herum mit einer bunten Schar Lagotto-Welpen rechnen können. 

 

 

"Im Auge des Hurricanes"

 

Es ist ja nicht so, dass wir nur über kommenden Lagotto-Nachwuchs informieren könnten, der so überraschend am Horizont aufgetaucht ist. Nein,das können wir auch über real existierenden. Denn schon vor Wochen gab es eine erste Sturmwarnung, die sich am vergan-genen Mitwoch bewarheitete. Und jetzt - wir hätten es kaum für möglich gehalten - befinden wir uns mitten im Auge des Hurricanes.

 

Unsere Ilva, Ebolis und Cassanovas Tochter aus unserem I-Wurf, die ja im "Taufschein" Iole heißt und die wir behalten haben, führt nicht umsonst bei uns den Kampfnamen "Knallfrosch". Aus den Rücmeldungen der meisten Besitzer ihrer Geschwister wissen wir, dass es da nicht viel anders aussieht. So gibt es Nachfragen, wo den der "Ausknopf" zu finden wäre und die Schwester Italia wird gar "Terror-Ida" genannt!

 

Am vergangenen Mittwoch wurde bei uns Schwester Isabella, die nun ebenfalls Ida heißt, für zweieinhalb Wochen als Feriengast einge-liefert. - Und nun wissen wir ungefähr, wie es sich anfühlt, als Pilot eines Wetterflugzeuges durch einen Hurrican zu fliegen, um in dessen "Auge" zu gelangen. Auch haben wir festgestellt, dass der Ausdruck "Knallfrosch" für unsere Ilva nur dann zutrifft, wenn keine Wurf-schwester in der Nähe ist. Für beide zusammen - Ilva und Ida - passt wohl eher der Begriff "Polen-Böller". (Zur Untermalung weiter unten ein paar Bilder, wenn ´s passt liefern wir weitere noch nach.)

 

Wir sind ganz sicher, dass auch unsere "großen" Hunde mit uns der gleichen Meinung sind. Unser Gast Aniello, der schon unter der Aufdringlichkeit unserer liebetollen Damen Eboli und Arubi schwer gelitten hat, rollt nur noch verzweifelt die Augen, wenn diese Wirbel-winde ihm auf den Pelz rücken. Noch nicht einmal bösestes Knurren hilft, völlig respektlos diese Jugend. Tief durchatmen wird Aniello, wenn er wieder in der ruhigen hannoverschen Provinz ist. Eboli ist da schon durchsetzungsfähiger, sie hat die Erziehungsmethoden ihrer Mutter Aletta verinnerlicht und hält sich das durchgeknallte Jungvolk durch demonstrativ schlechte Laune wirkungsvoll vom Leib. Sogar die großherzige, kumpelige Arubi zieht sich konsequent in ihre diversen "Höhlen" zurück und verwehrt den Eindringlingen mit Furcht einflößendem Grizzlybären-Knurren den Eintritt. - Und wir Menschen müssen das natürlich ausbaden . . .

 

Nein, das stimmt natürlich alles nicht so richtig! Die beiden Youngster sind ganz liebenswerte, knuffige, einfach überwältigende, halb-wüchsige Lagotti-Mädchen, die in regelmäßigen Abständen ankommen, sich voller Empathie auf uns Menschen stürzen, ihre Streichel-einheiten einfordern und sich zufrieden schnaufend durchknuddeln lassen. - Und trotzdem sind wir Menschen froh, dass die beiden sich tagsüber gründlichst austoben, der Tag ohne Nervenzusammenbruch endet und sie nach dem Betthupferl bis morgens früh um Acht durchschlafen.

 

Es fing alles so harmlos an . . .

 

 

9. Juli 2017

 

Vor drei Wochen haben wir uns zum letzten Mal an dieser Stelle gemeldet und sind schon gefragt worden, ob es denn nichts Neues gibt. Tatsächlich ist in diesen Wochen wirklich nichts groß Berichtenswertes geschehen. - Na gut, es bahnt sich da etwas an, was berichtens- wert wäre, aber wir müssen noch ein paar Tage abwarten, um selber genau zu wissen, was wir berichtigen können - also noch ein wenig Geduld.

 

Am gestrigen Samstag veranstaltete der LRWD eine Begleithunde-Prüfung auf dem Platz des Schäferhunde-Vereins in Wanfried an der Werra. Am heutigen Sonntag gab es einen Schnupperkurs im Man-Trailing und wir dachten, das probieren wir mal mit unserer Ilva - und wahrhaftig, sie hat nicht gleich alle Rekorde gebrochen, aber nach kurzem Überlegen hat sie das gleich zweimal hintereinander ganz gut und in aller Ruhe hinbekommen. Wir sind regelrecht begeistert von unserer Jüngsten, die ja nicht umsonst bei uns als Knallfrosch betitelt wird - lebhaft, selbstbewusst und rotzfrech wie sie so ist. Auch war sie das erste Mal in so einer großen Ansammlung fremder Menschen und Hunde. Aber sie hat die ganze Angelegenheit absolut souverän, echt cool und mit einer gesunden Portion Neugier hinter sich gebracht. Weiter unten gibt es ein paar Fotos davon zu sehen.

 

Vorher zeigen wir aber Fotos von Ilvas Geschwistern, die uns in letzter Zeit zugeschickt wurden. Neun Würfe haben wir bis jetzt gezogen und natürlich war immer der letzte auch der beste Wurf. Aber dieser I-Wurf war und ist es ganz besonders - schon bei der Geburt: alle Sieben wie nach einer Schablone gemacht, einzige Ausnahme die "bunte" Illaria, alle anderen braun mit mehr oder weniger großen weißen Abzeichen, die inzwischen alle so gut wie verschwunden sind. Bei der Geburt der Gewichtsunterschied zwischen leicht und schwer gerade mal 30 gr (da gibt es durchaus auch mehr als 100 gr) und zur Zeit - mit viereinhalbMonaten - liegen sie alle um 8,5 kg, so weit wir informiert sind, und nach wie vor sind alle außerordentlich selbstbewusst und sehr aktiv. Allerdings werden wir nicht mehr gefragt, wo denn der "Ausknopf" ist, der wurde inzwischen wohl bei allen gefunden!

 

So, jetzt die Fotos von Ilvas erstem Einsatz als Man-Trailerin - genau genommen war sie eine Woman-Trailerin, denn als zu suchende Person hat sich unsere Vorsitzende zur Verfügung gestellt. Ilva hat diese Übungen mit absoluter Ruhe und völlig unaufgeregt erledigt. Jetzt bleibt uns nur noch festzustellen, dass unser unkaputtbarer Knallfrosch für den Rest des Tages so platt war, wie wir ihn noch nie erlebt haben - für uns eine ganz neue, aber sehr angenehme Feststellung.

 

16. Juni 2017

 

Seit zwei Wochen haben wir Aniello aus Hannover als Pensionsgast. - Aniello, wer? - Was für eine Frage, Aniello ist ein gebürtiger Neueröder, also ein Hessischer Schweizer! - Er ist einer von zwei Rüden aus unserem A-Wurf vom 10.11.2010, der große Bruder unserer Aletta, die wir leider bereits vor über einem Jahr begraben mussten, und damit der Onkel unserer Eboli.

 

Aniello ist ein großer, stattlicher, sehr selbstbewusster Bursche - für die Zucht deutlich zu groß. Aber damit, nach Peters Meinung, in einer Größe bei der ein richtiger Hund erst anfängt. Es passt eben einfach alles, die Propor-tionen stimmen und dazu auch das ruhige, ausgeglichene Wesen. Er  ist schon eine richtige Persönlichkeit.

 

In den ersten Tagen tat Aniello sich ein bisschen schwer bei uns - kein Wunder, er ist schließlich mit fast sieben Jahren als Hund schon im gesetzten Alter, über die Jahre an einen regelmäßigen Tagesablauf und feste Riten gewöhnt und als Einzelhund der Mittelpunkt seiner Familie. -  Oder besser seines Personals? - Hier dagegen erstmal zwei fremde Menschen und zu allem Elend noch drei Hundedamen, eine schwieriger als die andere. Zuerst unsere Arubi, mit ihren fünf Jahren und ihrem mehr als ausgeprägtem Selbstbewusstsein durchaus ein "gleichwertiger Gegner". Dann unsere zweieinhalbjährige Eboli, unsere leicht zickige, vielleicht auch etwas verwöhnte Prinzessin. Da fehlt zum Schluss nur noch unser Knallfrosch Ilva, voller jugendlichem Elan, rotzfrech und frei von jeglicher Angst und mit dem Selbst- bewusstsein eines Irischen Wolfshundes - na gut, vielleicht nicht immer.

 

Das war ein bisschen viel für den Anfang, aber inzwischen hat sich alles eingeschliffen. Aniello hat uns Menschen als seine - zumindest temporären - Vorgesetzten anerkannt und fordert inzwischen sogar seine regelmäßigen Schmuseeinheiten ein. Mit Arubi hat er sich arrangiert, man pflegt den Status Quo, geht sich aus dem Weg und bei zu großer Nähe wird eben mal prophylaktisch kurz geknurrt. -  In Eboli hat er sich wohl verliebt, was ihr erst gar nicht gefiel, woran sie sich aber inzwischen gewöhnt hat. Das wird wohl auf beiden Seiten nicht daran liegen, dass die Verwandtschaft nicht zu übersehen ist, sondern eher daran, dass wir täglich mit dem Beginn ihrer Läufigkeit rechnen. Aniello ist nun - in diesem Falle Gott sei Dank - sein Familiensilber schon länger los, aber so ein klein wenig geht ihm wohl noch durch den Kopf: Da war doch mal was! - Mit Ilva ist es fast noch schwieriger - dieses junge, respektlose, vorlaute Gemüse, einfach nur nervig, und offenbar ohne  Aussicht auf Erfolg, trotz schon mehrfach erlolgten Zusammenfaltens. Da wird mal kurz herzerweichend gequietscht, um Hilfe gejammert - aber bei nächster Gelegenheit klaut sie dem gesetzten Herren doch wieder ein Spielzeug oder gar ein Stück Trockenpansen, wenn ´s denn sein muss auch direkt aus dem Fang. - Einfach hoffnungslos diese Jugend!

 

Nach erfolgreicher Eingewöhnung fanden wir es an der Zeit, Aniello den Sommerschnitt zu verpassen. Es kostete etwas Mühe, ihn in unser Auto zu verfrachten, aber als der Friseur mit ihm fertig war, sprang er so was von freiwillig wieder hinein, dass es eine Freude war.

Der Erfolg ist hier im Anschluss zu sehen. 

Die "Hitzewelle" der vergangenen Tage brachte uns darauf, unseren Hunden ein Planschbecken hinzustellen. - Ein Planschbeckchen, klein genug, dass unsere Vierbeiner keine Schwimmflügel brauchten, aber groß genug, wenigstens Arubi und Ilva viel Spaß zu machen - wie die Bilder unten zeigen werden. Aniello hielt sich im Sinne des Wortes da ganz raus und Eboli lauerte am "Beckenrand" nur, um ihrer Tochter nach Möglichkeit das Spielzeug abnehmen zu können.

Arubi, die ja ein Balljunkie ist, verstand es großartig, sich selbst zu beschäftigen. Ihr derzeitiges Lieblingsspielzeug, ein gelbes, dreiteili- ges Wurfteil, warf sie immer wieder selbst ins Wasser, um es anschließend mit der Pfote wieder heraus zu fischen. Am Ende, als der Wasserstand niedriger war, fischte sie es auch mit dem Fang heraus. Ilva hatte lange Spaß damit, einen Fisch erst anzustoßen, dass er unkontrolliert davon trieb, um ihn dann mit spitzen Zähnen heraus zu fischen. Ihre Mutter Eboli nahm ihr das Teil immer wieder weg, um es irgendwo im Gebüsch abzulegen. Die Kleine fand es stets sehr schnell wieder und warf es in den "Teich" zurück. Die Aktion war also erfolgreich und wir werden sie bald wiederholen. - Hunde sind eben doch irgendwie auch wie Kinder!

 

 

 

 

04. Juni 2017

 

Drei Wochen ist es her, dass wir uns an dieser Stelle zuletzt gemeldet haben und jetzt gibt es doch einiges zu berichten – Erfreuliches und Trauriges.

 

Fangen wir mit dem Traurigen an: Unsere gute alte Dulcinea ist nicht mehr unter uns. Am 18. Mai sind wir mit ihr ein letztes Mal in die Tierklinik nach Mühlhausen gefahren. Anfang April fiel uns erstmals auf, dass sie Pro- bleme beim Urinieren hatte, die sich sehr schnell derart verstärkten, dass es gar nicht mehr ging. Die Unter-suchung ergab, dass sie einen inoper- ablen Tumor am Blasenausgang hatte, der diesen vollständig blockierte. Große Hoffnungen wurden uns nicht gemacht, aber durch den temporär- en Einsatz eines Katheders und hilfreicher Medikamente konnte ein fast normaler Status wieder hergestellt werden. Jedoch gegen Mitte Mai traten die alten Probleme viel stärker wieder auf.

 

Am 18., als wir eigentlich in Urlaub fahren wollten, fuhren wir wieder nach Mühlhausen. Die Diagnose war, obwohl so eigentlich erwartet, doch für uns sehr niederschmetternd – eine Besserung nicht in Aussicht und eine Erfolg versprechende OP nicht möglich. Dulcinea ist in unserem Beisein still eingeschlafen und wir haben sie noch am gleichen Tag neben ihrer alten Freundin Anima begraben. Mit knapp elf Jahren hätten wir dieser liebenswerten, so ruhigen, freundlichen und unproblematischen Hundedame gerne noch ein paar Jahre mehr gegönnt, aber das wäre für sie nur ständiges Leid gewesen. (Unter „Unsere Hunde“ werden wir noch ein paar Zeilen dazu schreiben.) Es ist immerhin ein Trost, dass wir unseren Hunden unnötiges Leid ersparen können, wenn es keine Hoffnung mehr gibt.. – Wie wird es mit uns sein, wenn es so weit ist?

 

 

Der Zeltplatz und Besuch bei Fiore -  So war unser Urlaubsbeginn nicht geplant und wir machten uns in etwas gedämpfter Stimmung auf den Weg zu einem Campingplatz bei Lohr am Main und während des ganzen Urlaubes war immer wieder Thema, was wohl unsere Dulcinea jetzt gerade machen würde. Doch allmählich siegten Erholungsbedürfnis, die Entspannung, die schöne Landschaft und die Beschäftigung mit Arubi, Eboli und Ilva über unsere Niedergeschlagenheit.

 

Der großzügig angelegte und saubere Campingplatz liegt direkt am Main, war nur mäßig besetzt und bot erholsame Ruhe. Wir fanden einen Platz unter einer großen Birke (was anschließend eine aufwendige Reinigung von Wohnwagen, Vorzelt und Pkw nötig machte) bauten den Hundeauslauf auf und richteten uns gemütlich ein.

 

Nach zwei Entspannungstagen besuchten wir Fiore (Arubis Tochter aus ihrem ersten Wurf) und ihre Familie in Lohrhaupten. Wir mach- ten einen ausgiebigen Spaziergang durch die schöne Landschaft, bei dem Ilva ihre schier unerschöpfliche Ausdauer und „Unkaputtbar- keit“ bewies. Sie hielt ganz selbstverständlich mit und legte noch etliche Extra-Runden gemeinsam mit Fiore ein. Auch während wir Men- schen es uns anschließend bei Kaffee und Kuchen gut sein ließen und unsere „alten“ Hunde ruhig unter dem Tisch lagen, boten die Beiden ein beeindruckendes Unterhaltungsprogramm. Am Abend auf dem Zeltplatz war dann aber Ruhe, wobei sich die sonst so kumpel- hafte Arubi, wie seit einiger Zeit üblich, in ihre Box zurückzog, um vor der penetranten Ruhestörerin Ilva  in Sicherheit zu sein.

Ebolis Erziehungsversuche oder Spielstunde -  Was für Hund wie Mensch - außer der örtlichen Veränderung - für uns Menschen auch noch Erholung bedeutet, ist für unsere Hunde eigentlich mehr  Stress. Denn bei uns zuhause, in der  nahezu unberührten Land- schaft, laufen sie fast ausschließlich frei herum. Auf den Camping-plätzen, deren näherer Umgebung und auch in den Ortschaften ist natürlich Leinenzwang angesagt, was für unsere Vierbeiner natürlich eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität und reichlich Stress bedeutet. – Immer diese blöde Leine!

 

So fanden die Morgen- und Abendspaziergänge zum Zwecke der endgültigen Verdauung immer an der Leine in Richtung Sackenbach, zur nächsten Main-Schleuse, statt – nicht immer genau bis dorthin. Aber immer mit leerem Kotbeutel hin und mit vollem zurück. Nur nebenbei, wir waren die Einzigen unter den vielen Hundehaltern auf dem Platz mit dieser Ausstattung – und entsprechend sah der Weg am Ende unseres Aufenthaltes auch aus. Man muss sich also nicht wundern, dass Hundebesitzer durchaus nicht flächendeckend vor allem bei hundelosen Wanderern und Anrainern haben.

 

Unsere Hunde beklagten sich also hin und wieder über mangelnde Bewegungsfreiheit, aber da es mit jedem Tag wärmer wurde und es die Möglichkeit gab, in einer stillen Mainbucht, sogar mit richtigem Strand, zu baden, war wenigstens für etwas Ausgleich gesorgt. Den Rest besorgte Eboli, die lange und ausgiebig mit ihrer Tochter Ilva raufte, spielte oder Erziehungsversuche machte – wir sind uns da nicht ganz sicher, vor allem auch wegen des Erfolges. Fest steht jedenfalls, dass noch keine unserer Hündinnen sich derart intensiv mit ihrem älter werdenden Nachwuchs beschäftigt hat, und es erstaunt uns immer wieder.

 

Lohr am Main -  war uns bisher nur vom Namen her bekannt und so waren wir doch recht überrascht, als wir nach knapp 15 Minu- ten Fußweg vom Campingplatz die Innenstadt erreichten, diese Kleinstadt ist wirklich sehenswert! So weit wir die Innenstadt erlau- fen konnten, waren wir immer wieder überrascht, wie gut man hier den gewachsenen Charme der vergangenen Jahrhunderte in die neue Zeit gerettet hat. Kleine bis stattliche Bürgerhäuser, heraus- geputzt und dekoriert – Plätze, Gassen und Gässchen malerisch, kopfsteingepflastert und trotzdem gut begehbar – gepflegte Grün- anlagen mit ausreichenden Ruhebänken, kleinen und großen Brunnen - sogar zwei Kinderspielplätze, die ihre Namen wirklich auch verdienten. Ebenso schien es gelungen, aus der Innenstadt die üblichen öden Filialen  der großen Handelsketten fern zu hal- ten. Stattdessen gibt es eine Vielzahl kleinerer Geschäfte mit bun- ten Auslagen vor den Türen, Gaststätten, Cafés und Eisdielen – und alles sauber, sehr gepflegt und ansprechend. Selbst dicht hinter der Landesgrenze scheint Bayern doch etwas gediegener als sein nördlicher Nachbar.

 

Zugegeben, unsere Hunde hat das wohl recht wenig interessiert, Arubi und Eboli war das gelegentlich sogar anzusehen – aber das war ja diesmal auch „unser“ Urlaub. Über unser Explosivbündel Ilva haben wir wieder einmal mehr gestaunt. Nur auf den ersten Metern an der recht stark befahrenen Straße entlang, als die ersten PKW und Transporter an uns vorbei brummten, musste sie zum Trost zwei Mal kurz auf Lilos Arm. Doch das war ´s dann auch, ansonsten immer: Rute hoch und einfach hin und gucken, egal ob andere Hunde, Fahr- räder, Menschen, Brunnen, das große Schiff am Anleger oder unbekannte Gegenstände und was sonst auch immer. Bei Menschen würde man das wohl als krankhaft neugierig bezeichnen.  

 

Besuch bei Fidelio -  Am Freitag besuchten wir Fidelio (Arubis Sohn und Bruder von Fiore) in Retzbach. Dort hatte man erst Bedenken, weil Fidelio längst nicht jeden einfach so auf seinem Grundstück duldet. Aber die Hunde regelten das gewohnt pragmatisch, unsere beiden Hundedamen machten dem jugendlichen „Hausherrn“ in aller Ruhe klar, dass ihrerseits keinerlei Interessen bestanden, seine Bemühungen zum Scheitern verurteilt und es ohnehin viel zu heiß sei, um sich mehr als nötig zu bewegen.

 

Unser Küken Ilva hingegen sah das natürlich völlig anders - endlich ein Neuer, mal sehen, was mit dem anzufangen war. Zu unser aller Erstaunen ging Fidelio, immerhin ein gestandener zweijähriger Rüde, sofort auf das Angebot ein und ab ging die wilde Jagd und wollte kein Ende nehmen. Um die Kleine nicht zu überfor- dern, gingen wir schließlich ins Haus. Bei Kaffee und leckerem Kuchen in gemüt- licher Runde verging die Zeit wieder einmal viel zu schnell und natürlich konnten wir weiter dabei zusehen, wie es Ilva immer wieder gelang, den neu gewonnenen großen Freund zum Spiel heraus zu fordern..

 

Aber schließlich war es doch Zeit zu Campingplatz und Wohnwagen zurück zu kehren und dort zeigte sich dann auch, dass unser Küken richtig platt war. Ohne Widerworte verzog sie sich am Abend in ihre Box und ließ uns sogar am anderen Morgen bis kurz vor acht Uhr durchschlafen. Das hatten wir bis dahin im Wohnwagen noch nicht erlebt.

 

Jetzt blieb uns noch der Samstag – Am Vormittag bummelten wir noch einmal durch das hübsche Städtchen Lohr und zu Mittag gab es in einem schattigen Biergarten ja, was wohl – natürlich „Schäufele“, allemal auch ein Grund mehr, ins Fränkische zu fah- ren. Nach der wohlverdienten Mittagsruhe gönnten wir unseren Hunden noch einmal ein Bad im Main, wobei wir unseren Knall- frosch Ilva wie immer vorsichtshalber an der Schleppleine ließen. Die hätte sonst viel-

leicht versucht, den einsamen Kajakfahrer zu apportieren.

 

Dann bauten wir unser Vorzelt ab und ver- stauten schon einiges Equipment, das wir nicht mehr benötigten. Vor dem Schlafen- gehen gab es noch einen kühlen Roséwein im Abendsonnenschein vor dem Wohnwagen und einen letzten, leicht weh- mütigen Rund- blick über die friedliche Umge- bung.- Doch, dieser platz hat uns sehr gefallen und wir können uns vorstellen, hier noch einmal zu cam- pieren. Allerdings nur in der Vor- oder Nachsaison, denn bei richtig starkem Betrieb sind die, ansonsten sehr gepflegten Sanitäranlagen etwas überfordert. Das konnten wir schon feststellen am Mittwochabend vor Himmelfahrt, bzw. Vatertag und dem darauf folgenden langen Wochenende

 

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen wurde der Wohnwagen fahrfertig gemacht, an den Pkw gehängt und nach knapp dreistündiger Fahrt hatte uns unsere Heimat, die Hessische Schweiz und sowieso auch der Alltag wieder.

 

Ach übrigens - wir sind nicht sicher, wie wir das richtig ausdrücken sollen, aber wir haben uns des Öfteren fdarüber gewundert, dass so mancher "Hundeneuling" anfänglich der Verzweiflung nahe war: "Am Anfang habe ich so manches Mal in der Küche gestanden und mich gefragt, ob ich das überhaupt schaffe!" - "Gibt ´s bei der denn keinen Ausknopf?" - "So schwierig hätten wir uns das mit so einem kleinen Hunde aber nicht vorgestellt!" - "Oh Mann, an die ersten Wochen darf ich gar nicht mehr denken!" - "Da muss man ja ständig hinterher sein!" - - - Wir können das jetzt tatsächlich nachvollziehen, denn wir haben - mit Ilva - nämlich jetzt auch so einen Hund!!!

 

 

 

14. Mai 2017

 

Unser Trüffelkurs im November des vergangenen Jahres war ein voller Erfolg und fand auch nachträglich noch großes Interesse. Neben neuen Erkenntnissen und neuen Bekanntschaften unter Hundefreunden erlebten wir auch ebenso un- terhaltsame wie gemütliche Stunden in netter Gesellschaft und schöner Umge- bung. So wundert es uns nicht, dass wir mehrfach gefragt wurden, ob wir das nicht wiederholen können.

 

Wir setzten uns deshalb mit unserem Freund und "Trüffelguru" Lothar Zeissler aus der Schweiz und mit unserer Züchter-Kollegin Gudrun Stifel vom Landhotel in unserem Nachbardorf Hitzelrode in Verbindung. Folgendes ist dabei heraus gekommen:

  • Freitag, 13.10.2017 ab 18.00 Uhr - Theorie: Vorkommen und Arten der Trüffel, gesetzliche Bestimmungen, Suche mit Hunden, usw. - anschließend Fachsimpelei und gemütliches Beisammensein
  • Samstag, 14.10.2017 ab 10.00 Uhr - Praxis: Einweisung der Hunde und Hundeführer, einzelnes Üben - ca. 13.00 Uhr Mittagessen - ca. 14.30 Uhr Suchen der versteckten Trüffel im Wald - ab ca. 19.00 Uhr Abendessen und anschließend wieder gemeinsamer Abend
  • Sonntag, 15.10.2017 - für die Teilnehmer, die später abreisen und wenn das Wetter mitspielt, eventuell eine geführte Wanderung durch die Hessische Schweiz / über die Gobert - mit Sicherheit ein lohnendes Unternehmen!

Die theoretische Einweisung haben wir auf Freitagabend vorverlegt, da es sich im vergangenen Jahr gezeigt hat, dass für Theorie und Praxis an einem Tag die Zeit etwas zu knapp ist. Wer wegen längerer Anfahrt nicht daran teilnehmen kann, muss sich keine Sorgen machen - wir schaffen das anschließend gemeinsam. Genügend original Schweizer Trüffel bringt Lothar Zeissler natürlich mit. Da wir alle auch ausreichend flexibel sind, kann es evtl. die eine oder andere kleine Änderung geben.

  • Die Teilnahmegebühr pro Hund beträgt 100,00 €. Der Hund kann dann so viel "Personal" mitbringen wie er möchte, wenn er für dessen Verhalten bürgt.
  • Die Teilnehmerzahl ist leider auf fünfzehn Hunde begrenzt, damit man sich um jeden Einzelnen ausreichend kümmern kann. - Die Teilnehmer, bzw. ihre Hunde melden sich bitte über E-Mail bei uns an und wir bestätigen das per E-Mail. Wir bitten darum, der Einfachheit halber die Kursgebühr im Oktober vor Ort zu begleichen.
  • Die Übernachtungskosten sind in der Teilnahmegebür natürlich nicht enthalten. Zimmer können bei Gudrun Stifel reserviert werden. - Auch die Teilnahmen an den gmeinsamen Mahlzeiten - bestimmt gibt es dabei auch ein Trüffelgericht - sollte vorab bei Gudrun Stifel angemeldet werden. - Kontaktdaten: Tel.: 05651/5711 -                             E-Mail: aqua_e_terra@yahoo.de - Bei der Suche nach Privatquartieren sind wir gerne behilflich.

Sollten sich im Laufe der Zeit Änderungen im Ablauf oder bei Terminen ergeben, werden wir das natürlich umgehend bekannt geben. Nun hoffen wir auf reges Interesse, auf einigermaßen brauchbares Wetter, viel Erfolg beim Trüffelsuchen und viele schöne gemeinsame Stunden.

 

Hier reichen wir noch ein paar Fotos nach, die uns zugemailt wurden:

Der Reihe nach:  Ilaria hat offensichtlich schon eine Ausbildung als Hütehund begonnen. Da bleibt abzuwarten, ob sie die Schafsköttel nicht vielleicht doch für Trüffel hält und apportiert. - Ida aus Schleswig-Holstein (Italia) ist da mit Onkel Oskar anscheinend eher für ´s Relaxen. Obwohl, auf dem Bild nicht zu sehen, im Hintergrund gibt es einen sportlichen Parcour. - Ida aus dem Rheingau (Isabella) scheint da, wie man sieht, ganz anders drauf zu sein - keine Angst vor großen Tieren und auch noch Fußball. Wir haben uns erzählen lassen, dass sich das "Personal" so einen jungen Hund etwas weniger aufregend vorgestellt hat und gelegentlich Spuren von Erschöpfung zeigt. Wir finden, man sieht das Ida auch an. Als kleiner Trost, uns geht es hin und wieder ähnlich . . .

 

 

 

09. Mai 2017

 

Es gibt Momente, da möchte mich sich am liebsten selbst in den Allerwertesten treten. - Doch fangen wir von vorne an und berichten über das vergangene Wochenende: Von Freitag bis Montag, nahmen wir Arubis Tochter Falena in "Kurzzeitpflege", weil ihr "Bruder" Felix Konfirmation feierte. Und solche Feierlichkeiten, die sich mit Vor- und Nachbereitung bekanntlich ziemlich ziehen können und mit auch mal 50 Gästen die gewohnte Rudelgröße erheblich übersteigen, sollte man einem Hund schon ersparen. Falena ist wie ihre Mutter ein fröhliches, verträgliches Hundemädchen, also haben wir ihr gerne ein mehrtägiges Zuhause geboten. Nach kurzer Klärung der Positi- onen hat das auch prima geklappt und vor allem unsere kleine Iole, die wir jetzt Ilva nennen, war von der "Gästin" als Spielgefährtin schwer begeistert. Denn sie stand am Samstagnachmittag auf einmal so völlig alleine da, weil jetzt auch auch noch ihre Schwester Italia abgeholt wurde.

 

An dem Tag hatten wir nämlich Besuch aus dem hohen Norden, aus dem - zur Zeit auch politisch - sturmumtosten Schleswig-Holstein. Oskar (Enrico), Ilvas Onkel und Bruder ihrer Mutter Eboli, kam nämlch in Begleitung seines Fahrers und seiner Haushälterin, um seine Nichte in das Land zwischen den Meeren zu entführung. (Sittenwächter müssen jetzt keine Angst haben, Oskar ist sein Familiensilber schon länger los.) Ja, es gibt Lagotto-Liebhaber, die halten es mit einem Lagotto gerade mal zweieinhalb Jahre aus, bis sie sich einen zweiten zulegen. Die Sympathie war auf allen Seiten auch sofort gleichmäßig verteilt und nach einem vergnüglichen Nachmittag zog man, nun zu viert, wieder Richtung Zwei-Küsten-Land.

 

Und damit kommen wir wieder zum Anfang dieser Zeilen. Der Chronist hatte sich nämlich richtig Mühe gegeben und eine ganze Reihe durchaus gelungener Fotos gemacht: Sonnenschein und ausreichend warm, um sich draußen aufzuhalten und sechs Hunde, die sich stressfrei auf dem Rasen vergnügten, von unserer alten Dulcinea uber die "ziemlich fremden" Falena und Oskar bis zu unserer mit fremden Hunden noch unerfahrenen Ilva - ansehnliche, fotografische Beweise für das Temperament, die Attraktivität und die Verträg-lichkeit unserer Lagotti. Und was macht dieser dusslige Fotograf - er löscht die Bilder in der Kamera, bevor er sie auf seinem PC gespeichert hat und nicht erst danach! - Zum Platzen!!!

 

Als Trost gibt es dafür jetzt Bilder von unseren I-Welpen in ihrem neuen Zuhause. Die damit verbundenen Nachrichten hören sich nach rund einer Woche des Zusammenlebens durchaus erfreulich an - gut, mal mehr mal weniger. Die eine Hündin ist schon stubenrein, hört auf ihren Namen und macht auf Kommando Sitz, der andere Rüde raubt seiner Familie immer noch jede Nacht den Schlaf und beißt im Garten allen Tulpen die Blüten ab. Was wir immer sagen: Nach der Anschaffung eines Hundes ist das Leben nie mehr so wie es vorher war - wenigstens aber unterhaltsamer!

 

Ehrlich gesagt sind wir uns nicht ganz sicher, ob die Zuordnung der Namen hundertprozentig stimmt und bitten eventuell um Korrektur

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03. Mai 2017

 

Das vergangene Wochenende war nicht nur länger als gewöhnlich, sondern auch aufregender, spannender, voller Vorfreude und Erwartung - und auch Wehmut - je nach Sichtweise der Betroffenen. Fünf unserer Welpen haben uns verlassen. Und obwohl jetzt wieder die durchaus ersehnte ruhigere Zeit für uns beginnt, empfinden wir es auch diesmal als Verlust, nun auf den Anblick von sorglos auf dem Grundstück herumtollenden Welpen verzichten zu müssen. Andererseits, nicht mehr zig mal am Tag den Welpenauslauf reinigen, die Welpen sauber halten, täglich wiegen müssen - das tröstet schon ein wenig. Und trotzdem, so ein bisschen Wehmut wird doch noch eine ganze Weile bleiben . . .

 

Am Samstagvormittag war die Zuchtwartin bei uns und hat den Wurf abgenommen - die Kleinen sollen ja jetzt schon wie richtige Lagotti aussehen, gesund und munter sein, gechippt und geimpft, die Impfpässe korrekt ausgefüllt und ebenso die Abnahmeformulare. Am Ende hat alles prima gepasst.

 

Italo wurde am Samstagnachmittag abgeholt und ist nach Koblenz gezogen. Seine neuen Erziehungsberechtigten sind dort an der Uni tätig und vielleicht schlägt er ja auch eine akademische Laufbahn ein. Er heißt jetzt übrigens Filou und wir finden, da passt zu ihm.

Gegen Sonntagmittag mussten wir uns von Icaro verabschieden, der jetzt Giotto gerufen wird. In der Nähe von Münster wird er die nord- hessischen Berge noch nicht vermissen, denn die hat er in seinem noch so kurzen Leben bis jetzt nicht kennen gelernt.

Am Nachmittag lernte Ilaria ihr neues Rudel aus Oldenburg kennen, was für sie wohl besonders aufregend war, denn da war schon ein Hund dabei - und was für einer! Bennie, ein PON (polnische Hütehundrasse), deutlich größer als die bisherige Verwandtschaft und mit ziemlich viel Fell. Eine gewisse gegenseitige Skepsis war zunächst nicht zu übersehen. Aber wie wir inzwischen erfahren haben, hat man sich  bereits so weit angenähert, dass Bennie ihr seinen Kauknochen abgetreten hat. - Nicht anders zu erwarten, wir wir wissen ja, dass ältere Herren jungen, hübschen Damen gegenüber gerne großzügig sind.

Am Montag vormittag mussten wir uns von isadora trennen, die jetzt Elma gerufen wird und nach Cremlingen zieht. Eigentlich sollte es ein Rüde werden und der Elmo heißen, aber so geht es ganz sicher auch. Wie es aussieht, wird Elma wohl im sozialen Bereich tätig werden, und da ist weibliche Gelassenheit allemal besser als männlicher Sturm und Drang.

Am Nachmittag wurde als vorerst Letzte unsere Isabella abgeholt - und sollte eigentlich auch ursprünglich ein Rüde sein, damit der Chef endlich männliche Verstärkung hat. Natürlich wurde er von der weiblichen Mehrheit überstimmt, aber was soll ´s, ein hübsches Mädchen mehr, auf das er stolz sein kann. Ida, so heißt das Mädel jetzt, ist nach Oestrich-Winkel gezogen, dort lernt sie sicher bald ihren Groß- onkel Adriano, gen. Cosmos, kennen (ein Bruder unserer Aletta aus dem A-Wurf) - und in Kiedrich ihren Cousin Giuseppe, gen. Beppo (ein Aletta-Sohn aus unserem G-Wurf).

Ja, nun sind noch zwei Mädchen übrig und schauen etwas verdutzt aus der Wäsche - es ist auf einmal so wenig Trubel, nur noch eine Schwester, mit der man Action machen kann, die Alten sind doch so langweilig, gelegentlich auch grantig, sogar die eigene Mutter. Am kommenden Samstag wird Italia abgeholt und dann beginnt für Iole, die wir zukünftig Ilva nennen werden, wirklich der Ernst des Lebens - nur noch Alte um sie herum!

 

 

 

27. April 2017

 

Ziemlich sicher sind das die letzten Aufnahmen aller "I-Würflinge" in "freier Wildbahn".- Richtig schade, dass das Wetter die meiste Zeit so bescheiden war. - Was hätten Sich die kleinen Hunde nicht nur auf der kahlen Wiese müde rennen können - sondern auch iim dichten Gestrüpp die alten Pfade ihrer Vorgänger neu erkunden, nach Beute suchen. So wie Icaro, der dieses komische, stacheklige Ding gefangen nehmen konnte, das sich so herrlich in kleinste Teile zerrupfen ließ. Wenn ihn die Anderen doch nur gelassen hätten und der kleine Brude Italo nicht am Ende damit abgehauen wäre. Oder wie Ilaria, die eine gefährliche schwarze Amsel tapfer verbellte und ihr sogar vorsichtig ein Stück hinterher schlich, als die im Gebüsch verschwand. So blieb es leider doch nur bei halb-, wielleicht einstün- digen Geländeerkundigungen, dann wieder rein zum Aufwärmen, dann wieder - nun hat ´s doch nicht geregnet und die Sonne scheint ja auch wieder - raus und den kalten Wind um die Ohren wehen lassen.

 

Gestern war der Tierarzt da, fand die ganze Bande recht gut gelungen, horchte das Herz ab, sah nach denn Zähnen, in die Ohren, überprüfte bei den beiden Jungen das "Familiensilber", chippte und impfte alle Sieben. Richtig stolz können die auf sich sein, nicht einer aus der Truppe hat dabei auch nur einen Pieps gemacht. Das haben wir schon ganz anders erlebt. Am Samstagvormittag kommt die Zuchtwartin und nimmt den Wurf ab, am Nachmittag wird Italo als Erster abgeholt. Am Sonntag und Montag folgen dann Icaro, Ilaria, Isabella und Isadora. Italia bleibt noch drei Wochen bei uns, bis ihre neue Familie aus dem Urlaub zurück kommt, und Iole muss sich wohl für ihr ganzes weiteres Leben von ihrer Mutter Eboli und uns erzeihen lassen.

 

 

 

20. April 2017

 

Stimmt denn der Kalender überhaupt noch? - Als junger Hund mit erst sieben Wochen lebenserfahrung kann man da schon seine Zweifel haben. Gut, die Sonne scheint hin und wieder und von DrInnen betrachtet, sieht es Draußen manchmal doch ganz frühlingsmäßig aus - aber das war ´s dann auch. - Regen von "Niesel" bis "Schauer", Schnee- und Graupelschauer, sogar mal für zehn Minuten so was wie eine geschlossene Schneedecke und die Wiese, auf der es sich so herrlich toben lässt, immer klatschnass. - Und das soll Ostern sein?

 

Unsere Welpen waren über ostern und die folgenden Tage wirklich nicht zu beneiden - so was von a . . . kalt! Immer nur für ein paar Minuten raus und anschließend gleich die Bäuche trocken rubbeln. Die Beine sind ja noch ein wenig zu kurz, ganzkörperlich betrachtet gibt das so eher ein höher gelegtes Dackelformat. Das muss sich ändern, dachten wir, und haben unsere Iole ganz kurz rasiert - und wahrhaftig - jetzt sieht sie wie ein richtiger Hund, wie ein quadratischer Lagotto aus - noch ein wenig spillerig, aber das wächst sich aus.

 

Heute endlich war es warm und trocken genug und auch der Wind hielt sich vornehm zurück. Also konnte sich der Hundenachwuchs gründlich austoben - und dann gab es noch diese frischen Fleischknochen, an denen man sich so wunderbar abarbeiten kan.. Hunde- herz, was willst Du mehr. Da bekamen selbst Mama Eboli, Tante Arubi und Urgroßoma Dulcinea lange Hälse - und am Ende, klar doch, jede auch einen schönen fetten Knochen. Am Ende war es dann vergleichsweise still im Hundezimmer - von wegen Verdauungsschlaf und müde gelaufen und so . . .

 

 

 

05. April 2017

 

Gestern war ein großer Tag - erst gab es draußen im Gehege eine Hauptmahlzeit, dann noch Nachtisch von Muttern - und auf einmal war das Gatter offen. Eboli zog es hinaus, schon alleine um ihrem Nachwuchs zu entkommen. Doch der folgte ihr zügig, verzichtete aber erstaunlich schnell auf den engen Kontakt zur Mutter und begann die, vom Winter noch arg lädierte Wiese zu erkunden. Nur kurz zwischendurch schauten sie mal nach Eboli und Lilo, wohl um sich neuen Mut zu holen. Es war wirklich auffallend, wie unbekümmert sie das Terrain erkundeten. Unsere letzten beiden Würfe, so erinnerten wir uns, waren da deutlich zögerlicher und hielten länger engeren Kontakt zur Mutter oder zu uns. - Da es recht frisch war, lotsten wir die Welpen nach einer guten halben Stunde ins warme Welpen- zimmer, in dem Eboli längst war. Auch das ging erstaunlich gut und die Sieben Zwerge haben anschließend tief und fest geschlafen. Schade, dass wir das heute nicht wiederholen konnten, aber der Wind war einfach richtig ekelhaft.

 

 

 

 

31. März 2017

 

Wir waren der festen Überzeugung, unseren Nachwuchswölfen eine große Freude zu machen, wenn wir sie um die Mittagszeit in die "freie" Natur entlassen würden. Es war richtig frühlingshaft sonnig, gut über zwanzig Grad - naja, es windete recht stark. - Aber diese Weicheier! Sie haben die ganze Zeit nur nach Mama gejammert! Die hatte aber gerade überhaupt keine Lust, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. - Ganz im Gegenteil, jetzt waren die Rabauken ausbruchssicher hinter Gittern untergebracht und konnten ihr nicht ans Fell.

 

Ungefähr zehn Minuten hörten wir uns das Gejammere an, dann brachten wir die Heulsusen wieder in ihr gewohntes und sicheres Kinderzimmer, so ganz ohne Wind. Na gut, der war doch ziemlich heftig und viel frischer als der strahlende Sonnenschein zunächst vermuten ließ. Das transportable Auslaufgitter ließen wir stehen und für die armen Kleinen gab es zur Beruhigung und zum Auf- wärmen eine warme Zwischenmahlzeit.

 

Am späteren Nachmittag hatte der Wind stark nachgelassen und wir starteten einen zweiten Versuch. Es ging so einigermaßen, vor allem weil Mutter Eboli anfänglich mit dabei war und den einen oder anderen Schluck aus der Milchbar anbot. Nur mäßig engagiert erkundeten die Kleinen diesen komischen, grünen, so fremd und doch auch wieder irgendwie nach Verwandtschaft riechenden Unter- grund. Und sobald einer von uns Menschen - die Mutter hatte sich längst wieder verzogen - in die Nähe des Gitters kam, ging die Bettelei wieder los: "Nimm mich bitte hoch! - Ich will raus hier! - Ich will in mein Spielzimmer!"

 

Eine dreiviertel Stunde blieben wir standhaft, dann ging es wieder rein und natürlich gab es wieder Futterchen zum Aufwärmen und zur Stärkung. Und geschlafen haben die erschöpften Kleinen anschließend - so was von geschlafen!

 

 

 

28. März 2017

 

Junge Wölfe verlassen mit vier Wochen ihre Höhle und deshalb haben wir gestern für Ebolis Nachwuchs den Innenauslauf aufge- baut, um den zunehmenden Aktivitäten unserer "Wölfe" mehr Raum zu geben.

 

- Eine Erläuterung erlauben wir uns noch schnell zwischendurch: Wir wissen, dass das ausge- legte Zeitungspapier nicht besonders dekorativ wirkt, aber es ist, nach allen durchgeführten Versuchen, für uns die beste Möglichkeit, die Endprodukte der Verdauung unserer Welpen mit möglichst geringem Aufwand zu beseitigen.

 

Kleine Helden oder doch Angsthasen? - Als die "Tür in die Freiheit" endlich offen stand, trauten sich - so ganz vorsichtig - erst zwei, dann drei der Welpen aus der Sicherheit der "Höhle" in die, wenn auch noch begrenzte Freiheit. Dem Rest musste Mutter Eboli Mut zusprechen und endgültig war die Furcht besiegt, als das gute Futter serviert wurde. Mutter Eboli und Uroma Dulcinea mussten da natürlich draußen bleiben und schauten etwas neidisch durch die Terrassentür.

 

Ein voller Magen gibt offenbar auch jungen Hunden ein gewisses Maß an Sicherheit. Nach dem der Hunger ge- stillt war, ging man an die Erkundung des unbekannten Terrains - etwas zögerlich einzeln oder in Mut machenden Grüppchen. Schnell war klar, dass keine Gefahr drohte und man fand, man könne durchaus auch hier die eine oder andere Rauferei zelebrieren. Am Ende einigte man sich aber auf das neu entdeckte Mehrrichtungs-Tauziehen mit einem alten Handtuch. Nach etwa einer Viertelstunde siegte aber doch das Bedürfnis nach einem Verdau- ungsschlaf. In der hintersten Ecke bildete man einen unentwirrbaren Haufen und träumte für eine gute halbe Stunde von dem eben Erlebten.

 

 

24. März 2017

 

Am vergangenen Mittwoch hatten wir wieder "Welpenbesuch" und es waren auch wieder Kinder dabei. Wie immer kannte die Be- geisterung keine Grenzen und wie immer war die Entscheidung für eines der fünf Mädchen - die Rüden sind ja schon fest vergeben - nicht einfach und ab sofort werden die Tage gezählt, bis man das neue Familienmitglied abholen kann. Um diese Zeit wenigstens gefühlsmäßig zu verkürzen, werden die, inzwischen schon recht lebhaften, kleinen Wollknäuel aber noch einmal, so in etwa vierzehn Tagen, besucht.

 

 

21. März 2017

 

Gestern gab es für die Welpen eine Premiere. Wir haben sie das erste Mal zugefüttert - mit in angewärmter Ziegenmilch aufge-weichtem Welpenfutter. Es hat bei den meisten erstaunlich gut geklappt - vorsichtiges Schnuppern, kurzes Zögern, langsam die Zunge hinein - und dann aber los. Die zwei Übervorsichtigen, die sich gar nicht trauten, naja, die haben wir wohlwollend und ganz sanft mit den Schnäuzchen in die Suppe getunkt. Es hat sofort geholfen und erstaunlich schnell war die Futterschüssel leer geputzt.

 

Am gleichen Tag haben wir den Welpen auch verschiedenfarbige Halsbänder verpasst, denn die weißen Abzeichen, teilweise ja recht winzig, verschwanden zusehens unter dem  länger werden- den braunen Fell. Das machte die Unterscheidung beim täglichen Wiegen immer schwieriger. Nun ist es eben die "Rote" oder die "Grüne" und nicht die "Vier mal weiße Zehen" oder "Weiße Pfoten vorne".

 

Auch heute haben wir die Welpen natürlich wieder zugefüttert und als ob sie darauf gewartet hätten, gab es gleich einen völlig verzögerungsfreien Ansturm und die Schüssel war deutlich schneller leer als am Montag.

 

 

 

19. März 2017

 

An diesem Wochenende sind die Welpen drei Wochen alt geworden und haben ihren ersten Besuch empfangen - was für die Besuchten und die Besucher gleichermaßen aufregend war. Die Welpen haben anschließend geschlafen und von den neuen Eindrücken geträumt. Wir Menschen haben uns gut unterhalten und die Besucher kannten auf ihren recht langen Rückfahrten sicher nur noch ein Thema - da sind wir ganz sicher.

 

Welchen nehmen wir denn nun? - Am besten alle!

Ünd was hält die junge Mutter davon?

 

18. März 2017

 

Ein paar aktuelle Bilder ohne Kommentare - die beiden Rüden Icaro und Italo und die Hündin Ilaria

 

 

 

 

13. März 2017

 

Hier nun einige Fotos aus dem Welpen-Alltag. Jetzt, da alle die Augen aufhaben, wird es in der Welpen-Kiste lebhafter und für uns immer wieder und immer noch Begeisterte interessanter. In den nächsten Tagen werden wir die niedrige Trennwand in der Kiste ent- fernen und wahrschein- lich am kommenden Wochenende den Innenauslauf aufstellen. Denn nicht nur der Nachwuchs selbst wird größer, sondern auch sein Bewegungsdrang. Auch die Neugier wächst, die ins Gewühl gestreckte Hand wird intensiv beschnuppert und nimmt man einen Welpen auf den Schoß, hört die Nase gar nicht mehr auf, zu arbeiten. Ein paar Tage noch, und wenn alle Sinnes- organe - Nase, Augen, Ohren - schließlich perfekt funktionieren, wird so richtig die Post abgehen.

 

 

 

07. März 2017

 

Neues gibt es eigentlich nicht zu berichten, aber heute haben wir ein paar Fotos geschossen, die wir hier zeigen. Der hoffnungs- volle Nachwuchs ist deutlich in die Breite gegangen und auch schon ein bisschen lebhafter geworden. Es gibt schon eine gewisse gelegent- lich Haufenbildung, aber auch die Tendenz eigene Wege zu gehen, ist schon erkennbar.

 

 

 

27. Februar 2017

 

Unser I-Wurf - zwei Rüden und fünf Hündinnen - ist am gestrigen Sonntag, 26. Februar, bei uns angekommen! - Zwei, drei Tage früher als erwartet, aber richtig schnell, völlig problemlos, sehr ausgeglichen auch im Gewicht und alle gesund und munter - auch die junge, wenn auch etwas erschöpfte Mutter Eboli.

 

 

 

Eine befreundete, sehr erfahrene Züchterin war mit uns der gleichen Mei- nung, dass es "mit diesem Bauch" wohl noch ein paar Tage dauern würde. Eboli sah das aber offensichtlich etwas anders und war der Ansicht, es würde reichen.

 

Schon den ganzen Freitag über war sie recht unru- hig, suchte nach einem passenden Platz für das große Ereignis. Dabei hatte sie schon ein paar Mal in der Wurf- kiste probegelegen - immer noch die gleiche, bewährte Kiste, in der sie und auch ihre Mutter Aletta den ersten tiefen Atemzug "in Freiheit" mit der guten Neueröder Luft machten.

 

Es war immer wieder gleichzeitig komisch und auch rührend anzusehen, wie Eboli mit ihrem "Umstand" umging. Anfänglich, als sie allmählich runder wurde, war ja noch alles in Ordnung. Aber dann, in den letzten zwei bis drei Wochen, hatte sie schon ihr Tun. Das Treppensteigen fiel ihr immer schwerer, zuletzt blieb sie immer vor der untersten Stufe stehen und sah uns mit fragendem Blick an: "Willst Du mich nicht hoch tragen?" - Auch wenn sie uns auf den Schoß springen wollte, gab sie das zuletzt im Ansatz auf und wir mussten ihr unters Hinterteil fassen und schieben. Und dann wusste sie nie, wie sie liegen sollte - ganz egal wie, immer drückte es irgendwo unangenehm.

 

Und dann erst, als die Welpen anfingen, sich zu bewegen - dass war ihr richtig unheimlich. Mitten in der Bewegung, sogar beim Laufen, blieb sie erschrocken stehen, schaute fragend und ziemlich ratlos nach ihrem Bauch. Bis zuletzt blieb ihr das ein Rätsel und das drückte auch noch so unan- genehm auf die Blase!

 

Am späten Samstagabend gab es dann kein halten mehr, nur noch Unruhe und kaum noch fünf Minuten am Stück ruhig liegen - auch für uns war an Schlaf nicht mehr zu denken. Gegen halb drei setzten die Wehen deutlich sichtbar ein und um 04.30 Uhr war der erste Welpe, eine braune Hündin, da. Von da an ging es recht zügig, um 09.15 Uhr konnten wir den sechsten Welpen begrüßen und von da an war Ruhe.

 

Sechs Welpen? - Eigentlich hatten wir mit mehr gerechnet - wegen Ebolis rundem Bauch und weil Mutter und Großmutter auch immer Achter- und Neuner-Würfe hatten. Gut, dafür stand Ebolis Nachwuchs sehr gut im Futter - alle zwischen 340 und 370 Gramm. Wir hatten schon deutlich leichteren Nachwuchs, so von minimalen 160 Gramm bis maximal knapp 300. - Und wirklich nichts mehr "drin"? - Nein, nichts war mehr zu fühlen und Eboli war auch total entspannt. Also gut, ein wenig aufgeräumt, die junge Mutter und die Wurfkiste gesäubert, ein paar Notizen gemacht und noch einmal die Welpen kontrolliert.

 

Dann aber in die Küche, abgesehen davon, dass wir hundemüde waren, hatten wir auch ein drängendes Bedürfnis nach etws Kräftigem zum Beißen - zur Feier des Tages gönnten wir uns ein luxuriöses Sektfrühstück und stießen auf das Wohl der jungen Mutter und ihrer Kinder an - und darauf, dass alles so reibungslos abgelaufen war. Denn ein gewisses Maß an Sorge, steckt ja doch immer in einem, vor allem beim ersten Wurf einer Hündin.

 

Kurz nach 12.00 Uhr, bevor wir ein paar Mützen Schlaf nachholen wollten, schaute Lilo noch einmal nach dem jungen Glück. - Und siehe da, da lag noch ein siebter Welpe, dieses Mal weiß mit braunen  Flecken - sorgfältig abgenabelt, total sauber und trocken geleckt und sogar Nachgeburt und Fruchtblase komplett entsorgt. Lilo musste nur die Mutter noch einmal säubern und die Unterlage wechseln. - Eboli, das hast Du einfach toll gemacht!

Bitte nicht durch die rote Farbe irritieren lassen - alles ganz harmlos. Da ist nur die Rotlichtlampe über dem Korb, in dem die Welpen warm zwischengelagert werden, so lange die nächsten unterwegs sind.

 

Wir müssen unbedingt erwähnen, dass wir von Eboli sehr überrascht sind. Wir schätzten sie bisher noch nicht als wirklich richtig erwachsen ein, war sie doch eher die etwas verwöhnte Prinzessin, die gelegentlich auch etwas zickig sein konnte. Auch da hat sie nämlich eins zu eins die Nachfolge ihrer Mutter Aletta übernommen. - Aber das Mädchen war wirklich großartig, so zappelig sie vorher auch war, so souverän hat sie sich während der ganzen Gebärerei verhalten. Auch wenn sie manchmal, während einer Pause, doch reichlich ratlos in den Korb schaute, der schon ein, zwei oder drei Welpen beherbergte, und sich wohl fragte, was das eigentlich zu bedeuten hat, nahm sie sich ihres Nachwuchses problemlos an. Als der erste Welpe an eine Zitze wollte, knurrte sie zwar kurz, aber lies es dann willig geschehen. Von Anfang an versorgte sie ihre Kinder vorbildlich, ließ sie trinken wann und wie sie wollten und hält sie und die Wurfkiste regelmäßig und gründlich sauber - und das mit einer solchen Ruhe und Souveränität, als wäre sie noch nie etwas anderes als fürsorgliche Mutter gewesen. Die Alleinversorgung der spätgeborenen weißbraunen Hündin hätten weder Oma Dulcinea noch Mutter Aletta besser machen können. - Eboli, Du hast uns wirklich überrascht und beeindruckt! - (Weitere Angaben sind heute und in den nächsten Wochen unter "Zucht - I-Wurf" zu sehen.)

So konnte dann auch der gestrige, große Tag ruhig und zu aller Zufriedenheit zu Ende gehen.

 

 

 

21. Februar 2017

 

Noch acht Tage bis zu dem großen Ereignis - oder einer weniger - oder einer mehr? - Wir wissen es nicht genau, aber bis zum 01. März sollte es erledigt sein. - Auf jeden Fall wächst die Ungeduld und die Spannung steigt. - Es ist schließlich Ebolis erster Wurf und wir haben keine Ahnung, wie sie reagieren wird, wie sie sich dabei anstellt.

 

Bis jetzt ist sie jedenfalls gesund und munter, verhält sich den "Umständen" entsprechend und fordert unmissverständlich immer wieder Trost und Fürsorge ein, damit sie ihr schweres Los besser ertragen kann. Es ist vorbei mit einfach so auf den Sessel zu springen - man quält sich mühsam hoch unhd macht dazu das passende Gesicht. Oder wenn sie gar auf den Schoß will - dann steht sie neben dem Sessel und schaut einen anklagend an: "Siehst Du denn nicht, wie schwer mir alles fällt, wie ich leide? - Nun hilf mir doch endlich hoch!" - Natürlich hilft man ihr hoch, mit der gebotenen Rücksichtnahme, weil man diesen Augen nicht widerstehen kann. Und sie trägt tatsächlich schwer - vorbei die 12,5 kg Idealgewicht - jetzt sind es wohl eher die annähernd 17 kg, die Arubi normalerweise wiegt.

 

Aber wenn es denn geschafft ist, legt sie ihren Kopf seitlich an den von Herrchen oder Frauchen und schnieft einem zufrieden ins Ohr. Dann legt sie sich quer auf den Schoß und nach kurzer Zeit merkt man, dass ihr der Bauch im Weg ist. Sie rutscht immer wieder unruhig hin und her und nach vielleicht 10 bis 15 Minuten quält sie sich wieder mühevoll in ihren Sessel. - Merkwürdig nur, so bald sie merkt, dass es etwas zu fressen gibt, ist sie so schnell wie eh und je.

Außerdem können wir noch einen sehr erfreulichen Umstand vermelden: Bella Ragazza, die jetzt Momo genannt wird, eine Tochter aus dem zweiten Wurf unserer Dulcinea ist am Sonntag, 19. Februar, zum ersten Mal Mutter geworden. Es hat etwas gedauert damit und mehrere Versuche gebraucht. Aber dafür ist es auch richtig gut gelungen.

 

Die stolze und glückliche Besitzerin Momos ist Gudrun Uhl aus Bad Pyrmont, die sich unter dem Zwingernamen "riccio di tartufo" jetzt über diesen prächtigen Wurf freuen kann.

Einen geradezu prächtigen Wurf hat Momo da hingelegt - sechs kräftige und gesunde Welpen, einen Rüden und fünf Hündinnen mit Geburtsgewichten zwischen 280 und 360 Gramm. Das ist schon eine richtig gute Ausgangs- basis und wie wir gehört haben, verlief alles völlig problemlos und die Welpen nehmen jeden Tag spürbar zu.  Uns ist aufgefallen, dass Momo, die ja eine große, kräftige Hündin ist, auf den Fotos ihrer Mutter Dulcinea ver- blüffend ähnlich sieht. Wenn auch ihre mütterlichen Eigenschaften denen ihrer Mutter gleichen, steht einer guten Entwicklung ihrer Welpen nichts im Wege.

 

 

08.  Februar  2017

 

Über das vergangene Wochenende hatten wir Be- such von Luna (Giulietta), einer Tochter aus dem letzten Wurf unserer Aletta, dem G-Wurf. Und man käme nie auf den Gedanken, dass es wirklich so ist. Denn optisch ist sie ihrer Mutter überhaupt nicht ähnlich - weiß und deutlich größer als diese, sogar noch etwas größer als unsere Arubi. Aber dafür hat sie einen erheblichen Teil von Mutters Wesen mitbe- kommen - ruhig und verträglich, unglaub- nlich verschmust und anhänglich. Und ihr Verhalten in der für sie völlig fremden Umgebung mit drei fremden Hunden - einfach über jeden Zweifel erhaben.

 

Dulcinea und Arubi haben sie wohl auch deshalb sofort akzeptiert, und sogar unsere verwöhnte Eboli hat nur ganz am Anfang ein paar Mal leicht die Nase gerümpft. Es gab einfach keinen Grund, sich über die- sen netten Besuch zu echauffieren. Allerdings haben unsere Damen darauf geachtet, dass sie hier zuhause sind, die größeren Rechte haben und demonstrativ immer wieder ihren Lieblingsplatz, nämlich den kleinen Sessel neben Herrchens Schreibtisch besetzt, damit sie von oben auf den Gast herunter schauen konnten. Dafür haben sie Luna aber widerspruchslos das Sofa überlassen.

 

Luna war so freundlich, ihren beiden Angestellten Katharina und Wolfgang für ein Wochenende frei zu geben, um eine kleine Reise machen zu können. Was lag da näher, als ebenfalls zu ver- reisen und sich nach über einem Jahr mal wieder ihren Geburtsort anzu- schauen. Wir haben das Mädchen gerne aufgenommen, von Anfang an war das gegenseitige Vertrauen da, die zwei Tage verliefen bestens und wir würden Luna jederzeit wieder in Pension nehmen. Natürlich hat sie sich trotzdem riesig gefreut, als sie wieder  abgeholt wurde.

 

 

03. Februar 2017

 

Gut vier Wochen sind inzwischen vergangen und nun ist es nicht mehr zu übersehen, dass sich die Fahrt zu Cassanova gelohnt hat. Ebolis Bauch wird immer run- der und wir meinen, schon erste Bewegungen des Nach- wuchses fühlen zu können, aber da kann durch- aus der Wunsch der Vater des Gedanken sein.

 

Auch sonst ist nicht mehr zu übersehen, dass Eboli trächtig ist. Ja, sie ist regelrecht "schwanger" und braucht soooo unglaublich viel Zuspruch in ihrem jetzigen Zustand, dass man glatt ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man einfach nur mal so an ihr vorbei geht.

 

Rund vier Wochen noch müssen wir die werdende Mutter aufmuntern, bedauern, trösten, beschmusen. Wir sind natürlich selbst auch ein wenig unruhig, es ist schließlich Ebolis erster Wurf und wir sind so unglaublich auf das Ergebnis gespannt und hoffen, das auch wirklich alles gut geht. Also noch vier Wochen lang fest die Daumen drücken.

 

 

 

01. Februar 2017

 

Gestern hatten wir Besuch von Gustl (Gustavo) aus Kassel, weil er einen neuen Haarschnitt brauchte. Der Bursche ist jetzt 15 Monate alt und steht voll im Saft. Natürlich wollte er unsere drei Damen gleich zum Toben auf unserem Grundstück verleiten, hatte aber nur mäßigen Erfolg. Selbst Oma Dulcinea, die bei jungen Rüden immer ihren zweiten Frühling erlebt, alberte nur ein paar Minuten mit dem Stenz herum. Es war ihr einfach zu ungemütlich, zwar kaum noch Frost, aber die Luft feucht und klamm und der festgetretene und gefrorene Schnee zu rutschig. Da muss man schon  Rücksicht nehmen auf die alt werdenden Knochen.

 

Eboli ist fremden Hunden gegenüber sowieso nicht besonders kontaktfreudig und auf dem eigenen Grund und Boden schon gar nicht. Zugegeben, das Mädchen ist schon ein bisschen eingebildet und sehr wählerisch mit neuen Bekanntschaften. Vielleicht hat sie aber auch gedacht, dass sie in ihren Umständen auf Herumalbereien mit solchen Jungens gerne verzichten kann. Am meisten haben wir uns aber über Arubi gewundert. Sie, die sonst bei jeder Abwechs- lung, bei jeder neuen Bekanntschaft, egal ob Mensch oder Hund, in Begeisterungsstürme ausbricht, zeigte nur allermäßigstes Interesse. Vielleicht lag ´s ja doch nur am wirklich besch . . .  Wetter.

 

So ging es erst mal zum Aufwärmen in die gute Stube und wir Menschen machten bei Kaffee und dänischem Gebäck eine Weile Smalltalk. Anschließend ging es ins Hundezimmer, Gustl kam auf den Tisch und musste sich der nicht besonders beliebten Tortur mit Bürste, Kamm und Schermaschine aussetzen. Er hat sich aber wirklich großartig gehalten und nur bei der Reinigung seiner Ohren ein wenig protestiert. Die abschließende Leckerchen-Belohnung hat er sich redlich verdient. Das Ergebnis ist bei den folgenden Bildern zu sehen.

 

 

17. Januar 2017

 

Ganz ehrlich, das mit den Hunde-Burkas war Frauchens Idee und wir fanden das selbst schon irgendwie grenzwertig. Deshalb waren wir richtig froh, als der Chef meinte, wir würden aussehen wie mittelalterliche Turnierpferde und jetzt brauche man nur noch ein paar Mainzelmännchen, die mit uns in den ritter- lichen Wettstreit zu Ehren edler Jungfrauen reiten würden. Es ist schon gut, wenn in der Familie einer das Sagen hat - und der Chef war selbst richtig er- staunt darüber, dass er sogar Recht bekam.

 

Doch zur Sache: Am vergangenen Samstag folgten wir der Einladung des LRWD zu einer Winter- wanderung. Der Treffpunkt war das Café Hasenacker bei Naumburg im Wolfhagener Land. - Ja, mit dem LRWD (Lagotto Romagnolo Wasserhunde Deutschland e.V.) gibt es inzwischen einen vierten Verein für unsere liebenswerte Rasse. Und wir haben den Eindruck, dass im LRWD tatsächlich ernsthaft und engagiert zum Wohle unserer Hunde gehandelt und gearbeitet wird. Was sicher auch für den ganz normalen Lagotto-Liebhaber allemal anziehender ist, als alle Energie in persönlichen und höchst unerfreulichen Querelen zu vergeuden und das Engagement und die Geduld der normalen Mitglieder dauerhaft zu strapazieren.

 

Dieser vergangene Samstag war jedenfalls ein Bilderbuch-Wintertag, mal Wolken, mal Sonne, leichte Minusgrade und ausreichend Schnee. Jedenfalls so viel Schnee, dass es für unsere arthritischen Kniegelenke ausreichte, um nur eine kleine Runde zu laufen. Immerhin hatten unsere drei Hundedamen genug Gelegenheit, sich mit ihren Artgenossen einmal wieder richtig auszutoben. Wobei durchaus Unterschiede festzustellen waren - Oma Dulcinea hatte wieder einmal in Gesellschaft junger Rüden einen zweiten Frühling - Arubi, als verkappter Schlittenhund im Lagotto-Pelz, konnte in wechselnder Begleitung endlich wieder richtig "Strecke machen" und Eboli, das Erbe ihrer Mutter Aletta wahrnehmend, beschränkte sich nach ein paar Lockerungsübungen darauf, uns zu begleiten und auf uns aufzupassen.

 

Immerhin waren wir dadurch wieder relativ früh zurück im "Hasenacker" - ein wirklich sehenswertes, rustikales und gemütliches Lokal, mit dem Flair einer Berghütte. Wir erholten uns bei einer Brotzeit und alkoholfreiem Weizenbier von der Anstrengung, während unsere Hunde, brav wie immer, zu unseren Füßen lagen und auf die Bröckchen lauerten, die versehentlich vom Tische fielen. Später geneh- migten wir uns je ein Stück der in fast ganz Nordhessen berühmten Hasenacker-Torten. Wir saßen mit sympathischen, teils schon bekannten Lagotto-Liebhabern zusammen und unterhielten uns über unsere Hunde und Hundevereine, wobei die Hunde sicher der erfreulichere Gesprächsstoff waren.

 

Nachdem wir Brotzeit und Torte einigermaßen verdaut hatten und wieder genug Blut im Hirn war, um gefahrlos nach Hause zu fahren, verabschiedeten wir uns in der Gewissheit, einmal mehr einen angenehmen und unterhaltsamen Tag verbracht zu haben. Auf das häusliche Abendessen haben wir leichten Herzens verzichtet.

 

Hier noch ein paar Bilder - und wir werden zu unserer Überraschung feststellen, dass weiße Lagotti im Schnee viel schwerer zu erkennen sind, als zum Beispiel ein schwarzer Labrador.

 

 

04. Januar 2017

 

Snoopys (Horatio) Familie aus der Schweiz schickte uns eine DVD mit vielen Bildern über sein bisheriges Leben in seiner Heimat - eines schöner als das andere. Lange haben wir gebraucht, um die heraus zu suchen, die uns am besten gefielen und gleichzeitig seine Ent- wicklung in diesem halben Jahr deutlich machen. Was uns selbst dabei deutlich geworden ist, dass Snoopy ein richtig schöner Lagotto geworden ist, der eine tolle Familie bekommen hat und dem alles geboten wird, was sich ein Hund nur wünschen kann. Wir sind jedenfalls begeistert.

 

 

 

02. Januar 2017

 

So, der "Grundstein" für unseren I-Wurf ist gelegt! Am 30.12.2016 konnten wir Eboli überreden, mit uns nach Twistetal zu fahren und Cassanova zu besuchen, den sie im Sommer so eiskalt abgeblitzt hat. Sie war, wie das aufdringlichen Burschen gegenüber so ihre Art ist, zunächst auch etwas mürrisch und abweisend, aber wir haben ihr gut zugeredet und auch Cassanova gab sich sehr viel Mühe und ist seiner Aufgabe mit Ausdauer nachgekommen. Fünfunddreißig Minuten hat es gedauert, bis alles erledigt war, bei noch nicht einmal zehn Grad plus. So hatten sich die Beiden eine Belohnung verdient und auch wir Menschen konnten uns im Anschluss bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. In dieser Hinsicht war der Jahresabschluss 2016 also befriedigend.

 

Das Neue Jahr eröffneten wir am 1. Januar mit einer nochmaligen Tour nach Twistetal, unter dem Motto: Doppelt genäht hält besser! Dieses Mal - man kannte sich ja nun schon näher - verlief alles noch viel einfacher, aber auch gründlicher. Fünfundfünfzig Minuten ließ sich das Brautpaar Zeit - bei glatten sechs Grad unter Null. Die anschließende Aufwärmphase für Hunde und Menschen war dann auch entsprechend länger und gründlicher und wir Menschen hielten es für an- gemessen, mit etwas Hochprozentigem auf den Erfolg anzustoßen.

 

Wir sind uns ziemlich sicher, dass der Erfolg nicht ausbleibt und natürlich sehr gespannt darauf, was am Ende dabei heraus kommt. In etwa vier Wochen werden wir sehen können, ob und was sich da entwickelt und ab Anfang März herum wird der Nachwuchs wohl unser Rudel vergrößern und bereichern. Drücken wir also die Daumen.

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