Neues

aus dem Lagotto Romagnolo - Zwinger "Folletti di Tartufo"

 

 

16. Oktober 2018

 

Vergangenen D0nnerstag hatten wir lieben Besuch - Fiore, eine Tochter unserer Arubi, verbrachte mit ihrer Familie einen sehr schönen und wirklich unterhaltsamen Nachmittag bei uns. Das eher hochsommerliche Wetter gab den Hunden genug Gelegenheit, auf unserem Serengeti-Rasen neue Beziehungen aufzubauen, beziehungsweise alte zu vertiefen. Wir hatten ja noch unsere Pensionsgäste Momo (Bella Ragazza) und ihre Tochter Ari ( Arietta). Sechs, teilweise nur flüchtig oder gar nicht miteinander bekannte Hunde sorgen schon für Leben und ausreichend Bewegung. Aber es ging - wie eigentlich immer bei solchen Gelegenheiten - ohne Stress über die Zeit.

 

Wir Menschen verzogen uns nach einer Weile aber auf den Balkon und wenig später in die Wohnung. Denn für die mitgebrachte und her-vorragend schmeckende Quarksahnetorte wäre es draußen einfach zu warm gewesen. Sie wäre uns gewissermaßen weggelaufen, bevor wir sie gegessen hätten. Als die Sonne sich dem Hohen Meißner näherte, war es für unseren Besuch Zeit, wieder aufzubrechen. Und einmal mehr stellten wir fest, dass die Stunden mit lieben Menschen, guten Freunden und im angeregten Gespräch viel zu schnell vergehen.

Es ist bei Hunden ungefähr so wie bei Menschen, die Jugend hält länger durch. Als Erste zog sich Momo aus dem Getümmel zurück, Sie gehört mit sechseinhalb Jahren, genau wie Arubi, schließlich schon zum älteren Semester - und Arubi interessiert sich eh nur für ihren Ball und weniger für das junge Gemüse. Auch Eboli fühlte sich wohl für den Kinderkram schon zu alt und zog sich bald zurück. So blieb am Ende nur das Trio Fiore, Ari und Ilva, aber die hielten dann auch bis zum Ende durch. 

 

Am Samstagnachmittag wurden dann Momo und Ari von ihrer Juniorchefin abgeholt, worüber sich vor allem Momo riesig freute und sich kaum noch bremsen konnte. Sie hatte es aber auch nicht ganz einfach, zuhause die Chefin unter den Hunden - und hier hatte sie mit Arubi und Eboli zu tun, die eine ähnliche Einstellung hatten. Auch Ilva dachte nicht daran, sich der fremden "Tante" unterzuordnen. Ari hatte damit und war auch für uns kein Problem. Ganz im Gegenteil, die süße Kleine hätten wir auch behalten und mindestens Ilva wäre sicher damit einverstanden gewesen. 

Arubi hatte in ihren ersten beiden Würfen jeweils vier weiß-braun gefleckte Hündinnen. Jeweils zwei davon behielten das kräftige, dunkle Braun der Flecken, so wie bei Fiore. Bei den jeweils beiden anderen bleichten die Flecken so aus wie bei ihrer Mutter. Nun grübeln wir über die Gründe nach.

 

Pensionshunde hatten wir immer wieder mal über die Jahre hinweg, allerdings immer nur aus der eigenen Zucht und selten für länger als eine Woche. Aber immer waren es einzelne Hunde und gleich ob Rüde oder Hündin, hat das Zusammenleben mit unseren Hunden mei-stens schon am ersten Tag recht gut geklappt. Bei Rüden sowieso, die ordnen sich ja in aller Regel problemlos unter, bei Hündinnen gab es gelegentlich leichte Anlaufschwierigkeiten. - Wieso denke ich da jetzt an uns Menschen?

 

Mit Mutter Momo und Tochter Ari war es jetzt etwas komplizierter. Ganz sicher nicht wegen der kleinen Ari, die froh war in unserer Ilva eine fast gleichaltrige Gefährtin gefunden zu haben - was durchaus auf Gegenseitigkeit beruhte. Momo, die ja zuhause im Hunderudel der Fa-milie die erste Geige spielt, tat sich da schon etwas schwerer. Denn unsere Arubi, aber auch Eboli waren schon überzeugt, bei uns die erste, bzw. zweite Geige spielen zu müssen. Nach anderthalb Tagen dezenten gegenseitigen Anknurrens einigte man sich dann darauf, sich gegenseitig zu ignorieren. Was auch nahezu hundertprozentig klappte.

 

Wir wunderten uns allerdings sehr über unsere ach so sanfte Ilva, die immer so verträumt in die Gegend schaut. Die war auf "Tante" Momo nämlich gar nicht gut zu sprechen. Denn fast immer, wenn sie mit "Cousine" Ari herumtoben wollte, stellte sich Momo dazwischen, wohl in der irrigen Annahme, dass sie ihre Tochter schützen müsse. Ilva sah sich deshalb genötigt, die ältere Hündin einige Male energisch in die Ohren zu zwicken, auch so kräftig, dass sogar mal das Blut tropfte. Das ging so weit, dass Ilva schon zu knurren begann, wenn sie Momo nur sah. Bei der siegte schließlich die Weißheit des Alters und sah in den letzten Tagen einfach nur noch weg, wenn die beiden Mädels auf Tuchfühlung gingen. Seit Momo und Ari weg sind, hat Ilva noch nicht wieder geknurrt.

 

Uns ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, wie wir das einordnen sollen.

 

 

 

 

08. Oktober 2018

 

Am vergangenen Sonntag fühlten wir uns fast wie Betreiber einer Ferien-wohnung. Es gab nämlich einen Bettenwechsel - oder doch eher Hunde-wechsel.

 

Mimi wurde nämlich - leider nur - von ihrem Herrchen abgeholt, zu gerne hätten wir einmal wieder die komplette Familie gesehen. Aber für Mimi selbst war es gut so und sie konnte sich gar nicht mehr beruhigen, als sie ihren Chef und Chauffeur wieder sah. Am liebsten wäre sie ihm auf den Arm gesprungen. Und als es nach einem unterhaltsamen Kaffeeplausch zum Auto ging, war sie ganz schnell auf dem gewohnten Platz, um nur ja nicht vergessen zu werden.

 

Die kleine Schwester unserer Eboli ist ein toller junger Hund, den wir uns als weiteres Rudelmitglied durchaus vorstellen könnten. Verträglich mit allen, völlig unkompliziert, aber sehr lebhaft und buddeln kann sie! - Na gut, Schwamm drüber, der Rasen ist sowieso hinüber und von den fol-genden Gästen geht die Sage, dass auch die gerne buddeln. Warten wir ab, bis es wieder ausreichend regnet und dann wird sowieso nachgesät. Unsere Drei buddeln tatsächlich nur im Rasen, wenn sich ein Maulwurf bemerkbar macht. Dafür haben sie sich aber bequeme Ruhekuhlen unter Sträuchern und Bäumen zugelegt, dort sieht man die nur, wenn man will. 

 

Mimi (Kyra) hat ja die gleichen Eltern wie Ilva (Miss Dettelbach), nämlich unsere Eboli und Cassanova Fantazja Gorska. Beide Würfe sind tatsächlich gleich gut gelungen und nachdem Lilo unsere "Gästin" frisiert hatte, sahen sie sich, vor allem im Gesicht, zum Verwechseln ähnlich. Wobei wir uns etwas korrigieren müssen, mit deutlich weniger Fell ist Mimi tatsächlich noch sichtbar kleiner als Ilva.

Fast hätten sie sich noch begrüßen können - kaum waren Martin und Mimi ums Eck, kamen die nächsten - Momo (Bella Ragazza) und ihre Tochter Aria, mit ihrem Personal Gudrun und Hans-Peter

 

Momo, eine größere Hündin, ist eine Tochter (unser zweiter Wurf) unserer guten alten Dulcinea und gleicht ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Da wer-den natürlich Erinnerungen wach. Aria ist aus Momos erstem Wurf, gleicht im Wesen und Aussehen sehr ihrer Mutter, ist aber deutlich kleiner und wirkt irgend-wie richtig niedlich.

 

Beide sind typische Lagotto-Damen - ruhig und verträglich und sehr anpassungs-fähig. Die ältere Momo jammert noch ein wenig ihrem Personal hinterher, das sich eine Radwanderwoche in Rheinhessen gönnt.  Aria, eine Woche älter als unsere Ilva, hat in ihr eine passende Spielkameradin gefunden, was allerdings noch ein wenig vertieft werden muss.

 

Mit Momo ist es jetzt anfänglich etwas schwieriger. Als gestandene sechseinhalb-jährige Hündin, die zwei Würfe großgezogen hat, fällt ihr die Einordnung in unser Rudel naturgemäß nicht ganz so leicht. Mit der kumpelhaften Arubi gibt es keine Probleme, die ist eh hauptsächlich nur an ihrem Ball interessiert. Eboli hingegen, die offenbar dabei ist, sich an die Rudelspitze hoch zu arbeiten, ist zurzeit ziem-lich zickig. Sie hat ja noch nie große Freude an Besuch von Artgenossen gehabt und sich den durch das Hochziehen ihrer Lefzen und durchaus beeindruckendes Knurren zunächst immer vom Hals gehalten. Aber gestern Abend mussten wir sie tatsächlich einmal kräftig rüffeln. Na, wir kriegen das schon gebacken, davon sind wir fest überzeugt! 

Eine Korrektur, um die betreffende Bilder nicht neu bearbeiten zu müssen: "Aria" heißt richtig "Arietta" und wird "Arie" genannt.

 

 

 

 

29. September 2018

 

Am vergangenen Donnerstagabend wurde Mimi (Kyra) für gut eine Woche bei uns abge-liefert, weil ihre komplette Familie sich etwas Urlaub gönnen will. Wielleicht von Mimi? - Die ist eine Tochter aus dem K-Wurf unserer Eboli und damit eine Schwester unserer Eboli-Tochter Ilva. Der Vater ist nämlich in beiden Fällen Cassanova.

 

Mimi hat sich toll entwickelt, ist mit ihrem guten halben Jahr nur eine Spur kleiner als Ilva und sogar ein bisschen breiter - na gut, kräftiger als ihre Schwester. Als Braunschimmel ist sie auch etwas heller, aber im Gesicht sind sie sich fast zum Verwechseln ähnlich. - Und - sie ist sehr, sehr lebhaft, viel lebhafter als Ilva. Man merkt ihr an, dass sie mit drei Jungen - zwischen sechs und fünfzehn Jahre alt - zusammen aufwächst und da sicher auch einiges an Unterhaltung geboten bekommt. Unsere Ilva hingegen musste sich von klein auf immer nach den doch recht strengen Vorgaben ihrer Mutter und von "Tante" Arubi richten.

 

Für uns als Züchter ist es immer wieder eine Freude, unsere ehemaligen Welpen nach Monaten oder gar gelegentlich auch Jahre wiederzusehen und festzustellen, wie sie sich entwickelt haben. Was allerdings durchaus auch unterschiedlich ist. Ennio zum Beispiel, Ebolis Bruder, der uns am vorletzten Wochenende besuchte, ist ein eher ruhiger Typ, aber er ist ja auch schon vier Jahre alt und seine Menschen sind bereits im Ruhestand. Mimi hingegen weiß vor lauter Kraft und Energie nicht, was sie zuerst anstellen soll und hat natürlich bei uns auch schon das erste Loch gebuddelt. (Sie ist aber nicht sehr tief gekommen, denn durch die lange Trockenheit gleicht unsere Wiese eher einer Betonplatte mit mickrig-grünen Einsprengseln.)  Aber Mimi ist darüber hinaus auch völlig unkompliziert, hört schon sehr gut auf die Anordnungen von uns Menschen und hat sich von jetzt auf gleich in unser Rudel eingepasst. Allerdings haben dabei auch ein paar kräftige Rüffel von Arubi und Eboli geholfen. Sogar unsere überdurchschnittlich sanfte Ilva hat sie schon zweimal zusammengefaltet. Ordnung muss schließlich sein und auch die Rangfolge sollte respektiert werden. Aber Ilva beschäftigt sich wenigstens ab und an mit dem jungen Gast, wenn auch mit begrenzter Geduld. Was man von unseren beiden "Alten" nicht behaupten kann, die ignorieren den Kugelblitz nämlich weitgehend. 

Gestern machte ich eine interessante Beobachtung: Die Hunden waren im Garten und schlugen alle auf einmal ziemlich lautstark an. Ich ging auf den Balkon, um nach der Ursache zu sehen. Da war nichts. Eboli, Ilva und Mimi standen unterhalb des Balkons auf der Ter-rasse und schauten zu mir hoch, von Arubi war nichts zu sehen. Ich rief mehrfach ohne Erfolg nach ihr. Eboli und Mimi verzogen sich, nur Ilva blieb stehen, sah mich unverwandt an und wedelte leicht mit der Rute. Nur so aus Jux fragte ich sie: "Weißt Du denn wo Arubi steckt?" - Da wedelte sie hef-tiger, ging nach rechts um die Hausecke herum, kam zurück, immer noch heftig wedelnd, schaute mich herausfor-dernd an und blickte dann wieder nach rechts hinter die Hausecke. Ich ging bis zum Ende des Balkons, um ebenfalls dorthin schauen zu können. - Und tatsächlich, auf der Rückseite des Hauses, am anderen Ende des Grundstückes, stöberte Arubi interessiert in der Hecke herum.

 

War das nun Zufall oder wollte mir Ilva tatsächlich zeigen, wo ihre "Tante" steckt?

 

 

 

09. September 2018

 

am gestrigen Samstag fand die erste Clubshow des LRWD e.V. mit gleichzeitiger Zuchtzulassung in Dettelbach bei Würzburg statt. Da wir unsere Ilva (Iole) zur Zucht zulassen wollten - alle erforderlichen gesundheitlichen Prüfergebnisse liegen ja bereits vor - hatten wir sie natürlich auch zur Ausstellung angemeldet.

 

Siebzig Lagotti - Rüden und Hündinnen in allen Klassen - waren gemeldet, zwanzig davon zur Zuchtzulassung. Ilva meldeten wir in der Zwischenklasse an, dort war mit vierzehn Hündinnen auch die höchste Beteiligung, und wir schraubten unsere Hoffnungen nicht allzu hoch. Gut, für uns, wie für alle Hundebesitzer, ist der eigene Hund sowieso der Beste, der Schönste, und die Bewertung "Vorzüglich" hielten wir auch für sicher. Doch unter vierzehn guten Hündinnen den 1. Platz zu machen, das "V 1" zu erhalten, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Lilo wollte schon den Ring verlassen und stellte sich erst nach wiederholter Aufforderung mit Ilva auf den ersten Platz - sie war geradezu fassungslos! - Wir haben uns natürlich - auch über die vielen Glückwünsche - riesig gefreut!

 

Ilva, unser Prinzesschen, dieser so liebenswürdige und liebenswerte, immer freundliche und fröhliche junge Hund - ist jetzt unsere

 

                                                                                         "Miss Dettelbach"

Peter, als jahrzehntelanger Fan und Besitzer wirklich großer, eindrucksvoller Hunde verschiedener Rassen, ist ja immer noch der Mei-nung, dass die Lagotti keine "richtigen" Hunde sind. Und gerade bei Ilva, "Papas Liebling", sucht er immer noch nach dem "Knopf im Ohr" von der Fa. Steiff!

 

Wir Beide sind nicht unbedingt Ausstellungs-Junkies oder Pokal-Jäger. Unserer Hunde sind auch nicht verrückt auf derartige Veranstal-tungen, und dieses für uns so tolle Ergebnis ist Ilva sowieso egal. Sie war froh, endlich wieder zuhause bei Mutter Eboli und Tante Arubi zu sein. Die Extra-Portion Trocken-Pansen war ihr mit Sicherheit viel wichtiger, aber die bekamen die beiden Älteren schließlich auch. Wir sehen dieses Ergebnis vor allem als Bestätigung für einigen Erfolg unserer züchterischen Bemühungen und vor allem, dass unsere Lagotti großartige Familienhunde sind und besonders unsere Ilva in Typ und Wesen ein richtig gut gelungenes Exemplar. Auch wir füh-len uns dabei richtig gut!

 

Ilva hat mit dem V1 auch eine Anwartschaft auf den Deutschen Champion und das CAC erworben - mal sehen, ob wir das weiter verfol-gen. Auch bei der Zuchtzulassung hat sie alle Hürden problemlos gemeistert. Wenn sie in etwa einem halben Jahr wieder läufig wird, werden wir ihr den passenden Vater für ihren ersten Nachwuchs aussuchen. Bis dahin wird sie auch die nötige "sittliche Reife" haben, denn jetzt scheint sie uns noch zu sehr das "liebe, kleine Hundemädchen".

 

Ilvas Schwester llaria aus Oldenburg war auch in Dettelbach, bekam ebenfalls ein "Vorzüglich" und bestand gleichfalls mit Bravour die Prüfungen der Zuchtzulassung. Weniger Glück hatte leider eine Verwandte - Arietta, eine Tochter unserer Bella Ragazza (Momo) aus unserem B-Wurf und eine Woche älter als unsere Ilva, wurde mit "Sehr gut" bewertet. Sie ist eine bildhübsche, aber sehr zierliche Hündin und wir drücken ihr die Daumen, dass sie beim nächsten Mal mehr Glück hat.

Die Club-Show selbst war hervorragend organisiert - von der Wegweisung auf dem letzten Kilometer, über das Parkplatzangebot, die Halle, das gastronomischen Angebot, die Ringaufteilung und Gestaltung, den gesamten Ablauf bis hin zu den engagierten Richtern und den ausgegebenen Dokumenten und Preisen. Einen derart glatten, reibungslosen Ablauf haben wir bisher kaum erlebt, schon gar nicht anlässlicher großer VDH-Schauen! Die Planer und Helfer haben ganze Arbeit geleistet und verdienen wirklich großes Lob. Diese erste Glub-Show des LRWD war einfach eine äußerst gelungene Veranstaltung, hat uns sehr gefallen und wir sind - was bei solchen Gelegen-heiten höchst selten vorkommt - bis zum Ende geblieben.

 

Einen kleinen Wermutstropfen müssen wir allerdings diesem Lob hinzufügen: Es gibt leider immer wieder Hundebesitzer, denen es offen-bar völlig wurscht ist, wie ihre Hunde auf die unmittelbare Umgebung wirken. Deren Herrchen und Frauchen stehen zum Beispiel zusam-men, erzählen sich gegenseitig, was für tolle, einmalige Hunde sie haben - diese stehen unmittelbar daneben, kläffen lautstark in einer Endlosschleife - und ihren Besitzern fällt im Traum nicht ein, etwas dagegen zu unternehmen. Als ob es, logischerweise, in einer solchen Halle nicht ohnehin schon laut genug ist. Bei anderen Gelegenheiten trägt ähnliches Verhalten durchaus dazu bei, dass wir Hundehalter nicht unbedingt und überall sehr beliebt sind!

 

 

 

 

 

07. September 2018

 

 

Am vergangenen Wochenende (01. und 02. September) fand in Bremen die jährliche Rassehundeschau statt - am Samstag die "internationale" und am Sonntag die "nationale". Wir waren leider nicht dabei, aber von Teilnehmern wurde uns ausführlich darüber berichtet.

 

Am Samstag hatten die Lagotti und ihre "Betreuer" das Vergnügen, durch ei-nen der bedeutendsten Kynologen unserer Zeit, einen der erfahrendsten Züchter etlicher Rassen und weltbekannten (Ring-)Richter aller Klassen be-wertet zu werden. Für die noch unerfahrenen Lagotto-Freunde unter uns: Be-wertungskriterien auf einer solchen Ausstellung sind der jeweilige Rassestan-dard und das Verhalten des Hundes während der Vorstellung - auf gar keinen Fall aber die Club-Zugehörigkeit !.

 

Dieser bedeutende Hundefachmann, der sein Wissen bereits mit Hilfe meh-rerer gehaltvoller Fachbücher unter das "Hundevolk" gebracht hat, führte bei dieser Gelegenheit, vielleicht wegen der größeren Präzision, ein drittes Krite-rium ein - nämlich zu welchem Verein der Hund, bzw. sein Besitzer oder Züch-ter gehört. Dazu muss man wissen, dass es für unsere Lagotti zwei zucht-buchführende Vereine gibt - die LRZ e.V. und den LRWD e.V., die beide dem VDH angehören.

 

Das zu erwartende Ergebnis dann am Samstagnachmittag: Sämtliche Hunde, deren Besitzer oder Züchter im Verdacht standen, dem LRWD anzugehören, erhielten maximal ein "Sehr gut", nicht ein einziger bekam ein "Vorzüglich". - Unter den Hunden, die der LRZ zugeordnet werden konnten, wurde die Bestnote "Vorzüglich" dagegen großzügig verteilt.

 

Ich bin mir nicht sicher, aber nach meiner Kenntnis gehört dieser welterfahrene Richter zu den Gründungsmitgliedern der LRZ und ist da auch als Vorstandsmitglied für das dortige Zuchtgeschehen verantwortlich. Selbstverständlich halte ich es aber für ausgeschlossen, dass es einen Zusammenhang gibt, zwischen diesem ehrenhaften Engagement und der Bewertung der vorgestellten Hunde. Noch dazu, da dieser Herr seit Jahrzehnten im und für den VDH tätig und an die Regularien dieses großartigen Verbandes gebunden ist. Vielleicht sollte dieser großartige Verband einmal über eine Überprüfung der Ausstellungs-, bzw. Richterordnung nachdenken.

 

Am Sonntag wurden die gleichen Hunde von einem ausländischen Richter bewertet, der sich mit dem Geschehen und diversen Quer-verbindungen zwischen den Vereinen und dem VDH in Deutschland vermutlich nicht so gut auskennt. Im Ergebnis hatte man dann auch den Eindruck, dass dieser Herr sich nur auf die Hunde selbst konzentrierte, die nach dem Rassestandard beurteilt und das "Vorzüglich" gerecht verteilt hat. - Zufall oder nicht, aber solche auffallend differenten Ergebnisse von einem Tag auf den anderen, haben wir bereits mehrfach bei Ausstellungen erlebt.

 

Peter Bergmann

 

Hier einige Fotos von Kamillo aus München, die uns zugeschickt wurden. Anfänglich ahnt er noch nicht, was auf ihn zukommt und döst vor seinen Leckerlis ein. Denn schaut er futterneidisch den Katzen beim Fressen zu und hofft, dass er auch etwas abbekommt, wenn er sich ordentlich an den Tisch setzt.

 

Dann geht es an die Ostsee, eine doch recht große Pfütze, die man sich zunächst sicherheitshalber von einem soliden Steg aus anschaut. Aber gut, wenn Frauchen unbedingt will, schauen wir uns das auch mal aus der Nähe an. - "Herrschaftszeiten, das kommt ja auf mich zu! Nur schnell weg hier!" - Nachdem Frauchen erklärt hat, dass Bewegung im Wasser zum Berufsbild eines Lagotto gehört, geht man natürlich auch tapfer hinein. Anschließend lässt man sich den Pelz im warmen Sand trocknen und am Abend genießt man fasziniert den Sonnenuntergang. - "Mei is dös schee!" - Und tief durchatmen: "Sakradi, aber schee is scho!"

 

 

 

22. August 2018

 

Am vergangenen Samstag besuchte uns Jupiter mit seinem Personal, weil ihm ein Sommerschnitt verpasst werden sollte. Eigentlich war geplant, ihn auf der Club-Show Anfang September vorzustellen und dafür brauchte er nicht nur Locken sondern auch ein längeres Fell. Aus familiären Gründen musste die Teilnahme aber abgesagt werden und deshalb konnte ihm nun ein Haarschnitt verpasst werden, der unseren Tropensommer für ihn erträglicher gemacht hat.

 

Für Jupiter hieß das, über zwei Stunden auf dem Schneidetisch ausharren, aber am Ende auch für ihn und alle Anderen sowieso, ein Wiedersehen mit alten Freunden und einen gelungenen Samstagnachmittag. Ilva freute sich riesig darüber, endlich mal wieder jung und dynamisch mit einem annähernd Gleichaltrigen herumtoben zu können und sogar Mutter Eboli machte mal kurz mit. Nur Arubi unser Ball-Junkie, blieb bei ihrer Leidenschaft, vielleicht auch, um einen Grund zu haben, immer wieder in die alte Zinkwanne zwecks Abkühlung zu hüpfen. Wir Menschen machten das lieber in der Kühlen Wohnung bei Kaffee und Kuchen.

 

 

26. Juli 2018

 

Am vergangenen Samstag hatten wir einmal mehr lieben Besuch - von Falena, einer Tochter aus unserer Arubi erstem Wurf - mit ihrem Hauspersonal Claudia und Markus. Die Drei wohnen nicht allzu weit weg von uns und besuchen uns ab und an, aber leider viel zu selten. Wie jedes Mal wurde es ein lebhafter Nachmittag für die Hunde - vor allem auch für unsere Ilva, die es geradezu liebt, mit noch jugend-lichen Artgenossen herum zu albern. Für uns Menschen wurde es ein sehr unterhaltsamer und recht langer Abend - natürlich mit einem großen Anteil von hundlichen Themen.

 

Falena ist eine typische Arubi-Tochter, zwar deutlich kleiner als die doch recht stämmige Mutter, aber genau so lebhaft und ein einfach toller Kumpel. Aus manchen Blickwinkeln und wenn sie nicht direkt nebeneinander stehen, sehen sie sich auch zum Verwechseln ähnlich. Das ganz Besondere an Falena ist ihr immer freundlicher Gesichtsausdruck. Irgenwie scheint sie immer fröhlich zu lächeln und gelgent-lich legt sie sogar beide Zahnreihen frei, zu einem geradezu fernsehreifen Lächeln. Das hat sie, wie auch einige ihrer Geschwister, von Mutter Arubi geerbt. Wer das nicht kennt, könnte es glatt für eine Drohung halten, aber es ist tatsächlich die reine Lebensfreude.

 

Meist bleibt dabei das Gebiss geschlossen und die beiden Reihen blendend weißer Zähne wirken eher wie ein breites Grinsen. leider dauert dass immer nur kurz und man kommt nicht zum fotografieren. Aber wie auf dem letzten Bild zu sehen, haben wir Arubi einmal dabei erwischt, dass sie regelrecht "herzhaft gelacht" hat. Dass andere Hunde das ebenfalls für ungewöhnlich halten, sieht man an Ilva, die doch sehr verwundert dreinschaut.

 

 

25. Juli 2018

 

Am vergangenen Freitag wurde Elma (Isadora, Wurfschwester unser-er Ilva) nach fünf Wochen Aufenthalt bei uns von ihrer Familie abge-holt. Alle - Elma, Frauchen und die beiden Kinder . haben sich riesig gefreut.

 

Wir haben uns natürlich auch gefreut, nicht unbedingt weil wir den Hund wieder los wurden, sondern weil alles gut gegangen ist, bei uns und auch bei Elmas Familie. Andererseits tut uns ein solcher Ab-schied auch immer irgendwie leid, denn man hat sich in den Wochen doch an den Hund gewöhnt und er gehört inzwischen zur Familie.

 

Mit Elma war es dieses Mal auch etwas anders als sonst bei unseren gelegentlichen Pensionshunden. Sie hat sich nartürlich innerhalb we-niger Tage an die Umstände und den Tagesablauf innerhalb unseres Rudels gewöhnt und ihre gute Erziehung war immer zu spüren. Trotzdem hat es sehr lange gedauert, bis sie zu unseren Hunden und zu uns selbst ein "persönliches Verhältnis", eben ein sicheres Vertrauen aufgebaut hat, dass sie von sich aus den direkten Kontakt suchte. Diese Zurückhaltung ist nach unserer bisherigen Erfahrung für einen Lagotto - vor allem auch für einen, der aus unserer Zucht kommt - eher ungewöhnlich. Wir sprachen deshalb lange mit ihrer Chefin darüber und erfuhren im Detail, woran das liegt. Elma hatte, wie wir be-reits zum Teil wussten, eine - letzten Endes völlig grundlose - lange Krankengeschichte, die einen mehrfachen Aufenthalt in einer renom-mierten Tierklinik zur Folge hatte. Dort wurde an dem Hund restlos alles ausprobiert, was heutzutage in der Veterinärmedizin machbar ist.

 

Nachdem Elma das alles halbwegs verarbeitet hatte, wurde sie bei einem Spaziergang mit den beiden Kindern (an der Leine geführt) von zwei  freilaufenden Bullterriern angefallen und im Gesicht schwer verletzt. Der aufgesuchte Tierarzt hielt aus unerfindlichen Gründen eine Narkose unnötig und klammerte die lange und tiefe Bisswunde unterhalb des rechten Auges bei vollem Bewusstsein!!! Auch das spätere Entfernen der Klammern wurde ohne die geringste Sedierung durchgeführt.

 

Ins Detail zu gehen, würde hier und jetzt zu weit führen, aber wir kommen ganz sicher später an anderer Stelle noch einmal darauf zu-rück. So ist uns natürlich nachvollziehbar, dass Elma in ungewohnten Situationen und fremden Menschen gegenüber eher verhalten rea-giert. Uns beruhigt aber die Versicherung ihrer Besitzerin, dass sie sich in vertrauter Umgebung und gegenüber vertrauten Menschen ganz normal verhält.  

 

 

18. Juli 2018

 

Am vergangenen Sonntag wurde Mimi von ihrer kompletten Familie abgeholt. Es war schon beeindruckend und irgendwie auch rührend, mit welch überschäumender Freude dieser kleine Hund seine Familie begrüßte. Die drei Jungen und ihre Eltern und das große Problem, wer zuerst begrüßt wird. Die Begrüßungsrunde wiederholte sich viele Male und immer in anderer Reihenfolge und es dauerte, bis der Sturm der Wiedersehensfreude zu einer leichten Brise wurde. Aber auch den Menschen war die Freude deutlich anzumerken, den Familien-Knallfrosch endlich wieder knuddeln zu können.

 

Dabei hatte Mimi sich derart schnell in unser Rudel eingeordnet, als wäre sie nie weg gewesen. Was ja eigentlich kein Wunder ist, denn unsere Hunde, vor allem Mutter Eboli, sorgten schon dafür, dass gewisse Regeln eingehalten wurden. Da mussten wir Menschen uns gar nicht mal anstrengen. Als Ausgleich nahm sich unsere Ilva aber sehr viel Zeit, um mit ihrer jüngeren Schwester herumzualbern. Beim gemeinsamen Buddeln haben wir die Beiden aber nie erwischt.

 

Nun ist Mimi wieder zuhause und wird darüber sehr froh sein. Denn sicher hat sie schon festgestellt, dass das Leben als jüngstes Mitg-lied im eigenen Rudel viel angenehmer ist - denn als einziger Hund unter fünf Menschen genießt man doch deutlich mehr Aufmerksam-keit und Zuwendung wie als fünfter Hund bei nur zwei Menschen.

Ja, das Buddeln - in den letzten drei Tagen haben wir einiges an Pflegearbeiten im Garten gemacht - bei der Hitze natürlich nur stunden-weise morgens oder abends. Hauptsächlich haben wir natürlich die Sträucher und Stauden gewässert, um wenigstens die vor dem Ver-dorren zu retten. Der Rasen sieht eh schon so aus, als ob da nur noch betonieren und grün anstreichen hilft. Aber bei der Gelegenheit haben wir festgestellt, dass es wohl Hunde geben muss, die vorzugsweise unter Sträuchern und Gebüsch solche Löcher buddeln, in denen fast ausgewachsene Braunbären problemlos überwintern könnten. Ja, es gibt Stellen auf unserem Grundstück, von denen wir bisher noch nicht einmal wussten, dass es sie gibt! - Und schon gar nicht wissen wir, welchem Hund wir das zu verdanken haben. - Unsere Hunden machen so was doch nicht!

 

Interessant war in den letzten Tagen auch zu beobachten, wie die Hunde reagieren, wenn wir Menschen auf ihre Tiefbauarbeiten auf-merksam werden. Geht man als Mensch auf solch eine Stelle zu, entfernen sich alle Hunde, die in der Nähe sind, betont gelassen und mit völlig ausdruckslosen Gesichtern in entgegengesetzter Richtung vom Tatort. Unmissverständlich deutlich ist ihnen anzusehen, was sie damit ausdrücken wollen: "Wir haben damit rein gar nichts zu tun! Keine Ahnung wer das war!"

 

Oder wenn Elma den Vorsatz gefasst hat, wieder einmal zu buddeln - dann läuft sie betont uninteressiert und völlig ziellos über das Grundstück und schielt dabei immer wieder unauffällig in Richtung Terrasse oder Balkon. Wenn sie der Überzeugung ist, für ihr schänd-liches Tun keine Zeugen zu haben, geht es gewissermaßen probeweise los - vorzugsweise am Übergang zwischen Rasen und Blumen-rabatte, unter einem größeren Rosenbusch oder auch mitten in der Steppe, wo die Menschen Tage vorher eine Hundebaugrube mit viel Mühe wieder aufgefüllt und planiert haben. Ruft man dann energisch vom Balkon aus: "Elma, nein!" - ist sie derart schnell vom Ort des Geschehens verschwunden, dass man sie schon Sekunden später mit dem gerade entstehenden Loch nicht mehr in Verbindung bringt.

 

 

 

12. Juli 2018

 

Unten sind die beiden Schwestrn Ilva (Iole) und Elma (Isadora) im Wohnwagen zu sehen, als wir am Affolderner See waren. Da mussten wir uns immer wieder vor Regenschauern mindestens unter das Vorzelt flüchten. Zuhause fanden wir dann unseren gepflegten "engli-schen Rasen" als verdorrte Ödnis vor, selbst die Serengeti ist dagegegen noch ein grüner Traum. In den folgenden Tagen meinten wir dann singen zu können: "It never rains in northern Hessia . . ." - Und wir stellten uns schon darauf ein, künftig die Regenmengen, wenn überhaupt, dann nicht mehr in Liter pro Quadratmeter, sondern bestenfalls in Tropfen/qm messen zu können.

 

Doch dann geschah das Unfassbare - vorgestern regnete es auf einmal richtig - nach schier endlos scheinenden staubtrockenen Wochen - und soviel, dass sogar die Regentonne voll wurde! Nur unsere doch älter gewordenen Knochen hielten uns davon ab, dank- bare Freudentänze aufzuführen. Selbst gestern hat es noch einmal kräftig geregnet - und heute wieder und das sogar mehrfach!

Es hat also ganz ordentlich geregnet, aber tatsächlich noch lange nicht austreichend genug. Wir wissen das deshalb so genau, weil wir seit vergangenem Freitag die Mimi aus Göttingen bei uns haben. Die hat nämlich sehr stark ausgeprägte geologische Interessen und gräbt jeden Tag ein Loch in unseren ehemaligen Rasen, teilweise groß genug, um komplett unter der Grasnarbe zu verschwinden. So können wir uns täglich, teils mehrfach davon überzeugen, dass der ersehnte Regen bis jetzt maximal 1 bis 1,5 cm tief in den Boden eingedrungen ist.

 

Darüber hinaus bringt Mimi - die eigentlich eher Sandfloh, Springteufel oder Kai aus der Kiste heißen müsste - richtig Leben in die Truppe. Mit Ilva klappte es ohnehin auf Anhieb, auch Eboli scheint noch Reste mütterlicher Gefühle zu haben und albert öfter mit ihren beiden Töchtern herum. Wogegen Elma, Ilvas Wurfschwester, zunächst Probleme mit diesem Hurrikan auf vier Beinen hatte, aber sich jetzt auch gelegentlich mit ihr beschäftigt. Und Arubi hält sowieso Abstand von dem Kinderkram, wenn nicht gerade ein Ball mit im Spiel ist.

 

Wir selbst kommen sowieso - mehr oder weniger zügig und ohne Ansehen der Person - mit diesen liebenswerten Frohnaturen klar. So hat sich zu unserem Erstaunen dieser wirklich selbstbewusste Hund völlig ohne Probleme die Sommerfrisur verpassen lassen. Gut, kurz vorher hatte ihr Lilo deutlich zeigen müssen, dass sie die kräftigeren Argumente hat, wenn es darum geht, sich widerspruchslos das Gebiss begutachten zu lassen.

 

Mimi wird am kommenden Sonntag wieder abgeholt und Elma gut eine Woche später. Dann sind wir hundemäßig wieder zu dritt und dürften dem Zeitpunkt schon sehr nahe sein, an dem Arubi gedeckt werden soll. Wenn das klappt wird es auf dem Königsberg wieder einmal lebhafter werden. Am Ende haben wir dann vielleicht wieder vier Hunde und über unsere Steppe werden keine Staubwolken mehr ziehen, wenn unser Hunderudel darüber galoppiert. Vielleicht ist dann ja auch wieder über alles Gras gewachsen.

 

Nachtrag: Heute, am 13. Juli, konnten wir beobachten, dass nicht nur Mimi dazu neigt, in die Tiefe zu gehen. Wir hatten drei größere Grabungen gerade wieder aufgefüllt und eingeebnet, Schaufel und Rechen wieder weggestellt, als wir sehen konnten wie Elmas Kopf unter der Grasnarbe verschwand und hinterrücks die Erde in großem Bogen in die Steppe schleuderte. Natürlich gesellte sich Mimi sofort dazu und half kräftig mit.

 

Jetzt bleibt die Frage zu klären, wer wen zu diesen Tiefbauarbeiten angestiftet hat und wenn es Elma war, wieso sie mit der Buddelei war-tete, bis der Sandfloh bei uns auftauchte - und warum wir bisher immmer nur Mimi erwischten? - Clever von Elma oder einfach nur Zufall?

 

 

 

 

03. Juli 2018

Ja, es wird wirklich Zeit, über das Treffen der Trüffelkobolde am Wochenende des 21./22. Juni beim Edertaler Hof am Affolderner See zu berichten, aber es gab für uns so viel zu tun, was vorrangig war.

 

Für Ortsunkundige: Der "Edertaler Hof", eine weitläufige Anlage mit Gasthof, Hotel und Campingplatz gehört zu Affol-dern, unterhalb der Sperrmauer der Edertalsperre in Nord-hessen - und der Affolderner See ist so etwas wie ein Stau- oder Überlaufbecken unterhalb der Sperrmauer.

 

Die Idee zu diesem Treffen kam aus der Whats-App-Gruppe unseres J-Wurfes und Andrea König, die aus unserer Zucht die Hündinnen Elli/Elena und Juno besitzt, hat die ganze Sache organisiert. Insgesamt trafen sich 16 Hunde und 24 Menschen, wenn wir richtig gezählt haben, darunter auch viele Kinder und ein paar Menschen und Hunde, die nicht direkt mit dem J-Wurf zu tun haben.

 

Wir selbst reisten bereits am Donnerstag an und erst am folgenden Mittwoch wieder ab, damit sich der Aufwand mit dem Wohnwagen auch lohnte. Wir machten dort die erstaunliche persönliche Erfahrung, dass es Ende Juni in Nordhessen auch regnen und richtig kalt sein kann. In der ersten Nacht haben wir im Wohnwagen sogar gefroren und Lilo vermisste im nassen Gras ihre Gummistiefel. Bei uns in der schönen "Hessischen Schweiz" hat es nämlich seit Wochen nicht mehr richtig geregnet, außer den paar sprichwörtlichen Tropfen auf den wirklich heißen Stein. Unser Grundstück und die nähere Umgebung sieht inzwischen so aus, dass wir die "Hessische Schweiz" ge-trost in "Hessisch-Kalahari" umbenennen können. Aber im Großen und Ganzen war das Wetter um den Edertaler Hof vor allem für die Hunde doch noch ganz erträglich.

Die meisten Lagotto-Freunde reisten bereits am Freitag an, der Rest am Samstagvormittag. Alle brachten sich großzügig ein und es gab jede Menge Kuchen, Salate, Getränke und vor allem für den Samstagabend jede Menge Bratwurst, Steaks und Geflügel. Für das leibliche Wohl war also ausreichend gesorgt, aber auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. Spaziergänge wurden gemacht, auf das Baden allerdings verzichtet, Jede Menge hundliche und andere Gespräche geführt. Lilo "frisierte" einige Hunde und gab ein paar Pflegetipps, speziell für Fell, Ohren und Augen.

 

Der Grillabend war ein voller Erfolg und verlief ganz sicher zur Zu-friedenheit aller Beteiligten. Auch die Hunde kamen, bis auf ein paar kleine  Meinungsverschiedenheiten, gut miteinander zurecht. Wobei besonders der junge, recht freche und offensichtlich unka-puttbare Kamillo mit Unterstützung durch Jupiter viel zur Unterhaltung beitrug. Recht spät und ziemlich müde begab man sich zur Nacht-ruhe. Leider musste ein Ehepaar, dass auch noch einen recht weiten Weg hatte, wegen Krankheit schon am Samstagmorgen wieder ab-reisen, was vor allem von uns sehr bedauert wurde. Gerne hätten wir mehr über ihren Hund Filou/Italo erfahren, der sehr intensiv als Katastrophen-/Flächensuchhund trainiert wird und mit Eifer dabei ist.

 

Im Laufe des Sonntags reisten die Meisten wieder ab, für Montag drohte ja wieder die Arbeit und der Alltag. Zwei Trupps blieben noch bis Montag und wir selbst reisten am Mittwoch nach Hause. Die Örtlichkeit rund um den Edertal Hof hat uns sehr gut gefallen und könnte durchaus wieder mal ein Ziel sein. Und richtig gelungen waren die schönen Stunden mit den Menschen, die uns zu Freunden geworden sind und den Hunden aus unserer Zucht, die wir allesamt für recht gelungen halten und die unverkennbar für ihre Familien, besonders für die Kinder, eine Bereicherung sind. Gerne würden wir an einer Wiederholung im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Uns ist es wirklich ein Bedürfnis, dafür unseren Dank auszusprechen - für diese Idee selbst, bei Andrea König für die Organisation, bei allen Beteiligten für ihr Engagement, die mitgebrachten "Naturalien" und die wirklich gute Stimmung. Zuletzt auch herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Edertaler Hofes für ihre Bemühungen und die Freiheiten, die sie uns, die wir nicht immer so ganz leise waren, großzügig gewährt haben.

Fast hätten wir es vergessen - der Hund auf dem letzten Bild links ist Elma (Isadora) eine Wurfschwester unserer Ilva. Wir haben sie jetzt seit gut zwei Wochen bei uns und sie wird noch einmal so lange bleiben. Ihre Familie macht in dieser Zeit auf einer Nordseeinsel einen Kurlaub und lässt sich dort den strammen und kühleren Seewind um die Nase wehen.

 

Beim ersten Wiedersehen haben wir doch etwas gestaunt - Elma sah ihrer Schwester Ilva, wie auch den anderen Wurfgeschwistern, in der Abgabewoche zum Verwechseln ähnlich, alle Welpen fast wie mit der Schablone gemacht. Und nun ist deutlich kleiner als Ilva, dafür etwas stämmiger und mit einem ganz hellen, fast weißen Gesicht, ein deutlicher Kontrast zu ihren dunklen Augen. Auch sonst gibt es Un-terschiede - unsere Ilva ist trotz ausreichenden Selbstbewusstseins eher sanften Gemütes. Wogegen Elma gelegentlichen Rempeleien durchaus nicht abgeneigt ist. Das liegt sicher daran, dass sie zuhause ständig Kontakt mit zwei großen Rüden hat. Denen hat sie im Laufe der Zeit deutlich klar gemacht, dass sie als Hündin das Kommando hat - und wie das so ist im Leben, die Kerle glauben das auch.

 

In den ersten Tagen führte das im Rudel zu gelegentlichen Problemen, denn Elma dachte, hier könne sie ebenfalls das Regiment führen. Unser Damen-Trio war sich aber einig und überzeugte sie davon, dass hier, im Hoheitsgebiet der Folletti di Tartufo, unsere Regeln gelten. Uns Menschen gegenüber ist Elma jedoch seit dem ersten Tag ein ganz normaler, freundlicher und folgsamer Hund, der sich schnell an die gegebenen Umstände gewöhnt hat.

 

 

 

20. Juni 2018

Am Sonntag, 10. Juni, nahmen wir an einem Ringtraining teil. Nachdem wir nun seit Jahren immer wieder, mit durchaus variierendem Erfolg unsere Hunde ausstellen, dachten wir, dass das vielleicht nicht verkehrt sei. Denn der beste Hund hat nur geringe Chancen auf gute Platzierungen, wenn man die Tricks nicht beherrscht, mit denen man die Ringrichter beeidrucken kann - und die muss man üben, üben, üben.

 

Also nahmen wir uns die gut zwei Stunden Zeit und Ilva und unseren Gast Jupiter mit. Wir haben mit den Beiden geübt, die haben sich auch nicht dumm angestellt, aber für die VDH-Ausstellung am folgenden Wochenende mit Ilva hat es uns keine spürbare Besserung gebracht. Die ist ausgegangen, wie sie in Erfurt immer ausgeht.

 

Aber das liegt sicher daran, dass wir weder Fans von solchen Riesenausstellungen sind, noch exzessive Trophäenjäger. Auch sind wir längst der Überzeugung, dass die Ausstellungsergebnisse zu einem Großteil zufallsabhängig sind - oder davon, was für ein Lieblings-bild der Richter von der Rasse hat - oder ob er aus dem Ausland kommt und sich in der hiesigen Lagotto-Szene nicht auskennt - oder ob und wie er mit der hiesigen Lagotto-Szene vertraut ist - oder wie gut er in der Nacht zuvor geschlafen hat.

 

Außerdem haben wir den unverrückbaren Grundsatz, dass unsere Hunde eben immer noch Hunde sind und keine Dekorationsartikel. Natürlich sollen sie bestmöglich dem Rassestandard entsprechen, und man muss die eine oder andere Ausstellung besuchen, um die Entwicklung zu verfolgen. Aber wichtiger als die Anzahl der Locken ist uns immer noch ihr Wesen und damit vor allem die Eignung als freundliche und fröhliche Familienhunde - und damit sind wir bisher immer gut gefahren.

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von einem Lagotto-Freund und Teilnehmer des Ringtrainings zur Verfügung gestellt. Bei der Gelegenheit noch einmal herzlichen Dank dafür.

 

Samstag, 16. Juni, traten wir auf der "Nationalen Rassehunde-Ausstellung Erfurt 2018" mit Ilva in der Jugendklasse an und kalkulierten wegen mangelnden Trainings ein "Sehr gut" ein. Gerade drei Hündinnen wagten sich in den Ring. Die kleine braune Hündin, in Begleitung ihres stattlichen Herrchens, machte das "V1", Ilva (Einlaufnr.: 1415) erhielt zu unserer Überraschung das "V2", die dritte Hündin ein "SG3".

(Zur Erläuterung: Nur die max. besten vier Hunde werden jeweils platziert - das kann von "Vorzüglich 1 - V1" bis "Vorzüglich 4 - V4" gehen,  aber z.B. auch von "V1" über "V2" zu "Sehr gut 3 - SG3" bis "Sehr gut 4 - SG 4")

 

Hier die schriftliche Begründung: "Guter Kopf, Oberarm etwas kurz, sehr gute Oberlinie, schöne Kruppe, schon gut entwickelte Vorbrust, sehr gut in der Bewegung, besonders schön vorgeführt." 

 

Die letzte Bemerkung "besonders schön vorgeführt" verwunderte uns sehr, da wir fest davon überzeugt sind, auf dem Gebiet gewaltigen Nachholbedarf zu haben. Deshalb sprachen wir die Richterin (aus der Südafrikanischen Union) darauf an und die Antwort verwunderte uns noch mehr. - Ihr hätte das erkennbare Vertrauensverhältnis zwischen Ilva und Lilo sehr gut gefallen - wie gut es dem Frauchen gelungen sei, durch sicheres Führen und dosierte Lenkung der noch unerfahrenen und deshalb anfänglich ein wenig unsicheren jungen Hündin deutlich mehr Selbstvertrauen zu vermitteln - und darauf käme es doch schließlich an.

 

So etwas haben wir bisher noch auf keiner Ausstellung und von keinem Richter gehört!

 

Sonntag, 17. Juni, traten wir dann in Erfurt auf der "Internationalen" mit drei weiteren Hündinnen auch wieder in der Jugendklasse an - und es kam, wie es in Erfurt am zweiten Tag immer kommt. Ilva (Einlaufnr.: 1543) bekam ein "SG4. - Hier die Begründung des deutschen Richters: "An oberer Größengrenze stehend, nicht in bester Haarkondition, sehr schöner Kopf in allen Teilen, Augen braun, Behänge gut angesetzt, im Rücken etwas lang und nicht ganz fest, Brust für Alter gut in Breite und Tiefe, Vorderhand in Bewegung fest und sicher, Hinterhand muss noch fester werden."

 

Diese Unterschiede gibt es gelegentlich natürlich auch bei anderen Ausstellungen, aber in Erfurt ist das zumindest für uns besonders auffällig und wir haben das da schon viel krasser erlebt. Wir wollen diese Bewertung auch nicht kritisieren, kennen schließlich die Schwächen unserer Hunde. Aber die unterschiedlichen "Endnoten" wundern uns trotzdem immer wieder - der Hund ist am zweiten Tag doch immer der gleiche wie am ersten. - Die kleine braune Hündin vom Samstag war übrigens auch die Siegerin am Sonntag und wir haben natürlich herzlich gratuliert.

 

Vielleicht hilft die Erklärung, dass auch Ringrichter immer Individuen sind. Die Richterin vom Samstag war z.B. sofort bereit, sich mit der fast kompletten Lagotto-Truppe fotografieren zu lassen. Wofür ihr Kollege am Sonntag keine Zeit hatte, trotz geringeren Andranges.

 

 

 

12. Juni 2018

 

Wir gehören eigentlich nicht zu den Rentnern, die keine Zeit haben, aber manchmal ist die doch knapp. So kommen wir erst heute dazu, über den Besuch zu berichten, den wir am vergangenen Samstag hatten. Fredo besuchte uns, gemeinsam mit seinen "Personal Trainern" Renate und Jörg. Sie waren auf einer Fahrradtour von der Werra-Quelle bis zum Zusammenfluss mit der Fulda bei Hann. Münden. Das war, auch wegen der gegebenen Temperaturen, eine wirklich sportliche Leistung, auch für Fredo, der sich allerdings immer wieder in seinem Hunde-Anhänger erholen konnte. Was natürlich von der "Zugmaschine" zusätzliche Leistung forderte - das eigene Gewicht, das des Fahrrads, zwei Gepäcktaschen a 10 kg, der Hundeanhänger mit ca. 12 kg und Fredo mit 17 kg. Alle Achtung!

 

Und jetzt kommt ´s: Fredo ist der Wurfbruder von Jordano und Jupiter, die wir ja ganz aktuell kennen gelernt haben, und heißt laut "Personalausweis" Juliano. Doch keine Angst, wir kommen jetzt nicht noch einmal mit der George Clooney-Masche. Obwohl es wirklich nicht zu übersehen ist, die drei Burschen sind sich zumindest optisch unglaublich ähnlich und in jeder Hinsicht richtig tolle Typen. Was Fredo von seinen Brüdern unterscheidet sind seine etwas helleren Augen und sein etwas energischeres und sportlicheres Auftreten. Aber das liegt zum Teil sicher auch an seiner, dem Sommer geschuldeten Kurzhaarfrisur. Wollen wir vielleicht doch wieder so einen merkwürdigen Vergleich wagen? Wie wäre es mit einer Mischung aus Ursain Bolt und Brad Pitt?

 

Unsere Ilva war jedenfalls hin und weg, hatte sie jetzt doch zwei sehr engagierte Verehrer. obwohl die beiden sich zunächst mehr und näher miteinander beschäftigten. Wir Zuschauer spürten, wie die Spannung zwischen den Beiden immer mehr stieg, bis es mit einem Mal so richtig krachte. Sie gerieten sich so richtig in die Wolle, Ilva stand fassungslos daneben und die Mütter Arubi und Eboli interessierte der Kinderkram überhaupt nicht. Na ja, halb so wild, es floss kein Blut, man trennte sich unentschieden, kümmerte sich fortan vermehrt um die hübsche Cousine Ilva, rannte am Ende sogar mit Mutter Arubi hinter dem obligatorischen Ball her und verbrachte gemeinsam mit den Menschen einen langen, unterhaltsamen Samstagabend. Einzig Eboli hielt sich, eher missmutig, aus alle dem heraus. Wir haben von mal zu mal mehr den Eindruck, dass sie sich von Hundebesuch gestört fühlt, wogegen sie sich die Streicheleinheiten der Menschen gerne abholt.

 

Es hat jedenfalls auch uns Menschen sehr gefallen und wir freuen uns jetzt schon darauf, dass wir uns am übernächsten Wochenende am Edersee wiedersehen.

 

 

 

 

10. Juni 2018

 

Zu allererst müssen wir unbeding gratulieren: Vor einigen Tagen erhielten wir die Nachricht, dass Ilaria, eine Wurfschwester unserer Ilva, nach erfolgreichem Training durch ihre Chefin Tanja die Begleithundeprüfung bestanden hat. Herzlich-en Glückwunsch hiermit an die Beiden zu diesem Erfolg.

 

Überhaupt scheint nach allem was wir wissen, Ilaria die Fleissigste unter allen unseren Welpen, zumindest aber aus dem I-Wurf, zu sein. Daran sollte sich unsere Ilva - oder vielleicht doch eher wir Menschen - ein Beispiel nehmen . . .

 

 

 

Aber noch etwas haben wir zu berichten: Seit einer Woche und noch bis zum kommenden Freitag haben wir Arubis Sohn Jupiter in Pension. - Jupiter wer? Gut, das muss man erklären: "Jupp-Pitter" ist Kölner Platt und heißt auf Hochdeutsch "Josef-Peter". Aber wer nennt so schon seinen Hund, noch dazu einen Lagotto! Als wir dem Burschen und seinem Begleitpersonal am vergangenen Sonntag die Haustür öffneten, hatten wir eines dieser Deja vu-Erlebnisse: Da stand doch tatsächlich wieder eine Ausgabe dieses Lagotto-George  Clooney vor uns!

 

Die Ähnlichkeit zwischen ihm und seinem Bruder Jordano, der uns über Pfingsten besuchte, war wirklich verblüffend. So ziemlich die gleiche Größe, die gleichen dunkelbraunen Locken, die gleichen ausdrucksvollen dunkelbraunen Augen, wie dunkle Herrenschokolade eben, das gleiche offene freundliche Wesen. Unterschiede gibt es aber trotzdem - Jupiter ist im Ganzen etwas kräftiger als sein Bruder und seine linke Vorderpfote ist weiß, so als wäre er gerade eben in Mehl getappt. Aber der wirklich auffälligste Unterschied zu Jordano, der ein ganz normal lebhafter, gelegentlich auch noch etwas zappeliger Junghund ist, strahlt Jupiter eine unglaubliche Ruhe aus, wirkt in allen Situationen sicher, regelrecht souverän. In unser Rudel hat er sich sofort ganz selbstverständlich eingepasst, so als wäre er nie fort gewesen.

 

Vielleicht liegt es mit daran, dass sein Chef Fahrschullehrer ist und ihn von Anfang an oft in den Unterricht und die Fahrstunden mitge-nommen hat. Und wenn einem erzählt wird, was sich da so alles abspielt, hilft wohl wirklich nur ein absolut ausgeglichenes Gemüt. Aller-dings konnte uns nicht bestätigt werden, ob Jupiter Autogenes Training betreibt oder gelegentlich ein Buddhistisches Zentrum besucht.

 

Das heißt aber alles nicht, dass der Bursche nicht auch anders kann. Er und Ilva zusammen, da geht richtig die Post ab, vor allem, wenn sie wieder einmal glauben, den Garten umgraben zu müssen. Sogar unsere immer kritische Eboli beschäftigt sich recht oft mit dem Schönling - was aber wohl eher daran liegt, dass wir uns ihrer routinemäßigen Läufigkeit nähern. Arubi allerdings hat für ihren Sohn überhaupt nichts übrig. Ganz im Gegenteil hat sie ihn neulich fast in der Luft zerrissen, als er ihren höchstpersönlichen eigenen Kong kassieren wollte. Aber immerhin, er hat tapfer dagegen gehalten.

 

 

27. Mai 2018

 

Am gestrigen Samstag wurde unser letzter K-Welpe - Kyra, die jetzt Mimi gerufen wird - abgeholt. Da sie während der letzten vierzehn Tage als "vollwertiges Familienmitglied" gelebt hat, fiel uns der Abschied nicht ganz leicht - wie immer in solchen Fällen. Aber auch Ilva war ziemlich von der Rolle, ist ihr doch die immer verfügbare Spielgefährtin abhanden gekommen und jetzt wieder nur noch auf "alte" Hunde und Menschen angewiesen. Die Tante Arubi hat hingegen nur einmal erleichtert durchgeatmet und auch die Mutter Eboli wirkte nicht besonders traurig.

 

Dafür hat Mimi jetzt die freie Auswahl, außer den beiden "Erziehungsberechtigten" für die Vormittage drei aufgeweckte Jungens für die Nachmittage, die gestern noch genau so vom vierbeinigen Familienzuwachs begeistert waren wie bei ihrem letzten Besuch. Während der Fahrt Richtung Göttingen wurde sie abwechseln von den drei Brüdern beschmust. Zuhause angekommen wurde erstmal das neue Domizil besichtigt und dann gab ´s was zu futtern. Beides hat sicher einen guten Eindruck gemacht und auch sonst läuft wohl alles im Sinne des kleinen Hundes, hat er sich doch zunächst, wie es sich gehört, im Hundekorb ausgeruht, aber noch am gleichen Abend einen Platz auf dem Sofa erobert. An der Stubenreinheit muss allerdings noch gearbeitet werden und wir sind gespannt auf die nächsten Nachrichten.

 

 

23. Mai 2018

 

Wir haben ein paar lebhafte und unterhaltsame Tage hinter uns. Über Pfingsten hatten wir Jordano, Arubis neun Monate alten Sohn aus unserem J-Wurf zu Gast. Seine Familie war zu einer größeren Familienfeier eingeladen und da muss so ein junger Hund nicht unbedingt dabei sein. Der Bursche ist schon ein flottes Kerlchen - dunkelbraunes Fell mit ersten, leichten "grauen Schäfen" und ausdrucksvolle dunkelbraune Augen. Ein Journalist sprach mal bei der Beschreibung des Tenors Jonas Kaufmann von "Augen wie Herrenschokolade". Wir können uns jetzt vorstellen, was gemeint war. Und wenn Jordano lacht - das kann er wirklich - strahlen seine blendend weißen Zähne in dem dunklen Gesicht. Man könnte meinen, er ist auf dem besten Wege, der George Clooney unter den Lagotti zu werden.

 

Die Wirkung auf unsere Hundedamen war allerdings durchaus zwiespältig. Die beiden erfahrenen Mütter Arubi und Eboli machten ihm sofort und unmissverständlich klar, dass ein halbstarker Jungspund für sie überhaupt kein Thema ist - und er war klug genug, das auch immer zu beherzigen. Unser Teenie Ilva und ihre "kleine Schwester" Kyra sahen das natürlich völlig anders.

 

Ilva weiß zwar immer noch nichts von "nespresso", aber der "Georg Clooney-Effekt" schlug bei ihr voll durch. Sie fand den Burschen einfach hinreißend - und ihm ging es genau so. Also wurde sofort und auf Dauer heftig geflirtet. Was gelegentlich so weit ging, dass wir uns wegen der sittlichen Gefährdung Jugendlicher ernsthafte Gedanken mach mussten. Allerdings war dann auch Ilva immer so weit, beziehungsweise noch nicht so weit, dass sie dem stürmischen Möchtegern-Liebhaber sagte: "Jetzt aber Schluss mein Freund, bis hierhin und nicht weiter!"

 

Kyra wirkte da zunächst eher lästig, aber da sie nicht abzuwimmeln war, wurde sie halt großzügig akzeptiert - was uns überhaupt ein wesentliches Charaktermerkmal unserer Lagotti zu sein scheint. Kyra ist sowieso ein ziemlich coole Socke, die so leicht nichts aus dem Gleichgewicht bringt. Wenn es ums Fressen geht, zeigt sie einen ausgeprägten Erwerbssinn und Respekt vor größeren oder älteren Hunden ist kaum ansatzweise zu erkennen. Selbst der Tante Arubi, die inzwischen den Quälgeist akzeptiert hat, geht sie nicht mehr aus dem Weg und sie hat auch keinerlei Hemmungen, den Älteren ein Leckerli zu klauen. Wenn es das abendliche Stück Trockenpansen gibt - für Kyra etwas weicher und kleiner - braucht sie mit ihren Milchzähnen natürlich länger als die drei Großen. Und wenn die dann in der Hoffnung auf leichte Beute um die Kleine herumstehen, wird die zum Bengalischen Königstiger. Sie knurrt, dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft, und wenn der Minimalabstand unterschritten wird, beißt sie die Konkurrenten ohne Rücksicht auf Status oder Dienstgrat weg. Zu unserem Erstaunen lassen die sich das auch immer gefallen.

 

Kyra wird am kommenden Samstag von ihrer Familie abgeholt und das tut uns jetzt schon ein wenig leid, sie ist einfach ein Klasse-Hundemädchen. Am meisten wird sie, als unermüdlicher und unkaputtbarer Spielgefährte, allerdings von Ilva vermisst werden. Das Stehvermögen der Kleinen hat uns immer wieder erstaunt. Jetzt auch in den letzten Tagen, immer mit den beiden doch wesentlich größeren und  kräftigeren Junghunden zusammen, die allerdings auch immer irgendwie Rücksicht nahmen - irgendwann muss sie doch kaputt sein? - Denkste, bestenfalls ein kurzes Verschnaufen und dann wieder: "Auf sie mit Gebrüll!" - Na, passt schon, Kyra kommt in eine Familie mit drei tatendurstigen Jungen, die wird sie schon auf Trab halten! Und an der Stubenreinheit werden sie auch noch ein wenig arbeiten müssen, das sieht Kyra immer noch ein wenig lockerer als wir.

 

 

 

14. Mai 2018

 

 

In die "Villa Folletti di Tartufo" ist wieder Ruhe eingekehrt, der K-Nachwuchs ist bis auf Kyra bei den neuen Familien, die Wurfbox und der Innenauslauf sind zurückgebaut, das Hundewelpenzimmer sieht wieder aus wie ein ganz normales Hundezimmer. Mutter Eboli und Tante Arubi scheinen darüber auch ganz zufrieden zu sein. Aber wie immer bei solchen Gelegenheiten sehen wir Menschen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

 

Mit dem lachenden Augen, weil wir sicher sind, mit den neuen Familien die richtigen für unsere Welpen gefunden zu haben, was die ersten Rückmeldungen und Fotos auch bestätigen. Aber natürlich auch, weil die Arbeit jetzt sehr viel weniger geworden ist - nicht mehr mehrfach am Tag den Auslauf reinigen, bei "Freigang" auf dem Grundstück mit Argusaugen darauf achten, dass der unternehmungs-lustige Nachwuchs nicht vielleicht doch ein passendes Loch im Zaun findet, dass nicht vielleicht ein Habicht so einen Mini-Lagotto für ein Kaninchen hält, dass nichts Ungenießbares gefressen wird, dass die lieben Kleinen der Tante Arubi nicht zu sehr auf den Keks gehen. Denn dann könnte vielleicht schon mal ein Ohr perforiert werden, was bisher allerdings noch nicht geschehen ist.

 

Mit dem weinenden Auge, weil man sich doch sehr an das bunte, putzige Gewusel gewöhnt hat. Und weil man sich bei jedem der Welpen, den man gerade auf dem Arm hat, mit dem man sich näher bechäftigt, vorstellt: Ach ja, warum nicht, den oder die könnten wir eigentlich auch behalten. Vor allem auch wenn man - gerade beim Abschied - in diese lieben, freundlichen, offenen Gesichter schaut, in diese dunklen Knopfaugen, die ihr Babyblau schon verloren haben. Durch die man bis tief in die großen Seelen dieser kleinen Hunde schauen kann, in denen man das grenzenlose Vertrauen erkennt, das sie uns Menschen entgegen bringen. Sie spüren zwar, dass sich jetzt etwas ändert, aber das beunruhigt sie nicht, weil sie uns und damit auch den neuen Menschen vertrauen. Warum auch nicht, bisher waren ihre Erfahrungen ja auch immer positiv.

 

Am vergangenen Dienstag verabschiedete sich als Erster Kosmos von uns, der jetzt Kopper genannt wird und in der Nähe von Neuss am Niederrhein lebt. Am Mittwoch folgte ihm Kalimero, der nun auf den Namen Snoopy hört und Ostwestfale wird, weil er künftig in der Nähe Paderborns lebt. Beide also keine "Hessischen Schweizer" mehr, sondern Flachland-Tiroler, die schon am Mittwoch sehen, wenn am Sonntag Besuch kommt. Am Donnerstag-Vormittag verabschiedete sich Kamillo zu einer Vatertagstour nach München, von der er sicher nicht mehr zurückkommen wird. Da könnte man fast neidisch werden. Am Nachmittag wurde Kani abgeholt, sie heißt jetzt Coffee - na klar, denn ihre neuen Menschen sind IT-Profis - wohnt jetzt in Mühlheim an der Ruhr und hat bereits Verwandtschaft in der Nähe. Am Freitag war Karlo an der Reihe, die Abholdelegation bestand aus den zwei künftigen Dienstboten und Beppo. - Beppo? - Der heißt mit vollem Namen Folletti di Tartufo Giuseppe Garibaldi, ist ein gut gelungener, freundlicher Lagotto-Rüde, ein Sohn aus dem G-Wurf unserer Aletta und damit ein leiblicher Onkel von Karlo. Das wird bestimmt ein unschlagbares Gespann - obwohl, hier interessierte Beppo sich nur für das junge Fräulein Ilva und hat heftig mit ihr geflirtet.

 

Jetzt bleibt uns noch für knapp vierzehn Tage die "bunte" Kyra, die sich ganz schön umstellen musste. Unter ihren Geschwistern hatte sie die größte Klappe und den größten Appetit. jetzt, als vorübergehendes Mitglied des "Kernrudels", ist sie das letzte Glied in der Rang-folgekette und muss erst die drei "alten" Hunde um Erlaubnis fragen, wenn sie beispielsweise einen herumliegenden Kong annektieren will. (Uns Menschen fragt ja sowieso keiner.) Aber sie hat wenigstens die noch jugendliche Ilva als ständige Betreuerin und Ratgeberin, die Beiden hängen fast den ganzen Tag zusammen. Dafür ist das Mädel abends rechtschaffen müde und schläft schon die ganze Nacht in ihrer Box durch. An der Stubenreinheit müssen wir noch arbeiten, bis jetzt ist sie anscheinend der Meinung, ihre Geschäfte im Haus erledigen zu müssen, weil sie draußen dafür zu wenig Zeit hat.

 

 

 

06. Mai 2018

 

 

Heute beginnt die neunte Lebenswoche unseres K-Wurfes, also die letzte Lebenswoche bei uns. So werden die folgenden Bilder auch die letzten sein, die unser komplettes Rudel zusammen zeigen. Das bedeutet bei uns Menschen natürlich schon einen leisen Hauch von Wehmut, aber auch die Gewissheit, dass das unser Leben wieder etwas ruhiger wird. So großartig das auch ist, immer wieder in diese hübschen, offenen Gesichter mit den vertrauensvoll fragenden Augen zu schauen, diesen wunderbaren kleinen Hunden beim Spiel und bei der Erkundung des Lebensraumes, der Steigerung ihrer Fähigkeiten zuzuschauen - sie nehmen einen schon ganz schön in Anspruch!

 

Die größte Geduld zeigt tatsächlich die "ältere Schwester" Ilva mit ihnen, die sich stundenlang mit den Minis beschäftigt. Die "Tante" Arubi ist wohl am Ende ihrer Geduld angelangt, denn heute hat sie den einen oder anderen aus dem Nachwuchs schon mal kräftig zusammen gefaltet. Auch Mutter Eboli reagiert immer häufiger recht unwirsch: "Was wollt ihr - an die Milchbar? - Die ist geschlossen, wendet euch wegen Futter an unser Personal!" - Aber die fürsorgliche Mutter kann sie doch nicht ganz verleugnen. Wenn eines der Kinderchen zu wehleidig quietscht, weil ihm ein anderes zu heftig ins Ohr gezwickt hat, oder die Tante Arubi einen lästigen Rabauken mal im Genick packt, dann ist Muttern aber ganz schnell zur Stelle. Der Schreihals wird gründlich auf Schäden überprüft und von vorne bis hinten zum Trost gründlich abgeleckt. So geht eben Tränen trocknen bei Hunden. 

 

Nach einem langen sommerlichen Tag mit viel Bewegung auf dem ganzen Grundstück, war der Nachwuchs am Abend rechtschaffen müde, schaffte es aber trotzdem noch und einmal mehr in Rekordzeit, die Abendmahlzeit rückstandsfrei zu vertilgen - und jetzt wird schon seit Stunden geschlafen und geträumt.

 

 

02. Mai 2018

 

Ohne Worte - nur ein paar Fotos von der "1.-Mai-Wanderung" des Folletti di Tartufo-Rudels - ein gelungenes "Event"!

 

 

 

29. April 2018

 

Heute gibt es nur eine eher laienhafte, aber fröhliche Fotodokumentation über den Beginn von Freundschaften zwischen ein paar kleinen, aber handfesten Lagotti und nicht mehr so ganz kleinen, aber ebenfalls handfesten Jungen, die sich auf das kommenden Zusammenleben mit ihrer künftigen "Schwester" Kyra, gen. Mimi vorbereiten.

 

Die regelmäßigen Wochenendfotos und die aktuellen Gewichte gibt es morgen, heute hat die Zeit oder auch die Energie nicht mehr gereicht.

 

 

26. April 2018

 

Am Dienstag bekamen die Welpen ihren ersten richtigen Fleischknochen und wir machten eine Beobachtung, die uns doch etwas er-staunte. Gut, die dicke Kyra wird nicht grundlos so von uns genannt - sie weiß schon wie man sich durchsetzt und genug abbekommt und man sieht es ihr auch an. Aber dass sie offenbar schon von Bert Brecht gehört hat, "Erst kommt das Fressen und dann die Moral", hat uns doch überrascht. Sie hat diesen Knochen mit Zähnen und Klauen verteidigt, ihre Geschwister angeknurrt und angeblafft wie eine Große und gelegentlich auch richtig weggebissen. Nur ihre kleinere Schwester Kani leistete bis zum Ende Widerstand. Die vier Jungens gaben schnell auf und beobachteten lieber aus sicherem Abstand. - Wir sind gespannt, Kyra kommt in eine Familie mit drei Jungen im besten Jungenalter. Wer bleibt da wohl Sieger?

 

Erst als wir das Mädel in die Wurfbox steckten, was ihr überhaupt nicht passte, konnten ihre Geschwister sich näher und ungestört mit dem Knochen beschäftigen, aber dann war er auch recht schnell uninteressant - und der eher schmusig veranlagte Kalimero wollte sowieso nur die ganze Zeit nur raus und auf den Arm.

 

19. April 2018

 

Heute mal wenige Worte und viele Fotos. Was für ein Tag - nichts wie raus in den Garten und in die Sonne! Erst mähte der Chef den Rasen und die Welpen waren im großen Auslauf, dann stand den Kleinen das ganze Grundstück zur Verfügung und sie haben es weidlich genutzt. Auch die drei Großen waren natürlich dabei, wobei die "Tante" Arubi eher wenig mit dem Nachwuchs im Sinn hatte und ihn sich mit beeindruckendem Knurren weitgehend vom Hals hielt. Auch die Mutter Eboli war eher wenig von den Aktivitäten ihrer Kinder begeistert. Umso bemerkenswerter finden wir das unermüdliche Interesse der älteren Schwester Ilva, die sich die ganze Zeit mit dem Nachwuchs-Sextett beschäftigte. Das Mädel ist nicht nur überhaupt ein ganz toller, liebenswerter Hund, sondern offenbar auch das geborene Kindermädchen. Am Abend dann, so nach 18.00 Uhr war der K-Wurf total platt und man hat so gut wie nichts mehr von ihm gehört.

 

 

15. April 2018

 

Inzwischen waren unsere Welpen natürlich schon einige male im "Außengehege", wobei man das Wetter gut im Auge behalten muß. Immer wieder Regenschauer oder gar ganztägiger Dauerregen, der Wechsel zwischen recht warmen sonnigen Abschnitten oder längeren kühlen Schattenphasen durch ziehende Wolkenfelder und natürlich dass immer wieder nasse Gras, von dem die Zwerge nasse Bäuche kriegen - und Erkältungen wollen wir doch vermeiden. Aber bis jetzt geht es ihnen richtig gut und nach erstem leichten Zögern genießen sie immer die von ihnen selbst noch sehr "unberührte Natur".

 

 

 

06. April 2018

 

Vier Wochen sind die Welpen jetzt alt und der Bewegungsdrang des Tartufo-Sextetts wird immer größer. Klar, in dem Alter verlassen ja auch ihre wilden Verwandten die Geburtshöhlen. Also haben wir zum üben erstmal den Innenauslauf aufgebaut. Dann das "Flugloch" geöffnet und ruckzuck stürzte sich die wilde Meute ins "Freie". Wobei Kamillo und Kyra gehörten wieder mal zu den Schnellsten, diese beiden "Bunten" scheinen wahrhaftig die lebhaftesten dieses Wurfes zu sein. Zwei Braune hingegen ließen sich recht viel Zeit und es musste ein klein wenig gut zugeredet werden, aber dann standen sie ihren Geschwistern in nichts nach.

 

Von kurzen Nickerchen abgesehen war der Nachwuchs den ganzen Tag auf den Beinen und am Abend waren sie dann total platt, hatten aber auch richtig Kohldampf. Die Vorspeise gab es bei Muttern an der Milchbar und den Hauptgang aus der Gemeinschaftsschüssel. Bis auf mikroskopische Reste - Mutter Eboli, die diese immer vertilgen darf, schaute etwas enttäuscht - wurde alles verputzt. Aber die müden Kleinen verzichteten dann doch auf die, nach dem Futtern sonst üblichen, fünf bis zehn Spielminuten, bildeten einen Haufen und fielen in einen festen Schlaf. Auch den Rest des Abends herrschte auffällige Ruhe. Morgen kommt dann die zweite Stufe und und es geht raus in den Garten.

 

06. April 2018

 

Vier Wochen sind die Welpen jetzt alt und da ist natürlich nicht mehr nur futtern und schlafen angesagt, inzwischen gibt es auch schon mal ernsthaftes Kräftemessen. Na ja, ist erstmal nur heiße Luft, Zähne gibt ´s ja noch keine.

 

 

05. April 2018

 

 

Getreu dem alten Lenin-Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!" werden unsere Welpen täglich gewogen, um ihre Entwicklung auch gewichtsmäßig im Auge zu behalten. Nachdem der Nachwuchs gestern den dritten Tag hintereinander die tägliche Gewichtszu-nahme etwas reduziert hatte, haben wir heute zum ersten Mal dazu gefüttert.

 

Wie schon beim letzten Wurf fiel uns auch dieses Mal wieder auf, wie schnell die Zwerge begreifen, um was es dabei geht. Zwei, drei Handgriffe reichten aus, um der kompletten Truppe zu zeigen, worauf es ankommt. Bei früheren Würfen dauerte es schon mal zwei bis drei Tage, bis auch der Letzte begriffen hatte, was Sache ist. Kann es denn sein, dass Hunde von Generation zu Generation klüger werden? Dann wäre das ja genau anders herum als . . .

 

02. April 2018

 

Für diese Woche haben wir den Welpen innerhalb der Wurfkiste etwas mehr Bewegungsmöglichkeit angeboten, mit dem stillen Hintergedanken, dass sie den hinteren Teil weiter zum Schlafen benutzen, und im vorderen Teil nicht die Zeitungen lesen, sondern ihr Geschäft darauf verrichten. Ihr Bewegungsdrang nimmt jetzt rasant zu und wie sie das kleine Hindernis überwinden müssen, haben sie sofort kapiert. Mit den "Geschäften" wird das nach unserer Erfahrung wohl nicht so funktionieren.

 

Am Ende dieser Woche werden wir den Innenauslauf installieren, in der stillen Hoffnung, dass sich das Wetter jetzt ebenfalls rasant bessert und die Welpen den größten Teil des Tages hinaus ins Freie und den Frühling können.

 

Drittletztes Bild von vorne nach hinten: Ida, Ilva, Arubi - letztes Bild von links nach rechts: Ilva, Arubi, Ida

Natürlich kontrolliert Mutter Eboli, ob die Erweiterungsmaßnahme ihren Ansprüchen genügt und erklärt den Welpen dann, wie das so mit der Hygiene ist, wo sie künftig zu schlafen haben und wo sie ihre Geschäfte erledigen müssen. Vermutlich wird sie nicht viel mehr Erfolg haben als wir und wir werden alle immer hinterher sein müssen, um den Mindeststandard wenigstens einzuhalten.

 

Die hundliche Verwandtschaft interessiert sich natürlich ebenfalls für den Navchwuchs und jetzt lässt Eboli das auch zu. Während der ersten anderthalb Wochen hätten die "Gaffer" noch mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müssen. Ilva interessiert sich von Anfang an sehr für ihre "Geschwister der zweiten Auflage" und schaut regelmäßig nach ihnen, aber auch die "Tante" Arubi kümmert sich sehr. Noch eine Woche weiter und die Beiden werden bei der Kindererziehung wohl kräftig mitreden wollen. Eboli wird ´s freuen, wenn ihr ein wenig Arbeit abgenommen wird und Ilvas Schwester Ida ist dann schon wieder zuhause im Rheingau.

 

26. März 2018

 

Vor lauter Hundenachwuchs hätten wir fast vergessen, dass wir seit dem vergangenen Donnerstag für vierzehn Tage einen Pensions-gast haben - Ida (isabella), die Wurfschwester unserer Ilva. Wir konnten uns noch gut an ihren Besuch im vergangenen jahr erinnern, deshalb standen uns zunächst die Haare etwas zu Bergen, als uns das angetragen wurde. Zu zweit waren damals aus den beiden Knallfröschen regelrechte Polenböller geworden, nur dummes Zeug im Kopf! Doch wir sind angenehm überrascht, genau wie unsere Ilva hat sich Ida ebenfalls zu einer liebenswerten, verschmusten, gut erzogenen jungen Hundedame entwickelt. Die Beiden beschäftigen sich viel miteinander, aber man muss als Mensch nicht mehr befürchten, umgerannt zu werden. Auch unsere "alten" Hunde sind ganz zufrieden. Unten die ersten Fotos und später gibt es bestimmt noch mehr zu berichten.

Manchmal ist es zum verzweifeln - da fährt eine junge Frau aus Baden-Würtembergs Süden mit dem Auto vier Stunden zu uns nach Nordhessen, und natürlich auch wieder zurück, um sich unsere Kyra für ihre Familie, ihre Kinder zu sichern. Die Chemie zwischen uns Menschen stimmt auf Anhieb und das kleine bunte Hundemädel wird sofort ins Herz geschlossen. Wieder zuhause erfährt die glückliche künftige Lagotto-Besitzerin, dass sich ein Familienmitglied bei einem Sturz so schwer verletzt hat, dass ein langer Krankenhausaufenthalt mit anschließender Reha erforderlich ist. 

 

Da kommt ein neunwöchiger Welpe, der den ganzen Tag Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht, natürlich zum völlig falschen Zeitpunkt. Wir alle waren ein wenig traurig, denn es hätte wirklich gut gepasst, und die Kinder müssen nun von der Mutter getröstet werden. Vielleicht klappt es bei unserem nächsten Wurf oder später bei einem anderen Züchter.

 

Unsere Kyra ist jetzt aber wieder zu haben und sucht eine ähnlich tolle Familie.

 

 

25. März 2018

 

Heute gibt ´s nur eine Kurzfassung des Wochenend-Reports, denn wir hatten Samstag und Sonntag "Welpengucker"-Besuch, was ja viel Zeit kostet, die dann natürlich von der HP-Bearbeitung abgezogen werden muss. Wir sind ja schließlich Rentner, da ist Beschäftigung zwar ganz schön, darf aber natürlich nicht mehr in Arbeit ausarten und braucht entsprechende Erholungspausen.

 

Nein, im Ernst, es waren zwei wunderbare Tage, wir hatten Gesellschaft von netten Menschen, die wir zum Teil schon kannten, haben unsere Beziehungen  vertieft und viel über Hunde geredet. Dabei stellten wir wieder einmal fest, dass es immer klappt - bei jedem unserer Würfe finden wir immer genau die passenden Menschen für unsere Welpen, bei denen wir sicher sein können, für ein ganzes Hundeleben die Richtigen gefunden zu haben.

 

Ja, vier aus unserem Tartufo-Sextett haben über ´s Wochenende bereits ein neues Zuhause gefunden - Kalimero wird Mitte Mai nach Ostwestfalen ziehen, Kosmos an den Niederrhein, Kani an die Ruhr und Kyra in des Schwabenländles Süden. Da muss sie natürlich schnell das erste schwäbische Gebot lernen: "Was sich bewegt wird gegrüßt - was sich nicht bewegt wird geputzt!" - Aber auch Kamillo und Karlo werden in der kommenden Woche ihr künftiges Personal kennen lernen.

 

Jetzt noch ein paar aktuelle Fotos und morgen die Tabelle mit den aktuellen Gewichten und weitere Fotos und Informationen.

Die Welpen sind jetzt zwei Wochen alt, sind prächtig im Futter und Eboli ist wie wir der Meinung, dass sie jetzt aus dem Gröbsten raus sind. Tochter Ilva und Tante Arubi dürfen also auch schon mal einen Blick auf den Nachwuchs werfen und selbst der fremde Besuch darf in die Wurfkiste greifen. Warum auch nicht, die Chefs sind ja dabei und dann ist das wohl so in Ordnung. Am Ende aber hat man den Eindruck, dass Eboli der Meinung ist, der Nachwuchs brauche jetzt seine Ruhe und sie setzt sich demonstrativ vor den Eingang des Kinderzimmers.

 

 

 

22. März 2018

 

Hier auf die Schnelle ein paar aktuelle Fotos. Die Welpen sind jetzt fast zwei Wochen alt und alle haben die Augen schon mehr oder weniger offen - diesmal die Jungens zuerst, sonst sind die Mädels immer vorne. Die ersten versuchen auch schon "richtig" zu laufen und nicht mehr wie Seehunde auf dem Bauch zu robben. Aber immer noch verschläfen sie den größten Teil des Tages.

 

 

18. März 2018

Der Winter ist zurück - im Moment 6 Grad minus, in der Nach 12 Grad minuns. Da können unsere Kleinen richtig froh sein, ein gemütlich warmes Zimmer zu haben. Als junge Wölfe in der Lüneburger Heide würden sie jetzt wohl heftig mit den Zähnen klappern, die sie noch nicht haben. Dem Tartufo-Sextett geht es dagegen richtig gut, sie sind schon recht lebhaft und gut im Futter. Die beiden Schwersten kratzen bereits an der 1.000 Gramm-Marke. Der Mutter Eboli merkt man an, dass es ihr zweiter Wurf ist. Sie nimmt das Ganze deutlich gelassener als beim ersten und seilte sich in den letzten Tagen der ersten Woche schon ein paar Mal ab, um am üblichen Familienleben teilzunehmen. Das war beim ersten Wurf völlig undenkbar, aber sie versorgt den Nachwuchs trotzdem vorbildlich und beobachtet immer aufmerksam, aber gelassen, was wir mit ihm anstellen.

 

Dass die Welpen nicht in der Mitte der Wurfkisten, direkt unter der Rotlichtlampe liegen, zeigt, dass es warm genug ist. Und dass sie meist zu zweit oder dritt liegen, ist dem Wunsch nach Körperkontakt geschuldet. Das behalten sie auch ausgewachsen bei und wenn man da mitmacht, werden sie zu regelrechten "Kampfschmusern", was gelegentlich auch lästig werden kann - aber irgendwie immer das Herz wärmt.

 

 

15. März 2018

 

Heute morgen haben wir die Gelegenheit genutzt, als Eboli ihren Nachwuchs verlassen hatte, um im Garten ihre Geschäfte zu erledigen und sich mit Arubi über die Nachwuchsprobleme zu unterhalten. Wir haben die Welpen fotografiert und wie man sieht, sind sie alle wohl-genährt und zufrieden. Die beiden Schwersten wiegen 780 gr und haben damit ihr Geburtsgewicht innerhalb von sechs Tagen fast ver-doppelt. Aber auch die anderen sind ganz dicht dran.

 

Am Abend sind wir mit Eboli in die Tierklinik nach Mühlhausen / Thr. gefahren, weil wir der Meinung waren, dass sie zu starke Nachblu-tungen hat. So eine, diesmal auch recht anstrengende Geburt für die Mutter, ist ja nicht erledigt, wenn der letzte Welpe da ist. Der Orga-nismus braucht seine Zeit, um sich zu erholen, und schon deshalb ist es immer wieder bewundernswert, wie souverän die Hundemütter die Arbeit mit dem Nachwuchs bewältigen.

 

Die untersuchende Tierärztin konnte uns aber schnell beruhigen: Fieber messen und Temperatur im normalen Bereich - Ultraschall auch ohne Befund. Schon erstaunlich, was die Spezialisten in dem grauen Geflimmere alles erkennen. Was uns auch immer wieder berührt, ist die Gelassenheit, mit der unsere Hunde derartige Prozeduren über sich ergehen lassen. Die Chefin und der Chef sind ja dabei und kraulen einen ein wenig am Ohr, was soll da schon passieren. Es ist einfach schön, dieses Vertrauen zu sehen.

 

Das neu gegründete Tartufo-Sextett hat die rund drei Stunden ohne Mutter übrigens klaglos überstanden, sich dann allerdings gleich auf die Milchbar gestürzt. Morgen müssen wir die Namen der Bandmitglieder festlegen, denn am Samstag kommt die Zuchtwartin des VDH zur ersten Wurfabnahme und da muss alles komplett sein.

 

12. März 2018

 

Gestern war für uns kein guter Tag - eine der kleinen, weiß-braun gefleckten Hündinnen ist gestorben. Ihr Weg durch den Geburtskanal bei schon offener Fruchtblase hatte recht lange gedauert und dabei ist Fruchtwasser in die Lunge gelangt. Das geschieht während eines Wurfes hin und wieder und man muss dann versuchen, das Wasser durch kopfüber halten und absaugen wieder aus der Lunge zu bekommen. Das ist uns dieses Mal wohl nicht vollständig gelungen, obwohl es zunächst so aussah. Sie war genau so krekel und hat genau so fleißig getrunken wie ihre Geschwister. Aber am Montagmorgen lag sie tot in der Wurfkiste. Das hat uns sehr getroffen und wir fühlen uns ein wenig schuldig. 

 

Ein kleiner Trost ist, dass ihre sechs Geschwister putzmunter sind, sich oft und ausgiebig an Mutters Milchbar bedienen und jeder bisher pro Tag rund 50 gr zugenommen hat. Auch Eboli hat einen gesunden Appetit und sich offenbar vollständig von den Geburtsstrapazen erholt.

 

 

 

10. März 2018

 

Es ist geschafft - unser K-Wurf ist da!

 

Schon am Donnerstag war Eboli unglaublich unruhig, lief ständig hin und her auf der Suche nach irgendwelchen Höhlen, machte auch in der neuen Wurfkiste eine Liegeprobe. Am Freitag wurde es noch schlimmer, nur dass sie jetzt zwischendurch immer wieder für längere Zeit saß und stark hechelte. Den ersten Welpen hat Eboli dann um 18:45  Uhr unter Lilos Schreibtisch auf ein Hundekissen gelegt. Anschließend ließ sie sich aber überreden, das große Werk in der Wurfkiste fortzusetzen. Aber dabei gönnte sie sich zwischendurch immer wieder recht lange Pausen, so dass wir den letzten Welpen um 02:35 Uhr der total erschöpften Mutter an die "Brust" legen konnten. Vielleicht trügt die Erinnerung, aber Ebolis erster, unser I-Wurf, kam uns viel leichter und flotter vor.

 

Sie hatte zuletzt aber auch ein irres Gewicht zu schleppen - 22 Kilo zeigte die Waage gestern morgen, also eine Zunahme von rund 50 % ihres Normalgewichtes! Aus der Erfahrung ist davon auszugehen, dass man vor der Geburt etwa das doppelte Geburtsgewicht eines Welpen hat - gewissermaßen die Ware plus Verpackung, hier also der Welpe plus Fruchtblase, Fruchtwasser und Nachgeburt.

 

Bei unseren Lagotti sind 250 bis 300 gr schon ein sehr gutes Geburtsgewicht, häufig ist es aber bis zu deutlich weniger, eher selten viel mehr. Wir hätten also mit locker zwölf Welpen rechnen können - haben wir natürlich nicht, aber acht oder neun, die hatten wir schon erwartet. Das gab es bei Ebolis Mutter Aletta und Großmutter Dulcinea schließlich regelmäßig - und das stets ohne Hormonbehandlung!

 

Unsere diesmaligen sieben Zwerge waren aber gar nicht so zwergenhaft - die leichtesten drei hatten 310, 330 und 340 gr, die vier "dickeren" 370, 380, 400 und 410 gr, also ein Gesamtgewicht von 2,540 Kilo - plus "Verpackung" also rund 5 kg und damit rund 20 kg Gesamtgewicht Mutter und Nachwuchs. Die gestern morgen zusätzlich gemessenen 2 kg waren dann wohl das Ergebnis zu guten Futters.

 

Ach ja, das Wichtigste hätten wir beinahe vergessen - es sind vier Rüden, drei komplett braun und einer gefleckt, dazu drei Hündinnen, eine komplett braun und zwei gefleckt. Wobei die gefleckten Welpen sich vermutlich zu Braunschimmeln entwickeln werden.

 

 

 

04. März 2018

 

Dieser dicke Bauch ist fast nur noch in Rückenlage zu (er-)tragen - und dann am besten neben Frauchen auf dem Sofa - mit gaaaanz viel Zuwendung!

 

Am Mittwoch ist der 59. Tag von Ebolis Trächtigkeit und da könnte es auch schon los gehen. Von uns aus spricht nichts dagegen, denn die neue Wurbox ist fertig und wartet auf ihren ersten Einsatz. Die alte hatte immerhin zehn Würfe durchgestanden, es war ihr auch an-zusehen und deshalb ist sie bereits den Weg alles Irdischen gegangen. Und wir sind so was von gespannt . . .

 

01. März 2018

 

 

Ganz so schlimm ist es bei uns nicht -  aber morgens bei max. 11 Grad minus gibt ´s nicht nur kalte Füße, wenigsten haben wir fast keinen Schnee. Darüber kann unsere Eboli froh sein, denn wenn genug liegen würde, bekäme sie noch Probleme mit ihrem dicken Bauch.

Unsere werdende Mutter hat schwer zu schleppen an dieser Last - die ist aber auch heftig und kommt uns schwerer vor als bei ihrem ersten Wurf. Eboli hat aber auch einen Gang zurück geschaltet, bewegt sich nur noch ganz gemütlich, die Kellertreppe macht ihr sichtlich zu schaffen und wenn sie auf den Schoß will, müssen wir ihr helfen. Sie trägt es mit Leidensmiene und gibt uns deutlich zu verstehen, dass sie Unterstützung und vieeeel Mitgefühl braucht. - Was sie natürlich auch bekommt! Bei den reichlichen Streichelein-heiten spürt man ganz deutlich das Leben in ihrem Bauch, manchmal richtig in Serie. Der Nachwuchs scheint also wohl auf und auch der werdenden Mutter geht es gut - von den "Umständen" mal abgesehen.

 

Von heute an sind es sieben, vielleicht noch acht oder zehn Tage, also ist das Wochenende vom 10./11. praktisch ausgebucht. Wir sind sehr gespannt und können es kaum noch erwarten.

 

 

23. Februar 2018

 

 

 

Diese Meldung hätte schon vor einer Woche erscheinen müssen: Ebolis Besuch bei Cassanova war von Erfolg gekrönt. Es ist jetzt wirklich nicht mehr zu übersehen, dass Nachwuchs unterwegs ist, am Ende der fünften "Schwangerschafts"-Woche hatte sie schon fünf Kilo zugelegt und da ist noch einiges zu erwarten! So um den 8. bis 10. März herum wird der Nachwuchs das Licht der Welt erblicken und wir sind schon jetzt unglaublich gespannt - ob es wieder sieben Welpen werden oder gar mehr - bei diesem dicken Bauch! Oder auch, ob sie genau so werden wie die Welpen aus Ebolis erstem Wurf, ihre Tochter Ilva haben wir ja als großartiges Beispiel täglich vor Augen.

 

Gespannt sind wir auch, wie sich das Verhältnis zwischen den Beiden entwickelt, wenn Ilvas "Geschwister" da sind. Bis jetzt haben Mutter und Tochter nämlich ein sehr herzliches Verhältnis zueinander, wie wir es bisher noch nie erlebten, wenn wir einen Welpen behielten. Wo eine von den Beiden ist, ist die andere nicht weit und Eboli umsorgt ihre inzwischen einjährige Tochter immer noch, leckt ihr regelmäßig Ohren und Augen sauber und auch sonst interagieren sie sehr viel miteinander. Ebolis Mutter Aletta war da ganz anders - nachdem der Nachwuchs "abgestillt" war, hat sie sich nicht mehr für die Tochter interessiert, höchstens wenn es einen Grund gab, sie zusammen zu falten.

 

Bild unten: Eboli links, Ilva rechts

 

 

12. Februar 2018

 

Aus den Familien unseres J-Wurfes hat sich eine sehr rege WhatsApp-Gruppe gebildet, die fleissig miteinander kommuniziert.  Daraus ist nun eine Idee entstanden, die wir richtig gut finden - nämlich ein gemeinsames Wochenende für die J-Welpen, die dann auch ihren Anhang mitbringen dürfen.

 

Ein passender Ort wurde auch schon gefunden, nämlich kurz unterhalb der Edertalsperre, direkt am Affolderner See bei Hemfurt. Auch einen passenden Termin haben wir bereits - das Wochenende vom 22.06. zum 24.06.2018.

 

Der "Edertaler-Hof" ist geradezu ideal für ein Treffen von Hundefreunden - großzügige Platzverhältnisse und Zimmer, pro Zimmer bis zwei Hunde kostenfrei, Gemeinschaftsraum mit Grillmöglichkeit, eingezäunte Hunde-Spielwiese, direkter Zugang zum Affolderner See. Außer-dem gibt es günstige Stellmöglichkeiten für Wohnmobil und Wohnwagen.

 

Einen kleinen Haken gibt es allerdings bei dieser Sache. Die günstigen Preise gibt es für Gruppen ab 20 Personen (Erwachsene). Da kämen bei den sieben J-Welpen aber nur vierzehn zusammen. Zwei "Elternpaare" können außerdem auch nur für einen Tag kommen. Da haben wir uns gedacht, dass ist doch mal eine Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen, dass auf unsere HP zu setzen und auch die "Eltern" früherer "Folletti di Tartufo-Welpen" zu einem sicher unterhaltsamen und fröhlichen Wochenende zu animieren. Insgesamt stehen wohl achtzehn Doppelzimmer zur Verfügung, also ist nach oben reichlich Luft.

 

Wir würden uns riesig freuen, wenn der eine oder andere unserer Trüffelkobolde, sich entschließen würde, sein Personal an die Hand zu nehmen und dieses Wochenende mit uns zu verbringen. Auch landschaftlich lohnt sich das sicher - die Gegend um den Edersee ist einfach schön, der Edersee schlicht eine Perle und gleich um die Ecke, Schloss und Stadt Waldeck allemal eine Besichtigung wert und der Kellerwald ein uriges Wandergebiet. Man kann da durchaus mehr Tage als nur ein Wochenende verbringen.

 

Wer Interesse hat, melde sich bitte unter Tel.: 0152 52587745 bei Andrea König, die alles organisiert - oder eben auch bei uns, wir geben das dann weiter. Schön wäre es möglichst zeitnah, damit wir wissen wieviele Lagotto-Fans kommen werden und Andrea bald fest buchen kann. - Wie unten zu sehen ist, könnt Ihr euch über www.edertaler-hof.de ein wenig genauer informieren.

Wie schön, dass es keine Vereinsmeierei und schon gar keinen VDH braucht, um mit und an seinen Hunden viel Freude und Freunde zu haben. So macht uns unsere kleine Zucht immer noch richtig Spaß - zu sehen, wie aus ersten Bekanntschaften Freundschaften werden, wie sich, nun immerhin schon im achten Jahr, aus kleinen, knuddeligen Welpen liebenswerte, fröhliche Familienmitglieder und Kinder-Spielkameraden entwickeln, wie dadurch auch unter bis dahin einander wildfremden Menschen Beziehungen entstehen und am Abend, vielleicht sogar am Lagerfeuer, Hundegeschichten auszutauschen. Was bedeuten da schon schräge Ego-Trips von alternden Vereins-funktionären und deren Beziehungs-Kungeleien mit selbsternannten, machtgeilen Verbands-Oligarchen? - Einfach abhaken, gar nicht mehr ernst nehmen!

 

 

04. Februar 2018

 

Am vergangenen Mittwoch wurden die Schäden beseitigt, die Friederike hinterlassen hatte. Schade eigentlich um den schönen Baum, und ziemlich kahl jetzt diese Ecke. Aber wir sind schon dabei, wieder aufzuforsten. Unsere Hunde finden den Zustand allerdings ganz gut, können sie doch jetzt die Nachbarschaft kontrollieren, ohne sich vorher durchs Unterholz schlagen zu müssen. Der Chef sieht das mit gemischten Gefühlen, muss er doch jetzt jede Menge Holz hacken. Er stellt sich dabei halt den einen oder anderen Intimfeind vor, dann geht es flott von der Hand - und in zwei Jahren wandert ´s in den Kachelofen.

So ein Windbruch ist ja - Gott sei Dank - nur ein recht kleines Übel. Wie wir inzwischen wissen, kann da alleine schon die bloße  Mitglied-schaft in einem Hundeverein, das viel größere sein, ohne dass man da weder die Ursache ist, noch überhaupt einen Einfluss darauf hat. Gut, dass man die Hunde als Trost hat, die sehen selbst die engsten Beziehungen rein selbstlos und völlig unparteiisch. Sie schaffen uns durch ihre Beziehungsfähigkeit neue und liebe Freunde - und wenn man sich ein bisschen darauf konzentriert, macht das auch die mieseste Geschaftelhuberei im deutschen Vereinsunwesen allerhöchstens zweitrangig. - Deshalb zeigen wir unten einige Fotos aus diesem Freundeskreis, die uns immer wieder viel Freude bereiten und uns darin bestärken, diese Liebhaberei trotz der damit verbun-denen Vereinsmeierei weiter zu pflegen. - Die ersten vier, uns zugeschickten Bilder wurden von einer professionellen Fotografin gemacht.

 

 

20. Januar 2018

Wenn uns Friederike nicht heimgesucht hätte, gabe es kaum etwas zu berichten. Diese stürmische Dame hat doch glatt den größten Baum auf unserem Grundstück flach gelegt - Gott sei Dank ohne größeren Schaden anzurichten. Irgendwann in den nächsten Tagen wird er auf Ofenlänge geschnitten und in zwei, drei Jahren landet er dann im Kachelofen. Auch Internet und Telefon wurden im hiesigen Bereich ziemlich zerbröselt und wir waren für zwei Tage nahezu von der Außenwelt abgeschnitten.

 

Unsere Hunde fanden die stürmische Friederike ganz interessant, es war ja auch durchaus beeindruckend, was sich da im Garten auf einmal alles bewegte - so unsere Regentonne nebst Deckel und Sockel, die auf einmal ganz woanders herumlagen und dann eben dieser schräge Baum, das musste gründlich untersucht werden . . .

 

Ach ja, unser Nesthäkchen Ilva ist inzwischen zum ersten Mal läufig geworden - mit elf Monaten, wogegen ihre Wurfschwestern das alle schon lange hinter sich haben. Mutter Eboli hatte ihr vermutlich klar gemacht, dass auch unter Hunden nicht nach der Schönheit, sondern nach dem Alter geht.

 

 

09.Januar 2018

 

Das neue Jahr hat ganz vielversprechend angefangen - unsere Eboli wurde, wie von uns nicht anders erwartet, fahrplanmäßig läufig. So konnten wir unsere Absicht wahr machen, unseren I-Wurf, der wirklich richtig gut geraten ist zu wiederholen. Am gestrigen Montag luden wir also unsere Hunde ins Auto um Ebolis Bräutigam Cassanova zu besuchen. Als die Dame erkannte, wo sie gelandet war, schien sie zunächst nicht sonderlich begeistert, aber dann ging es doch ganz zügig zur Sache, man war sich ja nicht mehr fremd. So wie es aus-sieht können wir also gegen den 10. März mit Lagotto-Nachwuchs rechnen. - Dass der wieder richtig gut wird, davon sind wir überzeugt. Unklar ist hingegen, wo und wie dieser kommende Wurf offiziell registriert wird, denn derzeit laufen im "organisierten Hundewesen" Aktionen, die man selbst als gutmeinender, positiv eingestellter Mensch nicht unbedingt als lupenrein bezeichnen möchte.

 Cassanova Fantazja Gorska

 Folletti di Tartufo Eboli

 

Hier noch ein paar Weihnachtsgrüße von den I- und J-Würfen und nur für eine Weile noch unkommentiert Bilder aus dem vergangenen Jahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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