Neues

aus dem Zwinger "Folletti di tartufo" - Züchter im 1. LRCD - VDH - FCI

 

 

12. Dezember 2017

 

Es ist ja nicht so, dass wir noch keinen Winter gehabt hätten, wie wir mit diesen Bildern beweisen können. Allerdings sind die bereits vom ersten Dezember-Wochenende, da blieb der Schnee immerhin noch bis Montag liegen. Der zweite Winterversuch am letzten Wochen-ende war ja so schnell vorbei, dass wir noch nicht einmal zum Fotografieren gekommen sind.

Unsere Hunde sehen das ähnlich skeptisch wie wir - das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes, zu wenig, zu nass, zu grau, zu ungemütlich, lohnt eigentlich überhaupt nicht. Dann eben mal nur kurz rumgerannt, das nötige Geschäft erledigt und gleich wieder rein.

Die warme Stube und das weiche Sofa sind eben doch gemütlicher.

Da scheint es in anderen Gegenden, zum Beispiel im Taunus oder im Spessart, gelegentlich doch erheblich winterlicher zu sein, wie die unteren Bilder zeigen. Jupiter (Das ist übrigens kölnischer Dialekt und heißt auf Hochdeutsch Josef-Peter) und Juno haben sich dann auch zu richtigen Schnee-Freaks entwickelt, wobei Janus immer noch etwas skeptisch aus der Wäsche guckt. Sogar im hohen Norden bei Ennio und am Niederrhein bei Juna hat es richtig Schnee gegeben.

 

 

11. Dezember 2017

 

Am vergangenen Wochenende hatten wir das Vergnügen mit Ilva an der Rassehunde-Ausstellung in Kassel teilzunehmen - am Samstag an der "nationalen" und am Sonntag an der "Internationalen". Für uns ein Heimspiel, denn hin und zurück sind es 135 km, da kann man das Brimborium schon mal auf sich nehmen, um dem jungen Hund auch mal den Ernst des Lebens zu zeigen. Denn wir wollen mit Ilva - die bis jetzt gut geraten und ohne Fehler ist (notwendige Untersuchungen wie z.B. auf HD und Katarakt stehen altersgemäß natürlich noch aus) - noch einige unserer liebenswerten Lagotti züchten.

Mit ihren gerade neun Monaten wird das Mädel noch in der Jugendklasse (von 9 - 15 Monate) "gerichtet" und das ist für die weitere Planung eigentlich nicht von besonderem Wert. Denn für die "offizielle" Zuchtzulassung sind erst Bewertungen in der sog. Zwischen-klasse und sog. Offenen Klasse von ausschlaggebender Bedeutung, aber wir wollten einfach mal testen, wie Ilva diesen doch unge-wohnten Stress verarbeitet und wie sie im Vergleich zu den anderen Lagotti wirkt.

Ilva nahm die Sache recht gelassen, hat sich tapfer geschlagen und wir sind sehr zufrieden mit ihr. In der Konkurrenz mit vier anderen "jugendlichen" Hündinnen hat sie noch das "Vorzüglich" bekommen. (In solchen Wettbewerben werden die "Sieger" von 1 - 4 platziert) Ilva war die Jüngste und gerade in diesem Alter spielt ein Unterschied von ein bis drei Monaten in der Entwicklung schon eine Rolle. 

Auch am Sonntag, zur "Internationalen" hat sich unsere Jüngste gut geschlagen. Unter den gleichen Mitbewerberinnen und bei durchaus vergleichbarer Wertung hat sie da aber "nur" ein "Sehr gut" bekommen. Das liegt an den individuellen Ansichten und Vorlieben der ein-zelnen Richter. Der VDH-Rassestandard stellt in der Praxis halt nur einen groben Richtwert dar und die Bewertung des Verhaltens der Hunde während der "Vorführung" liegt einzig und allein im Ermessen des Richters. Da kommen bei ein und demselben Hund schon mal extreme Unterschiede heraus - was hier aber wirklich in Ordnung war.

Da haben wir mit Ilvas Großmutter Aletta schon ganz anderes erlebt - am 1. Tag "Vorzüglich 1 mit allen Anwartschaften und Landes-siegerin" und am 2. Tag bei einem anderen Richter gerademal ein "Gut". Es kommt hin und wieder doch darauf an, wie der Richter letzte Nacht geschlafen hat und ob er den Rassestandard wenigstens ansatzweise kennt, oder wer Richter und wer Aussteller ist. Bei der Richterin vom Sonntag sind unsere Hunde bisher noch nie über ein "Sehr gut" hinaus gekommen. - Diese letzten Zeilen nur als Hinweis für Besitzer unserer Welpen, die eventuell ihren Hund mal für eine Ausstellung melden wollen. Dazu auch nach den Bildern die Texte der beiden Beurteilungen.

Bewertung vom Samstag: "Gut aufgebaute, neun Monate alte, bestens entwickelte Hündin, femininer Ausdruck, kräftiger Fang und markierter Stopp, sehr gut entwickelte Brusttiefe, kompakter Körper, fröhliche Bewegung, gerade im Kommen und Gehen, Rückenlinie zur Zeit noch nicht ganz fest, gepflegtes, typisches Haarkleid."

Bewertung vom Sonntag: "Neun Monate, korrekt aufgebaut, mit gutem Kopf, dunkle Augen, passende Halslänge, gerade Ohren, gut gewinkelte und gut geführte Hinterhand, Vorderhand wird in Bewegung etwas bodeneng geführt, dem Alter entsprechende ausreichende Brustkorbwölbung und Tiefe, in der Elle noch nicht ganz geschlossene flüssige Bewegung, sicheres freundliches Verhalten im Ring."

(Die fachlichen Abkürzungen und die nicht ganz ausgeschreibenen Worte haben wir des besseren Verständnisses wegen ausgeschrie-ben, wie wir auch die Rechtschreibung korrigiert haben.)

 

Was sich Ilva wohl bei der ganzen Sache gedacht hat - ich versuche, es einmal in Worte zu fassen: Eigentlich sind die Beiden (Frauchen und Herrchen) ja ganz in Ordnung. Altersgemäß eher ruhig. Wir haben sie den ganzenTag über zur Verfügung, wenn wir denn was von ihnen wollen. Aber sie lassen uns auch in Ruhe, lassen uns Zeit zum Nachdenken und einfach nur Faulenzen - wir gehören schließlich allesamt nicht mehr zur Leistungsgesellschaft.

Aber manchmal drehen sie doch am Rad. So war der Chef - er glaubt wenigstens, dass er das ist - jetzt fünf Wochen lang teilstationär in BSA zur Kur. Keine Ahnung was das für die Menschen bedeutet, aber für uns war das die krasse Abkehr von der gewohnten Ordnung, hätten wir gerne drauf verzichtet. Ganz früh morgens sind immer beide zusammen weg und die Chefin - sie isses wirklich - kam immer alleine zurück. Nachmittags fuhr sie wieder weg, aber kam dann wieder mit dem Chef zurück. Völlig unerklärlich! Kein geregeltes Mittag-essen, die Frauen wollen dann immer abnehmen. Spaziergänge? Träum´ weiter, bei dem Sch. . .wetter, na gut. Na, abends gab ´s vom Chef in dieser Zeit wenigstens immer ein Extra-Leckerli und ausreichend Kraulerei.

Anstatt nun die gewohnte Ordnung wieder einzuführen, haben sie mich Samstag und Sonntag ins Auto gepackt und zu diesen merkwür-digen Veranstaltungen gekarrt. Mutter Eboli und Tante Arubi durften schön zuhause bleiben, ein Nachbarsmädchen hat sich um sie gekümmert - wäre mir auch lieber gewesen. Statt dessen musste ich in diese blöde Halle - wissen die Menschen denn immer noch nicht, dass wir Hunde so viel besser hören und riechen können? Eine Zumutung das Ganze, und dann diese Enge - und diese aufdringlichen Hundekerle, die einem ständig am Hinterteil rumschnuppern - ekelhaft!

Dieser Ring, wieso überhaupt Ring, der ist doch eindeutig eckig! Mit vier anderen Hundemädchen, die man nicht kennt. Aber gut, mit denen kann man sich bei der ewigen Warterei wenigstens über das merkwürdige Verhalten unserer Menschen austauschen. Nur gut, dass der Chef wenigstens die Ruhe selber war und man ihm anmerken konnte, dass er auch kein Fan solcher Veranstaltungen ist. Bei ihm fühle ich mich immer ganz gut aufgehoben. Die Chefin war ziemlich nervös, zupfte und rückte standig an mir herum. Als ob ich nicht von alleine weiß, wie man bequem steht. Na, wenigstens gab ´s erstaunlich oft Leckerchen. Dann mussten wir alle im Kreis laufen, nochmal und nochmal und nochmal. - Spaziergangersatz? Dann diese anscheinende wichtige Frau - wo die mir überall hingeguckt und rumgegrabscht hat. Ich schau der doch auch nicht in den Fang! - Dann nochmal laufen, alleine, im Kreis, von der Frau weg, wieder zu ihr hin. Dann nochmal alle Fünf zusammen, dann sortieren, in Reihe aufstellen - diese Ebony, hieß sie, glaube ich, immer als Erste und ich als Letzte. - Bin ich zuhause unter uns Hunden sowieso. - Also nix Neues. Hände schütteln bei den Menschen und wieder raus aus dem rechteckigen Ring.

Das war ´s an beiden Tagen, ungefähr zwanzig Minuten Aufregung für die Menschen, Stress und gleichzeitig Langeweile für uns Hunde. Dafür um 06.00 Uhr morgens aufstehen, über ´ne Stunde Fahrt, dreieinhalb Stunden warten. Am Ende alles wieder zusammenpacken und durch das Sch. . .wetter wieder zum Auto schleppen, halb Vier endlich wieder zuhause. Mitgekriegt habe ich, dass meine Geschäfts-leitung dafür 95 Euro bezahlt hat. Isses das alles wert, nur um festzustellen, dass ich von fünf schönen Hundemädchen das fünft-schönste bin. Ist mir doch sowieso egal, zuhause sind wir eh alle gleich schön! - Wie hatten ja noch Glück - kurze Anfahrt bei einiger-maßen passablen Wetter- und Verkehrsverhältnissen. Aber die vielen Anderen, zum Beispiel aus München, alleine schon die wenig-stens sechs Stunden Rückfahrt am Sonntag, bei heftigem Schneesturm - womit im Dezember natürlich überhaupt nicht zu rechnen ist! - Weiß der Geier, was die Menschen davon haben - wir Hunde empfinden das eher als störend - vorsichtig ausgedrückt . . .

 

Peter Bergmann

 

 

03. Dezember 2017

 

Die Welpen des J-Wurfes erobern allmählich ihre eigenen Welten:

Jupiter erlebte seinen ersten Schnee im Taunus, machte anschließend Yoga und wollte gleich wieder los auf die nächste Tour.

Janus sieht dieses komische, weiße Zeug, das da über Nacht sein Revier bedeckte, eher skeptisch und hält das wohl eher für unnötig. Er scheint lieber dekorativ auf einem farblich passenden Teppich zu liegen und muss sich sowieso wegen einem Schnupfen warm anziehen.

Jette dagegen sitzt demonstrativ vor ihrer Gitterbox. Drinnen gefällt es ihr nur wenn die Tür offen bleibt, bei Einschluss randaliert sie hemmungslos.

Juna hat sich offenbar zu einer Kissenfetischistin entwickelt - und Juno fühlt sich in ihrer Rolle als Nesthäkchen anscheinend gut aufgehoben.

Jordano ist von diesem Schnee einigermaßen begeistert, aber angenehmer ist auf jeden Fall so ein Rinderfell in der warmen Stube.

 

 

27. November 2017

 

Am vergangenen Samstag war es leider so weit - unser Janus wurde tatsächlich abgeholt - und dann mussten wir das Abschiedsfoto auch noch vor dem öden Garagentor machen, weil es in Strömen regnete - passte irgendwie zu unserer Stimmung. Na gut, wir sind schon fast darüber hinweg und wissen inzwischen auch, dass die erste Nacht und der erste Tag gut verlaufen sind. Wir sind auch ganz sicher, dass alle Beteiligten davon profitieren - die Familie, besonders die Kinder, von einem liebenswerten, fröhlichen Spielkameraden - und Janus, der jetzt jede Menge Zuwendung von vier Menschen bekommt und die nicht mit noch drei anderen Hunden teilen muss.

Hier reichen wir noch ein paar Fotos aus Jonas´ letzten Tagen bei uns nach - schön, dass man diese Möglichkeiten hat, Erinnerungen zu festigen. Das Leben dieses kleinen Wonneproppens - gut, so klein wird er nicht mehr lange bleiben - wird sicher ab jetzt etwas leichter für ihn werden, Verwöhnmomente jetzt aus vier Richtungen, keine strenge Hundemutter und noch viel strengere Hundetante mehr  - und auch die "Nichte" war auf Dauer doch recht anstrengend und hat immer für viel zu langen nächtlichen Schlaf gesorgt. Die beiden Kinder werden schon für Ausgleich sorgen, der Bub für die Raufereien und das kleine Mädchen für das Schmusen - leider aber wahrscheinlich auch die Eltern für die strengen Regeln.

Unsere Hunde bekommen jeden Abend, wegen tagsüber meistens guter Führung, ein Stück Trockenpansen - manchmal auch zwischendurch - und natürlich warten sie schon immer darauf. Da Janus während der letzten vierzehn Tage vollwertiges Familienmitglied war, hatte natürlich auch diesen Anspruch. Als noch recht kleiner Hund mit relativ mickrigen Milchzähnen bekam er immer ein möglichst weiches und kleines Stück. Trotzdem waren die drei Großen natürlich immer eher fertig als er, und zu unserem Erstaunen hat nie einer versucht, im die Beute  ernsthaft abzujagen. Ilva hätte ja gerne, aber der Kleine machte wahrhaftig auf dicke Hose, hat in regelmäßigen Abständen dumpf grollend geknurrt und sogar einmal nach ihr geschnappt. Alle Achtung!

 

Auch sonst waren die Beiden fast unzertrennlich. Bei den routinemäßigen freundschaftlichen Raufereien bewies Janus ebenfalls viel Rückrat und ging meist unermüdlich selbst zum Angriff über, obwohl er natürlich immer den Kürzeren zog. Bei dem miesen Wetter der letzten Tage saßen Arubi und Eboli immer gleich wieder an der Terrassentür, sobald sie ihre Geschäfte erledigt hatten. Die Jugend ließ sich vom Regen nicht beeindrucken, war auf Anhieb meist nicht zu sehen und musste immer mehrfach zum Erscheinen aufgefordert werden. Ilva als die Ältere sah sich offenbar verpflichtet, dem Zögling Janus alles zu zeigen, was man auf unserem Grundstück so anstellen kann - keine matschige Stelle auslassen, sich durch das dichteste Gestrüpp kämpfen, in die hinterste Ecke kriechen, Maulwurfshügel wieder einplanieren. So sahen sie dann auch immer aus und wirklich richtig weiß war Jonas in den letzten vierzehn Tagen relativ selten. 
 

 

 

19. November 2017

 

Unser Janus - wir wissen jetzt schon, wie es kommt. Alle unsere Welpen wachsen uns - im Laufe der gut acht Wochen, die sie bei uns sind - ans Herz, darüber muss man gar nicht diskutieren. Aber wenn sie dann in der neunten Woche von uns Abschied nehmen, stellt sich neben einer gewissen Wehmut doch eine gehörige Portion Erleichterung ein. Schließlich ist wieder einmal alles sehr gut gelaufen, die Welpen haben allesamt ein gutes neues Zuhause gefunden und die Arbeit wird deutlich weniger.

 

Aber fast immer bleibt einer der kleinen Kobolde aus unterschiedlichen Gründen länger bei uns - meistens eine oder zwei Wochen, selten länger. Dann ist er natürlich vollständig in unsere Menschen-Hunde-Familie integriert - eine Umstellung, die Eboli allerdings sehr schwer fällt, wenn es nicht ihr eigener Welpe ist. Uns Menschen fällt der endgültige Abschied dann immer sehr schwer, da gibt es schon mal feuchte Augen und diesen gewissen Kloß im Hals.

 

Und jetzt erst bei Janus, diesem lieben Kerl, mit seinem ausgeglichenen, ruhigen Wesen, der uns schon bald auffiel, weil er so ganz anders war, als seine Geschwister. Ruhiger, zurückhaltender hat er uns immer nur angeschaut und abgewartet, bis wir ihn hoch genommen haben und die körperliche Nähe dann einfach nur ganz ruhig genossen. Daran hat sich bis heute nichts geändert - er geniest die körperliche Nähe, schaut uns einfach nur an - in diesem hübschen Gesicht diese dunklen Knopfaugen, die ihre endgültige Farbe noch nicht haben. Richtig weich kann man da werden!

 

Janus hört schon recht gut, obwohl wir ihn nicht schulmeistern, bleibt recht gelassen auch schon über Nacht alleine in seiner Box. Allerdings steht die in dem kleinen Innenauslauf und bleibt offen, so dass er raus kann wenn er denn will. Der Versuch, die Box zu ver-schließen, damit er nicht unbeobachtet Dummheiten machen kann, ging gründlich schief. Denn er hat derart randaliert und ließ sich überhaupt nicht beruhigen, so dass wir nach Stunden nachgaben und die Box wieder öffneten. Diese "Meise" haben/hatten merkwür-digerweise alle Welpen dieses Wurfes, was für uns selbst eine ganz neue Erfahrung ist und wir noch nicht wissen, wie man am besten damit umgeht.

 

So richtig stubenrein ist Janus  auch noch nicht, aber das liegt an uns, weil wir nicht genug aufpassen. In Ilva hat er eine, inzwischen sehr verständnisvolle Spielgefährtin gefunden, die dafür sorgt, dass er abends ausreichend müde ist - und die ihn darüber hinweg tröstet, dass Mutter Arubi nichts mehr von ihm wissen will und die doofe Tante Eboli schon ganz und gar nicht.

 

Am kommenden Samstag ist es leider so weit . . .

Hier noch ein paar Fotos aus den neuen Familien. Im Großen und Ganzen scheint man nach der ersten gemeinsamen Woche miteinander ziemlich glücklich und zufrieden, ja sogar recht begeistert. Es hakt natürlich noch an den Feinheiten, die Stubenreinheit muss noch optimiert werden und wenn die Kobolde in die Box und dort bleiben sollen, scheinen sie allesamt nicht so recht begeistert.

Nur Mut, da müssen alle durch, und am Ende klappt es ganz bestimmt!

 

 

 

13. November 2017

 

Seit dem vergangenen Wochenende ist unser Haus wieder ziemlich leer und um Einiges ruhiger geworden. Am Freitagnachmittag wurde Jupiter abgeholt und ist in den Vordertaunus gezogen. Am Samstag war als Erste Juno dran und lebt jetzt südlich von Kassel bei Ella, einer Wurfschwester unserer Eboli. Dann wurde Juliano eingeladen und in die Vogelsberg-Region verfrachtet. Am Nachmittag verabschiedete sich Jolanda und kann jetzt in Möchen-Gladbach die Borussia beobachten, die noch einen weiten Weg bis zu ihrer einstigen Größe hat. Am Sonntagmorgen fanden es die drei "Übriggebliebenen" doch sichtbar seltsam, dass sie auf einmal so wenige waren. Dann verabschiedete sich auch noch Jordano von uns und lebt jetzt im südlichen Thüringer Wald. Am Nachmittag zog als vorerst Letzte die ziemlich freche Julietta zur Porta Westfalica. Und nun war Janus auf einmal ganz alleine, ganz ohne Unterhaltung und Ablenkung durch die Geschwister.

 

Wie immer ist das für uns eine etwas zwiespältige Zeit - einerseits die Erleichterung, dass wieder deutlich mehr Ruhe einkehrt und die Arbeit weniger wird. Andererseits klingt auch immer etwas Wehmut mit, denn die sieben Zwerge waren ja neun Wochen lang ein Teil unseres Lebens. Von der Minute ihrer Geburt an haben wir uns über ihre problemlose Entwicklung und ihre kraftstrotzende Gesundheit gefreut, aber auch - wir müssen es gestehen - hin und wider unter ihrer unkaputtbaren Energie leicht gelitten. Trotzdem ist uns der Abschied recht leicht gefallen, denn auch dieses Mal sind wir ganz sicher, dass "unsere Jüngsten", egal wo sie jetzt auch sind, das große Los gezogen haben.

 

Außerdem haben wir als Trost noch für vierzehn Tage den so ausgeglichenen, ruhigen Janus bei uns, der ein ganz lieber Kerl ist und von dem wir uns auch vorstellen könnten, ihn ganz zu behalten. Das kleine Kerlchen tut uns allerdings ein wenig leid, denn in seiner neuen Familie hätte er sicher eine angenehmere Zeit als jetzt bei uns. Unter unseren Hunden ist er nun der Letzte, der Kleinste und muss sich gegen die drei älteren durchsetzen - was nicht besonders einfach, ja eher erfolglos ist. Die eigene Mutter will so gut wie nichts mehr von ihm wissen, ist der Meinung, er könne sich jetzt selbst versorgen. Noch schlimmer ist diese grantige "Tante" Eboli, die sich nicht zu schade ist, auch mal richtig böse zu werden und den Kleinen zu beuteln. Da ist die "Cousine" Ilva doch ganz anders, fast immer gerne bereit, mit dem Jungspund herum zu albern, allerdings ist sie ein gutes halbes Jahr älter und begreift noch nicht, dass Janus ihrem Tatendrang noch lange nicht gewachsen ist. - Da müssen wir Menschen eben gelegentlich einschreiten und uns um Jonas´ Wohlbe-finden kümmern. Es doch mal etwas Neues, mit so einem kleinen Stoppen an der Leine ums Karree zu ziehen . . .

 

Inzwischen haben wir auch die ersten, teils bebilderten Rückmeldungen aus den neuen Familien. Im Prinzip scheint auch alles ganz gut zu klappen, bis auf die Prognosen, wo wir wieder mal daneben gelegen haben. So schläft natürlich der krawallige Rüde die ganze Nacht problemlos durch, vor dessen nicht endendem Protestgeschrei wir die neue Familie gewarnt haben. Und der sensible Ruhige, der immer so zurückhaltend war, schreit prompt und dauerhaft los, wenn er in die Box soll. - Da hilft nichts, da muss man einfach durch!

 

 

03. November 2017

 

 

 

 

02. November 2017

 

Heute durften die sieben Zwerge wieder einmal ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen - Beute machen üben, immer interessant, dass zu beobachten. Es geht ja darum, einen Knochen, die Beute, für sich alleine zu haben, also mit mindestens einem, wenn nicht gar zwei Gegner gleichzeitig, darum zu kämpfe. Meist hat der Sieger nur ganz kurz Zeit, alleine das Fleisch abzunagen und schon kommt der nächste "Fressfeind". Bei diesem Wurf zeigt sich (Wieder einmal?), dass die Mädels dabei deutlich mehr Ausdauer haben, als die Jungen. Die wenden sich zwischendurch schon mal mit bettelndem Blick an die Beobachter, uns Menschen, und möchten lieber auf den Arm genommen werden.

 

Vielleicht wollten sie aber auch einfach nur raus ins Grüne. Denn in den letzten beiden Tagen war das Wetter durchaus so, dass es dazu öfter und auch für länger die Möglichkeit gab. Daran kann man sich als junger Hund durchaus gewöhnen und findet das als unterneh-mungslustiger Junge vielleicht auch interessanter, als sich mit den doofen Schwestern um so einen öden Knochen zu balgen.

 

 

28. Oktober 2017

 

Heute war wieder so ein Tag, an dem man draußen nichts anfangen konnte, keinen Hund vor die Tür jagen sollte - und was macht man mit den Kleinen? Hilft nichts, immer wieder mal raus, für zehn, fünfzehn Minuten oder so, bis man ihnen anmerkt, das der kalte Wind das noch dünne Fell durchdringt. Wenigstens ist im alten Husky-Zwinger der Boden trocken, auch wenn es nur blödes Pflaster ist. Auf der Wiese wäre es schon schöner, da könnte man an Grashalmen knabbern, staunend vor einem verspäteten Grashüpfer stehen, an Mauselöchern schnuppern - und vielleicht schon mal versuchen, eines von diesen Viechern auszugraben, die man bisher nur gerochen hat . . .

 

Schön, dass die Geschäftsleitung an einen Ersatz denkt, für das fehlende Jagd- und Beuteglück, das man draußen hatte. So ein Fleischknochen ist schließlich auch nicht zu verachten - und vor allem kann er hier, im Spielzimmer, nicht weglaufen. Man kann sich an ihm warm arbeiten, den Kumpels gegenüber den dicken Max machen, klar stellen, dass man sowieso die dickeren Muckis hat - und ab und zu bleibt sogar noch was Verwertbares zwischen den spitzen Zähnchen hängen. - Der Eine oder Andere gibt aber doch auf - keine Chance oder einfach nur müde - schaut nach oben, will vielleicht nur auf den Arm genommen werden . . .

 

 

 

26. Oktober 2017

" Werbung "

 

Ja, wir wollen hier an dieser Stelle wirklich einmal Werbung machen –

und zwar für die Zeitschrift DOGS –

hier speziell für die Ausgabe September-Oktober 2017!

 

Nach unserer festen Überzeugung gehört diese „Hunde-Zeitschrift“,

die zweimonatlich erscheint und pro Ausgabe 5,90 € kostet,

zum Besten, was zum Thema Hunde in unserem Sprachraum gedruckt wird – wenn es nicht sogar das Beste ist!

 

Regelmäßig interessante Artikel, informativ und aufschlussreich,

die selbst für alte Knaben mit 60 Jahren Hundeerfahrung immer wieder Aha-Momente bieten.

Dazu viele wirklich gute, teilweise anrührende Fotos, Zeichnungen, Gemälde.

Und immer wieder lesenswert, heitere oder nachdenklich machende Kolumnen.

 

Speziell in der aktuellen Ausgabe liest man z.B. Abhandlungen

über den Geruchssinn, die „olfaktorischen Ausnahmetalente unserer Hunde“ - 

die Gesundheit, „das A bis Z der Symptome, weil der kranke Hund

nicht sagen kann, wo es weh tut“ –

viele weitere, hoch interessante Artikel über

Forschung, Training, Reisen usw. –

Bis hin zu den immer lesenswerten Kolumnen von Katharina von der Leyen.

 

Menschen, die ein unerschütterliches „Duz-Verhältnis“ zu ihrem Hund haben,sollten das unbedingt lesen.

Wir selbst haben die DOGS anfänglich sporadisch gekauft, seit einiger Zeit abonniert und warten immer auf die nächste Ausgabe. Gelegentlich veröffentlichten wir auch das Eine oder Andere auf unserer HP, das stillschweigende Einverständnis der DOGS-Redaktion einfach mal voraus gesetzt.

 

 

 

 

23. Oktober 2017

 

Es ist ja nicht so, dass wir nur noch über Arubi und ihren Nachwuchs zu berichten hätten - nein, wir haben im Rudel ja auch noch zwei so großartige Persönlichkeiten wie Eboli und Ilva (Iole).

 

Eboli - eine Tochter unserer Aletta und des Naturburschen Beppo delle Spirito del Bosco und die ihrer Mutter im Wesen und Aussehen immer ähnlicher wird - wurde anfangs dieses Monats drei Jahre alt, und ist inzwischen, sicher auch infolge ihres ersten Wurfes, eine selbstbewusste, aufgeschlossene Hündin geworden. Entgegen unserer, allerdings geringfügigen anfänglichen Bedenken, hat sie mit unserer fast doppelt so alten Arubi eine durch und durch harmonische Beziehung entwickelt. Was sicher hauptsächlich daran liegt, dass dieser großartige, unkomplizierte Hund ein ganz weites Herz hat.

 

Iole, die wir Ilva nennen, ist Ebolis Tochter aus der Verbindung mit Cassanova Fantazja Corska und jetzt fast acht Monate alt. Uns wundert immer noch etwas, dass aus der Verbindung zweier eher ruhiger Elten so eine hoch explosive Mischung enstanden ist. Schließlich firmierte dieser ebenso junge und noch nicht ganz fertige, wie außerordentlich selbstbewusste und lebhafte Hund bei uns über Monate hinweg unter dem Kampfnamen "Knallfrosch". Aber offensichtlich hat der geballte Einfluss aller Rudelmitglieder - auch von uns Menschen - dazu geführt, dass das Mädchen sich zu einem recht gut erzogenen und unglaublich verschmusten Teenager entwickelt hat.

 

Das ist sicher auch der Mutter Eboli zu verdanken, denn die beiden haben ein geradezu schwesterliches, ja irgendwie gleichberechtigtes Verhältnis zueinander entwickelt und agieren über den Tag hinweg stundenlang sehr harmonisch miteinander. Da hatte Eboli eine wesentlich schlechtere Jugend - ihre Mutter Aletta zog die Erziehung der Tochter knallhart und völlig kompromisslos durch. Sogar wenn wir Menschen einen Grund zum Tadel hatten, legte Aletta regelmäßig noch eine Schippe drauf, nach dem Motto: "Kannst Du denn nicht hören, wenn die Dir was sagen?!" - Auch bei Dulcinea und Arubi haben wir "Spielereien" mit dem Nachwuchs bestenfalls nur ansatzweise gesehen.

 

Und was bleibt vorerst? - Trotz der immer noch gegebenen Trauer über den Verlust von Anima, Dulcinea und vor allem Aletta innerhalb von nur drei Jahren, können wir uns - mit diesen drei liebenswerten, großartigen Familienmitgliedern - als glückliche Menschen bezeichnen. Besser konnten wir es nicht getroffen haben!

 

 

 

23. Oktober 2017

 

Es ist wirklich jammerschade, dass das Wetter seit ein paar Tagen so bescheiden ist. Kälte alleine - meistens so um die 10 Grad plus - ginge ja noch. Aber dazu immer dieser eklige, kalte Wind und die sich in kurzen Abständen jagenden, teils sehr kräftigen Regenschauer. So ist die Zeit des stundenlangen Aufenthaltes in der wärmenden Spätsommer-Sonne für unsere sieben Zwerge leider vorbei. Es reicht immer nur für rund ein Viertelstündchen in unserem alten, teilüberdachten Zwinger, bis man dem Nachwuchs deutlich anmerkt, dass die Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer schwindet.

 

So herrscht immer großerTrubel, wenn wir Menschen in der Kinderstube auftauchen - vermutlich in der leider viel zu oft vergeblichen Hoffnung, dass es jetzt wieder raus geht. Wobei, wie deutlich zu sehen ist, die Mädels immer am lautesten schreien, aber die wollen womöglich auch nur "in den Arm" genommen werden. Inzwischen haben wir auch den Eindruck, dass die Freude bei den Welpen größer ist, wenn wir auftauchen, als bei Mutter Arubi. Die hat sich nämlich uinzwischen von der Erziehung und Versorgung ihres Nachwuchses fas vollständig verabschiedet. Abe so soll es ja zukünftig in den neuen Familien auch sein - der Mensch als Mittelpunkt.

 

Auffällig ist auch, dass dieser Wurf im Ganzen relativ ruhig ist, wobei Janus überzeugend den ruhenden Pol gibt und Julietta den lebhaftesten Wirbelwind. Hier haben wohl die Gene von Vater Latticello, der wirklich sehr ruhig, freundlich und ausgeglichen ist, den größeren Anteil. Bei Arubis bisherigen zwei Würfen sah das anfänglich ganz anders aus. Aber wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass sich das unter den neuen Lebensumständen durchaus auch ins Gegenteil verkehren kann.

 

Doch egal wie, ob ruhig oder lebhaft, ob weiß oder braun oder irgend etwas dazwischen - wenn man sich mit diesen kleinen Hunden einzeln beschäftig, sind sie schlicht umwerfend, hinreißend, einfach zum knuddeln und von überwältigendem Charme - das verlieren sie auch nicht, und wenn sie noch so alt werden!

 

 

16. Oktober 2017

 

Hier ein paar Blicke ins Kinderzimmer von heute Vormittag. Anfangs schauten die Welpen, als wollten sie fragen, wann es endlich wieder raus geht. Den Gefallen haben wir ihnen wenig später getan. jetzt, wo die Fotos eingestellt werden, sind unsere sieben Zwerge längst wieder im "Grünen" - im frischen Gras, bei einer leichten, kaum wahrnehmbaren Brise, bei sagenhaften 25 Grad in der Sonne, mit der Möglichkeit, im Schatten eines Sonnenschirmes zu relaxen - bei sorgsamer Betreuung durch Mutter Arubi und das menschliche Personal - regelmäßige Mahlzeiten - und unter den wachsamen Augen von Tante Eboli und Cousine Ilva. - Das alles noch rund vier Stunden bis die Sonne hinter den Bäumen verschwindet - viel schöner kann so ein Tag doch kaum noch werden!

 

 

 

15. Oktober 2017

 

Heute hatten unsere Welpen wieder einen sehr aufregenden Tag. Nein, nicht weil wieder Besuch da war, das sind sie ja schon gewöhnt, der hielt sich auch in Grenzen und war durchaus locker zu ertragen. Heute waren die sieben Zwerge zum ersten Mal ganz draußen, was man auch schon gestern hätte machen können, aber da waren wir durch den Trüffelkurs schon ausgelastet.

 

Zum ersten Mal wirklich draussen, in der freien Natur, allerdings von einem leichten Gitter umgeben - wärmender Sonnen-schein auf den noch weichen, leichten Locken, ein sanfter, warmer Wind, grünes Gras, die noch etwas feuchte, kühle Erde, was zusammen sich so ganz anders anfühlt und viel besser riecht als der PVC-Boden und das Zeitungspapier im Welpenzimmer - die neuen Gerüche und Geräusche, dieses helle Licht! - Kein Wunder, dass die Kleinen erst etwas unsicher waren und vorsichtig tastend die neue Welt erkundigten. Da war es doch eine tröstende Hilfe, dass Menschen in unmittelbarer Nähe waren, die man schon kannte - und diese zwei viel kleineren Menschen, die einen durch das Gitter hindurch streicheln konnten, ein wenig Trost und Halt gaben. - Ja und dann die Futterschüssel, das kannte man doch schon gut, zum Nachtisch die Mutter mit ihrer Milchbar und am Ende noch diese zwei sonderbaren Dinger mit etwas Fleisch dran, die sich so herrlich abnagen und durch die Gegend zerren ließen. - Das war schon was, dieses Draußen, so toll aufregend und richtig anstrengend, dass man am Ende sogar müde wurde.

 

Als die Sonne so tief stand, dass die Schatten immer näher an das Gitter heran krochen, der leichte Wind etwas frischer wehte, holten wir die Welpen wieder in ihr Zimmer, in den Innenauslauf. Müde suchten sie sich ruhige Ecken und schliefen erstaunlich schnell ein.

 

Noch ein Hinweis: Die Einzelfotos und die aktuellen Gewichte gibt es erst morgen, das war uns gestern und heute  durch den Trüffelkurs leider nicht auch noch möglich.

 

 

 

12. Oktober 2017

 

Ständig grau und trübe, immer wieder kräftige Regenschauer, eine Luftfeuchtig-keit wie im Amazonasurwald - bei so einem Wetter jagt man keinen Hund vor die

Tür und schon gar keinen kleinen, vier Wochen alten lagotto-Welpen, der die  warme, kuschelige Wurfkiste und darüber die Rotlichtlampe gewöhnt ist.

 

Aber sie müssen sich jetzt, mit vier Wochen, schon etwas mehr bewegen, also haben wir am Montag den Innenauslauf aufgebaut. Das ist natürlich kein Ersatz für die Bewegung im Freien, aber es gibt ja die Hoffnung auf ein paar sonnige Tage - und dann geht ´s raus, zumindest stundenweise.

 

Aber auch dieser kleine Schritt in die doch sehr beschränkte Freiheit kostete die sieben Zwerge eine gewisse Überwindung und wenn sie dann draußen waren, tappsten sie anfänglich doch reichlich unschlüssig herum. Da war es schon eine große Hilfe, dass Mutter Arubi sich erbarmte und ihre Milchbar zur Verfügung stellte. Inzwischen hat sich der bunte Haufen aber an die neue Freiheit gewöhnt und beschwert sich lauthals, wenn er abends wieder in die Wurfkiste umquartiert wird, um die schon recht kühlen Nächten unter der wärmenden Lampe zu verbringen.

 

 

09. Oktober 2017

 

Das vergangene Wochenende war nicht nur für unsere Welpen, sondern auch für uns einigermaßen anstrengend. Die ersten, uns längst bekannten "Welpengucker" kamen bereits am Samstagmittag, um sich ihren Jupiter, den sie bereits aus der Ferne ausgesucht hatten, in Natura in Augenschein zu nehmen - und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nach einiger Fachsimpelei bei Kaffee und Kuchen verabschiedeten sie sich wieder in ihre südhessische Heimat und drückten dabei den nächsten Besuchern die Klinke in die Hand.

 

Diese Familie ist am westlichen Niederrhein zuhause und hat wegen der doch recht langen Anfahrt hier im Dorf in einem Privatquartier übernachtet. Natürlich kamen sie gleich zu uns und es gab ein erstes Kennenlern-Gespräch. Nach der verständlichen Aufregung beim Betrachten der Welpen und der schwierigen Entscheidung, welche der beiden noch zur Wahl stehenden Hündinnen - am Ende "siegte" Jolanda - genommen wird, wurde noch gefachsimpelt und fotografiert. Dann ging es in ein gemütliches Lokal, wo man sich bei hervorragendem Essen noch gut unterhalten hat. Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück schauten Eltern und Kinder noch einmal bei uns vorbei, um ein paar Details zu besprechen und vor allem, um das künftige neue Familienmitglied noch einmal zu sehen.

 

Beim Abschied um die Mittagszeit fand auch wieder ein fliegender Wechsel statt und auch diese Familie wandte sich mit Begeisterung dem Lagotto-Nachwuchs zu. Dieses Mal musste man sich nicht mit der Auswahl des neuen Familienmitgliedes abgeben, denn es war ja nur noch die Julietta "übrig". Nach unterhaltsamen Stunden, am Ende wieder bei Kaffee und Kuchen, kam dann der Aufbruch in Richtung Porta Westfalica, nahe dem eigenen Zuhause.

 

Wieder einmal machten wir an diesem Wochenende die Erfahrung, dass unsere kleine Lagotto-Zucht einen wunderbaren Nebeneffekt hat: Durch unsere Hunde lernen wir immer wieder unglaublich nette und interessante Menschen kennen, aus denen sich oft dauerhafte Beziehungen entwickeln und uns um neue Erfahrungen bereichern. Auch dieses Mal bedanken wir uns für die netten Stunden, das uns entgegen gebrachte Vertrauen und die mitgebrachten Aufmerksamkeiten.

 

Weil es sich schon immer bewährt hat, wird der Auslauf zum Teil mit Zeitungspapier ausgelegt. Das sieht zwar nicht so toll aus, ist aber sehr saugfähig und schnell ausgewechselt und die Welpen nehmen es an, wie schon in der Wurfkiste, um große und kleine Geschäfte darauf zu erledigen. Gerade fällt mir auf, dass mitten zwischen den Welpen ein Zeitungsfoto von diesem Erdogan, dem Bosporus-Adolf, zu sehen ist. Da würde doch wirklich passen, wenn der Lagotto-Nachwuchs da einen kleinen Haufen . . .

 

 

 

 

03. Oktober 2017

 

In den letzten beiden Tagen fielen uns zwei Umstände auf - die Welpen nahmen nicht mehr so rasant zu wie bisher und Mutter Arubi hatte so gut wie überhaupt keine Lust mehr, ihren Kindern "die Brust zu geben". Vermutlich stören sie bereits die schon spürbaren spitzen Zähnchen der Milchgebisse.

 

Also klar, was zu tun war, wir hatten uns bereits darauf eingestellt - Futternapf her und halbe-halbe mit durchgedrehtem Fleisch und gutem Welpenfutter gefüllt. Und einmal mehr erstaunte uns, wie schnell diese kleinen Hundchen begreifen, um was es geht, Fast ohne zu zögern über die jetzt niedrigere und leichter zu überwindende Trennwand und ran ans Futter, wenn auch gelegentlich gleich mit allen vier Pfoten. Obwohl Lilo das Festmahl nicht einmal mit Ziegenmilch, sondern nur mit lauwarmem Wasser zubereitet hatte, wurde es mit großer Begeisterung angenommen und bis auf einen nicht besonders üppigen Rest verzehrt.

 

Als Mutter Arubi auftauchte, um den Napf appellfähig zu reinigen, nutzten das einige Nimmersatte, um sich noch ein paar Schlucke aus der Milchbar zu genehmigen, wiährend die Ersten sich schon etwas mühevoll ins Schlafgemach zurück zogen. Und bald war durch den verdienten Verdauungsschlaf wieder Ruhe in der Kinderstube hergestellt.

 

30. September 2017

 

Was drei Wochen und zwei offene Augen bewirken - die sieben Zwerge sind jetzt tatsächlich schon richtige, wenn auch noch recht unbeholfene, kleine Hunde. Sie beschäftigen sich schon sehr intensiv miteinander, versuchen zu bellen, zu knurren und zu raufen. Wobei Letztes eigentlich nur darin besteht, sich gegenseitig umzuschubsen. Und zwischendurch fallen sie einfach mal um und schlafen, wobei das Gewühl ringsum überhaupt nicht stört - bis einer auf die Schlafmütze fällt - und dann wird so was von böse geknurrt.

 

Ansonsten gibt es nichts Neues - es wird immer noch viel getrunken, viel zugenommen - oder doch? - Ja, es wird weniger geschlafen und Mutter Arubi ist ihr Nachwuchs ein wenig zu anstrengend geworden. Sie schaut nur noch in die Kinderstube, wenn es da zu laut wird - und wenn der Nachwuchs Hunger hat, und selbst dann müssen wir sie ab und zu mit Nachdruck auf ihr Pflichten hinweisen.

 

Allmählich wird es auch zu eng in der "Wurfhöhle" und im Laufe der nächsten Woche werden wir wohl den Innenauslauf aufbauen.

 

 

 

28. September 2017

 

Es gibt nichts Besonderes zu berichten, den Welpen geht es gut und sie nehmen nach wie vor kräftig zu, interessieren sich mit gut zweieinhalb Wochen auch schon sehr für die Geschwister, versuchen, miteinander zu agieren. Aber die meiste Zeit des Tages ver-schlafen sie noch. Mutter Arubi ist deshalb der Meinung, sie könne ihren Nachwuchs nun durchaus für ziemlich lange Pausen alleine lassen und hält sich jetzt lieber bei den "Großen" auf.  

 

 

 

24. September 2017

 

Zwei Wochen ist der J-Wurf jetzt alt und man kann schon erkennen, dass es Hunde sind. Die Augen sind ihnen in den letzten Tagen auch "aufgegangen" und man merkt ihnen an, dass sie schon "Ziele" erkennen können. Denn wenn sie nicht gerade trinken oder schlafen, dann krabbeln sie zielstrebig aufeinander zu und suchen Kontakt. Einer hat heute sogar beim Träumen geknurrt, was wir ziemlich erstaunlich finden, denn was kann so ein winziges, vierzehn Tage altes Hundchen schon träumen, dass es dabei knurrt?

 

Nach wie vor sind die Nachwuchs-Lagotti samt ihrer Mutter bei guter Gesundheit und bestens in Form, so das wir schon an diesem Wochenende die ersten Besucher zum Schauen eingeladen haben. Auch dieses Mal wieder richtig sympathische Menschen, denen wir gerne einen unseren Welpen anvertrauen. Der Erfolg ist, dass Jordano und Juliano jetzt auch in festen Händen sind und schon mal vom neuen Zuhause träumen können. Das hat eigentlich schon vorher festgestanden, ebenso wie eigentlich bereits feststeht, wer den "Rest" kriegt, und das wird sich an den nächsten zwei Wochenenden, wenn die übrigen Interessenten kommen, wohl so bestätigen.

 

 

 

 

16. September 2017

 

Die erste Woche im Leben unseres J-Wurfes ist vorbei und alles sieht so richtig gut aus. Alle Welpen haben ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt, einige sogar erheblich. Kein Wunder - den Ganzen tag nix tun, nur saufen und schlafen, so wenig wie möglich bewegen, sich von der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes vorne und hinten bedienen lassen!

 

Im Ernst, es macht wieder einmal richtig Spaß zu sehen, wie gut es dem Nachwuchs geht und wie schnell er sich entwickelt. Und die Rollmöpse sind schon erstaunlich aktiv, beim Wiegen muss man wirklich aufpassen, dass sie einem nicht von der Waage kullern.

 

Auch Arubi ist richtig gut drauf, hat Milch ohne Ende - wir füttern sie ja auch viermal am Tag - und kümmert sich wirklich liebevoll um ihre sieben Zwerge. Nach anfänglichem Getue lässt sie uns jetzt auch ohne ständig zu meckern mit den Welpen hantieren, behält uns aber immer genau im Auge und machte heute schon mal einen Ausflug nach draußen zu ihren "Mithunden".

 

Die Einzelfotos der Welpen zeigen wir ab jetzt unter "Zucht: J-Wurf" - und dort gibt es auch die aktuellen Gewichte.

 

 

14. September 2017

 

Heute haben wir zum besseren Überblick die "laufenden Nummern" entfernt und die Namen der Welpen in die alten Bilder eingefügt. Die Nummer 8, die kleine Juli, ist nun nicht mehr dabei. Janus, die Nummer 7 ist jetzt an erster Stelle und Jupiter, der oberste Gott in der römischen Mythologie, ist bei den Rüden jetzt der Letzte. So schnell können Götter stürzen! Wogegen Juno, die Gattin des Jupiter, bei den Hündinnen gleich schon die Letzte war.

 

Am Wochenende gibt es die neuen Bilder von den Welpen - und, versprochen, die kleinen Hundchen sehen dann schon ein kleines bisschen wie Hunde aus und nicht mehr wie aus dem Wasser gezogene Meerschweinchen.

 

12. September 2o17

 

Wir müssen heute leider mit einer traurigen Nachricht beginnen.

 

Der Welpe Nummer 8 – die kleine weiße Hündin, die spät in der Nacht ohne unsere Mithilfe geboren wurde –  ist tot.

 

Sie war mit 280 gr, die leichteste der Welpen, aber das ist bei den Lagotti ein durchaus normales Geburtsgewicht. Auch sonst verhielt sie sich völlig normal und genau so wie ihre übrigen Wurfgeschwister. Beim Wiegen am Sonntagabend hatte sie allerdings nichts zuge-nommen. Da machten wir uns noch keine Sorgen, denn es kommt immer mal vor, dass ein Welpe etwas langsamer als die anderen ins Leben startet. Am Montagmorgen wurden wir aber doch aufmerksam, weil sie über Nacht über 20 gr abgenommen hatte. Wir legten sie über den Tag immer wieder an eine gut gefüllte Zitze Arubis an und es fiel uns dabei auf, dass die Kleine nach ein paar wenigen Zügen immer einschlief. Am Nachmittag stellten wir eine erhöhte Körpertemperatur fest, und dass sie jetzt doch ziemlich rasch abbaute.

 

Wir riefen in der Tierklinik an und verabredeten für heute morgen einen Termin – 09:00 Uhr in der Klinik. Schon früh am Morgen, beim Versorgen der Hunde, mussten wir aber betroffen feststellen, dass die Kleine tot in der Wurfkiste lag – ohne irgendwelche feststellbare Veränderung. Wir riefen in der Klinik an und uns wurde gesagt, dass sich der Welpe wahrscheinlich schon während der Geburt eine Infektion zugezogen habe. Das käme selbst bei allergrößter Fürsorge gelegentlich vor und ginge dann auch immer sehr schnell.

 

Natürlich machten wir uns Vorwürfe, dass wir in der Geburtsnacht nicht lange genug gewartet hatten und Arubi mit dem achten Welpen praktisch alleine ließen. Aber auch eine befreundete Züchterin bestätigte uns, dass das immer wieder mal geschehen könne. Auch in der Humanmedizin gibt es ja den plötzlichen Kindstod. Das tröstet uns allerdings nur wenig, haben wir doch dieses ebenso bescheidene wie großartige  Wunder des neuen Lebens in ganzer Größe in der Hand gehalten, den Herzschlag, den Atem gefühlt. – Lilo hat der Kleinen den Namen Juli gegeben, denn namenlos wollten wir sie nicht in unserem Garten begraben.

 

 

Dies ist die Brücke zum heutigen zweiten und deutlich angenehmeren Thema. Den anderen Welpen, den vier Rüden und drei Hündinnen geht es wirklich richtig gut, alle haben ihr Geburtsgewicht um nahezu die Hälfte erhöht, sie wirken agil und sind den ganzen Tag schwer beschäftigt – mit Trinken, Schlafen und Verdauen – für uns doch Trost und Beruhigung.

 

Heute hat der Nachwuchs auch seine Namen bekommen, was mit „J“ im Italienischen nicht allzu viele Möglichkeiten lässt. Den fort-laufenden Nummern entsprechend haben wir die Welpen wie folgt benannt und mit den nächsten Bildern gibt es die Namen auch auf den Fotos, dann aber in alphabetischer Reihenfolge.

 

1. JORDANO – 2. JULIETTA – 3. JOLANDA – 4. JULIANO – 5. JUPITER

– 6. JUNO – 7. JANUS

 

 

 

10. September 2017 - Es hat geklappt - unser J-Wurf ist da!

 

 

 

Arubi hat sich fast genau an ihren gewohnten Zeitplan gehalten - am 60. Tag der Tragzeit, punkt 16:00 Uhr hat sie uns den ersten Welpen in die Wurfkiste gelegt. Sie war nicht wesentlich unruhiger als in den Tagen zuvor, aber am Freitagabend hatte sie schon ihre Abendmahlzeit verweigert. Statt dessen hat sie Gras gefressen und sich mehrfach übergeben. Auch am Samstagmorgen keine Nahrungsaufnahme und wieder übergeben. Und dann hat sie sich wohl gedacht: "Ich fang´einfach mal an." Wir waren natürlich vorbereitet und es hat uns nicht überrascht.

 

Der zweite Welpe kam eine halbe Stunde später, der dritte ließ sich eine dreiviertel Stunde Zeit, der vierte über eine Stunde und zwischen dem fünften und sechsten vergingen sogar rund anderthalb Stunden. Da wird man doch ein wenig unruhig, weil sich dann der Gedanke anschleicht, es könnte irgend etwas nicht stimmen, aber das ist bei fast jedem Wurf so. Nach einer weiteren guten Stunde erschien dann um 21:13 Uhr der Welpe Nummer 7 und Arubi machte den Eindruck, als sei damit alles erledigt. Weil sie bei ihren beiden bisherigen Würfen bei Sieben ebenfalls Feierabend machte, haben wir ihr das auch geglaubt. Trotzdem warteten wir noch eine Stunde ab, dann säuberten wir alle "Hebammen-Utensilien", räumten auf, fütterten Eboli und ihre Tochter Ilva, die sich sehr vernachlässigt vorkamen und uns entspreechend vorwurfsvoll anschauten. 

 

Dann "schleiften" wir die erschöpfte, siebenfache Mutter unter die Dusche, wogegen sie heftig protestierte. Das ist überhaupt so ein Ding und macht bei Arubi den sonst so problemlosen Wurfvorgang zu einer Strapaze für unsere Nervenkostüme. Sie ist ja eine wirklich fabelhafte Mutter, aber da übertreibt sie regelmäßig, Immer wenn wir ihr einen Welpen wegnehmen, vielleicht um ihn trocken zu rubbeln oder zu wiegen, macht sie ein Geschrei und Gejammere, dass es uns die Trommelfelle zereißt. Genauso wenn wir ihr beim nächsten, sich ankündigenden Welpen aus Vorsicht die bisherigen wegnehmen und unter die Rotlichtlampe legen. Denn das ist immer mit recht viel Gezappel der Mutter und reichlich "Unmus" verbunden. Sie hört dann auf zu "pressen", jammert zum Steine erweichen und glaubt wohl, wir würden ihren Nachwuchs auf den Grill legen wollen. Wir müssen sie dann mit meist geringem Erfolg beruhigen, damit es wieder weiter geht - und das dann über fünf Stunden lang.

 

Es war dann aber doch zu aller Zufriedenheit geschafft, wir sind in die Küche, haben durch eine späte Mahlzeit unsere Nerven gestärkt und zur Feier des Tages "ein Glas Sekt aufgemacht", wie der ehemalige bayrische Ministerpräsident Stoiber sagen würde, Dabei haben wir uns natürlich über "unseren" Nachwuchs unterhalten. - Da verpaart man eine weiß-braun gefleckte Hündin mit einem weißen Rüden, der viel Braun vererbt, und erwartet rund ein halbes Dutzend mehr oder weniger weiß-braun gefleckter Welpen. Und dann? Drei richtig dunkelbraune Rüden, zwei mit weißem Brustfleck und einer mit weißen Vorderpfoten - und der Rest so was von Weiß! Die Natur ist eben doch immer wieder für eine Überraschung gut!

 

Dann aber noch eine Überraschung: Um 05:00 Uhr morgens wurde Lilo, die bei solchen Anlässen immer im "Kinderzimmer" schläft, wach und entdeckte einen achten Welpen in der Wurfkiste. Eine kleine, weiße Hündin, die Arubi ganz alleine versorgt hatte, von ihr wohl als Bonus gedacht, weil sie uns durch ihr ständiges Gejammere genervt und wir uns trotzdem so fürsorglich um sie und ihren Nachwuchs bemüht haben. - Man kann es nicht anders sagen, wir sind glücklich und zufrieden, dass alles so gut geklappt hat und Mutter und Nachwuchs gesund sind.

 

 

Irritiert durch die Zimmerbeleuchtung und das rote Licht der Wärmelampe, waren wir am späten Abend bei zwei, drei der weißen Welpen der Meinung, es könnten orangefarbene sein oder eventuell Braunschimmel werden. Aber heute, bei Tageslicht gibt es keine Zweifel mehr - weißer geht es nicht. Neben der Faszination einer Geburt und des, mit den ersten Atemzügen beginnenden Lebens eines so kleinen Wesens, ist das doch ein ganz profaner Vorgang - verbunden mit Schmerz, Anspannung und ziemlich viel "Schmodder". Das bleibt dann doch erst mal eine Weile hängen und verfärbt das weiße Fell.

 

 

 

03. September 2017

 

Uns wurden wieder einige Fotos aus unserem I-Wurf-Nachwuchs zugeschickt, die wir so gut gelungen finden, dass wir sie hier zeigen wollen. Wir finden einmal mehr, dass dieser Wurf wirklich gut gelungen ist. Habt ihr ganz toll gemacht - Cassanova und Eboli!

 

Die Bilder zum Vergrößern anklicken.

 

 

 

 

 

31. August 2017

 

Das Bild ist nun schon wieder fast eine Woche alt und einen so dicken Bauch hatte Arubi bei ihren bisherigen zwei Würfen nicht.

 

Dabei wird es noch acht bis zehn Tage dauern, bis der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt - und wie rund wird der Bauch noch in dieser Zeit?

 

Wir sind unglaublich gespannt - werden es wieder sieben Welpen wie bisher - drei Männlein und vier Weiblein? - oder vielleicht acht, gar neun?

 

Auf jeden Fall ist die werdende Mutter kerngesund und es wird sicher alles wieder bestens.

 

23. August 2017

 

Am vergangenen Sonntag besuchte uns Falena mit ihrer Familie. Sie wohnen nicht sehr weit weg und schauen ab und zu mal bei uns rein und es ist uns jedesmal eine große Freude. Zumal dann auch ein Kuchen mitgebracht wird und wir bei dessen Verzehr, einigen Tassen Kaffee und lockeren Gespräche, später auch noch einem Bier oder einem Glas Wein, ein paar schöne Stunden verbringen.

 

Falena ist Arubis Tochter aus deren erstem Wurf und merkwürdigerweise wie alle ihre Schwestern - auch aus dem H-Wurf - deutlich kleiner als die doch recht stramme Mutter. Wenn es einen typischen Lagotto gibt, dann ist es Falena - umwerfend menschenbezogen und aufgeschlossen, immer fröhlich und einfach nur liebenswert. Ein kleiner Hund mit einem großen Herzen, der immer lächelt und einem selbst ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

 

Unsere Hunde sahen das allerdings durchaus unterschiedlich. - Eboli fühlt sich von nicht zur Familie gehörenden Hunden stets nur in ihrer Intimsphäre gestört. Arubi hat, wie jeden Besuch, Menschen und Hund freundlich begrüßt und Falena allerdings ganz sicher nicht als ihre Tochter gesehen. Immerhin hat sie eine Weile mit ihr und unserer Ilva herum gealbert. Unser Knallfrosch war allerdings schwer begeistert, dass endlich mal wieder jemand da war, mit dem man bis zur Erschöpfung herum toben konnte. 

 

Ach ja, dass Arubi nur mäßig begeistert mit den beiden Mädchen um die Wette rannte, lag ganz sicher daran, dass ihr Bauch doch schon recht ansehnlich rund geworden ist. Gut zwei Wochen sind es noch bis zu dem großen Ereignis und wenn man die Hand auf ihren Bauch legt, merkt man ganz deutlich, wie das neue Leben sich schon abstrampelt. 

 

 

 

 

13. August 2017

 

Außer, dass es dauernd regnet, gibt es von uns kaum etwas zu berichten.  - Bis auf den Umstand, dass Arubi offensichtlich in anderen Umständen ist. Latticellos Bemühungen tragen nun sichtbar Früchte und ihr Bauch ist bereits deutlich sichtbar gerundet, obwohl es erst gut vier Wochen her ist. Ein weiteres Indiz, Arubi ist sehr schmusiger und auch ruhiger geworden, es sei denn es wird ein Ball geworfen. Auch hält sie sich in letzter Zeit viel lieber bei uns als bei Eboli und Ilva auf. Also über den Daumen noch vier Wochen und wir werden frischen Lagotto-Nachwuchs erfreut begutachten können.

 

Bei der Gelegenheit noch einige Fotos von Ilvas (Ioles) Geschwistern, die uns in letzter Zeit zugeschickt wurden. Wir möchten uns hier auch einmal dafür und die oft sehr anschaulichen Berichte bedanken, denn es interessiert uns natürlich sehr, wie sich "unser" Nach-wuchs entwickelt. Das gilt nach wie vor auch für den schon älteren Nachwuchs.

 

 

 

 

 

04. August 2017

 

Am vergangenen Sonntag wurde Ilvas Schwester Ida abgeholt - und was sollen wir sagen, wie wir das gesehen haben? - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge! Unser Knallfrosch Ilva alleine hat doch bisher unseren Haushalt genug aufgemischt, und jetzt hatten wir das für vierzehn Tage im Doppelpack! - Puh! - Nein, wir wollen wirklich nicht klagen! Es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht, diese beiden jungen, lebenslustigen und so selbstsicheren Hunde zu beobachten. - Diese kaum zu erschöpfende Energie, der Einfallsreichtum, uns Menschen und die älteren Hunde auszutricksen, diese so herrlich sorglose Fröhlichkeit!

 

Aber man musste auch ständig hinterher sein, denn Beide zusammen kamen durchaus auch auf Ideen, auf die unsere Ilva alleine nicht gekommen wäre, nicht immer unbedingt zum Wohle von z.B. Decken oder Stuhlbeinen. Offensichtlich hatten die Beiden auch gleich zu Anfang einen Dauerwettstreit vereinbart, nämlich wer in dieser Zeit die meisten, rundesten und tiefsten Löcher buddelt. Wir sind nicht dahinter gekommen, wer gewonnen hat, aber jetzt immer noch mal damit beschäftigt, das eine oder andere Loch zu stopfen. Halb so schlimm, die Kreisstraße, die zu unserem Dorf führt, sieht viel schlimmer aus - und damit hat unser temporäres "Duo infernale" nun wirklich nichts zu tun.

 

Das Schönste ist ohnehin immer bei solchen Gelegenheit, dass man liebe Bekannte wiedersieht und zufrieden feststellen kann, wie sich der Hundenachwuchs entwickelt hat.Die einzig Leidtragende ist ohnehin unsere Ilva, ihr ist der hundertprozentig passende Sparrings-partner abhanden gekommen. Schon gleich nach dem Abschied lief sie ratlos durch Haus und Garten und noch während des ganzen nächsten Tages war sie ziemlich von der Rolle. Ida hat ja wenigstens noch ihre drei jungen und dynamischen "Schwestern", unser Knallfrosch hingegen nur noch zwei alte Menschen, eine strenge Mutter und eine noch viel strengere Tante.

 

Apropos Tante: Arubis wirklich abweisendes Verhalten Ilva gegenüber, hat vermutlich einen ernsthaften Grund. Wir sind natürlich nicht ganz sicher, aber jetzt nach vier Wochen, sieht es so aus, dass der Besuch bei Latticello Früchte trägt. Der Bauchumfang hat an der richtigen Stelle etwas zugelegt, uns gegenüber ist sie wieder deutlich schmusiger und Eboli und Ilva gegenüber abweisender geworden.

 

Es hat einen Moment gedauert, erst musste die Überraschung überwunden werden, aber dann war die Wiedersehensfreude groß und die wurde gleich in üppige Toberei umgesetzt. Am Ende musste, Ida noch mal auf diesen blöden Tisch, um einige Handgriffe zu veran-schaulichen und ein paar Pflegetipps weiter zu geben. Weil sie vorbildlich mitgemacht hat, gab es dann auch ein paar Leckerli. - Und bei uns zum Abschied einiges Bedauern, aber auch eine gewisse, ganz kleine Erleichterung.

 

 

 

 

22. Juli 2017

 

Am vergangenen Mittwoch wurde zu unserem großen Bedauern - seine Familie wollte ihn tatsächlich wiederhaben - Aniello nach sieben Wochen Aufenthalt bei uns wieder abgeholt, dabei hätten wir ihn so gerne behalten.

 

Kein Wunder, sahen wir doch seine Mutter Dulcinea und ein wenig auch seine Wurf-schwester Aletta, wenn wir ihm ins Gesicht schauten. Die Ähnlichkeit, auch im Wesen, war einfach nicht zu übersehen: diese ausdrucksvollen Augen, der offene Blick, dieses einfach nur freundliche Gesicht und dazu das ausgeglichene, ruhige Wesen!

 

Eine gute Woche hat es gedauert, bis er sich an die veränderten Umstände gewöhnt hat und in den letzten gut zwei Wochen hat er sich dann bei uns wirklich "zuhause" gefühlt. Aber auch in den Wochen dazwischen machte er überhaupt keine Probleme - ganz im Gegenteil, er hatte selbst immer wieder welche. Schließlich musste er sich fast von Anfang an mit zwei läufigen Hundedamen herumplagen. Was auch für einen kastrierten Rüden nicht ganz einfach, ja sogar anstrengend und oft genug ziemlich lästig ist. Wie oft hat er uns doch, regelrecht mit Blicken um Hilfe bittend, angefleht: "Befreit mich doch endlich von diesen aufdringlichen Weibern!" - Gut, manchmal hat er aber auch dagestanden und mit gerunzelter Stirn überlegt: "Da war doch mal was?" Ansatzweise hat er auch mal entsprechende Versuche gestartet, aber im Großen und Ganzen war ihm das alles zu viel Gedöns und ein wenig unheimlich.

 

Zusätzlich musste Aniello sich ja auch noch mit unserem Knallfrosch Ilva herumschlagen, die trotz der recht strengen Erziehung durch ihre Mutter keinerlei Respekt vor diesem netten, älteren Herren hatte, und auch seine gelegentlichen empörten Abwehrversuche total cool ignorierte. Für Aniellos letzte Woche bei uns bekam Ilva dann auch noch Verstärkung durch ihre Schwester Ida (Isabella), die Ende nächster Woche wieder abgeholt wird. Der arme Kerl sah das bestimmt als Strafverschärfung. In der Praxis war es doch so, dass die beiden Gören immer wieder mal von uns energisch zurechtgewiesen wurden. Was Aniello dann meistens auch auf sich bezog und mit Blicken wie "Ich hab´ doch gar nichts gemacht!" oder "Ich war das doch nicht!" recht ratlos darauf reagierte. Natürlich haben wir ihn dann tröstend in die Arme genommen und ihm erklärt, dass er nicht gemeint war.

 

Doch, dieser stattliche, gestandene Rüde hat uns in seiner gelegentlichen Hilflosigkeit manchmal richtig leid getan und so manches Mal hat er sich ganz bestimmt gewünscht: "Ach, wäre ich doch jetzt nur zu Hause!" Und wie oft hat er, wenn die Terassentür geöffnet wurde, blitzschnell das Weite gesucht, ist die Treppe hoch ins Wohnzimmer gerannt und hat sich auf der Couch verschanzt. Aniello wird im November schließlich sieben Jahre alt und ist durch die bisherigen Lebensumstände mit festen Regeln und Ritualen als Einzelhund in einer ganz normalen Familie geprägt. Per Saldo waren diese sieben Wochen für ihn sicher viel anstrengender als für uns.

 

Wir finden, er hat einen wirklich großartigen Charakter - bewiesen durch seine Langmut und Nachsicht unseren verrückten Hunde-weibern gegenüber und seine stetig wachsende Anhänglichkeit gegenüber uns Menschen. Der Schreiber dieser Zeilen vermisst ihn tatsächlich, die Spaziergänge mit ihm - so ganz in aller Ruhe - zwei ältere Männer unter sich - in einem weiblich dominierten Haushalt. - Es war einfach schön und der Abschied fiel nicht wirklich leicht. - Ja, Aniello, lass´ Dich mal wieder sehen, Du bist uns jederzeit willkommen!  

 

 

 

 

14. Juli 2017

 

        Je sorgfältiger man plant, desto wirkungsvoller trifft einen der Zufall !

 

Arubi wurde seit ihrer ersten Läufigkeit regelmäßig im Elf-Monats-Rhythmus läufig. Wir rechneten also mit der nächsten, an der wie sie decken lassen wollten, für Ende Okt-ober / Anfang November dieses Jahres. - Das war wohl nichts!

 

Die jüngere Eboli wird nämlich - wie es sich gehört - regelmäßig jedes halbe Jahr läufig - man kann fast die Uhr danach stellen - und hat Mitte Juni wieder damit ange- fangen. Und nun hat Arubi wohl gedacht, sie als die Ältere müsse da zumindest mit- halten. Uns fiel das zunächst nicht auf, wer rechnet denn schon mit so was! Aber gut, dann eben jetzt und nicht erst im Herbst. So sind wir noch einmal die Liste der mög- lichen Kandidaten durchgegangen und bei einem ganz in der Nähe hängen geblieben - Comes Cordis Latticello.

 

Latticello ist ein sehr typvoller Rüde, der schon ein paar Mal erfolgreich gedeckt hat und trotz seines weißen Felles auch viel Farbe mitbringt. Wichtiger für uns war aber, dass er nicht nur ein sehr schöner und "völlig fehlerfreier" Hund ist, sondern vor allem ein sehr ruhiges, ausgeglichenes, ja freundliches Wesen hat. Wir hoffen, dass er davon sehr viel an den geplanten Nachwuchs vererbt. Denn Arubi ist - wie wir längst wissen - zwar ein toller Kumpel mit einem ausgesprochen sozialen Wesen, aber sie hat ein geradezu vesuvisches Temperament und den Bewegungs- drang eines Siberian Husky. Wir hoffen, dass aus dieser Beziehung muntere, rassetypische und fröhliche Lagotto-Welpen entstehen, am besten ohne die Schlittenhunde-Leidenschaft ihrer Mutter.

 

Am vergangenen Montag (10.7.2017) haben wir die Beiden miteinander bekannt gemacht. Da haben sie zwar ausgiebig miteinander geflirtet, aber Arubi hat sich, wenn der Bräutigam  ernst machen wollte, doch noch ein wenig geziert. Am Dienstag konnte sie Latticellos Charme dann nicht mehr widerstehen und mit halbstündiger Dauer haben beide dann ganz entspannt und ruhig und ohne menschliches Zutun dafür gesorgt, dass wir etwa um den 15. September herum mit einer bunten Schar Lagotto-Welpen rechnen können. 

 

 

"Im Auge des Hurricanes"

 

Es ist ja nicht so, dass wir nur über kommenden Lagotto-Nachwuchs informieren könnten, der so überraschend am Horizont aufgetaucht ist. Nein,das können wir auch über real existierenden. Denn schon vor Wochen gab es eine erste Sturmwarnung, die sich am vergan-genen Mitwoch bewarheitete. Und jetzt - wir hätten es kaum für möglich gehalten - befinden wir uns mitten im Auge des Hurricanes.

 

Unsere Ilva, Ebolis und Cassanovas Tochter aus unserem I-Wurf, die ja im "Taufschein" Iole heißt und die wir behalten haben, führt nicht umsonst bei uns den Kampfnamen "Knallfrosch". Aus den Rücmeldungen der meisten Besitzer ihrer Geschwister wissen wir, dass es da nicht viel anders aussieht. So gibt es Nachfragen, wo den der "Ausknopf" zu finden wäre und die Schwester Italia wird gar "Terror-Ida" genannt!

 

Am vergangenen Mittwoch wurde bei uns Schwester Isabella, die nun ebenfalls Ida heißt, für zweieinhalb Wochen als Feriengast einge-liefert. - Und nun wissen wir ungefähr, wie es sich anfühlt, als Pilot eines Wetterflugzeuges durch einen Hurrican zu fliegen, um in dessen "Auge" zu gelangen. Auch haben wir festgestellt, dass der Ausdruck "Knallfrosch" für unsere Ilva nur dann zutrifft, wenn keine Wurf-schwester in der Nähe ist. Für beide zusammen - Ilva und Ida - passt wohl eher der Begriff "Polen-Böller". (Zur Untermalung weiter unten ein paar Bilder, wenn ´s passt liefern wir weitere noch nach.)

 

Wir sind ganz sicher, dass auch unsere "großen" Hunde mit uns der gleichen Meinung sind. Unser Gast Aniello, der schon unter der Aufdringlichkeit unserer liebetollen Damen Eboli und Arubi schwer gelitten hat, rollt nur noch verzweifelt die Augen, wenn diese Wirbel-winde ihm auf den Pelz rücken. Noch nicht einmal bösestes Knurren hilft, völlig respektlos diese Jugend. Tief durchatmen wird Aniello, wenn er wieder in der ruhigen hannoverschen Provinz ist. Eboli ist da schon durchsetzungsfähiger, sie hat die Erziehungsmethoden ihrer Mutter Aletta verinnerlicht und hält sich das durchgeknallte Jungvolk durch demonstrativ schlechte Laune wirkungsvoll vom Leib. Sogar die großherzige, kumpelige Arubi zieht sich konsequent in ihre diversen "Höhlen" zurück und verwehrt den Eindringlingen mit Furcht einflößendem Grizzlybären-Knurren den Eintritt. - Und wir Menschen müssen das natürlich ausbaden . . .

 

Nein, das stimmt natürlich alles nicht so richtig! Die beiden Youngster sind ganz liebenswerte, knuffige, einfach überwältigende, halb-wüchsige Lagotti-Mädchen, die in regelmäßigen Abständen ankommen, sich voller Empathie auf uns Menschen stürzen, ihre Streichel-einheiten einfordern und sich zufrieden schnaufend durchknuddeln lassen. - Und trotzdem sind wir Menschen froh, dass die beiden sich tagsüber gründlichst austoben, der Tag ohne Nervenzusammenbruch endet und sie nach dem Betthupferl bis morgens früh um Acht durchschlafen.

 

Es fing alles so harmlos an . . .

 

 

9. Juli 2017

 

Vor drei Wochen haben wir uns zum letzten Mal an dieser Stelle gemeldet und sind schon gefragt worden, ob es denn nichts Neues gibt. Tatsächlich ist in diesen Wochen wirklich nichts groß Berichtenswertes geschehen. - Na gut, es bahnt sich da etwas an, was berichtens- wert wäre, aber wir müssen noch ein paar Tage abwarten, um selber genau zu wissen, was wir berichtigen können - also noch ein wenig Geduld.

 

Am gestrigen Samstag veranstaltete der LRWD eine Begleithunde-Prüfung auf dem Platz des Schäferhunde-Vereins in Wanfried an der Werra. Am heutigen Sonntag gab es einen Schnupperkurs im Man-Trailing und wir dachten, das probieren wir mal mit unserer Ilva - und wahrhaftig, sie hat nicht gleich alle Rekorde gebrochen, aber nach kurzem Überlegen hat sie das gleich zweimal hintereinander ganz gut und in aller Ruhe hinbekommen. Wir sind regelrecht begeistert von unserer Jüngsten, die ja nicht umsonst bei uns als Knallfrosch betitelt wird - lebhaft, selbstbewusst und rotzfrech wie sie so ist. Auch war sie das erste Mal in so einer großen Ansammlung fremder Menschen und Hunde. Aber sie hat die ganze Angelegenheit absolut souverän, echt cool und mit einer gesunden Portion Neugier hinter sich gebracht. Weiter unten gibt es ein paar Fotos davon zu sehen.

 

Vorher zeigen wir aber Fotos von Ilvas Geschwistern, die uns in letzter Zeit zugeschickt wurden. Neun Würfe haben wir bis jetzt gezogen und natürlich war immer der letzte auch der beste Wurf. Aber dieser I-Wurf war und ist es ganz besonders - schon bei der Geburt: alle Sieben wie nach einer Schablone gemacht, einzige Ausnahme die "bunte" Illaria, alle anderen braun mit mehr oder weniger großen weißen Abzeichen, die inzwischen alle so gut wie verschwunden sind. Bei der Geburt der Gewichtsunterschied zwischen leicht und schwer gerade mal 30 gr (da gibt es durchaus auch mehr als 100 gr) und zur Zeit - mit viereinhalbMonaten - liegen sie alle um 8,5 kg, so weit wir informiert sind, und nach wie vor sind alle außerordentlich selbstbewusst und sehr aktiv. Allerdings werden wir nicht mehr gefragt, wo denn der "Ausknopf" ist, der wurde inzwischen wohl bei allen gefunden!

 

So, jetzt die Fotos von Ilvas erstem Einsatz als Man-Trailerin - genau genommen war sie eine Woman-Trailerin, denn als zu suchende Person hat sich unsere Vorsitzende zur Verfügung gestellt. Ilva hat diese Übungen mit absoluter Ruhe und völlig unaufgeregt erledigt. Jetzt bleibt uns nur noch festzustellen, dass unser unkaputtbarer Knallfrosch für den Rest des Tages so platt war, wie wir ihn noch nie erlebt haben - für uns eine ganz neue, aber sehr angenehme Feststellung.

 

16. Juni 2017

 

Seit zwei Wochen haben wir Aniello aus Hannover als Pensionsgast. - Aniello, wer? - Was für eine Frage, Aniello ist ein gebürtiger Neueröder, also ein Hessischer Schweizer! - Er ist einer von zwei Rüden aus unserem A-Wurf vom 10.11.2010, der große Bruder unserer Aletta, die wir leider bereits vor über einem Jahr begraben mussten, und damit der Onkel unserer Eboli.

 

Aniello ist ein großer, stattlicher, sehr selbstbewusster Bursche - für die Zucht deutlich zu groß. Aber damit, nach Peters Meinung, in einer Größe bei der ein richtiger Hund erst anfängt. Es passt eben einfach alles, die Propor-tionen stimmen und dazu auch das ruhige, ausgeglichene Wesen. Er  ist schon eine richtige Persönlichkeit.

 

In den ersten Tagen tat Aniello sich ein bisschen schwer bei uns - kein Wunder, er ist schließlich mit fast sieben Jahren als Hund schon im gesetzten Alter, über die Jahre an einen regelmäßigen Tagesablauf und feste Riten gewöhnt und als Einzelhund der Mittelpunkt seiner Familie. -  Oder besser seines Personals? - Hier dagegen erstmal zwei fremde Menschen und zu allem Elend noch drei Hundedamen, eine schwieriger als die andere. Zuerst unsere Arubi, mit ihren fünf Jahren und ihrem mehr als ausgeprägtem Selbstbewusstsein durchaus ein "gleichwertiger Gegner". Dann unsere zweieinhalbjährige Eboli, unsere leicht zickige, vielleicht auch etwas verwöhnte Prinzessin. Da fehlt zum Schluss nur noch unser Knallfrosch Ilva, voller jugendlichem Elan, rotzfrech und frei von jeglicher Angst und mit dem Selbst- bewusstsein eines Irischen Wolfshundes - na gut, vielleicht nicht immer.

 

Das war ein bisschen viel für den Anfang, aber inzwischen hat sich alles eingeschliffen. Aniello hat uns Menschen als seine - zumindest temporären - Vorgesetzten anerkannt und fordert inzwischen sogar seine regelmäßigen Schmuseeinheiten ein. Mit Arubi hat er sich arrangiert, man pflegt den Status Quo, geht sich aus dem Weg und bei zu großer Nähe wird eben mal prophylaktisch kurz geknurrt. -  In Eboli hat er sich wohl verliebt, was ihr erst gar nicht gefiel, woran sie sich aber inzwischen gewöhnt hat. Das wird wohl auf beiden Seiten nicht daran liegen, dass die Verwandtschaft nicht zu übersehen ist, sondern eher daran, dass wir täglich mit dem Beginn ihrer Läufigkeit rechnen. Aniello ist nun - in diesem Falle Gott sei Dank - sein Familiensilber schon länger los, aber so ein klein wenig geht ihm wohl noch durch den Kopf: Da war doch mal was! - Mit Ilva ist es fast noch schwieriger - dieses junge, respektlose, vorlaute Gemüse, einfach nur nervig, und offenbar ohne  Aussicht auf Erfolg, trotz schon mehrfach erlolgten Zusammenfaltens. Da wird mal kurz herzerweichend gequietscht, um Hilfe gejammert - aber bei nächster Gelegenheit klaut sie dem gesetzten Herren doch wieder ein Spielzeug oder gar ein Stück Trockenpansen, wenn ´s denn sein muss auch direkt aus dem Fang. - Einfach hoffnungslos diese Jugend!

 

Nach erfolgreicher Eingewöhnung fanden wir es an der Zeit, Aniello den Sommerschnitt zu verpassen. Es kostete etwas Mühe, ihn in unser Auto zu verfrachten, aber als der Friseur mit ihm fertig war, sprang er so was von freiwillig wieder hinein, dass es eine Freude war.

Der Erfolg ist hier im Anschluss zu sehen. 

Die "Hitzewelle" der vergangenen Tage brachte uns darauf, unseren Hunden ein Planschbecken hinzustellen. - Ein Planschbeckchen, klein genug, dass unsere Vierbeiner keine Schwimmflügel brauchten, aber groß genug, wenigstens Arubi und Ilva viel Spaß zu machen - wie die Bilder unten zeigen werden. Aniello hielt sich im Sinne des Wortes da ganz raus und Eboli lauerte am "Beckenrand" nur, um ihrer Tochter nach Möglichkeit das Spielzeug abnehmen zu können.

Arubi, die ja ein Balljunkie ist, verstand es großartig, sich selbst zu beschäftigen. Ihr derzeitiges Lieblingsspielzeug, ein gelbes, dreiteili- ges Wurfteil, warf sie immer wieder selbst ins Wasser, um es anschließend mit der Pfote wieder heraus zu fischen. Am Ende, als der Wasserstand niedriger war, fischte sie es auch mit dem Fang heraus. Ilva hatte lange Spaß damit, einen Fisch erst anzustoßen, dass er unkontrolliert davon trieb, um ihn dann mit spitzen Zähnen heraus zu fischen. Ihre Mutter Eboli nahm ihr das Teil immer wieder weg, um es irgendwo im Gebüsch abzulegen. Die Kleine fand es stets sehr schnell wieder und warf es in den "Teich" zurück. Die Aktion war also erfolgreich und wir werden sie bald wiederholen. - Hunde sind eben doch irgendwie auch wie Kinder!

 

 

 

 

04. Juni 2017

 

Drei Wochen ist es her, dass wir uns an dieser Stelle zuletzt gemeldet haben und jetzt gibt es doch einiges zu berichten – Erfreuliches und Trauriges.

 

Fangen wir mit dem Traurigen an: Unsere gute alte Dulcinea ist nicht mehr unter uns. Am 18. Mai sind wir mit ihr ein letztes Mal in die Tierklinik nach Mühlhausen gefahren. Anfang April fiel uns erstmals auf, dass sie Pro- bleme beim Urinieren hatte, die sich sehr schnell derart verstärkten, dass es gar nicht mehr ging. Die Unter-suchung ergab, dass sie einen inoper- ablen Tumor am Blasenausgang hatte, der diesen vollständig blockierte. Große Hoffnungen wurden uns nicht gemacht, aber durch den temporär- en Einsatz eines Katheders und hilfreicher Medikamente konnte ein fast normaler Status wieder hergestellt werden. Jedoch gegen Mitte Mai traten die alten Probleme viel stärker wieder auf.

 

Am 18., als wir eigentlich in Urlaub fahren wollten, fuhren wir wieder nach Mühlhausen. Die Diagnose war, obwohl so eigentlich erwartet, doch für uns sehr niederschmetternd – eine Besserung nicht in Aussicht und eine Erfolg versprechende OP nicht möglich. Dulcinea ist in unserem Beisein still eingeschlafen und wir haben sie noch am gleichen Tag neben ihrer alten Freundin Anima begraben. Mit knapp elf Jahren hätten wir dieser liebenswerten, so ruhigen, freundlichen und unproblematischen Hundedame gerne noch ein paar Jahre mehr gegönnt, aber das wäre für sie nur ständiges Leid gewesen. (Unter „Unsere Hunde“ werden wir noch ein paar Zeilen dazu schreiben.) Es ist immerhin ein Trost, dass wir unseren Hunden unnötiges Leid ersparen können, wenn es keine Hoffnung mehr gibt.. – Wie wird es mit uns sein, wenn es so weit ist?

 

 

Der Zeltplatz und Besuch bei Fiore -  So war unser Urlaubsbeginn nicht geplant und wir machten uns in etwas gedämpfter Stimmung auf den Weg zu einem Campingplatz bei Lohr am Main und während des ganzen Urlaubes war immer wieder Thema, was wohl unsere Dulcinea jetzt gerade machen würde. Doch allmählich siegten Erholungsbedürfnis, die Entspannung, die schöne Landschaft und die Beschäftigung mit Arubi, Eboli und Ilva über unsere Niedergeschlagenheit.

 

Der großzügig angelegte und saubere Campingplatz liegt direkt am Main, war nur mäßig besetzt und bot erholsame Ruhe. Wir fanden einen Platz unter einer großen Birke (was anschließend eine aufwendige Reinigung von Wohnwagen, Vorzelt und Pkw nötig machte) bauten den Hundeauslauf auf und richteten uns gemütlich ein.

 

Nach zwei Entspannungstagen besuchten wir Fiore (Arubis Tochter aus ihrem ersten Wurf) und ihre Familie in Lohrhaupten. Wir mach- ten einen ausgiebigen Spaziergang durch die schöne Landschaft, bei dem Ilva ihre schier unerschöpfliche Ausdauer und „Unkaputtbar- keit“ bewies. Sie hielt ganz selbstverständlich mit und legte noch etliche Extra-Runden gemeinsam mit Fiore ein. Auch während wir Men- schen es uns anschließend bei Kaffee und Kuchen gut sein ließen und unsere „alten“ Hunde ruhig unter dem Tisch lagen, boten die Beiden ein beeindruckendes Unterhaltungsprogramm. Am Abend auf dem Zeltplatz war dann aber Ruhe, wobei sich die sonst so kumpel- hafte Arubi, wie seit einiger Zeit üblich, in ihre Box zurückzog, um vor der penetranten Ruhestörerin Ilva  in Sicherheit zu sein.

09. Mai 2017

 

Es gibt Momente, da möchte mich sich am liebsten selbst in den Allerwertesten treten. - Doch fangen wir von vorne an und berichten über das vergangene Wochenende: Von Freitag bis Montag, nahmen wir Arubis Tochter Falena in "Kurzzeitpflege", weil ihr "Bruder" Felix Konfirmation feierte. Und solche Feierlichkeiten, die sich mit Vor- und Nachbereitung bekanntlich ziemlich ziehen können und mit auch mal 50 Gästen die gewohnte Rudelgröße erheblich übersteigen, sollte man einem Hund schon ersparen. Falena ist wie ihre Mutter ein fröhliches, verträgliches Hundemädchen, also haben wir ihr gerne ein mehrtägiges Zuhause geboten. Nach kurzer Klärung der Positi- onen hat das auch prima geklappt und vor allem unsere kleine Iole, die wir jetzt Ilva nennen, war von der "Gästin" als Spielgefährtin schwer begeistert. Denn sie stand am Samstagnachmittag auf einmal so völlig alleine da, weil jetzt auch auch noch ihre Schwester Italia abgeholt wurde.

 

An dem Tag hatten wir nämlich Besuch aus dem hohen Norden, aus dem - zur Zeit auch politisch - sturmumtosten Schleswig-Holstein. Oskar (Enrico), Ilvas Onkel und Bruder ihrer Mutter Eboli, kam nämlch in Begleitung seines Fahrers und seiner Haushälterin, um seine Nichte in das Land zwischen den Meeren zu entführung. (Sittenwächter müssen jetzt keine Angst haben, Oskar ist sein Familiensilber schon länger los.) Ja, es gibt Lagotto-Liebhaber, die halten es mit einem Lagotto gerade mal zweieinhalb Jahre aus, bis sie sich einen zweiten zulegen. Die Sympathie war auf allen Seiten auch sofort gleichmäßig verteilt und nach einem vergnüglichen Nachmittag zog man, nun zu viert, wieder Richtung Zwei-Küsten-Land.

 

Und damit kommen wir wieder zum Anfang dieser Zeilen. Der Chronist hatte sich nämlich richtig Mühe gegeben und eine ganze Reihe durchaus gelungener Fotos gemacht: Sonnenschein und ausreichend warm, um sich draußen aufzuhalten und sechs Hunde, die sich stressfrei auf dem Rasen vergnügten, von unserer alten Dulcinea uber die "ziemlich fremden" Falena und Oskar bis zu unserer mit fremden Hunden noch unerfahrenen Ilva - ansehnliche, fotografische Beweise für das Temperament, die Attraktivität und die Verträg-lichkeit unserer Lagotti. Und was macht dieser dusslige Fotograf - er löscht die Bilder in der Kamera, bevor er sie auf seinem PC gespeichert hat und nicht erst danach! - Zum Platzen!!!

 

Als Trost gibt es dafür jetzt Bilder von unseren I-Welpen in ihrem neuen Zuhause. Die damit verbundenen Nachrichten hören sich nach rund einer Woche des Zusammenlebens durchaus erfreulich an - gut, mal mehr mal weniger. Die eine Hündin ist schon stubenrein, hört auf ihren Namen und macht auf Kommando Sitz, der andere Rüde raubt seiner Familie immer noch jede Nacht den Schlaf und beißt im Garten allen Tulpen die Blüten ab. Was wir immer sagen: Nach der Anschaffung eines Hundes ist das Leben nie mehr so wie es vorher war - wenigstens aber unterhaltsamer!

 

Ehrlich gesagt sind wir uns nicht ganz sicher, ob die Zuordnung der Namen hundertprozentig stimmt und bitten eventuell um Korrektur

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03. Mai 2017

 

Das vergangene Wochenende war nicht nur länger als gewöhnlich, sondern auch aufregender, spannender, voller Vorfreude und Erwartung - und auch Wehmut - je nach Sichtweise der Betroffenen. Fünf unserer Welpen haben uns verlassen. Und obwohl jetzt wieder die durchaus ersehnte ruhigere Zeit für uns beginnt, empfinden wir es auch diesmal als Verlust, nun auf den Anblick von sorglos auf dem Grundstück herumtollenden Welpen verzichten zu müssen. Andererseits, nicht mehr zig mal am Tag den Welpenauslauf reinigen, die Welpen sauber halten, täglich wiegen müssen - das tröstet schon ein wenig. Und trotzdem, so ein bisschen Wehmut wird doch noch eine ganze Weile bleiben . . .

 

Am Samstagvormittag war die Zuchtwartin bei uns und hat den Wurf abgenommen - die Kleinen sollen ja jetzt schon wie richtige Lagotti aussehen, gesund und munter sein, gechippt und geimpft, die Impfpässe korrekt ausgefüllt und ebenso die Abnahmeformulare. Am Ende hat alles prima gepasst.

 

Italo wurde am Samstagnachmittag abgeholt und ist nach Koblenz gezogen. Seine neuen Erziehungsberechtigten sind dort an der Uni tätig und vielleicht schlägt er ja auch eine akademische Laufbahn ein. Er heißt jetzt übrigens Filou und wir finden, da passt zu ihm.

Gegen Sonntagmittag mussten wir uns von Icaro verabschieden, der jetzt Giotto gerufen wird. In der Nähe von Münster wird er die nord- hessischen Berge noch nicht vermissen, denn die hat er in seinem noch so kurzen Leben bis jetzt nicht kennen gelernt.

Am Nachmittag lernte Ilaria ihr neues Rudel aus Oldenburg kennen, was für sie wohl besonders aufregend war, denn da war schon ein Hund dabei - und was für einer! Bennie, ein PON (polnische Hütehundrasse), deutlich größer als die bisherige Verwandtschaft und mit ziemlich viel Fell. Eine gewisse gegenseitige Skepsis war zunächst nicht zu übersehen. Aber wie wir inzwischen erfahren haben, hat man sich  bereits so weit angenähert, dass Bennie ihr seinen Kauknochen abgetreten hat. - Nicht anders zu erwarten, wir wir wissen ja, dass ältere Herren jungen, hübschen Damen gegenüber gerne großzügig sind.

Am Montag vormittag mussten wir uns von isadora trennen, die jetzt Elma gerufen wird und nach Cremlingen zieht. Eigentlich sollte es ein Rüde werden und der Elmo heißen, aber so geht es ganz sicher auch. Wie es aussieht, wird Elma wohl im sozialen Bereich tätig werden, und da ist weibliche Gelassenheit allemal besser als männlicher Sturm und Drang.

Am Nachmittag wurde als vorerst Letzte unsere Isabella abgeholt - und sollte eigentlich auch ursprünglich ein Rüde sein, damit der Chef endlich männliche Verstärkung hat. Natürlich wurde er von der weiblichen Mehrheit überstimmt, aber was soll ´s, ein hübsches Mädchen mehr, auf das er stolz sein kann. Ida, so heißt das Mädel jetzt, ist nach Oestrich-Winkel gezogen, dort lernt sie sicher bald ihren Groß- onkel Adriano, gen. Cosmos, kennen (ein Bruder unserer Aletta aus dem A-Wurf) - und in Kiedrich ihren Cousin Giuseppe, gen. Beppo (ein Aletta-Sohn aus unserem G-Wurf).

Ja, nun sind noch zwei Mädchen übrig und schauen etwas verdutzt aus der Wäsche - es ist auf einmal so wenig Trubel, nur noch eine Schwester, mit der man Action machen kann, die Alten sind doch so langweilig, gelegentlich auch grantig, sogar die eigene Mutter. Am kommenden Samstag wird Italia abgeholt und dann beginnt für Iole, die wir zukünftig Ilva nennen werden, wirklich der Ernst des Lebens - nur noch Alte um sie herum!

 

 

 

27. April 2017

 

Ziemlich sicher sind das die letzten Aufnahmen aller "I-Würflinge" in "freier Wildbahn".- Richtig schade, dass das Wetter die meiste Zeit so bescheiden war. - Was hätten Sich die kleinen Hunde nicht nur auf der kahlen Wiese müde rennen können - sondern auch iim dichten Gestrüpp die alten Pfade ihrer Vorgänger neu erkunden, nach Beute suchen. So wie Icaro, der dieses komische, stacheklige Ding gefangen nehmen konnte, das sich so herrlich in kleinste Teile zerrupfen ließ. Wenn ihn die Anderen doch nur gelassen hätten und der kleine Brude Italo nicht am Ende damit abgehauen wäre. Oder wie Ilaria, die eine gefährliche schwarze Amsel tapfer verbellte und ihr sogar vorsichtig ein Stück hinterher schlich, als die im Gebüsch verschwand. So blieb es leider doch nur bei halb-, wielleicht einstün- digen Geländeerkundigungen, dann wieder rein zum Aufwärmen, dann wieder - nun hat ´s doch nicht geregnet und die Sonne scheint ja auch wieder - raus und den kalten Wind um die Ohren wehen lassen.

 

Gestern war der Tierarzt da, fand die ganze Bande recht gut gelungen, horchte das Herz ab, sah nach denn Zähnen, in die Ohren, überprüfte bei den beiden Jungen das "Familiensilber", chippte und impfte alle Sieben. Richtig stolz können die auf sich sein, nicht einer aus der Truppe hat dabei auch nur einen Pieps gemacht. Das haben wir schon ganz anders erlebt. Am Samstagvormittag kommt die Zuchtwartin und nimmt den Wurf ab, am Nachmittag wird Italo als Erster abgeholt. Am Sonntag und Montag folgen dann Icaro, Ilaria, Isabella und Isadora. Italia bleibt noch drei Wochen bei uns, bis ihre neue Familie aus dem Urlaub zurück kommt, und Iole muss sich wohl für ihr ganzes weiteres Leben von ihrer Mutter Eboli und uns erzeihen lassen.

 

 

 

05. April 2017

 

Gestern war ein großer Tag - erst gab es draußen im Gehege eine Hauptmahlzeit, dann noch Nachtisch von Muttern - und auf einmal war das Gatter offen. Eboli zog es hinaus, schon alleine um ihrem Nachwuchs zu entkommen. Doch der folgte ihr zügig, verzichtete aber erstaunlich schnell auf den engen Kontakt zur Mutter und begann die, vom Winter noch arg lädierte Wiese zu erkunden. Nur kurz zwischendurch schauten sie mal nach Eboli und Lilo, wohl um sich neuen Mut zu holen. Es war wirklich auffallend, wie unbekümmert sie das Terrain erkundeten. Unsere letzten beiden Würfe, so erinnerten wir uns, waren da deutlich zögerlicher und hielten länger engeren Kontakt zur Mutter oder zu uns. - Da es recht frisch war, lotsten wir die Welpen nach einer guten halben Stunde ins warme Welpen- zimmer, in dem Eboli längst war. Auch das ging erstaunlich gut und die Sieben Zwerge haben anschließend tief und fest geschlafen. Schade, dass wir das heute nicht wiederholen konnten, aber der Wind war einfach richtig ekelhaft.

 

 

 

 

31. März 2017

 

Wir waren der festen Überzeugung, unseren Nachwuchswölfen eine große Freude zu machen, wenn wir sie um die Mittagszeit in die "freie" Natur entlassen würden. Es war richtig frühlingshaft sonnig, gut über zwanzig Grad - naja, es windete recht stark. - Aber diese Weicheier! Sie haben die ganze Zeit nur nach Mama gejammert! Die hatte aber gerade überhaupt keine Lust, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. - Ganz im Gegenteil, jetzt waren die Rabauken ausbruchssicher hinter Gittern untergebracht und konnten ihr nicht ans Fell.

 

Ungefähr zehn Minuten hörten wir uns das Gejammere an, dann brachten wir die Heulsusen wieder in ihr gewohntes und sicheres Kinderzimmer, so ganz ohne Wind. Na gut, der war doch ziemlich heftig und viel frischer als der strahlende Sonnenschein zunächst vermuten ließ. Das transportable Auslaufgitter ließen wir stehen und für die armen Kleinen gab es zur Beruhigung und zum Auf- wärmen eine warme Zwischenmahlzeit.

 

Am späteren Nachmittag hatte der Wind stark nachgelassen und wir starteten einen zweiten Versuch. Es ging so einigermaßen, vor allem weil Mutter Eboli anfänglich mit dabei war und den einen oder anderen Schluck aus der Milchbar anbot. Nur mäßig engagiert erkundeten die Kleinen diesen komischen, grünen, so fremd und doch auch wieder irgendwie nach Verwandtschaft riechenden Unter- grund. Und sobald einer von uns Menschen - die Mutter hatte sich längst wieder verzogen - in die Nähe des Gitters kam, ging die Bettelei wieder los: "Nimm mich bitte hoch! - Ich will raus hier! - Ich will in mein Spielzimmer!"

 

Eine dreiviertel Stunde blieben wir standhaft, dann ging es wieder rein und natürlich gab es wieder Futterchen zum Aufwärmen und zur Stärkung. Und geschlafen haben die erschöpften Kleinen anschließend - so was von geschlafen!

 

 

 

28. März 2017

 

Junge Wölfe verlassen mit vier Wochen ihre Höhle und deshalb haben wir gestern für Ebolis Nachwuchs den Innenauslauf aufge- baut, um den zunehmenden Aktivitäten unserer "Wölfe" mehr Raum zu geben.

 

- Eine Erläuterung erlauben wir uns noch schnell zwischendurch: Wir wissen, dass das ausge- legte Zeitungspapier nicht besonders dekorativ wirkt, aber es ist, nach allen durchgeführten Versuchen, für uns die beste Möglichkeit, die Endprodukte der Verdauung unserer Welpen mit möglichst geringem Aufwand zu beseitigen.

 

Kleine Helden oder doch Angsthasen? - Als die "Tür in die Freiheit" endlich offen stand, trauten sich - so ganz vorsichtig - erst zwei, dann drei der Welpen aus der Sicherheit der "Höhle" in die, wenn auch noch begrenzte Freiheit. Dem Rest musste Mutter Eboli Mut zusprechen und endgültig war die Furcht besiegt, als das gute Futter serviert wurde. Mutter Eboli und Uroma Dulcinea mussten da natürlich draußen bleiben und schauten etwas neidisch durch die Terrassentür.

 

Ein voller Magen gibt offenbar auch jungen Hunden ein gewisses Maß an Sicherheit. Nach dem der Hunger ge- stillt war, ging man an die Erkundung des unbekannten Terrains - etwas zögerlich einzeln oder in Mut machenden Grüppchen. Schnell war klar, dass keine Gefahr drohte und man fand, man könne durchaus auch hier die eine oder andere Rauferei zelebrieren. Am Ende einigte man sich aber auf das neu entdeckte Mehrrichtungs-Tauziehen mit einem alten Handtuch. Nach etwa einer Viertelstunde siegte aber doch das Bedürfnis nach einem Verdau- ungsschlaf. In der hintersten Ecke bildete man einen unentwirrbaren Haufen und träumte für eine gute halbe Stunde von dem eben Erlebten.

 

 

24. März 2017

 

Am vergangenen Mittwoch hatten wir wieder "Welpenbesuch" und es waren auch wieder Kinder dabei. Wie immer kannte die Be- geisterung keine Grenzen und wie immer war die Entscheidung für eines der fünf Mädchen - die Rüden sind ja schon fest vergeben - nicht einfach und ab sofort werden die Tage gezählt, bis man das neue Familienmitglied abholen kann. Um diese Zeit wenigstens gefühlsmäßig zu verkürzen, werden die, inzwischen schon recht lebhaften, kleinen Wollknäuel aber noch einmal, so in etwa vierzehn Tagen, besucht.

 

 

21. März 2017

 

Gestern gab es für die Welpen eine Premiere. Wir haben sie das erste Mal zugefüttert - mit in angewärmter Ziegenmilch aufge-weichtem Welpenfutter. Es hat bei den meisten erstaunlich gut geklappt - vorsichtiges Schnuppern, kurzes Zögern, langsam die Zunge hinein - und dann aber los. Die zwei Übervorsichtigen, die sich gar nicht trauten, naja, die haben wir wohlwollend und ganz sanft mit den Schnäuzchen in die Suppe getunkt. Es hat sofort geholfen und erstaunlich schnell war die Futterschüssel leer geputzt.

 

Am gleichen Tag haben wir den Welpen auch verschiedenfarbige Halsbänder verpasst, denn die weißen Abzeichen, teilweise ja recht winzig, verschwanden zusehens unter dem  länger werden- den braunen Fell. Das machte die Unterscheidung beim täglichen Wiegen immer schwieriger. Nun ist es eben die "Rote" oder die "Grüne" und nicht die "Vier mal weiße Zehen" oder "Weiße Pfoten vorne".

 

Auch heute haben wir die Welpen natürlich wieder zugefüttert und als ob sie darauf gewartet hätten, gab es gleich einen völlig verzögerungsfreien Ansturm und die Schüssel war deutlich schneller leer als am Montag.

 

 

18. März 2017

 

Ein paar aktuelle Bilder ohne Kommentare - die beiden Rüden Icaro und Italo und die Hündin Ilaria

 

 

 

 

13. März 2017

 

Hier nun einige Fotos aus dem Welpen-Alltag. Jetzt, da alle die Augen aufhaben, wird es in der Welpen-Kiste lebhafter und für uns immer wieder und immer noch Begeisterte interessanter. In den nächsten Tagen werden wir die niedrige Trennwand in der Kiste ent- fernen und wahrschein- lich am kommenden Wochenende den Innenauslauf aufstellen. Denn nicht nur der Nachwuchs selbst wird größer, sondern auch sein Bewegungsdrang. Auch die Neugier wächst, die ins Gewühl gestreckte Hand wird intensiv beschnuppert und nimmt man einen Welpen auf den Schoß, hört die Nase gar nicht mehr auf, zu arbeiten. Ein paar Tage noch, und wenn alle Sinnes- organe - Nase, Augen, Ohren - schließlich perfekt funktionieren, wird so richtig die Post abgehen.

 

 

 

07. März 2017

 

Neues gibt es eigentlich nicht zu berichten, aber heute haben wir ein paar Fotos geschossen, die wir hier zeigen. Der hoffnungs- volle Nachwuchs ist deutlich in die Breite gegangen und auch schon ein bisschen lebhafter geworden. Es gibt schon eine gewisse gelegent- lich Haufenbildung, aber auch die Tendenz eigene Wege zu gehen, ist schon erkennbar.

 

 

 

27. Februar 2017

 

Unser I-Wurf - zwei Rüden und fünf Hündinnen - ist am gestrigen Sonntag, 26. Februar, bei uns angekommen! - Zwei, drei Tage früher als erwartet, aber richtig schnell, völlig problemlos, sehr ausgeglichen auch im Gewicht und alle gesund und munter - auch die junge, wenn auch etwas erschöpfte Mutter Eboli.

 

 

 

Eine befreundete, sehr erfahrene Züchterin war mit uns der gleichen Mei- nung, dass es "mit diesem Bauch" wohl noch ein paar Tage dauern würde. Eboli sah das aber offensichtlich etwas anders und war der Ansicht, es würde reichen.

 

Schon den ganzen Freitag über war sie recht unru- hig, suchte nach einem passenden Platz für das große Ereignis. Dabei hatte sie schon ein paar Mal in der Wurf- kiste probegelegen - immer noch die gleiche, bewährte Kiste, in der sie und auch ihre Mutter Aletta den ersten tiefen Atemzug "in Freiheit" mit der guten Neueröder Luft machten.

 

Es war immer wieder gleichzeitig komisch und auch rührend anzusehen, wie Eboli mit ihrem "Umstand" umging. Anfänglich, als sie allmählich runder wurde, war ja noch alles in Ordnung. Aber dann, in den letzten zwei bis drei Wochen, hatte sie schon ihr Tun. Das Treppensteigen fiel ihr immer schwerer, zuletzt blieb sie immer vor der untersten Stufe stehen und sah uns mit fragendem Blick an: "Willst Du mich nicht hoch tragen?" - Auch wenn sie uns auf den Schoß springen wollte, gab sie das zuletzt im Ansatz auf und wir mussten ihr unters Hinterteil fassen und schieben. Und dann wusste sie nie, wie sie liegen sollte - ganz egal wie, immer drückte es irgendwo unangenehm.

 

Und dann erst, als die Welpen anfingen, sich zu bewegen - dass war ihr richtig unheimlich. Mitten in der Bewegung, sogar beim Laufen, blieb sie erschrocken stehen, schaute fragend und ziemlich ratlos nach ihrem Bauch. Bis zuletzt blieb ihr das ein Rätsel und das drückte auch noch so unan- genehm auf die Blase!

 

Am späten Samstagabend gab es dann kein halten mehr, nur noch Unruhe und kaum noch fünf Minuten am Stück ruhig liegen - auch für uns war an Schlaf nicht mehr zu denken. Gegen halb drei setzten die Wehen deutlich sichtbar ein und um 04.30 Uhr war der erste Welpe, eine braune Hündin, da. Von da an ging es recht zügig, um 09.15 Uhr konnten wir den sechsten Welpen begrüßen und von da an war Ruhe.

 

Sechs Welpen? - Eigentlich hatten wir mit mehr gerechnet - wegen Ebolis rundem Bauch und weil Mutter und Großmutter auch immer Achter- und Neuner-Würfe hatten. Gut, dafür stand Ebolis Nachwuchs sehr gut im Futter - alle zwischen 340 und 370 Gramm. Wir hatten schon deutlich leichteren Nachwuchs, so von minimalen 160 Gramm bis maximal knapp 300. - Und wirklich nichts mehr "drin"? - Nein, nichts war mehr zu fühlen und Eboli war auch total entspannt. Also gut, ein wenig aufgeräumt, die junge Mutter und die Wurfkiste gesäubert, ein paar Notizen gemacht und noch einmal die Welpen kontrolliert.

 

Dann aber in die Küche, abgesehen davon, dass wir hundemüde waren, hatten wir auch ein drängendes Bedürfnis nach etws Kräftigem zum Beißen - zur Feier des Tages gönnten wir uns ein luxuriöses Sektfrühstück und stießen auf das Wohl der jungen Mutter und ihrer Kinder an - und darauf, dass alles so reibungslos abgelaufen war. Denn ein gewisses Maß an Sorge, steckt ja doch immer in einem, vor allem beim ersten Wurf einer Hündin.

 

Kurz nach 12.00 Uhr, bevor wir ein paar Mützen Schlaf nachholen wollten, schaute Lilo noch einmal nach dem jungen Glück. - Und siehe da, da lag noch ein siebter Welpe, dieses Mal weiß mit braunen  Flecken - sorgfältig abgenabelt, total sauber und trocken geleckt und sogar Nachgeburt und Fruchtblase komplett entsorgt. Lilo musste nur die Mutter noch einmal säubern und die Unterlage wechseln. - Eboli, das hast Du einfach toll gemacht!

Bitte nicht durch die rote Farbe irritieren lassen - alles ganz harmlos. Da ist nur die Rotlichtlampe über dem Korb, in dem die Welpen warm zwischengelagert werden, so lange die nächsten unterwegs sind.

 

Wir müssen unbedingt erwähnen, dass wir von Eboli sehr überrascht sind. Wir schätzten sie bisher noch nicht als wirklich richtig erwachsen ein, war sie doch eher die etwas verwöhnte Prinzessin, die gelegentlich auch etwas zickig sein konnte. Auch da hat sie nämlich eins zu eins die Nachfolge ihrer Mutter Aletta übernommen. - Aber das Mädchen war wirklich großartig, so zappelig sie vorher auch war, so souverän hat sie sich während der ganzen Gebärerei verhalten. Auch wenn sie manchmal, während einer Pause, doch reichlich ratlos in den Korb schaute, der schon ein, zwei oder drei Welpen beherbergte, und sich wohl fragte, was das eigentlich zu bedeuten hat, nahm sie sich ihres Nachwuchses problemlos an. Als der erste Welpe an eine Zitze wollte, knurrte sie zwar kurz, aber lies es dann willig geschehen. Von Anfang an versorgte sie ihre Kinder vorbildlich, ließ sie trinken wann und wie sie wollten und hält sie und die Wurfkiste regelmäßig und gründlich sauber - und das mit einer solchen Ruhe und Souveränität, als wäre sie noch nie etwas anderes als fürsorgliche Mutter gewesen. Die Alleinversorgung der spätgeborenen weißbraunen Hündin hätten weder Oma Dulcinea noch Mutter Aletta besser machen können. - Eboli, Du hast uns wirklich überrascht und beeindruckt! - (Weitere Angaben sind heute und in den nächsten Wochen unter "Zucht - I-Wurf" zu sehen.)

So konnte dann auch der gestrige, große Tag ruhig und zu aller Zufriedenheit zu Ende gehen.

 

 

 

21. Februar 2017

 

Noch acht Tage bis zu dem großen Ereignis - oder einer weniger - oder einer mehr? - Wir wissen es nicht genau, aber bis zum 01. März sollte es erledigt sein. - Auf jeden Fall wächst die Ungeduld und die Spannung steigt. - Es ist schließlich Ebolis erster Wurf und wir haben keine Ahnung, wie sie reagieren wird, wie sie sich dabei anstellt.

 

Bis jetzt ist sie jedenfalls gesund und munter, verhält sich den "Umständen" entsprechend und fordert unmissverständlich immer wieder Trost und Fürsorge ein, damit sie ihr schweres Los besser ertragen kann. Es ist vorbei mit einfach so auf den Sessel zu springen - man quält sich mühsam hoch unhd macht dazu das passende Gesicht. Oder wenn sie gar auf den Schoß will - dann steht sie neben dem Sessel und schaut einen anklagend an: "Siehst Du denn nicht, wie schwer mir alles fällt, wie ich leide? - Nun hilf mir doch endlich hoch!" - Natürlich hilft man ihr hoch, mit der gebotenen Rücksichtnahme, weil man diesen Augen nicht widerstehen kann. Und sie trägt tatsächlich schwer - vorbei die 12,5 kg Idealgewicht - jetzt sind es wohl eher die annähernd 17 kg, die Arubi normalerweise wiegt.

 

Aber wenn es denn geschafft ist, legt sie ihren Kopf seitlich an den von Herrchen oder Frauchen und schnieft einem zufrieden ins Ohr. Dann legt sie sich quer auf den Schoß und nach kurzer Zeit merkt man, dass ihr der Bauch im Weg ist. Sie rutscht immer wieder unruhig hin und her und nach vielleicht 10 bis 15 Minuten quält sie sich wieder mühevoll in ihren Sessel. - Merkwürdig nur, so bald sie merkt, dass es etwas zu fressen gibt, ist sie so schnell wie eh und je.

Außerdem können wir noch einen sehr erfreulichen Umstand vermelden: Bella Ragazza, die jetzt Momo genannt wird, eine Tochter aus dem zweiten Wurf unserer Dulcinea ist am Sonntag, 19. Februar, zum ersten Mal Mutter geworden. Es hat etwas gedauert damit und mehrere Versuche gebraucht. Aber dafür ist es auch richtig gut gelungen.

 

Die stolze und glückliche Besitzerin Momos ist Gudrun Uhl aus Bad Pyrmont, die sich unter dem Zwingernamen "riccio di tartufo" jetzt über diesen prächtigen Wurf freuen kann.

Einen geradezu prächtigen Wurf hat Momo da hingelegt - sechs kräftige und gesunde Welpen, einen Rüden und fünf Hündinnen mit Geburtsgewichten zwischen 280 und 360 Gramm. Das ist schon eine richtig gute Ausgangs- basis und wie wir gehört haben, verlief alles völlig problemlos und die Welpen nehmen jeden Tag spürbar zu.  Uns ist aufgefallen, dass Momo, die ja eine große, kräftige Hündin ist, auf den Fotos ihrer Mutter Dulcinea ver- blüffend ähnlich sieht. Wenn auch ihre mütterlichen Eigenschaften denen ihrer Mutter gleichen, steht einer guten Entwicklung ihrer Welpen nichts im Wege.

 

 

08.  Februar  2017

 

Über das vergangene Wochenende hatten wir Besuch von Luna (Giulietta), einer Tochter aus dem letzten Wurf unserer Aletta, dem G-Wurf. Und man käme nie auf den Gedanken, dass es wirklich so ist. Denn optisch ist sie ihrer Mutter überhaupt nicht ähnlich - weiß und deutlich größer als diese, sogar noch etwas größer als unsere Arubi. Aber dafür hat sie einen erheblichen Teil von Mutters Wesen mitbe- kommen - ruhig und verträglich, unglaub- nlich verschmust und anhänglich. Und ihr Verhalten in der für sie völlig fremden Umgebung mit drei fremden Hunden - einfach über jeden Zweifel erhaben.

 

Dulcinea und Arubi haben sie wohl auch deshalb sofort akzeptiert, und sogar unsere verwöhnte Eboli hat nur ganz am Anfang ein paar Mal leicht die Nase gerümpft. Es gab einfach keinen Grund, sich über die- sen netten Besuch zu echauffieren. Allerdings haben unsere Damen darauf geachtet, dass sie hier zuhause sind, die größeren Rechte haben und demonstrativ immer wieder ihren Lieblingsplatz, nämlich den kleinen Sessel neben Herrchens Schreibtisch besetzt, damit sie von oben auf den Gast herunter schauen konnten. Dafür haben sie Luna aber widerspruchslos das Sofa überlassen.

 

Luna war so freundlich, ihren beiden Angestellten Katharina und Wolfgang für ein Wochenende frei zu geben, um eine kleine Reise machen zu können. Was lag da näher, als ebenfalls zu ver- reisen und sich nach über einem Jahr mal wieder ihren Geburtsort anzu- schauen. Wir haben das Mädchen gerne aufgenommen, von Anfang an war das gegenseitige Vertrauen da, die zwei Tage verliefen bestens und wir würden Luna jederzeit wieder in Pension nehmen. Natürlich hat sie sich trotzdem riesig gefreut, als sie wieder  abgeholt wurde.

 

 

03. Februar 2017

 

Gut vier Wochen sind inzwischen vergangen und nun ist es nicht mehr zu übersehen, dass sich die Fahrt zu Cassanova gelohnt hat. Ebolis Bauch wird immer run- der und wir meinen, schon erste Bewegungen des Nach- wuchses fühlen zu können, aber da kann durch- aus der Wunsch der Vater des Gedanken sein.

 

Auch sonst ist nicht mehr zu übersehen, dass Eboli trächtig ist. Ja, sie ist regelrecht "schwanger" und braucht soooo unglaublich viel Zuspruch in ihrem jetzigen Zustand, dass man glatt ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man einfach nur mal so an ihr vorbei geht.

 

Rund vier Wochen noch müssen wir die werdende Mutter aufmuntern, bedauern, trösten, beschmusen. Wir sind natürlich selbst auch ein wenig unruhig, es ist schließlich Ebolis erster Wurf und wir sind so unglaublich auf das Ergebnis gespannt und hoffen, das auch wirklich alles gut geht. Also noch vier Wochen lang fest die Daumen drücken.

 

 

 

01. Februar 2017

 

Gestern hatten wir Besuch von Gustl (Gustavo) aus Kassel, weil er einen neuen Haarschnitt brauchte. Der Bursche ist jetzt 15 Monate alt und steht voll im Saft. Natürlich wollte er unsere drei Damen gleich zum Toben auf unserem Grundstück verleiten, hatte aber nur mäßigen Erfolg. Selbst Oma Dulcinea, die bei jungen Rüden immer ihren zweiten Frühling erlebt, alberte nur ein paar Minuten mit dem Stenz herum. Es war ihr einfach zu ungemütlich, zwar kaum noch Frost, aber die Luft feucht und klamm und der festgetretene und gefrorene Schnee zu rutschig. Da muss man schon  Rücksicht nehmen auf die alt werdenden Knochen.

 

Eboli ist fremden Hunden gegenüber sowieso nicht besonders kontaktfreudig und auf dem eigenen Grund und Boden schon gar nicht. Zugegeben, das Mädchen ist schon ein bisschen eingebildet und sehr wählerisch mit neuen Bekanntschaften. Vielleicht hat sie aber auch gedacht, dass sie in ihren Umständen auf Herumalbereien mit solchen Jungens gerne verzichten kann. Am meisten haben wir uns aber über Arubi gewundert. Sie, die sonst bei jeder Abwechs- lung, bei jeder neuen Bekanntschaft, egal ob Mensch oder Hund, in Begeisterungsstürme ausbricht, zeigte nur allermäßigstes Interesse. Vielleicht lag ´s ja doch nur am wirklich besch . . .  Wetter.

 

So ging es erst mal zum Aufwärmen in die gute Stube und wir Menschen machten bei Kaffee und dänischem Gebäck eine Weile Smalltalk. Anschließend ging es ins Hundezimmer, Gustl kam auf den Tisch und musste sich der nicht besonders beliebten Tortur mit Bürste, Kamm und Schermaschine aussetzen. Er hat sich aber wirklich großartig gehalten und nur bei der Reinigung seiner Ohren ein wenig protestiert. Die abschließende Leckerchen-Belohnung hat er sich redlich verdient. Das Ergebnis ist bei den folgenden Bildern zu sehen.

 

 

 

02. Januar 2017

 

So, der "Grundstein" für unseren I-Wurf ist gelegt! Am 30.12.2016 konnten wir Eboli überreden, mit uns nach Twistetal zu fahren und Cassanova zu besuchen, den sie im Sommer so eiskalt abgeblitzt hat. Sie war, wie das aufdringlichen Burschen gegenüber so ihre Art ist, zunächst auch etwas mürrisch und abweisend, aber wir haben ihr gut zugeredet und auch Cassanova gab sich sehr viel Mühe und ist seiner Aufgabe mit Ausdauer nachgekommen. Fünfunddreißig Minuten hat es gedauert, bis alles erledigt war, bei noch nicht einmal zehn Grad plus. So hatten sich die Beiden eine Belohnung verdient und auch wir Menschen konnten uns im Anschluss bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. In dieser Hinsicht war der Jahresabschluss 2016 also befriedigend.

 

Das Neue Jahr eröffneten wir am 1. Januar mit einer nochmaligen Tour nach Twistetal, unter dem Motto: Doppelt genäht hält besser! Dieses Mal - man kannte sich ja nun schon näher - verlief alles noch viel einfacher, aber auch gründlicher. Fünfundfünfzig Minuten ließ sich das Brautpaar Zeit - bei glatten sechs Grad unter Null. Die anschließende Aufwärmphase für Hunde und Menschen war dann auch entsprechend länger und gründlicher und wir Menschen hielten es für an- gemessen, mit etwas Hochprozentigem auf den Erfolg anzustoßen.

 

Wir sind uns ziemlich sicher, dass der Erfolg nicht ausbleibt und natürlich sehr gespannt darauf, was am Ende dabei heraus kommt. In etwa vier Wochen werden wir sehen können, ob und was sich da entwickelt und ab Anfang März herum wird der Nachwuchs wohl unser Rudel vergrößern und bereichern. Drücken wir also die Daumen.

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